Handlettering der Buchblogger / 07.2018

Aufgrund der SuBventur ist mein monatliches Handlettering der Buchblogger dieses Mal wieder ein bisschen später dran. Aber das passt schon, denn die Idee für das neue Lettering hatte ich zwar schon recht früh, aber nicht so recht Lust, sie unmittelbar danach auszuarbeiten. Was in gewisser Hinsicht ein Fehler war …

Warum? Weil ich mich die letzten Tage auf ein neues Thema konzentriert habe, was zwar in enger Verbindung mit dem Handlettering steht, mir aber recht viel Zeit auf YouTube gestohlen hat: Bullet Journaling.

Aus diesem Grund habe ich mich dieses Mal auch nur auf das eigentliche Thema von Tanja und Leni  konzentriert, die Fleißaufgabe außen vorgelassen (obwohl ich die Idee super finde, das können wir gern beibehalten!).

Das Thema lautete:
Lettere ein Wort, das dir beim Lesen deines aktuellen/letzten Buches ganz besonders gut gefallen hat.

Das Wort stammt zwar nicht aus meinem letzten Buch und das Buch selbst hat mir auch nicht gefallen, aber das Wort hat sich mir beim Lesen doch irgendwie eingebrannt: Superintelligenz.

Aufgetaucht ist es in Frank Schätzings “Die Tyrannei des Schmetterlings”. Und ich glaube, es ist hängengeblieben, weil ich es bisher eigentlich nur aus der SF-Serie “Perry Rhodan” kannte.

Okay, worum geht es in Schätzings Buch?

Kalifornien, Sierra Nevada. Luther Opoku, Sheriff der verschlafenen Goldgräberregion Sierra in Kaliforniens Bergwelt, hat mit Kleindelikten, illegalem Drogenanbau und steter Personalknappheit zu kämpfen. Doch der Einsatz an diesem Morgen ändert alles. Eine Frau ist unter rätselhaften Umständen in eine Schlucht gestürzt. Unfall? Mord?

Die Ermittlungen führen Luther zu einer Forschungsanlage, einsam gelegen im Hochgebirge und betrieben von der mächtigen Nordvisk Inc., einem Hightech-Konzern des zweihundert Meilen entfernten Silicon Valley. Zusammen mit Deputy Sheriff Ruth Underwood gerät Luther bei den Ermittlungen in den Sog aberwitziger Ereignisse und beginnt schon bald an seinem Verstand zu zweifeln. Die Zeit selbst gerät aus den Fugen. Das Geheimnis im Berg führt ihn an die Grenzen des Vorstellbaren – und darüber hinaus.

Die Wikipedia geht sogar noch ein bisschen darüber hinaus: “Das Thema des 2018 erschienenen Science-Fiction-Thrillers sind die Möglichkeiten und Gefahren der Künstlichen Intelligenz.

Aus diesem Grund habe ich mich für mein Lettering dieses Mal wieder von etwas IT-lastigem inspirieren lassen, einer Platine:

(© by Blickpixel / Pixabay.com)

Die Umsetzung meines Letterings hat mir allerdings gezeigt, dass Idee und Umsetzung sich wieder einmal ganz gewaltig widersprechen. Und mir war auch nicht klar, dass sich Lineal bzw. Geodreieck und Signo Penroller nicht unbedingt mögen … Kleine Patzer und Schmierer sind das Resultat, die aber jetzt trotzdem drin bleiben. Perfektionist, du bist halt einfach mal ruhig! 😀

Für den dunkelgrünen Hintergrund habe ich mir einen Tonpapierblock mit verschiedenfarbigen Blättern gekauft. Es ist zwar nicht unbedingt fürs Handlettering mit Brush Pens geeignet (Dafür ist es zu rau), aber alle anderen Stifte (Buntstifte, Filzstifte, Fineliner) kann man getrost verwenden. Mit 130 g/m2 brauche ich mir auch keine Sorgen machen, dass es allzu rasch durchscheint …

Bei der Gestaltung habe ich eine Weile überlegt, wie ich es halten will. Am Ende entschied ich mich das “Super” von Superintelligenz über die “Intelligenz” zu stellen. Das fand ich einfach passend, weil “super” ursprünglich aus dem Lateinischen kommt und dort schlicht und einfach “über” bedeutet.

Wer es übrigens ganz stimmig haben will, sollte sich folgenden Song anhören (oder zumindest im Kopf haben), während er sich das Lettering anschaut: Den Main Title aus dem Soundtrack zu dem (zugegebenermaßen schon recht alten) Film “Nummer 5 lebt”. Frei nach dem Motto: Bild und Ton als künstlerische Symbiose 😀 .

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SuBventur / 15.07.2018

Und wieder sind drei Monate seit der letzten SuBventur (die von Janna und Kerstin von KeJas-BlogBuch ins Leben gerufen wurde) ins Land gegangen. Man kann ja sagen, was man will, aber irgendwie vergeht auch diese Zeit zwischen den einzelnen SuBventuren doch relativ schnell … Gut, dann wollen wir mal und schauen, was sich seit dem letzten Update getan hat.

Eigentlich lief es gut. Ich sage absichtlich “eigentlich”, denn bis Ende Juni habe ich zwar nicht viel vom SuB gelesen, es waren mehr Neuzugänge, aber immerhin hielten sich die und die gelesenen Bücher so halbwegs die Waage. Ein Buch habe ich ungelesen dem Bücherschrank gespendet, eines habe ich nach etwa 50 Seiten abgebrochen. So weit, so gut.

Dann ist allerdings die “SuBplosion” passiert, das kann man nicht anders sagen. Auch wenn ich mit der permanenten Versuchung im Großen und Ganzen um mich herum recht gut umgehen kann, konnte ich bei dem Angebot, mir aus einer Menge von gebrauchten Taschenbüchern welche gratis auszusuchen, einfach nicht nein sagen. Und erraten: Der SuB ist für meine Verhältnisse explodiert :D. Trotzdem lese ich aktuell eher wenig und eher Rezensionsexemplare, die ich nicht unbedingt auf dem SuB mitzählen kann …

In den letzten 14 Tagen ist der SuB sogar noch einmal angewachsen, aber zumindest wieder moderater, so wie ich es gewohnt bin. Wobei: Die Restbuchbörse in meiner Stadt, die ich bisher fast nur für gebrauchte Sachbücher kannte, hat in der Zwischenzeit ein ganzes Zimmer mit Belletristik Mängel-Exemplaren vollgestellt – preislich zwischen zwei und fünf Euro. Himmel hilf, denn damit ist die Versuchung wieder ein weiteres Stück angewachsen …

Kommen wir nun zur neuen Zahl, die sich doch ein bisschen vom April unterscheidet:

SuBventur Stand 15.07.2018

Insgesamt: 34 (23 mehr seit der letzten SuBventur)

Nicht vergessen: Das “NEU” bezieht sich auf die Bücher, die seit der letzten SuBventur neu eingezogen sind ;). Die Durchläufer (Bücher, die in den letzten drei Monaten zum SuB gekommen sind, ihn aber auch schon wieder verlassen haben) habe ich kursiv markiert.


SuB / Stapel ungelesener Bücher

01. J.J. Abrams & Doug Dorst – S “Das Schiff des Theseus”
02. Daniel Wolf – Das Gold des Meeres
03. Peer Martin – Feuerfrühling
04. Christine Feehan – Shadows “Ricco”
05. Jenny Milchman – Night Falls (NEU)
06. Johanna Holström – Asphaltengel (NEU)
07. Traci Chee – Ein Meer aus Tinte und Gold (NEU)
08. Hanni Münzer – Honigtot (NEU)
09. Wendy Walker – Dark Memories (NEU)
10. Yelena Black – Tanz der Dämonen (NEU)
11. Lisa Könne – Nichts als Erlösung (NEU)
12. Mario Reading – Der dritte Antichrist (NEU)
13. Rosamund Lupton – Liebste Tess (NEU)
14. Jan Seghers – Die Braut im Schnee (NEU)
15. Robert Wilson – Die Toten von Santa Clara (NEU)
16. Karen Sander – Ich sehe was, und das ist tot (NEU)
17. B.C. Schiller – Targa: Der Moment, bevor du stirbst (NEU)
18. Sabine Thiesler – Hexenkind (NEU)
19. Stephenie Meyer – Seelen (NEU)
20. Thomas Elbel – Asylon (NEU)
21. Arnaldur Indridason – Engelsstimme (NEU)
22. Camilla Grebe – Die Therapeutin (NEU)
23. Mo Hayder – Verderbnis (NEU)
24. Maria W. Peter – Fortunas Rache (NEU)
25. Clare Alys – Verstummen sollen alle Lügner (NEU)
26. Christian von Ditfurth – Das Luxemburg-Komplott (NEU)
27. John Katzenbach – Das Tribunal (NEU)
28. Brigitte Riebe – Die Pestmagd (NEU)


SuE / Stapel ungelesener E-Books

29. Jasmin Jülicher – Stadt der Tiefe
30. Katharina Peters – Toteneis (NEU)
31. Jennifer Wellen – Sternschnuppenwünsche (NEU)
32. Mona Kasten – Save you (NEU)
33. Robert C. Marley – Inspector Swanson und das schwarze Museum (NEU)
34. I. Reen Bow – Königreich der Träume – Sequenz 1: Die schlafende Prinzessin (NEU)


Abgänge

Vom SuB: Naomi Alderman – Die Gabe (zur Rezension)
Vom SuB: Karen Chance – Blutrot (abgebrochen)
Vom SuB: Eleanor Catton – Die Gestirne (aussortiert)
Vom SuB: Max Rhode – Die Blutschule ⭐⭐
Vom SuB: David Mack – Star Trek Discovery: Gegen die Zeit ⭐⭐⭐
Vom SuB: Valentin Senger – Kaiserhofstraße 12 (zur Rezension)
Vom SuB: Frank Schätzing – Die Tyrannei des Schmetterlings ⭐⭐

Vom SuE: Sebastian Fitzek – Das Joshua-Profil (zur Rezension)
Vom SuE: Mona Kasten – Save me ⭐⭐⭐
Vom SuE: Katharina Peters  – Abrechnung ⭐⭐⭐
Vom SuE: Anthony Horowitz – Die Morde von Pye Hall ⭐⭐⭐⭐

Vom SuH: Robert C. Marley – Inspector Swanson und der magische Zirkel (HB) ⭐⭐⭐⭐


Ich höre / lese gerade

Diana Meier-Soriat – Bullet Journal: Das Praxisbuch


Fazit / Erkenntnis

Fällt euch etwas bei den Abgängen auf? Ich hatte ganz kurz tatsächlich wieder einmal ein Hörbuch am Stapel :). Aus dem einfachen Grund, weil ich mich ein bisschen in diese historischen Krimis von Robert C. Marley verliebt habe und daher unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, ehe das neue Guthaben von Audible da war … Als Hörbuch liegen übrigens nur die ersten drei Teile dieser historischen Krimi-Reihe vor, Band vier gibt es bis jetzt nur als E-Book oder Print.

Tja, wie sieht es sonst aus? Aktuell traue ich mich nicht einmal eine Prognose abgeben, wie lange es dauern wird, bis ich diese Menge an Neuzugängen wieder weggelesen habe. Dafür erscheinen sowohl im August als auch im September noch einige Bücher, auf die ich sehr neugierig bin. Und wie es im Oktober aussieht, wage ich nicht einmal zu spekulieren, weil ich dann mein Studium an der FH beginnen und mehr oder weniger eine neue, spannende Welt betreten werde …

Aus dem Grund liegt im Moment tatsächlich mal wieder ein Ratgeber bei mir, weil ich herausfinden möchte, ob ein Bullet Journal für mich eine gute Wahl zum Organisieren sein könnte. Ganz gleich, ob am Ende etwas draus wird oder nicht: Ich bin der Autorin auf jeden Fall dankbar, dass es das Buch gibt, denn damit habe ich zum ersten Mal die Idee, die hinter dem Journaling steckt, wirklich verstanden. Wer mag, kann so ein Journal nämlich ohne den (grafischen) Aufwand betreiben, der in den sozialen Medien so gern gefeiert wird.

Ganz zum Schluss natürlich die neugierigen Fragen: Und wie geht es eurem SuB? Wie sieht euer Leseplan im Sommer aus?

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Deutschlandreise Blogtour: Das Buch “Deutsche Schreibschrift”

Mittlerweile geht es für mich schon in mein drittes Jahr bei der Blogtour von Silvia und Astrid von leckerekekse.de, Kinder, wie die Zeit vergeht … Im ersten Jahr sind wir zusammen nach New York gereist, voriges Jahr ins schöne Italien. Dieses Jahr reisen wir aber nicht in die Ferne, sondern bleiben in Deutschland, meiner zweiten Heimat (neben Österreich natürlich ;)).

Für dieses Thema habe ich mich dazu entschlossen, zwei Dinge, die ich sehr mag, miteinander zu verknüpfen: Handlettering und Bücher. Daher stelle ich euch ein Buch (okay, wenn man es genau nimmt, eigentlich zwei Bücher) vor, das sich mit einem Stück deutscher Kulturgeschichte beschäftigt: Die deutsche Schreibschrift.

Nach meinem letzten Handlettering, wo ich mich das erste Mal mit Sütterlin und Kurrent beschäftigt habe, wollte ich es genauer wissen und habe mir dieses Buch besorgt. Das gebundene Buch links auf dem Bild ist dabei das Lese- und Schreibbuch, das dünnere rechts ist ein Übungsheft, wo man selbst aktiv werden kann :).

Unterschied Kurrent Sütterlin

Links Kurrent, rechts Sütterlin (© Klaber / Pixabay)

Der Autor erklärt darin den Unterschied zwischen den beiden (bis Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland noch sehr verbreiteten) Schreibschriften.  Denn Sütterlin und Kurrent sind nicht dasselbe, nein, wie man an dem Foto oberhalb gut erkennen kann.

Darüber hinaus stellt Süß auch noch die sogenannte “Offenbacher” vor, eine Schrift, die als Schreibschrift allerdings kaum in Gebrauch war, heute aber in der Kalligraphie gern genutzt wird. Weiterlesen »

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Tops & Flops / 06.2018

Der Juni ist Geschichte! Deswegen gibt es auch bei mir heute wie immer meinen kleinen, aber feinen Rückblick auf den Vormonat. Die Menge der gelesenen Bücher ist im Vergleich zum Mai ziemlich gleich geblieben, ich habe 10 Bücher verschlungen, vier davon waren Hörbücher (ja, endlich wieder etwas mehr Hörzeit, juhu!).

Tops & Flops

Das Ende des Monats hat dann allerdings den gesamten Schnitt gehörig durcheinander gewirbelt. Bis Freitag hätte ich es fast geschafft, die Anzahl der zu lesenden Bücher auf beinahe einstellig zu bringen. Tja, und was ist dann passiert? Ich durfte mich nach Lust und Laune aus einem Stapel von gebrauchten Büchern bedienen – und es sind gleich zwanzig neue Bücher bei mir eingezogen … Bei aller Disziplin gegen die Versuchung, die einem tagtäglich begegnet: Hier bin sogar ich mal schwach geworden :D.

Jetzt hoffe ich mal auf den Sommer, dass er mir genügend Zeit verschaffen wird, diese Menge an dazu gekommenen Büchern wieder wegzulesen. Leicht wird es bestimmt nicht werden, denn im August wird auch wieder ein neues Jugendbuch von Ursula Poznanski erscheinen, darüber hinaus warte ich ungeduldig darauf, bis ich meine Hände auf “Vox” von Christina Dalcher legen kann.

Top des Monats

Wenn ich mir meine Liste für den Juni so ansehe, waren dieses Mal neben meinem gewohnten bunten Mix auch einige Krimis zu verzeichnen, hauptsächlich historische Krimis. Genau aus diesem Bereich kommt auch dieses Mal wieder mein Toptitel, denn auch wenn “Die rote Frau” nicht ganz an “Der zweite Reiter” herankommt, bekommt das Hörbuch für mich sehr verdient seinen Stockerlplatz. Eine (Kurz)Rezension findet ihr hier.

Hoffen wir mal, dass dieses Buch nicht das letzte Buch aus der Reihe ist, denn langsam, aber sicher erschreibt sich Alex Beer mit August Emmerich und Ferdinand Winter auch einen Stockerlplatz in meinem Herzen, was ihre Figuren angeht. Meine Chancen stehen daher auch sehr gut, zu einem treuen Fan zu werden :).

Flop des Monats

Der Flop des Monats ist ein Buch, auf das ich eigentlich schon wegen seines Themas sehr gespannt war. Künstliche Intelligenz, Paralleluniversen, Silicon Valley und eine Geschichte, die wie ein Krimi beginnt? Kann ja eigentlich nicht viel schiefgehen … Denkste! Normalerweise bin ich ja kein Mensch, der sich von negativen Kritiken verunsichern lässt, aber diese Geschichte hat (fast) alles, um einem den Lesespaß zu verleiden.

Bis heute frage ich mich, für wen Schätzing eigentlich sein Buch geschrieben hat. Die durchschnittliche Leserschaft, die sich “nur” unterhalten lassen (und vielleicht nebenher noch etwas lernen) will, wird es jedenfalls nicht sein. Darüber hinaus sind auch die in dem Buch behandelten Themen ganz bestimmt nicht jedermanns Sache.

Auch wenn Schätzing in meinen Augen viele, sehr kluge Gedanken in seine Geschichte verwebt, ist dieses Buch einfach zäh. Ein guter Spannungsbogen sieht für mich anders aus, leider. Und das, obwohl die Idee zu der Geschichte eigentlich Potenzial hätte. So bleibt für mich nur die Frage, was Schätzing eigentlich schreiben wollte: Eine fast wissenschaftliche Abhandlung oder einen SF-Thriller? Rausgekommen ist jedenfalls keines von beiden …

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Handlettering der Buchblogger / 06.2018

Nicht mehr lange und 2018 ist auch schon wieder zur Hälfte um. Manchmal frage ich mich wirklich, wo die Zeit hingeht … Im Vergleich zum Mai-Lettering hatte ich dieses Mal aber wieder etwas mehr Ruhe, um mich mit dem neuen Thema fürs Handlettering auseinanderzusetzen.

Deswegen gibt es dieses Mal auch wieder eine Fleißaufgabe, sprich ein zweites Lettering, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte, welcher Idee ich den Vorzug geben sollte.

Tanja und Leni haben das Thema ja bewusst nicht genauer formuliert, deswegen bin ich für eine Antwort auf diese Frage erst mal auf Goodreads gegangen …

Das Thema lautete:
Lettere den Titel deines Halbjahreshighlights 2018.

Nachdem ich eine ziemlich kritische Leserin bin, habe ich festgestellt, dass ich dieses Jahr tatsächlich erst zweimal 5 Sterne für einen Titel vergeben habe … Und zwar waren das folgende Bücher:

“Am berühmten Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt wird die junge Elise Hermann zur Pianistin ausgebildet. Ihre große Begabung verspricht eine glänzende Zukunft, und in Max von Hochem findet sie die Liebe ihres Lebens. Doch dann ändert sich alles, als Hitler an die Macht kommt. Elises Debüt-Konzert im März 1933 wird verboten, wie öffentliche Auftritte jüdischer Künstler generell verboten werden. Die junge Frau muss um ihr berufliches und bald auch persönliches Überleben kämpfen.

Vor der Kulisse des historischen Frankfurt am Main erzählt dieser Roman vom glücklichen und leidvollen Weg einer jungen jüdischen Frau zwischen 1929 und 1936.”

Falls euch das Buch näher interessiert: Eine Rezension zu dem Buch findet ihr hier :).

Der zweite Titel ist ein Comic. Und zwar “Maus” von Art Spiegelman. Dieses habe ich zwar nicht extra rezensiert, aber bei meinen monatlichen Tops & Flops erwähnt.

“Die Geschichte von Maus veränderte über Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst.

Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in dem Mund legt: Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen.

»Ein Jahrhundertwerk!«
taz”

Wie bereits erwähnt konnte ich mich anfangs nicht entscheiden, welchen Titel ich lettern sollte. Also nahm ich mir einmal den vor, zu dem ich rascher eine Idee hatte. Um diese Idee umzusetzen, brauchte es allerdings erst einmal eine Recherche. Denn irgendwo in meinem Kopf schlummerte da eine recht verkümmerte Erinnerung, dass es in Deutschland ja eine Zeitlang auch ganz besondere Handschriften gegeben hat …

Selbstverständlich landet man meistens als erstes bei der Wikipedia, aber ich finde, einen sehr guten, nicht zu langen und vor allem verständlichen Text zum Thema “Alte deutsche Schreibschriften” findet man auch bei Ramona von Kallimagie :). Schaut mal vorbei, wenn ihr die Unterschiede zwischen Sütterlin, Kurrent und der Offenbacher kennenlernen wollt!

Für das Lettering für “Frankfurt verboten” entschied ich mich schließlich für die Sütterlinschrift, denn der Gedanke, dass Elise in der Schule wohl diese Schrift gelernt haben müsste, hätte sie denn wirklich existiert, war naheliegend. Da ich allerdings mir nicht wirklich zutraue, auf einem weißen Blatt Papier die Buchstaben möglichst gerade und ordentlich zu schreiben, suchte ich mir eine Vorlage. Und fand gleich (wieder einmal) einen ganzen Stapel von tollen Schriften, die ich mir speicherte :).

Um auf Nummer sicher zu gehen, fertigte ich mir also eine Vorlage an und pauste sie ab. Da die Schriftvorlage aber nicht ganz authentisch ist, habe ich den Schriftzug nachbearbeitet – fallen euch die kleinen Unterschiede auf?

Eine Feder mit schwarzer Tinte besitze ich leider nicht, also musste wieder einmal einer meiner Filzstifte aushelfen. Ich glaube, sie heißen Fibreline, der Rest lässt sich leider nicht mehr so gut lesen …

Beim Foto machen hab ich dann am Handy noch einmal ein bisschen nachgearbeitet, damit es möglichst authentisch aussieht. So, als ob es in der Zeit wirklich jemand geschrieben haben könnte …

Das zweite Lettering entstand eigentlich verhältnismäßig spontan, einfach aus dem Gedanken heraus, jetzt hast du so schöne viele alte Handschriften als Vorlage gefunden … Ganz besonders gut gefällt mir ja auch die Kurrentschrift, auch wenn sie im Lauf der Zeit einige Veränderungen durchgemacht hat.

Deswegen habe ich diese Schrift genommen und mit ihr den Schriftzug für das zweite Lettering gestaltet, mit den Farben angelehnt an das Cover von “Maus”. Deswegen auch die rote Schrift mit dem weißen Rahmen drum herum, den ich mit meinem neuen Sigma Paintball Gelroller gezeichnet habe (Ja, Anja, ich hab endlich ein Schreibwarengeschäft gefunden, das ihn verkauft ;)).

Gezeichnet habe ich für dieses Lettering auf einem Transparentpapier, dass ich zum Fotografieren auf einen schwarzen Untergrund gelegt habe. Damit kam das Grau vom Cover des Comics wieder schön heraus, finde ich.

Hier noch einmal das Lettering ohne die Stifte im Vordergrund:

Ganz zum Abschluss muss ich noch folgendes loswerden: Ich glaube, ich bin verliebt! So schöne Schriften! Und ich finde es wirklich schade, dass wir Jungen diese Schriften immer weniger lesen können …

Alte Briefe, alte Postkarten, alte Dokumente von unseren Großeltern und Urgroßeltern wurden fast ausschließlich so geschrieben. Für mich ein Grund mehr, mich etwas mehr damit zu beschäftigen und nun zu versuchen, diese Schriften wenigstens lesen (und vielleicht auch ein klein bisschen schreiben) zu lernen :).

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Tops & Flops / 05.2018

Im Vergleich zum April kann ich jetzt erfreulicherweise wieder mehr Bücher für die Auswahl meiner Tops & Flops heranziehen, juhu! Der SuB hat sich dadurch zwar nur unwesentlich verändert, da ich hauptsächlich Neuzugänge gelesen bzw. gehört habe, aber es ist mein fester Vorsatz, mich im Sommer wieder etwas mehr diesen Büchern zu widmen …

Tops & Flops

Was gibt es Neues? In der Zwischenzeit ist die DSGVO ja nun “scharf”. Was bedeutet, dass ich hier im Hintergrund noch einiges mehr für das Blog getan habe, als ich nach außen kommuniziert habe. Am offensichtlichsten ist allerdings bei mir die – mittlerweile umstrittene – Checkbox zur Zustimmung, ehe ein Kommentar abgesendet wird.

Ich bin im Moment noch unschlüssig, wie ich das in Zukunft handhaben will, ehrlich gestanden. Das #litnetzwerk Wochenende hat mir durchaus deutlich gezeigt, worauf das hinausläuft, denn die Menge der Checkboxen (Eine ist noch von WP selbst dazugekommen, auf die ich gut und gern verzichten könnte) unter dem Kommentarfeld ist jetzt schon fast ein bisschen übertrieben … Wenn ihr eine Idee habt, wie man das übersichtlicher gestalten kann – ich freu mich über Anregungen!

Top des Monats

Was die gelesenen Genres angeht, hatte ich im Mai wieder einen bunten Mix zu verzeichnen: Jugend, Fantasy, Liebe, Krimi, Thriller und historisch – es war eigentlich so gut wie alles dabei :). Meinen Flop habe ich allerdings wieder einmal schneller festlegen können als den Top-Titel … Wobei ich fairerweise aber auch sagen muss, dass es damit zusammenhängt, dass es dieses Mal gleich mehrere Bücher gab, die den Top-Stockerlplatz verdient hätten.

Am Ende habe ich mich für den Beginn einer Reihe entschieden, der den meisten von euch wohl schon kennen dürften:

Die “Percy Jackson”-Reihe hat zwar mittlerweile schon ein paar Jährchen am Buckel (und der Autor noch einige weitere Serien mit Götterwelten geschrieben), aber ich kann sie mit gutem Gewissen weiter empfehlen, wenn es etwas für junge LeserInnen sein soll.

Ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich mit zehn, zwölf alles verschlungen habe, was irgendwie mit Sagen, Mythen und so zusammenhing. Und auch heute mag ich die griechische Götterwelt immer noch, sie gibt wirklich jede Menge Stoff für spannende Geschichten her :). Und der Nebeneffekt: Man lernt das alles quasi nebenher, falls mal der Geschichtelehrer auf die Idee kommt, das bei ner Prüfung über die alten Griechen zu fragen …

Eines noch: Ich habe die Reihe mit einem Hörbuch beginnen, diese sind allerdings wirklich deutlich gekürzt, daher empfehle ich jedem, lieber zu den Büchern zu greifen, egal ob auf Deutsch oder auf Englisch (Das Englisch ist auch gut geeignet, wenn man sein Verständnis für die Sprache ein bissschen trainieren will!).

Flop des Monats

Der Flop-Titel kommt dieses Mal aus meinem Lesekreis. Ich weiß nicht mehr, wer das Buch vorgeschlagen hatte, aber nachdem es erst einmal entschieden war, war ich doch gespannt darauf.

Leider hatte ich mit der Geschichte aber so meine lieben Probleme … Der 30jährige Krieg gehört nicht gerade zu den Epochen, mit denen ich mich auskenne, das habe ich beim Lesen deutlich gemerkt. Vieles aus der Geschichte wäre verständlicher, wenn Kehlmann dem Leser wenigstens ein paar Hintergrundinfos mitgegeben hätte (abgesehen davon, dass es mich interessieren würde, warum er eine Sagenfigur aus dem 14. Jahrhundert ins 17. Jahrhundert versetzt hat).

Außerdem: Dafür, dass das Buch “Tyll” heißt, geht es recht wenig um diese Figur … Stattdessen springt der Autor kreuz und quer zu verschiedenen anderen Personen in Tylls Umfeld, auch mal in der Zeit vor und zurück, was es nicht unbedingt leichter macht, wenn man beim Lesen zwischendurch so wie ich eine längere Pause gemacht hat.

Was mich zu der Erkenntnis bringt: Kehlmann und ich – wir werden wohl in diesem Leben trotz seines tollen Sprachstils keine Freunde mehr, da dies schon der zweite Kehlmann war, mit dem ich nicht wirklich warm geworden bin.

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Handlettering der Buchblogger / 05.2018

Und wieder ist ein weiterer Monat um und ein neues Handlettering ist fällig :). Mittlerweile bin ich wirklich froh, dass das Thema im Vorhinein bekannt gegeben wird, denn die letzte Zeit war bei mir mehr als chaotisch und stressig!

Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen und habe mir am Wochenende mehr oder weniger die Zeit rausgerissen, um zum neuen Thema von Tanja und Leni etwas zu gestalten.

Das Thema lautete:
Zeig uns ein DIY-Lettering mit einem buchbezogenen Thema.

Nachfolgendes Motiv ist schon ein bisschen nerdig, aber keine Angst, ich erkläre schon, was es damit auf sich hat. Die, die sich auskennen, wissen vielleicht schon, auf welches Buch ich anspiele? 😉

Handlettering 05/2018 Bild #1

Die Nullen und die Einsen stehen für das binäre Zahlensystem. Das Zahlensystem, mit dem jeder Computer arbeitet. Wenn man die Zahlenkolonne in unser dezimales System übersetzt, erhält man als Ergebnis 42.

42? Einige Leute werden jetzt bestimmt schon aufhorchen. Und ja, es geht genau um das Buch: Um Douglas Adams und sein “Per Anhalter durch die Galaxis”.

42 ist für Nerds berühmt-berüchtigt, denn es gibt eine Szene in dem Buch, wo ein Alien-Volk seinen Supercomputer nach dem Sinn des Lebens befragt. Der Computer rechnet jahrelang herum, bis er irgendwann fertig ist. Am Ende sind alle sehr, sehr gespannt, was das Ergebnis sein wird. Und die Enttäuschung ist riesengroß, als der Computer eben nur genau diese Zahl als Antwort auf die Frage nennt :).

Handlettering 05/2018 Bild #2

Noch kurz zum Lettering: Man sehe es mir nach, dass ich in Sachen Material oder Untergrund dieses Mal keine Experimente gemacht habe,  aber dafür hat die Zeit einfach nicht gereicht … Wie schon beim letzten Mal habe ich daher wieder mit Clairefontaine-Papier und meinen Stabilo-Stiften gearbeitet. Das Grün habe ich deswegen genommen, weil die alten, frühen Computerschriften (so wie im “Matrix”-Film) oft grün auf schwarzem Hintergrund dargestellt wurden.

Der Lesbarkeit halber habe ich auf Weiß aber lieber zu einem dunkleren Grün gegriffen. Die Schrift selbst ist – weil alte Computerschrift – absichtlich sehr pixelig gewählt. Ihr wisst schon, ich bemühe mich ja immer, meine Letterings möglichst stimmig zu gestalten.

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