Tops & Flops / 3Q.2019

Kinder, die Zeit vergeht. Anders kann man es net ausdrücken. Jetzt hat der Herbst und damit das neue Semester an der FH auch schon wieder angefangen – und der Alltagsstress hat mich wieder. Wollen wir mal hoffen und beten, dass das neue Semester nicht ganz so grausam mir die Zeit fürs Blog wegstehlen wird wie das letzte …

Einen kleinen Rückblick auf die vergangenen drei Monate kann ich euch aber trotzdem heute spendieren, gerade der Sommer hat ja wieder einige interessante Bücher hervorgebracht. Der Juli war zwar wegen der letzten Prüfungen lesetechnisch eher schwach, dafür waren der der August und der September umso besser.

Tops & Flops

In diesen drei Monaten habe ich insgesamt 25 Bücher und Hörbücher verschlungen, wobei alleine der August mir einen neuen Rekord beschert hat. Nicht was die Lesezahl angeht, aber zumindest bei den Bewertungen.

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich ziemlich kritisch bin und fünf Sterne eher selten vergebe. Deswegen ist es für mich tatsächlich etwas Besonderes, wenn ich mal sagen kann, dass ich in diesem Monat tatsächlich gleich VIER Büchern diese Sternezahl verpasst habe :).

Top des Quartals

Da ist es natürlich besonders schwer gefallen, aus dieser Menge das beste Buch auszusuchen, das könnt ihr euch vorstellen. Vor allem zwischen “Erebos 2” und “Todesmal” ist mir die Entscheidung wirklich schwergefallen, aber am Ende hatte doch Andreas Gruber die Nase vorne.

“Todesmal” ist ja schon der fünfte Band aus der “Todes”-Reihe, und auch wenn mich der vierte Teil  “Todesreigen” nicht so ganz begeistern konnte, hatte dieses Buch jetzt alles, um mir ein paar spannende und unterhaltsame Lesestunden zu bescheren.

Da ich im Sommer wieder etwas mehr Zeit zum Rezensieren hatte, habe ich hier meine Meinung zu dem Buch etwas ausführlicher niedergeschrieben. Das Buch ist in meinen Augen definitiv für die Fans, denn Gruber lässt hier einige Figuren wieder auftauchen, die bereits in den früheren Romanen aufgetaucht sind. Man kann das Buch zwar auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber in meinen Augen entgehen einem hier viele unterhaltsame Details.

Wer intelligent konstruierte Thriller mit einer ziemlich schrägen Hauptfigur mag und auch Humor in einem Thriller nicht am falschen Platz findet, kann hier auf jeden Fall mit gutem Gewissen zugreifen!

Flop des Quartals

Den Flop des Quartals stellt dieses Mal für mich ein Hörbuch, auf das ich eigentlich wegen seines Settings schon sehr gespannt war. “Der Mann, der nicht mitspielt” ist zweifelsohne ein sehr gut recherchierter, historischer Krimi, das will ich gar nicht in Abrede stellen. In Kombination mit der für meinen Geschmack eher eintönigen Lesung von Uve Teschner hatte ich allerdings so meine Probleme mit diesem Hörbuch.

Der Auftakt gefiel mir noch sehr gut, denn ich liebe es, immer wieder mal nachzusehen, welche Figuren erfunden und welche wirklich existiert haben. Dieses Miteinander zwischen den Schauspielern, den Studiobossen und anderen schillernden Figuren jener Zeit mit dem fiktiven Hardy Engel hat der Autor zweifelsohne sehr toll hinbekommen.

Als zusätzlichen Pluspunkt sehe ich außerdem das Flair der 1920er, das hat der Autor ebenfalls sehr gut einfangen können. Wo es für mich allerdings leider immer mehr gehapert hat, ist die Handlung. Diese versandete für mich nämlich zusehends in unzähligen Dialogen, die zwar für sich durchaus interessant waren, aber für mich die Geschichte nicht vorwärts brachten. Ich war daher zwischendurch schon kurz davor, einfach abzubrechen, wenn mich die Neugier auf das Ende dann nicht doch hätte durchhalten lassen.

Die Auflösung konnte mich schlussendlich wieder ein klein wenig versöhnen, denn auch diese war durchaus geschickt gemacht. Trotzdem blieb für mich das Gefühl, dass man aus dieser Geschichte mit etwas mehr Action noch mehr hätte herausholen können. So habe ich mich leider viel zu lange recht gepflegt gelangweilt, ehe wieder etwas für mich Interessantes passiert ist …

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Tops & Flops / 1HJ.2019

Nachdem ihr es so gewollt habt, serviere ich euch heute meine Tops & Flops von Anfang Jänner bis Ende Juni, also für das erste Halbjahr 2019 (damit auch die kryptische Abkürzung im Titel erklärt ist ;)). Eigentlich wollte ich diese Rubrik ja quartalsweise während des Studiums weiterführen, aber gut, da waren so gewisse Umstände am Werk …

Ich werde euch aber trotzdem den Gefallen tun, jeweils zwei Titel herauszupicken, einmal von Jänner bis März und einmal von April bis Juni. Ich schätze, das ist in eurem Sinne. Denn auch wenn ich zeitweise nicht sehr viel gelesen oder gehört habe, sind doch ein paar Bücher (und Hörspiele) in diesem halben Jahr zusammengekommen.

Tops & Flops

Fangen wir mal mit Jänner bis März an. In der Zeit habe ich dreizehn Bücher gelesen bzw. gehört, die meisten davon fallen in den Februar, weil ich da aufgrund der Semesterferien wenigstens etwas Zeit zum Durchschnaufen hatte.

Top des ersten Quartals

Den verdienten Sieger liefert hier “Ghostbox” ab, kein Buch, sondern ein Hörspiel, das ich hier auf dem Blog noch vorgestellt habe, ehe ich in die ungewollte Blogpause gegangen bin. Die Rezi dazu findet ihr hier.

Das Hörbuch hatte zwar durchaus einige Schwächen, aber die habe ich gerne verziehen, weil mich die Geschichte wirklich nach kurzer Zeit am Handy kleben hat lassen und ich nicht mehr aufhören konnte zu hören …

Die Geschichte trägt den Zusatz “Staffel 1”, was auf eine kommende Fortsetzung schließen lässt, jedoch hat die Geschichte ein für sich sehr rundes Ende. Ein klein bisschen mystisch, ein klein bisschen unheimlich, aber keines, was ein ausgemachter Cliffhanger ist. Daher Hörempfehlung für alle, die auf einen Mix aus Sci Fi, Technik, Medizin, ein bisschen Horror und IT-lastigen Themen stehen :).

Flop des ersten Quartals

Einen echten Flop würde ich es nicht nennen, aber im Verhältnis die größte Enttäuschung war für mich in der Zeit wohl “Vanitas” aus der Feder von Ursula Poznanski. Ich liebe vor allem ihre Jugendbücher, auch die meisten ihrer Erwachsenenkrimis, aber diese Geschichte war irgendwie nichts für mich. Weder fand ich sie wirklich spannend noch stimmig, sondern – wenn ich ehrlich bin – eher mühsam.

Eigentlich schade, denn einige gute Ideen hatte die Geschichte schon aufzuweisen, aber ich hatte so meine Probleme mit der Haupfigur Carolin, die für mich nicht greifbar wurde, weil sie in sich sehr, sehr widersprüchlich war. Wenn ihr mehr wissen wollt, die Rezi gibt es hier.

Und: Ich kann gar nicht sagen, wie sehr es mich geschmerzt hat, ein Buch einer Lieblingsautorin nicht gut zu bewerten, aber mehr als drei Sterne konnte ich hier beim besten Willen nicht vergeben …


Kommen wir zum April bis zum Juni. Diese drei Monate waren noch mehr gewissen Schwankungen unterworfen als der Jahresbeginn. Der April vor allem hat aufgrund der Hörspiele die Zahl auf 34 Titel in dieser Zeit anschwellen lassen (Besten Dank an die Osterferien und den Krankenstand hinterher, den es nicht gebraucht hätte). Das klingt jetzt allerdings mehr, als es eigentlich war, denn zwölf Stück davon waren recht kurze Hörspiele, die sich in ein bis zwei Stunden durchhören haben lassen …

Top des zweiten Quartals

Den Stockerlplatz hat sich hier das Hörbuch zu Karl Olsbergs “Girl in a strange Land” holen können, die Fortsetzung von “Boy in a white Room”. Ich hatte eigentlich gar nicht damit gerechnet, dass mir diese Geschichte sogar noch besser als Teil 1 gefallen würde, aber so war es 🙂 …

Dem Buch hat man sehr deutlich angemerkt, dass sich Olsberg wirklich Gedanken macht, wo sich unsere Gesellschaft mit all der Technik und der permanenten Online-Präsenz in den sozialen Medien hinentwickeln wird. Vieles erfährt man nur nebenbei, nicht alles wird aufgeklärt, aber als Vision, wie wir vielleicht in naher Zukunft leben könnten, fand ich das Buch auch für Erwachsene sehr überzeugend und habe es ziemlich zügig durchgehört.

Umso mehr freut es mich, dass wir im Herbst ein weiteres Mal mit “Boy in a dead End” in diese Welt abtauchen dürfen, die Geschichte soll eine Art Prequel zu “Boy in a white Room” werden, wenn ich es richtig verstanden habe. Der Erscheinungstermin ist jedenfalls mal in meinem Kalender vorgemerkt :).

Flop des zweiten Quartals

Wer im Frühling #bbfliest auf Twitter mitverfolgt hat, wird jetzt bestimmt schon wissen, was kommt. Denn ohne zu untertreiben, war das Erscheinen von “The Mister” wirklich eine Steilvorlage, es zusammen mit meinen tapferen Mitstreitern zu zerlegen. Ich hatte mir ja bereits im Vorfeld nicht wirklich was erwartet, aber es IST offensichtlich noch immer möglich, die Messlatte weiter nach unten zu legen, als ich vorher gedacht hatte.

“Shades of Grey” kann ja für sich in Anspruch nehmen, dass ich es im dritten und letzten Band abgebrochen habe (Und das habe ich vorher bei einer Trilogie noch nie gemacht). Aber im Vergleich zu “The Mister” konnte man da wenigstens noch lachen.

“The Mister” hat gar nichts mehr davon, nicht mal mehr den BDSM-Touch. Es versucht tatsächlich wie ein normaler Liebes- bzw. Erotikroman anzukommen, bietet aber nichts außer den zum Teil mehr als befremdlichen Vorstellungen einer Autorin, die die moderne Leserin wohl am liebsten in die Zeit der Fünfziger Jahre zurückschicken möchte.

Anders lässt sich jedenfalls das Bild der schüchternen jungen Frau Alessia nicht erklären, die selbstverständlich nicht mal dem Mann in die Augen schauen kann, während sie mit Hingabe sein Klavier putzt. Und Albanien, das Land, aus dem sie geflüchtet ist, liegt offensichtlich nicht in Europa, sondern im tiefsten Hinterland unseres Planeten, da Kreditkarten offensichtlich etwas völlig Fremdes für unsere Alessia sind …

Unter diesem Umständen fällt es schon verdammt schwer zu glauben, dass der nur auf “hirnlosen Sex” (Der erste Satz im Buch!) bedachte Maxim sich ausgerechnet in Alessia verguckt und natürlich nur wegen ihr die Wandlung vom Saulus zum Paulus durchmacht?

Ich schätze, ich verkünde nun auch nichts Neues, wenn ich sage, dass das Buch mal abgesehen von der – bereits nach 100 Seiten – sehr voraussehbaren Handlung (und immerhin durch 600 davon muss man sich bis zum Ende durcharbeiten!) eine ganz gewaltige Ansammlung an schrägen Dingen ist. Angefangen bei der Sprache, der Ausdrucksweise, über die Gedanken der Figuren bis hin zu ihren Handlungen – man kann eigentlich nur den Kopf schütteln oder das Buch ins Nirwana befördern, was beim Alleine-Lesen sicherlich die schlaueste Entscheidung ist …

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Vom SuB befreit: Die Braut im Schnee

Jetzt im Juli lautet das Thema der Motto Challenge “SuB-Leichen”. Eigentlich eine Steilvorlage, wieder etwas mehr vom SuB zu lesen, aber wie der Teufel so will, dominieren in dem Monat Leserunden bzw. Bücher, die ich eigentlich schon im Frühling lesen und vorstellen wollte …

Trotzdem habe ich es geschafft, wenigstens ein Buch vom SuB zu lesen, das der Vorgabe (Es muss vor 2019 auf den SuB gewandert sein) entspricht. Was liegt da also näher, es hier in meiner SuB-Rubrik vorzustellen?

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

“Die Braut im Schnee” ist das zweite Buch einer Reihe um den Frankfurter Kommissar Marthaler aus der Feder von Jan Seghers. Mittlerweile wurden die Bücher (bis auf das letzte, soweit ich weiß) alle verfilmt, wenn auch nicht in der Reihenfolge, in der sie vom Autor verfasst wurden.

Klappentext:
Wo du hingehst, da werde ich dich finden. Wo du stirbst, da werde ich gewesen sein.
Eine junge Zahnärztin ist ermordet worden. Der Täter hat die Leiche auf widerwärtige Weise zur Schau gestellt. Der Frankfurter Kommissar Marthaler ist von dem Anblick zutiefst erschüttert. Er ahnt, dass sich der Mörder mit diesem einen Opfer nicht zufrieden geben wird.
Und er soll Recht behalten …

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

“Die Braut im Schnee” erregte ehrlich gestanden wegen des Frankfurter Tatorts meine Aufmerksamkeit, als es darum ging, mir aus einem ziemlich großen Stapel Bücher mir etwas zum Lesen auszusuchen. Wie das aber so ist, landete das Buch erst einmal am SuB – und da blieb es jetzt dann auch mehr als ein Jahr drauf.

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Wie bereits erwähnt, geht es eigentlich darum, im Juli Bücher vom SuB zu befreien – und ich hatte mal wieder Lust auf einen etwas solideren Krime :).

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Wirklich gelungen fand ich hier den Lokalkolorit. Ich kenne mich zwar nicht extrem gut in Frankfurt aus, aber es hatte schon etwas an sich, gleich am Anfang bei der Beschreibung des Fundorts der ersten Leiche draufzukommen, bei dem beschriebenen Haus schon einmal auf der Suche nach einem Geocache gewesen zu sein. Da bleibt dann nur die Frage, ob der Autor selbst einmal vor Ort war …

Weniger gut waren allerdings die Längen, die sich meiner Meinung nach im mittleren Drittel eingeschlichen haben. Da wirkte die Geschichte für meinen Geschmack fast etwas künstlich gestreckt. Aber das Finale – und damit die Auflösung – entschädigten dann doch wieder.

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Würde ich halbe Sterne vergeben, wären es 3,5 Sterne geworden, so habe ich dank des “Hey, da war ich ja schon!” auf vier Sterne aufgerundet.

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Der Literaturplausch / 07.2019

Ihr Lieben, ich gebe zu, ich habe ein bisschen herumüberlegt, wie ich meinen ersten Beitrag nach der langen, ungewollten Blogpause gestalten soll. Eigentlich muss ich mich ja bei euch entschuldigen, denn normalerweise kündige ich diese Pausen an, aber das Sommersemester an der FH war bereits im März ein einziges, riesengroßes Tohuwabohu an Tests und Abgaben … Aus diesem Grund sind zu dem Zeitpunkt nur noch die vorbereiteten Beiträge online gegangen – und dann war’s das einfach.

Ich hatte zwar noch einen Funken Hoffnung, im April wieder aktiv werden zu können, nur ging es mir damals (sicher auch stressbedingt) net übermäßig gut, die Osterferien hab ich mehr krank als gesund verbracht. Und Ende April / Anfang Mai hat’s mich dann richtig vier Tage niedergeworfen.

Die #bbfliest Leserunde zu “The Mister” war wohl in der Zeit meine einzige buchige Aktion, aber nachdem wir Mitte Mai bereits die ersten Prüfungen geschrieben haben, hat mir dann auch hier leider die Energie gefehlt, mich aufzuraffen, dem Blog wieder etwas Leben einzuhauchen … Und vom Juni will ich erst gar nicht reden (Land unter – wieder einmal).

Man könnte also meinen, dass ich in der Zeit mehr gelernt als gelesen oder Serien geschaut habe, aber ein kleines bisschen ist doch zusammengekommen 🙂 …

#Gelesenes / #Gehörtes

Im März habe ich es gerade mal auf zwei Bücher gebracht, ein Drittes habe ich abgebrochen. Der April dagegen wurde – bis auf ein E-Book – ein reiner Audiomonat. Zu dieser Zeit habe ich nämlich die “Sherlock Holmes Chronicles” für mich entdeckt, eine Serie, die großteils Pastiches, zum Teil aber auch Originalstorys von Arthur Conan Doyle, vertont. Der Sprecher von Sherlock ist dabei beileibe kein Unbekannter, es ist die Synchronstimme von Kevin Spacey. Krankenstand und Ferien haben das dann tatsächlich ein bisschen eskalieren lassen, am Ende kam ich in dem Monat alleine auf 10 Hörspiele.

Der Mai verlief dann wieder ein wenig ausgeglichener, sowohl was die Medien als auch die gelesenen Genres anging. Eines meiner Ziele in diesem Jahr habe ich in dem Monat ebenfalls erfolgreich in Angriff genommen, nämlich die Percy Jackson-Reihe endlich zu beenden und wieder etwas für mein Englisch-Lesen zu tun. Im Juni habe ich ein bisschen was von meinem SuB weggelesen, da war eigentlich nur ein neues Buch dabei, nämlich “Der dunkle Bote” von Alex Beer, aber das konnte ich mir als Hörbuch einfach nicht entgehen lassen.

Zum Juli will ich erst mal nicht so viel sagen, außer dass ich bisher viel weniger gelesen habe, als ich eigentlich gedacht habe. Ferien haben heißt irgendwie noch immer nicht, automatisch mehr Lesezeit zu haben, weil ich mich nun um all die Dinge kümmern darf, die bisher liegengeblieben sind …

#Geschautes

In den Frühling ist ja immerhin die achte Staffel von “Game of Thrones” gefallen, die mir zwei Monate SkyTicket beschert hat, die ich natürlich auch dazu genutzt habe, dort in einige Serien hineinzuschnuppern …

Das Boot

Bis jetzt existiert nur eine einzige Staffel, aber die war für mich eine ausgemachte Überraschung. Ich kannte nur den Film, der auch schon einige Jahre zurückliegt. Die Serie geht Gott sei Dank neue Wege, erzählt nicht dieselbe Geschichte, spielt aber mit denselben Motiven (Das Leben der U-Boot-Fahrer im Zweiten Weltkrieg kann wirklich kein Zuckerschlecken gewesen sein). Darüber hinaus erfahren wir auch, was zur selben Zeit an Land in Frankreich während der Resistance passiert. Wie gesagt: Meine ganz persönliche Überraschung, ich hatte nämlich nicht damit gerechnet, dass ich die Serie wirklich mögen würde.

Charité

Nicht mehr ganz neu, aber ebenfalls wider Erwarten überraschend gut fand ich die deutsche Serie “Charité”. Gewöhnlich bin ich eigentlich kein Fan von Serien, die irgendwie mit Ärzten und Krankenhäusern zu tun haben, aber gerade die erste Staffel konnte mich wirklich einfangen. Mitzuerleben, wie im 19. Jahrhundert an diesem Krankenhaus Medizingeschichte geschrieben wurde, war schon irgendwie faszinierend …

#SuBventur

Nachdem ich ja keine richtigen SuBventur-Beiträge mehr schreibe, habe ich natürlich nicht mehr so genau im Blick, wie viele ungelesene Bücher sich bei mir so tummeln. Es ist aber im Großen und Ganzen ziemlich gleich geblieben. Ich habe zwar im letzten halben Jahr wenig vom SuB gelesen, in Stresszeiten sogar noch weniger, weil ich mich da eher aufs Hören verlegt habe. Trotzdem ist hier und da ein Buch wieder weggekommen, sodass ich zwischendurch mal bei 15 Büchern war. Jetzt – nach dem Ende der letzten Prüfungen – hab ich mir aber doch wieder ein paar Schätzchen gegönnt, sodass es wieder knapp 20 Bücher sind.

#Challenges

Motto Challenge 2019

Ich habe am Anfang gezögert, ob ich 2019 trotz FH noch einmal an der Challenge teilnehmen möchte, ich gebe es zu. Dann dachte ich mir, ist ja egal, probieren geht über studieren. Und bis jetzt habe ich es nicht bereut, ich habe zwar oft nur ein Buch zu einem Thema geschafft, aber das ist mehr, als ich generell erwartet habe :D.

Goodreads Reading Challenge 2019

Bei der Goodreads Jahreschallenge hatte ich mir eigentlich ein Ziel von 40 Büchern gesteckt. In der Zwischenzeit habe ich diese Zahl wieder verdoppelt. Warum? Weil ich, wie bereits früher einmal erwähnt, die Hörspiele (wieder) für mich entdeckt habe.

#zuguterLetzt

Ich freue mich, jetzt wieder etwas mehr Zeit zu haben für Dinge, die nicht irgendwie mit der FH zu tun haben. Leserunden zum Beispiel! Zeit fürs Blog! Zeit, ein paar Dinge socialmedia-mäßg umzukrempeln … Und Zeit, meine Handwriting Challenge wiederaufzunehmen!

Und: Neue Bücher von Ursula Poznanski und Andreas Gruber! Für jemanden wie mich, der ja wenig auf Erscheinungstermine schielt, ist das gleich ein doppelter Grund sich zu freuen, dass deren neue Bücher im August erscheinen – weil: Zeit zum Lesen! Und zwar mit gutem Gewissen.

Außerdem spiele ich (wieder einmal) mit dem Gedanken, ein Book Journal anzufangen. Nachdem ich nun ein Dreivierteljahr erfolgreich für die FH ein sehr simpel gehaltenes Bujo geführt habe, könnte es ja doch klappen, wieder auf Papier meine Bücher festzuhalten 🙂 .

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Zum Welttag der Poesie *

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, ist hier schon lange kein Kreativbeitrag mehr online gegangen. Seit das Studium im Herbst angefangen hat, habe ich meine Handlettering-Beiträge mehr oder weniger eingestellt (wobei ich die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben habe, wenigstens im Sommer wieder Zeit dafür zu haben). In den letzten Wochen habe ich jedoch trotz des ganzen Stress gemerkt, dass sie mir fehlt, diese Zeit, mich hinzusetzen und mich nur auf das Zeichnen, Malen, Schreiben und Umsetzen eines Motivs zu konzentrieren …

Aus diesem Grund kam es für mich wie gerufen, als ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, dieses Jahr am Welttag der Poesie teilzunehmen. Ich halte mich jetzt persönlich zwar nicht für eine Dichterin, aber ich mag es, Sprache und Schreiben zu verbinden, mit Sprache zu spielen, mit ihr Neues zu erschaffen und mit ihr kreativ zu sein. In gewisser Weise ist Sprache damit für mich etwas sehr Lebendiges, etwas, das mit unserem Menschsein und unserem Kulturgut eng verwoben ist.

Interessantes Detail dazu am Rande: Die UNESCO hat den 21. März bereits im Jahr 2000 zum Welttag ernannt und laut Wikipedia soll er an “die Vielfalt des Kulturguts Sprache und an die Bedeutung mündlicher Traditionen erinnern”. Ich bin also mit meiner Einstellung zur Sprache offensichtlich nicht alleine 🙂 …

Viking hat zu diesem Zweck bereits in den vergangenen Jahren mehrmals Blogger angeschrieben und ihnen wirklich wunderschöne Kreativ-Pakete geschickt, die ich immer mit leuchtenden Augen bewundert habe (alleine die Kalligraphie-Sets, ein Augenschmaus, sage ich euch). Ich gebe zu, ich war ein klein bisschen verblüfft, selbst gefragt zu werden (Ich hätte mich nie für interessant / wichtig genug gehalten), aber ich habe mich wirklich gefreut.

Und noch mehr habe ich mich gefreut, als ich das Paket vergangenes Wochenende beim Zusteller abgeholt und dann zuhause geöffnet habe, mir ist wirklich das Herz aufgegangen (Wo ist hier das Smiley mit den Herz-Augen, wenn man es braucht?). Danke Viking! Und logischerweise konnte ich natürlich nicht an mich halten, gleich einmal ein paar der Stifte auszuprobieren und loszulegen :D.

Gerade jetzt im Frühling schwelge ich natürlich am liebsten in Farben, daher durfte das erste Motiv gleich einmal sehr, sehr bunt werden. Das A steht in diesem Fall für Anfang, denn der 21. März markiert ja auch den kalendarischen Frühlingsbeginn, ein Datum, das mit der halbjährlichen Tag-und-Nacht-Gleiche eng verbunden ist.

Als zweites habe ich mir einen kleinen Spruch gesucht, der für mich zu dem A sehr gut dazu passt und gleichzeitig in meinen Augen etwas Poetisches an sich hat.

Wenn ihr noch mehr Bilder sehen möchtet, schaut am besten bei meinem Instagram-Account vorbei, das fertig kolorierte A macht sich beispielsweisweise auch in dem Bilderrahmen aus dem Paket sehr gut 😉 .

* Die genutzten Materialen wurden mir kostenlos von der Firma Viking zur Verfügung gestellt. Ihr findet Viking auf auf Facebook /VikingOsterreich und Twitter @AT_Viking. Unter dem Hashtag #VikingWorldPoetryDay könnt ihr weitere Ergebnisse dieses Projektes sehen.

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Der Literaturplausch / 01.2019

Manchmal kommt das Bloggerleben anders, als man denkt. Dafür ist dieser Literaturplausch das beste Beispiel, denn er hätte eigentlich schon Ende Dezember erscheinen sollen. Aber gut, nach den letzten anstrengenden Wochen im Dezember hatte ich um Weihnachten herum halt die ersten freien Tage … Und die habe ich erst einmal genossen.

Denn jetzt den ganzen Jänner durch bis in den Februar hinein laufen die Abschlussprüfungen für das erste Semester. Ihr versteht daher bestimmt auch, wenn es in nächster Zeit hier etwas ruhiger wird, es wird einfach nicht die Zeit sein, in den nächsten vier Wochen regelmäßig etwas zu posten.

Dieses Mal werde ich außerdem auf den Rückblick auf die gelesenen Bücher verzichten, da ich das eigentlich schon mit meinem letzten Beitrag getan habe. Trotzdem gibt es noch einiges zu berichten, fangen wir einmal mit den Serien an, die sich dank Netflix in letzter Zeit eingeschlichen haben.

#Geschautes

Sowohl der Krankenstand als auch die Weihnachtsferien haben mir einige neue Serien beschert, von denen ich allerdings nicht alles gut fand.

Frequency

Ich weiß nicht, wer von euch noch den gleichnamigen Film mit Dennis Quaid kennt (Der liegt doch auch schon etwas zurück), aber die Geschichte wurde in der Serie mit demselben Namen noch einmal erzählt, zwangsläufig etwas ausführlicher als im Film. Die Serie scheint allerdings schon von Anfang an schlechte Quoten gehabt zu haben, denn mehr als eine Staffel hat es nicht gegeben. Wer allerdings auf eine Gemisch aus Krimi, Thriller und Phantastik steht, dürfte mit der Serie schon seine Freude haben (und wer wollte nicht noch einmal mit jemandem kommunizieren, der parallel in den 90ern lebt und arbeitet?).

The Frankenstein Chronicles

Die Serie wird meiner Meinung nach hauptsächlich durch Sean Bean getragen. Wobei mir die zweite Staffel deutlich besser gefallen hat als die erste, da waren aber auch die Voraussetzungen für den Protagonisten gänzlich anders als noch am Anfang. Eine Mischung aus historischem und phantastischem Genre, zeitweise sehr düster umgesetzt, aber was soll man auch anderes erwarten, wenn die Geschichte im 19. Jahrhundert in London (und noch vor Jack the Ripper) spielt.

You – Du wirst mich lieben

Diese erste Staffel dürfte eine Adaption des Buches “You” von Caroline Kepnes sein, beurteilen kann ich es nicht, weil mich der Schreibstil in der zweiten Person Singular bereits bei der Leseprobe nervte. Der Leser begleitet dabei einen Stalker, der in der Buchhandlung, in der er arbeitet, auf seine neue, große “Liebe” aufmerksam wird. Eine Fortsetzung ist bereits angekündigt, vermutlich dürfte die auf Basis der literarischen Fortsetzung gedreht werden.

Aus Neugier habe ich mal einige Rezensionen zum Buch gelesen, die Serie folgt offensichtlich in der Art dem Buch, denn den Fall hatte ich schon lange nicht mehr, dass mir wirklich gänzlich alle Figuren unsympathisch waren, sogar die weibliche Hauptfigur, mit der man eigentlich Mitleid haben müsste, da sie ja das Opfer des Stalkers wird. So dumm und naiv, wie sie allerdings durch ihr Leben geht (und dabei nicht einmal merkt, dass sie Opfer von Stalking wird) – da habe ich einfach nur den Kopf geschüttelt …

Penny Dreadful

Bereits vor einiger Zeit habe ich hier den Pilotfilm gesehen, so richtig angefixt hatte mich die Serie aber erst nach einigen Folgen, ich wage sogar zu behaupten, dass die Serie erst so richtig geil mit Beginn der zweiten Staffel wird. Da allerdings nur 27 Folgen insgesamt gedreht wurden, lässt sie sich ziemlich rasch durchsuchten.

Angesiedelt im viktorianischen London, etwa um die 1890er Jahre, treten so gut wie alle Figuren auf, die man aus den Schauerromanen jener Zeit kennt, Dracula, Frankenstein und sein Monster, Doktor Jekyll, Dorian Gray, Werwölfe etc etc. Am besten hat mir wohl Eva Green in ihrer Rolle gefallen, sie hat da an einigen Stellen eine wirklich tolle Performance abgeliefert, aber auch Timothy Dalton und Josh Hartnett mochte ich sehr. Weiterlesen »

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Tops & Flops / 4Q.2018

Jetzt ist das neue Jahr gerade mal ein paar Tage alt – und ich kann bereits jetzt sagen, dass es drunter und drüber geht. Eigentlich war über Weihnachten und Silvester keine Blogpause geplant, aber irgendwie bin ich ein wenig versumpft, das kann man nicht anders sagen. Ursprünglich hätte am 29. ein neuer Literaturplausch erscheinen sollen, aber mehr als einen Entwurf habe ich nicht geschafft, naja …

Dafür werde ich jetzt aber ein anderes Versprechen einlösen und die Tops & Flops für das letzte Quartal präsentieren. Wie vermutet, ist das nun etwas, was sich eher für drei Monate auszahlt, auch wenn ich krankheitsbedingt im Dezember einige Hörbücher mehr gehört habe als erwartet.

Tops & Flops

Von Anfang Oktober bis Ende Dezember habe ich insgesamt zwölf Bücher und Hörbücher verschlungen, wobei lustigerweise sowohl der Top als auch der Flop aus dem Dezember kommen.

Top des Quartals

Der Toptitel fand eigentlich eher zufällig seinen Weg zu mir, da ich auf Audible gezielt nach Titeln gesucht hatte, wofür ich nur ein halbes Guthaben einlösen musste. Zwei Bücher statt einem – damit ließ sich einfach die Zeit während des Krankenstands besser totschlagen. Okay, welches Buch hat es nun auf den Stockerlplatz geschafft? Es ist “Unter blutrotem Himmel” von Mark Sullivan.

Das Buch erzählt die Geschichte des jungen Pino Lella, der in die Kriegswirren der letzten zwei Jahre des Zweiten Weltkriegs in Mailand hineingezogen wird und dabei einiges erlebt. Im Vorwort schreibt der Autor, dass das Buch autobiographische Züge besitzt (Pino Lella gibt es wirklich und er lebt heute wieder in Italien). Was allerdings auch dazu geführt hat, dass darüber Diskussionen geführt wurden, wie echt und authentisch das Erzählte ist.

Ich gebe zu, dass ich anfangs den Stil etwas hölzern fand, aber so nach und nach konnte mich der Sprecher immer mehr in die Geschichte hineinziehen – und es gab einige Szenen, die auf diese Weise sehr, sehr lebendig wurden, vor allem die, die an der italienisch-schweizerischen Grenze spielen, wo Pino mithilft, Flüchtlinge in die Schweiz zu schleusen.

4,5 Sterne, die ich bei Goodreads auf 5 aufgerundet habe, und Lese- und Hörempfehlung für all jene, die sowohl “Die Nachtigall” von Kristin Hannah als auch “Der Tätowierer von Auschwitz” von Heather Morris gemocht haben!

Flop des Quartals

Den Flop des Quartals hat tatsächlich das letzte Buch im Jahr 2018 abgeliefert,  nämlich Frank Goldammer mit “Der Angstmann”. Das Buch wollte ich ursprünglich hören, merkte aber schnell, dass ich mit der Art, wie das Buch geschrieben war, als Hörbuch überhaupt nicht klarkam. Viele Szenen hörten für meinen Geschmack einfach viel zu abrupt auf und gingen an anderer Stelle weiter, weswegen ich auf das E-Book aus der Onleihe wechselte.

Nun tat ich mir etwas leichter, auch wenn sich mein Eindruck im Lauf der Geschichte noch verstärkte, dass vieles einfach nur angerissen wurde. Die Idee zu der Geschichte – ein Serienmörder geht im November 1944 im vom Krieg gezeichneten Dresden um – finde ich noch immer großartig, aber an der Umsetzung haperte es meiner Meinung nach ganz gewaltig.

Die hastige Erzählweise führte dazu, dass für mich eigentlich alle Figuren, inklusive der Hauptfigur, eher blass blieben, da wäre einfach so viel mehr drin gewesen, was unendlich schade ist!

Wirklich nahe ging mir eigentlich nur eine einzige Szene, nämlich die, als Goldammer seinen Protagonisten durch die am 13. Februar 1945 durch das Bombardement fast vollständig vernichtete Innenstadt Dresdens laufen lässt, ich habe dazu im Nachhinein noch einmal ein wenig recherchiert, man kann sich das heute nur noch schwer vorstellen, was die Bewohner der Stadt damals mitmachen mussten.

Aus diesem Grund habe ich die 2,5 Sterne doch noch auf 3 Sterne aufgerundet, aber 3 Sterne mit Bauchweh …

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