Die Frankfurter Buchmesse 2017 – meine Eindrücke

Wenn ich so einen Blick auf den Kalender werfe, muss ich feststellen, dass bereits gut vier Wochen seit der Buchmesse vergangen sind … Tja, ab und zu will das Leben halt anders als man selbst, vierzehn Tage Krankenstand sorgten in der letzten Zeit dafür, dass ich erst mal andere Sorgen hatte.  Trotzdem möchte ich euch meine persönlichen Highlights nicht vorenthalten.

Wenn ihr nur Bilder schauen wollt, ich habe auf Google Photos ein entsprechendes Album erstellt, das ihr hier findet:

Die FBM17 in Bildern

Meine reine Messezeit dauerte dieses Mal zwei Tage, Donnerstag und Freitag, weil ich bereits das letzte Mal beschlossen habe, dass ich mir den Wirbel während der Publikumstage am Wochenende nicht mehr antue. Den Samstag verbrachte ich tagsüber am BuCon, erst am Abend ging’s in die Stadt zurück.

Der Donnerstag

Ich hatte außer der Lesung von Jürgen Albers für diesen Tag eigentlich keine Fixpunkt, daher konnte ich meine Messe sehr spontan gestalten (was mir persönlich nach wie vor mehr Spaß macht, als von einer Veranstaltung zur nächsten zu hetzen).

Am Vormittag traf ich mich mit Monerl von MonerlS-bunte-Welt und wir schlenderten gemeinsam durch Halle vier, wo unter anderem die asiatischen Stände untergebracht waren. Tolle Schätze gab es da zu entdecken, unter anderem auch ein komplett goldenes Buch, von dem es nachvollziehbarerweise nur eine kleine Auflage gibt.

 

Zu Mittag ging es dann zur bereits erwähnten Lesung von Jürgen. Leider hatte die Technik beim Stand von Tolino keine Chance gegen die übrigen Hintergrundgeräusche der Messe, weswegen selbst ganz vorne nur wenig zu verstehen war. Sehr, sehr schade, denn ich hatte den Eindruck, dass sich Jürgen wirklich sehr bemüht hat, eine schöne Lesung zu gestalten. Grüße auch an dieser Stelle an Mona von Tintenhain und Moni von Monis Zeitreise, war schön, euch kennengelernt zu haben!

Danach trafen sich die BBF-Clanmitglieder zu einem Kaffee am Random House-Stand (Man gönnt sich schließlich ja sonst nichts :D). Was wir uns unterhalten haben? Ich sag nur: Thalia Lesezeichen! Die Betroffenen werden wissen, was ich meine ;). Auch wenn Nise, Jürgen und ich uns ja grad erst im Sommer am LitCamp kennengelernt haben, war dieses Mal doch etwas mehr Zeit zum Unterhalten – Gott sei Dank.

Den Rest des Nachmittags ließ ich mich treiben, um verschiedene Eindrücke aufzusammeln, Lesungen, Diskussionsrunden, Verlagsstände in Halle drei anschauen … Quasi im Vorbeigehen einen Salman Rushdie am Stand vom “Spiegel” zu erleben, das gibt es eben nur auf der Buchmesse :).

Der Freitag

Am Freitag hatte ich eigentlich gar kein Programm mehr, weswegen ich mich erstmal in Halle vier begab, um mir das von der Buchmesse beworbene “TheARTS+” anzusehen. Ein im Vergleich zur Messe leider eher weniger beachteter Teil, aber trotzdem interessant anzuschauen, weil sich einige Verlage bei der Gestaltung ihrer Stände wirklich angestrengt haben. Anders, aber toll!

Was mir wirklich immer wieder viel Spaß auf der Messe macht, ist “Druckfrisch”. Ich weiß, dass Dennis Scheck durchaus umstritten ist, aber seine Art, Bücher zu besprechen, mag ich einfach. Seine Sprechweise, sein Gedächtnis (Da gibt es keinen Teleprompter, wo er Buchinfos abliest!), seine souveräne Art, live zu erzählen, das beeindruckt mich immer wieder. Nicht zu vergessen seine bunten Socken, jedes Mal bin ich wieder gespannt, was er tragen wird :D.

In der Mittagspause, die ich dank wunder Füße im Freien verbrachte, fiel mir auf einmal ein Zigarette rauchender Mann etwa 30 Meter entfernt von mir auf, der sich lebhaft mit einer jungen Dame unterhielt. Ein genauerer Blick – und wen sehe ich? Robert Menasse, der sich wahrscheinlich mit seiner Verlagsbetreuerin unterhalten hat. Auch das ist das, was für mich die Messe ausmacht, diese Begegnungen, mit denen man nicht rechnet, weil sie einfach spontan passieren.

Als beginnender Handlettering-Fan wollte ich außerdem am Nachmittag zur Signierstunde von Frau Hölle schauen. Die Schlange, die sich da schon aufgebaut hatte, ließ mich allerdings zurückschrecken und es bei ein paar Fotos bewenden. Wobei ich schon wieder grinsen musste, als ich beobachtete, wie Frau Hölle vom Tisch aufstand, um die wartenden Fans zu fotografieren. Ja, das passiert einem Autor wohl auch nicht jeden Tag :).

Überhaupt gab es viele interessante Bücher in Sachen Handlettering zu entdecken, gerade für Weihnachten wird einiges auf uns zukommen. An einem kleinen Stand, der eigentlich Manga-Utensilien verkaufte, nahm ich mir die Freiheit, ein Set aus Notizbuch mit schön dickem Papier, Brushlettering-Stiften und Glitzerstiften zu kaufen, das ich jetzt unbedingt einmal ausprobieren muss. Bin schon so gespannt darauf, wie es mir als Linkshänderin damit gehen wird!

Endlich habe ich es außerdem geschafft, bei der Greenlight Press vorbeizuschauen und Nadine Erdmann und Andreas Suchanek einmal persönlich zu treffen. Es ist doch immer noch was anderes, sich einmal von Angesicht zu Angesicht zu begegnen, als immer nur in den sozialen Medien zu schreiben. Auf jeden Fall hat das Treffen meinen Vorsatz bestärkt, das Serien lesen wieder aufzunehmen …

Der Samstag

Nach bereits zwei Tagen auf der Messe war ich tatsächlich froh, den Samstag etwas langsamer angehen zu können. Nach einem gemütlichen, späten Frühstück ging es zu Mittag nach Dreieich zum BuchmesseCon, den ich schon Jahre lang nicht mehr besucht habe. Und man kann sagen, was man will, aber der Con hat sich gemausert. Jede Menge Lesungen, viele Kleinverlage, die die Chance genutzt haben, ihre Bücher vorzustellen, sogar einige Cosplayer hatten sich her “verirrt” :).

Das Highlight des Tages – und für mich auch der krönende Messeabschluss – war aber definitiv die Buchpräsentation von “Origin” am Samstag Abend. Mein Freund hatte mir netterweise eine Karte geschenkt, weswegen wir zugegebenermaßen etwas spät von Dreieich aus mit der S-Bahn in die Stadt gefahren sind (und ich wieder einmal die Lektion gelernt habe, dass der Nahverkehr am Samstag Abend in Frankfurt auch nicht das Gelbe vom Ei ist), aber wir kamen gerade noch rechtzeitig an …

Somit saßen wir zwar nicht wirklich in der Nähe der Bühne, dank des tollen Zooms meiner Kamera konnte ich aber doch einige schöne Bilder machen :). Die Zeit war auf jeden Fall viel zu schnell vorbei, nicht nur an diesem Abend, sondern überhaupt.

Die Anmerkung zum Schluss

Wie vielen anderen Buchbloggern ging es auch mir so, dass ich von den Ausschreitungen und Auseinandersetzungen der Rechten und Linken auf der Messe erst am Sonntag Abend erfahren habe, als ich mir das erste Mal Zeit nahm, in Ruhe die sozialen Medien zu checken.

Mein Fazit daraus ist: Es liegt letztlich an jedem einzelnen von uns, dass wir uns dafür stark machen, dass die Buchmesse das bleibt, was wir lieben: Ein Ort, wo wir Buchmenschen aus auf Augenhöhe begegnen und austauschen können!

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Der Leseratz ist wieder in Frankfurt!

Ihr Lieben, die nächsten Tage wird es hier wieder etwas ruhiger, denn – die Frankfurter Buchmesse 2017 steht vor den Türen :). Und ich werde zumindest zwei Tage durch die “heiligen Hallen” schwirren …

Bis jetzt habe ich für Donnerstag und Freitag noch nicht groß etwas geplant, lediglich zwei Veranstaltungen sind fix. An von den Verlagen organisierten Bloggertreffen nehme ich nicht teil, daher freue ich mich schon darauf, relativ spontan zu entscheiden.

Dieses Jahr ist das Angebot an Autoren bzw. Lesungen ja so enorm wie (gefühlt) schon lange nicht mehr, ich habe mich zwar nicht wirklich schlau gemacht, aber an der Werbung für die eine oder andere Veranstaltung kommt man ja nicht unbedingt vorbei. Ein Eckpunkt ist für mich auf jeden Fall die Buchpräsentation von “Origin” am Samstag Abend, weil ich die Karte dafür geschenkt bekommen habe :).

Am Wochenende bin ich wahrscheinlich am BuchmesseCon anzutreffen, da mich der Wirbel am Samstag auf dem Messegelände ehrlich gestanden nicht mehr reizt. Bei aller Liebe zur Messe, aber die Menschenmengen sind an den Publikumstagen schon auch sehr, sehr anstrengend …

Nächste Woche geht es dann wie gewohnt hier mit der SuBventur weiter, die wegen der Messe etwas später als sonst erscheinen wird. Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Woche, egal ob ihr an der Leseparty teilnehmen oder euch selbst auf der Messe herumtreiben werdet!

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Die Buch Wien 16 – meine Eindrücke

Mit schöner Regelmäßigkeit findet sie jedes Jahr etwa drei Wochen nach der Frankfurter Buchmesse statt: die Buch Wien, unsere österreichische Variante der Buchmesse. Letztes Jahr hatte ich leider keine Zeit, aber dieses Jahr beschloss ich, mir am Samstag anzusehen, was wir im Vergleich zu den bekannten und großen Messen so auf die Beine stellen …

Eines merkt man gleich von außen: Die Messe Wien kann mit den Messehallen von Frankfurt von der Größe her nicht konkurrieren. Ich hatte mir aber fest vorgenommen, möglichst unvoreingenommen und ohne Erwartungen an den Tag heranzugehen, deswegen hatte ich mir nur ein Eckpunkte bei den Veranstaltungen und Lesungen herausgesucht.

Für einen Samstag war es vor allem noch am Vormittag sehr ruhig und im Literaturcafé entdeckte ich gleich einmal eine alte Bekannte, was Lesungen angeht: Claudia Rossbacher. Sie stellte in einer knappen halben Stunde ihr neues Buch “Steirernacht” vor (welches auch noch sein Dasein auf meiner Merkliste fristet). Danach war erst einmal Pause angesagt und ich machte einen Spaziergang durch die Halle, um mir die einzelnen Verlagsstände und die anderen Bühnen anzusehen.

Dabei fiel mir auch auf, dass die Halle nur etwa zu 80 Prozent mit Ständen und Bühnen voll war, die restlichen 20 Prozent zur Rückwand waren abgeriegelt. Okay, ganz klar, hier braucht man keinen ganzen Tag, um sich einen Überblick zu verschaffen, das schafft man auch in einer halben Stunde :D.

Was ich aber recht beachtlich fand, war die große Anzahl an Bühnen, wo wirklich den ganzen Tag über Programm stattfand. Angefangen bei Interviews und Buchpräsentationen bis hin zu Kochshows und Kinderunterhaltung war wirklich für alle Alters- und Interessensschichten etwas dabei. Die Kochbühne war übrigens um die Mittagszeit besonders gemein, denn dort wurde ein Curry gekocht, das wirklich sehr verführerisch duftete …

Interessant fand ich auch die Größe und Anzahl der Verlage, die sich auf der Buch Wien präsentiert haben. Mir ist schon klar, dass die Verlagslandschaft nicht nur aus den großen Belletristik- und Sachbuchverlagen besteht, aber ein einziger Regalmeter von Bastei Lübbe in Verbindung mit ein paar anderen deutschen Verlagen kam mir schon etwas merkwürdig vor. Dagegen recht große Stände im Vergleich (soweit man sie groß nennen kann) von Verlagen, von denen ich noch nie etwas gehört habe.

Eines hatte der Tag auf jeden Fall gemeinsam mit anderen Messebesuchen, die ich schon hinter mich gebracht habe: Er war viel zu schnell herum. Neugierig wie ich war, ließ ich mich zwischendurch treiben, hockte mich mal hierhin und dahin, sah mir verschiedene Buchvorstellungen an (auch von Autoren, die ich noch nicht kannte), sammelte ein paar Ideen für Weihnachtsgeschenke ein … Und sonst nichts! Obwohl am Ein- bzw. Ausgang zur Messehalle die “BuchWien-Handlung” ihr Lager aufgeschlagen hatte, ging ich tatsächlich, ohne etwas zu kaufen … Lediglich Zeitungen, Lese- und Hörproben fanden ihren Weg zu mir – okay, und ein neues Maskottchen, das ich in der Zwischenzeit auf den Namen Ronnie getauft habe :).

Da mir der Vergleich zu früheren BuchWien-Ausgaben fehlt, bin ich mir nicht sicher, ob es als Messe eine gute oder schlechte Veranstaltung war. Als Lesefestival fand ich es aber alleine aufgrund der Menge an Veranstaltungen sehr beeindruckend. Ich würde es sogar begrüßen, wenn Wien hier eigene Wege geht und davon abkommt, sich an den “Großen” wie Frankfurt und Leipzig zu orientieren … Trotzdem hat mir der Tag gut gefallen und ich schätze, diese erste BuchWien wird nicht meine letzte BuchWien gewesen sein :).

Wer sich übrigens noch mehr Fotos ansehen will, die Fotos findet ihr hier: Buch Wien 2016

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#fbm16 Eindrücke der anderen Art

Eigentlich sollte dieser Beitrag schon viel früher online gehen, aber irgendwie sollte es nicht sein. Ich schätze, ihr habt in der Zwischenzeit schon jede Menge Bilder von der diesjährigen Frankfurter Buchmesse gesehen, aber es gibt immer eine neue Perspektive … Die Bilder habe ich zwar nicht persönlich gemacht, aber ich möchte sie euch trotzdem nicht unterschlagen.

Frankfurt ist und bleibt etwas Besonderes. Wo sonst kann man innerhalb kürzester Zeit Ungewöhnliches, Witziges, Schräges neben Business, Lesungen und Verlagsständen finden?

Wünschen wir uns ab und zu nicht alle so ein Mittel? 😊

Bob Dylan als diesjähriger Nobelpreisträger durfte natürlich auch nicht fehlen …

Kein Widerspruch!

Der Innenhof mit der Agora (rechts) und dem Lesezelt (links). Das Lesezelt hat bei den kalten Temperaturen den Vorteil, dass es geheizt ist. Gleichzeitig ist es eine der wenigen Locations, wo man auch während der Messe nach der Lesung Bücher kaufen und signieren lassen kann!

Der Stand von Piper ist jedes Jahr wieder ein Hingucker, alleine durch die Büchertürme …

Dies ist aber hier selbstverständlich nur eine Auswahl. Insgesamt sind es knapp 60 Bilder, die ich in ein externes Album geladen habe. Verständlicherweise kann ich jetzt nicht alle hier zeigen, aber wenn ihr Lust habt, klickt euch bei

Frankfurter Buchmesse 2016

durch. Es gibt noch einiges zu entdecken :).

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Redaktionsplan: Wie organisiert man sich beim Bloggen?

Im Rahmen der Buchmesse:Blogger Sessions fand in Leipzig auch ein Workshop statt. Gedacht war er hauptsächlich für Blogger-Neulinge, die mit Redaktionsplänen noch nie zu tun hatten. Mein Eindruck war allerdings, dass sich zu dieser Session auch durchaus Blogger eingefunden haben, die mit dem Thema schon vertraut waren.

Gehalten wurde die Session von Tina Lurz, die als Marketing Managerin bei Lovelybooks arbeitet. Anfangs stellte sie kurz die Seite vor, dann ging es auch schon zur Sache. Nachfolgend werde ich versuchen, meine Mitschrift in einen halbwegs sinnvollen Artikel zu verwandeln. Falls jemand von euch ebenfalls dabei war und das Gefühl hat, dass ich etwas vergessen habe – ich freue mich in den Kommentare auf Ergänzungen 🙂 …

Tina zeigte gleich zu Anfang auf, dass sie sowohl mit Themen- als auch mit Redaktionsplan arbeitet. Da sie unterschiedliche Kanäle in den sozialen Medien betreut, gibt es auch unterschiedliche Redaktionspläne, die sie wöchentlich erstellt.

Wofür ist ein Themenplan gut?

Der Themenplan ist dazu da, um alle Ideen für Beiträge festzuhalten, ganz gleich, ob tatsächlich am Ende Beiträge daraus werden oder nicht. Der Redaktionsplan dagegen geht schon mehr ins Detail, hier wird genau festgehalten, wer wann welchen Beitrag schreibt und wann dieser erscheint. Die Vorteile einer solchen Arbeitsweise sind für Tina:

  • Man kann leichter Ideen festhalten
  • Man hat einen Überblick über seine Beiträge
  • Man hat eine gewisse Sicherheit und braucht keine Angst vor einem leeren Blog zu haben
  • Man hat eine Struktur im Blog

Am wichtigsten ist Tinas Meinung nach, dass man von Anfang an experimentierfreudig sein sollte. Selbst wenn ein Blog erfolgreich und mit Beiträgen in bestimmten Rubriken regelmäßig bestückt wird, sollte man immer wieder Neues ausprobieren und den Mut zur Veränderung haben. Und – auch wenn man das nicht gern hören mag – eine gewisse Disziplin gehört ebenfalls dazu.

Die Zielgruppe ist dabei ebenfalls wichtig, um zu wissen, für wen man schreibt. In Sachen soziale Netzwerke nennt Tina Facebook, Twitter und Instagram, wo man aktiv werden und seine Beiträge teilen sollte.

Um sich von anderen Blogs abzuheben, betonte Tina zwei Dinge:

  • Die Persönlichkeit des Bloggers
  • Die Leidenschaft für das Thema, über das man schreibt

 

Wobei hilft ein Redaktionsplan?

Zurück zum Redaktionsplan. Tinas Meinung nach sollte er folgende Fragen beantworten:

  • Wann poste ich?
  • Wie oft poste ich?
  • Was poste ich? (Hier ist das Thema, die Art des Posts bzw. die Rubrik gemeint)
  • Wo poste ich? Eignet sich jeder Beitrag, um in den sozialen Kanälen veröffentlicht zu werden?
  • Wer postet? (Diese Frage ist aber natürlich nur relevant, wenn man nicht alleine sein Blog betreibt)

Die Tools für einen Redaktionsplan sind offensichtlich sehr unterschiedlich, abhängig davon, wie man den Plan erstellen möchte. Tina arbeitet sowohl mit einer Excel-Tabelle als auch Papier (Notizbuch bzw. -heft zeigte sie uns vor Ort). Den Wochenplan für ihre Postings erstellt sie aber auch visuell.

Genannt wurden in der Runde von anderen Teilnehmern auch Tools wie Trello, Google Calendar oder Evernote. Ebenfalls beliebt sind eigene Blog Planer von “The Blogger Artist”, Kreavida bzw. Epic Blog.

Zum Schluss zählte Tina noch einmal vier Punkte auf, die wir uns beim Bloggen hinter die Ohren schreiben sollten:

  • Man sollte seine Rubriken regelmäßig füttern
  • Man sollte immer wieder Neues ausprobieren
  • Man sollte seine Persönlichkeit beim Bloggen zeigen (Nicht Privates schreiben, aber man selbst und authentisch sein)
  • Der Plan ist wichtig, aber auch nicht alles – daher sollte man sich keinen Druck damit machen!

Was danach noch besprochen bzw. gefragt wurde, kann ich leider nicht beschreiben, da ich bereits einige Minuten vor dem Ende aufbrechen musste. Trotzdem hatte ich das Gefühl, für mich das wichtigste aus diesem Workshop mitgenommen zu haben, und ich weiß nun, womit ich mich in nächster Zeit beschäftigen werde :).

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Die Leipziger Buchmesse – der Sonntag

Wie bereits angekündigt, gibt es zu den Buchmesse:Blogger Sessions einen eigenen Beitrag :). Da der Sonntag allerdings auch schon unseren Aufbruch und die ersten Kilometer Richtung Heimat sah, konnte ich leider die letzte Session nicht mehr live verfolgen … Ihr könnt aber – so wie ich es mittlerweile auch getan habe – alle Sessions über Voice Republic auch im Nachhinein hören. Bis auf den Workshop sind nämlich alle Sessions aufgezeichnet worden ;).

Hier noch einmal eine kurze Übersicht, welche Themen am Plan standen:

11:15 Keynote: Literaturblogs 2016 – raus aus der Flauschzone!
12:00 Session 1.1: Rechtliche Fragen und Rahmenbedingungen
12:00 Session 1.2: Blogkonzepte
13:30 Session 2.1: Blogger Relations – Podiumsdiskussion
13:30 Session 2.2: Workhop zum Bloggen
14:30 Podiumsdiskussion: Professionalisierung von Blogs

Da die Blogger Sessions erst um 11:00 Uhr starteten, hatte ich vor dem Beginn noch ein wenig Zeit, ein letztes Mal durch die Hallen zu gehen und ein wenig Geld vor Ort zu lassen :). Eigentlich wollte ich auch noch einen letzten Abstecher zum Perry Rhodan-Stand machen, aber dafür war leider keine Zeit mehr …

Noch einmal schnell zur Garderobe und Jacke bzw. Sackerl (alias Tüte) abgegeben und dann rauf in den dritten Stock zu den Konferenzräumen. Obwohl ich nicht als letzte ankam, war der Tagungsraum schon relativ voll – alle warteten offensichtlich mit Spannung auf den Beginn :). Nach der Begrüßung durch Florian Wegener und Oliver Zille, dem Direktor der Leipziger Buchmesse, ging es dann auch schon mit der Keynote von Karla Paul los.

Das Thema “Literaturblogs 2016 – raus aus der Flauschzone” erwies sich schließlich als ein Aufruf zu mehr Professionalisierung. Ein Thema, das den Rest des Tages zum Leitthema der Sessions werden würde, was allerdings so in der Form am Vormittag nicht absehbar war … Besonders in den Sessions “Blogkonzepte” und “Blogger Relations”, an denen ich nicht teilnahm (sie zumindest aber nachgehört habe, Voice Republic, eh schon wissen!) … Stattdessen suchte ich mir die Sessions “Rechtliche Fragen und Rahmenbedingungen” bzw. den Workshop zum Bloggen aus.

Auch wenn rechtliche Themen oft einen Touch von Langeweile haben, ging es in dieser Session alles andere als trocken zu. Während Dr. Stefan Haupt eher allgemeinere Dinge wie Urheberrecht und Zitatrecht besprach, ging Rainer Dresen, der Justiziar der Verlagsgruppe Random House, etwas mehr ins Detail. Hier kamen dann auch die meisten Fragen, die sich hauptsächlich um das Impressum und das Recht, Abbildungen der Buchcover zu verwenden, drehten.

Viel Neues brachte mir diese Session zwar nicht (Warum schrauben sich Anwälte eigentlich immer so, wenn es darum geht, konkrete Antworten auf konkrete Fragen zu geben?), trotzdem fand sie im Großen und Ganzen gelungen, da die wirklich interessanten Dinge erst ganz am Schluss behandelt wurden, als die ersten Fragen aus dem Publikum kamen :).

Mit einer guten Viertelstunde Verspätung starteten wir schließlich in die Mittagspause und – Überraschung – es gab sogar belegte Brötchen und eine Suppe zum Essen. Hätte ich ehrlich gestanden nämlich nicht gedacht, dass etwas geben würde … Allerdings fiel damit mein Plan, nochmal in die heiligen Hallen zum Einkaufen zu huschen, endgültig ins Wasser, denn der knurrende Magen verlangte sein Recht.

Mit denselben 15 Minuten Verspätung ging es anschließend für mich mit dem Workshop zum Bloggen weiter, der sich mit Organisation, Themenplanung und Redaktionsplan beschäftigte. Auch wenn das Thema eigentlich für Neulinge gedacht war, sprach es mich trotzdem an, da ich – Asche auf mein Haupt – so einen Plan (noch?) nicht besitze …

Tina Lurz, Social Media Managerin bei Lovelybooks, überraschte uns hier gleich am Anfang mit Geschenken – es gab die neue Lovelybooks-Tasche für alle Teilnehmer! Da ich nicht beim Lesertreff gewesen war, freute mich dies gleich doppelt, hatte ich die neue Tasche nämlich schon im Netz gesehen und die neuen Besitzer darum beneidet :).

Diese Session selbst war die einzige, die nicht aufgezeichnet wurde, daher habe ich mir hier einige Notizen gemacht. Diese Infos werde ich aber in einem eigenen Beitrag festhalten und mit Links ergänzen, da er auch eigenständig dem einen oder anderen helfen kann, denke ich :).

Die letzte Session “Professionalisierung von Blogs”, die dann auch wieder für alle gemeinsam in einem Raum stattfand, konnte ich leider nicht mehr verfolgen, da ich schon in Richtung Heimat aufbrechen musste …

Trotzdem hat mir dieser Auftakt sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es noch mehr solcher Veranstaltungen für Literaturblogger geben wird. Da Oliver Zille eingangs um Feedback bat, fallen mir spontan zwei Dinge ein:

1) Ein tragbares Mikrofon, damit die Fragen der Besucher ebenfalls bei der Aufnahme zu verstehen sind (Im Nachhinein musste ich da schon wirklich richtig laut aufdrehen – und habe trotzdem nicht immer alles verstanden) und 2) das Verhältnis von Diskussionsrunden zu Informationsveranstaltungen.

Im Grunde gab es nämlich drei Diskussionssessions und nur zwei Informationssessions. Natürlich sind Diskussionen gut und wichtig, aber ich hatte mir in Summe doch ein wenig mehr Information und weniger Diskussion erhofft, da die Blogger Sessions ja nicht gratis waren …

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Die Leipziger Buchmesse – Freitag und Samstag

Ihr Lieben, falls ihr euch gewundert haben solltet, warum ich dieses Mal im Vorfeld meinen Besuch auf der Leipziger Buchmesse nicht angekündigt habe: Es war die längste Zeit nicht ganz klar, ob ich überhaupt die Zeit dafür haben würde … Am Ende ging allerdings alles ziemlich schnell und ich war sogar einen halben Tag früher auf der Messe, da wir am Freitag wirklich superschnell und wider Erwarten ohne größere Staus durchkamen.

Daher lenkte ich bereits Freitag Mittag gegen 14:00 Uhr meine Schritte Richtung Messeeingang. Vorbei an dem riesigen Brunnen zum Eingang West (wie ich später herausfand). Vor Ort waren bereits ganz schön viele Leute anwesend und ich erblickte recht schnell die ersten Cosplayer, deren zum Teil wirklich tolle Kostüme mich bis einschließlich Sonntag begleiteten.

Da ich eigentlich nicht damit gerechnet hatte, schon freitags auf der Messe Zeit verbringen zu können, war ich anfangs etwas planlos. Hatte auch keine Idee, wo welche Veranstaltungen und Lesungen waren. Das einzige, was ich in Erinnerung hatte, war das Bloggertreffen beim Papierverzierer-Verlag um 17:00 Uhr.

Also beschloss ich, die Zeit zu nutzen und mir erst einmal einen Überblick über das Messegelände, die Hallen und die Aussteller zu verschaffen. Und hatte schon einmal Glück im Unglück, da ich es verabsäumt hatte, mir am Eingang einen Messeplan mitzunehmen. Gott sei Dank lassen die Leute allerdings sowas auch bei den Leseinseln liegen, hehe :).

Leipzig ist ja bekannt dafür, dass man hier im Gegensatz zu Frankfurt während der Messe schon Bücher kaufen kann. Den ultimativen Beweis entdeckte ich allerdings in Form der Messebuchhandlung bzw. Kinderbuchhandlung. Sehr geil! Obwohl ich irgendwie keine Science Fiction- und Fantasy-Bücher entdecken konnte …

Richtig glücklich machte mich allerdings der Flammkuchenstand in Halle 2. Endlich wieder einmal Flammkuchen, juhu! Leider gibt es den nämlich nicht bei uns in Österreich – und das mir, wo ich diese hauchdünnen, pizza-ähnlichen Gebilde wirklich lieben gelernt habe …

Das Bloggertreffen beim Papierverzierer-Verlag wurde schlussendlich zu einem ausgemacht lustigem Treffen. So viele Handy und Fotoapparate hab ich wohl schon lang nicht mehr kurz hintereinander in die Hand gedrückt bekommen!

Hoffe nur für alle Beteiligten, dass die Bilder auch was geworden sind :). Auf diesem Weg auch nochmal ganz liebe Grüße an Elena, die ich hier kennenlernen durfte. Ich bin immer noch ganz platt, dass wir uns – obwohl eigentlich kein richtiges Treffen ausgemacht – tatsächlich gefunden haben!

Der Samstag entpuppte sich im Vergleich zum Freitag als deutlich besucher-intensiver. Bereits bei den Abfahrten von der Autobahn standen die ersten Autos Schlange! Da wir recht früh dran waren, hatten wir allerdings noch Glück, kamen relativ schnell runter und fanden einen Parkplatz in der Nähe des Eingangs. Er dürfte zwar nicht ganz legal gewesen sein, aber wir waren nicht die einzigen, die auf dieselbe Idee gekommen waren …

Am Samstag dürften auch die eigentlichen Cosplayer-Wettbewerbe stattgefunden haben, denn an diesem Tag waren noch deutlich mehr Manga-Mädels und -Jungs (wie ich die Cosplayer immer liebevoll nenne) da. Heute zog es uns als erstes zum Perry Rhodan-Stand, um mit beiden “Kläusen” einige Worte zu wechseln :). Ich hatte mich eigentlich schon im Herbst auf diesen Plausch gefreut, aber da VPM nicht mehr in Frankfurt ausstellen wird, hatte ich keine Chance.

Danach ging es weiter in die Halle 3, wo die ARD dieses Mal ihr Forum aufgebaut hatte. Da Denis Scheck mittlerweile wirklich eine treue Fangemeinde hat, kamen wir schon etwas früher, um rechtzeitig einen Sitzplatz zu bekommen – und das Glück war uns tatsächlich hold! Und man höre und staune, er empfahl dieses Mal sogar ein Buch, das gleich mal auf meine Wunschliste gewandert ist: “Amalthea” von Neal Stevenson. Wenn Scheck schon einmal Science Fiction empfiehlt, muss ich diesem Buch einfach meine Aufmerksamkeit schenken :).

Anschließend hatten wir etwas Luft, die wir zum Durchschnaufen im Freien nutzten. Da mittlerweile schon ein Einbahnstraßen-System etabliert worden war, um die in und aus den Hallen strömenden Leute unter Kontrolle zu halten, war dies eine willkommene Pause, ehe wir zum Conrad-Stein-Verlag gingen, um eine Geocaching-Schnuppertour mitzumachen.

Markus Gründel, der Autor der Geocaching-Bücher, veranstaltete diese vor Ort, um Neulingen das Geocachen näherzubringen. Gut, dazu gehören wir zwar nicht mehr, allerdings war ich einfach neugierig, wie Gründel das angehen würde, deswegen wollte ich mir das ansehen :).

Um es kurz zu machen: Am Ende hatten wir etwas zwiespältige Gefühle, da Gründel bereits relativ anspruchsvolle Verstecke für seine Übungscaches gewählt hatte. Ich weiß zwar nicht, wie das Niveau mittlerweile in Leipzig und Umgebung aussieht, aber eine einfache Tupperdose – also ein ganz klassisches Versteck – hätte es zum Vorstellen auch getan.

Auch fehlte für meinen Geschmack der deutliche Hinweis darauf, dass Geocaches sowohl offline (im Logbuch in der Dose) als auch online geloggt werden. Trotzdem fand ich die Idee, auf diese Weise Geocaching vorzustellen, gut – das räumt vielleicht auch in Zukunft Missverständnisse aus, wenn es um dieses Hobby geht.

Da uns mittlerweile die recht vollen Hallen und die im Verhältnis zu Frankfurt doch deutlich kleineren Stände etwas zu schaffen machten (Wenn viele Leute unterwegs sind, sieht man da halt leider auch eher wenig), beschlossen wir, echte Caches am Messegelände suchen zu gehen und daher den Messetag etwas früher zu beenden.

Das graue, eher windige Wetter sorgte zwar auch dafür, dass ich den Jackenkragen hochklappen musste. Aber okay, als Geocacher ist man Schlimmeres gewöhnt :D. Und im Zuge der Sucherei rennt man auch schon mal gute zwei Kilometer vom Eingang Ost zum Eingang West und wieder zurück …

Fazit: Wie ihr seht, habe ich dieses Mal bei den Lesungen und Signierstunden komplett ausgelassen … Auch wenn ich an vielen Leseinseln und damit Veranstaltungen vorbeigekommen bin, war es dieses Mal nicht unbedingt meine Absicht, nach signierten Büchern zu suchen.

Obwohl ich einige Male die Gelegenheit gehabt hätte, da ich am Freitag Sebastian Fitzek und Markus Heitz noch ohne Schlange beim Vorbeigehen gesehen habe :). Aber auch das ist Messe, den Autor mal so nebenbei im Getümmel zu erleben …

Und falls ihr noch Lust habt, euch weitere Bilder anzusehen, schaut euch mein Album an:

Leipziger Buchmesse 2016

Am Sonntag stand für mich die Messe dann nur noch indirekt am Programm, da ich mich für die Buchmesse:Blogger Sessions angemeldet hatte :). Dazu bekommt ihr aber noch einen eigenen Bericht, damit das hier nicht zu lang wird!

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