Der Literaturplausch / 01.2019

Manchmal kommt das Bloggerleben anders, als man denkt. Dafür ist dieser Literaturplausch das beste Beispiel, denn er hätte eigentlich schon Ende Dezember erscheinen sollen. Aber gut, nach den letzten anstrengenden Wochen im Dezember hatte ich um Weihnachten herum halt die ersten freien Tage … Und die habe ich erst einmal genossen.

Denn jetzt den ganzen Jänner durch bis in den Februar hinein laufen die Abschlussprüfungen für das erste Semester. Ihr versteht daher bestimmt auch, wenn es in nächster Zeit hier etwas ruhiger wird, es wird einfach nicht die Zeit sein, in den nächsten vier Wochen regelmäßig etwas zu posten.

Dieses Mal werde ich außerdem auf den Rückblick auf die gelesenen Bücher verzichten, da ich das eigentlich schon mit meinem letzten Beitrag getan habe. Trotzdem gibt es noch einiges zu berichten, fangen wir einmal mit den Serien an, die sich dank Netflix in letzter Zeit eingeschlichen haben.

#Geschautes

Sowohl der Krankenstand als auch die Weihnachtsferien haben mir einige neue Serien beschert, von denen ich allerdings nicht alles gut fand.

Frequency

Ich weiß nicht, wer von euch noch den gleichnamigen Film mit Dennis Quaid kennt (Der liegt doch auch schon etwas zurück), aber die Geschichte wurde in der Serie mit demselben Namen noch einmal erzählt, zwangsläufig etwas ausführlicher als im Film. Die Serie scheint allerdings schon von Anfang an schlechte Quoten gehabt zu haben, denn mehr als eine Staffel hat es nicht gegeben. Wer allerdings auf eine Gemisch aus Krimi, Thriller und Phantastik steht, dürfte mit der Serie schon seine Freude haben (und wer wollte nicht noch einmal mit jemandem kommunizieren, der parallel in den 90ern lebt und arbeitet?).

The Frankenstein Chronicles

Die Serie wird meiner Meinung nach hauptsächlich durch Sean Bean getragen. Wobei mir die zweite Staffel deutlich besser gefallen hat als die erste, da waren aber auch die Voraussetzungen für den Protagonisten gänzlich anders als noch am Anfang. Eine Mischung aus historischem und phantastischem Genre, zeitweise sehr düster umgesetzt, aber was soll man auch anderes erwarten, wenn die Geschichte im 19. Jahrhundert in London (und noch vor Jack the Ripper) spielt.

You – Du wirst mich lieben

Diese erste Staffel dürfte eine Adaption des Buches “You” von Caroline Kepnes sein, beurteilen kann ich es nicht, weil mich der Schreibstil in der zweiten Person Singular bereits bei der Leseprobe nervte. Der Leser begleitet dabei einen Stalker, der in der Buchhandlung, in der er arbeitet, auf seine neue, große “Liebe” aufmerksam wird. Eine Fortsetzung ist bereits angekündigt, vermutlich dürfte die auf Basis der literarischen Fortsetzung gedreht werden.

Aus Neugier habe ich mal einige Rezensionen zum Buch gelesen, die Serie folgt offensichtlich in der Art dem Buch, denn den Fall hatte ich schon lange nicht mehr, dass mir wirklich gänzlich alle Figuren unsympathisch waren, sogar die weibliche Hauptfigur, mit der man eigentlich Mitleid haben müsste, da sie ja das Opfer des Stalkers wird. So dumm und naiv, wie sie allerdings durch ihr Leben geht (und dabei nicht einmal merkt, dass sie Opfer von Stalking wird) – da habe ich einfach nur den Kopf geschüttelt …

Penny Dreadful

Bereits vor einiger Zeit habe ich hier den Pilotfilm gesehen, so richtig angefixt hatte mich die Serie aber erst nach einigen Folgen, ich wage sogar zu behaupten, dass die Serie erst so richtig geil mit Beginn der zweiten Staffel wird. Da allerdings nur 27 Folgen insgesamt gedreht wurden, lässt sie sich ziemlich rasch durchsuchten.

Angesiedelt im viktorianischen London, etwa um die 1890er Jahre, treten so gut wie alle Figuren auf, die man aus den Schauerromanen jener Zeit kennt, Dracula, Frankenstein und sein Monster, Doktor Jekyll, Dorian Gray, Werwölfe etc etc. Am besten hat mir wohl Eva Green in ihrer Rolle gefallen, sie hat da an einigen Stellen eine wirklich tolle Performance abgeliefert, aber auch Timothy Dalton und Josh Hartnett mochte ich sehr.

#SuBventur

Zum SuB ist wenig zu berichten, denn die Bücher, die ich weggelesen habe, habe ich durch einige neue ergänzt. Im Großen und Ganzen ist der Stapel der ungelesenen Bücher daher fast gleichgeblieben, es ist in Summe lediglich ein Buch weniger geworden, aktuell stehe ich somit bei 21 Büchern.

Nicht einmal Weihnachten hat hier groß für eine Veränderung gesorgt, da ich Sachbücher nicht zum SuB dazu zähle, sondern nur meine Unterhaltungsliteratur 😀 .

#Challenges

Motto Challenge

Die Motto Challenge 2018 habe ich mit insgesamt 45. Büchern abgeschlossen, was in etwa die Hälfte aller gelesenen Bücher ausmacht, aber dazu später etwas mehr. Nach längerem Hin und Her (Ist es überhaupt sinnvoll, noch bei Challenges teilzunehmen, wenn ich jetzt so wenig lese?) habe ich mich nun doch entschlossen, mein Glück auch 2019 wieder zu versuchen. Ich lasse mich einfach mal überraschen, ob es dieses Jahr was wird oder nicht, Stress mache ich mir aber keinen deswegen.

Wider das Vergessen Challenge

Für diese Challenge habe ich noch im Dezember zwei Bücher gelesen, meine Meinung dazu könnt ihr in den letzten Tops & Flops finden. Hier bin ich noch unschlüssig, ob ich die Challenge, die eigentlich ja nur für 2018 geplant war, weiterführen werde.

Goodreads 2019 Reading Challenge

Ich weiß nicht, ob man diese Challenge eigentlich überhaupt mitzählen kann, es geht ja schließlich nur darum festzulegen, wie viele Bücher man im Jahr lesen will, aber sie spiegelt sehr gut wider, wie mein Leseleben jetzt aussieht, denn ich habe mir jetzt nur die Hälfte der Bücher des letzten Jahres vorgenommen. Ein klein wenig realistisch möchte ich schließlich doch bleiben …

#Jahresrückblick

Ich habe gesehen, dass viele pünktlich zum Jahresende einen Jahresrückblick gepostet haben, so etwas finde ich ja immer sehr schön, deswegen werde ich euch auch eine kleine, abgespeckte Version in diesem Plausch um die Ohren werfen.

Laut Goodreads habe ich 86 Bücher gelesen, mein Leseziel daher mit sechs Büchern übertroffen (Danke Krankenstand im Dezember, obwohl ich dich nicht gebraucht hätte), bin damit auf knapp über 30.000 Seiten im Jahr gekommen.

Das dünnste Buch dabei war eine Novelle mit knapp 40 Kindle-Seiten (Robert C. Marley – Die Marmortreppe), das dickste dagegen hatte 800 Seiten (Andreas Eschbach – NSA). Das durchschnittliche Rating für meine gelesenen Bücher betrug dabei 3,4. Ein Schnitt, der bei mir eigentlich ziemlich normal ist, da ich ja die meisten Bücher eher kritisch bewerte. Trotzdem hat es ein Buch gegeben, dem ich tatsächlich gern einen sechsten Stern verpasst hätte, das war das bereits erwähnte “NSA” (Rezi hier). Den Flop des Jahres hat Alia Cruz mit “Art Hunter – Gestohlenes Herz” abgeliefert, wer mag, findet die Rezi dazu hier.

#zuguterLetzt

Ich glaube, ich habe meine Liebe für Hörspiele wieder entdeckt. Die Umsetzung von “Schändung”, des zweiten Falls des Sonderdezernats Q aus der Feder von Jussi Adler-Olsen, hat mich jedenfalls ziemlich gepackt und ich habe die mehr als 11 Stunden in sehr kurzer Zeit weggehört.

Fall Nr. 3 wird bereits im April erscheinen und ich freue mich schon, endlich eine Alternative zu den gekürzten Hörbüchern gefunden zu haben (Erst ab Fall Nr. 4 sind die Hörbücher ungekürzt, habe ich gesehen).

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2 Gedanken zu „Der Literaturplausch / 01.2019

  1. Huhu Ascari,

    als erstes der Hinweis, dass ich dir eine Anfrage bei Goodreads geschickt habe. 🙂 Würde mich freuen. Ich bin dort einfach “Sandra”.

    “NSA” hatte ich zwar schon das eine oder andere Mal in der Hand, aber offensichtlich habe ich nicht richtig hingesehen. Jetzt habe ich mir mal den Anfang deiner Rezension durchgelesen (wollte keine Spoiler) und mich entschieden es doch noch auf meine Wunschliste aufzunehmen. Das Thema ist auch absolut meins und ich weiß gerade wirklich nicht, warum ich dem Buch bisher keine große Beachtung geschenkt habe. Manchmal flutscht es einfach durch.

    Viele Grüße,
    Sandra

    1. Liebe Sandra,

      deine Anfrage bei GR habe ich ja schon beantwortet, zur Antwort auf deinen lieben Kommentar bin ich allerdings dann wegen akutem Lernstress nicht mehr gekommen … Sorry dafür!

      Hast du dir “NSA” in der Zwischenzeit schon gegönnt oder fristet es noch sein Dasein auf deiner WuLi? Wenn dich das Thema interessiert, kann ich es dir wirklich nur ans Herz legen :).

      Liebe Grüße
      Ascari

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