Die Online-Bücherei Skoobe im Test

Diesen Beitrag wollte ich eigentlich schon letzte Woche schreiben, ich gebe es zu. Aber im Moment habe ich Urlaub und stecke meine Nase derzeit eigentlich viel lieber in meine Bücher als vor dem Computer zu sitzen – ich hoffe, ihr verzeiht mir das? Trotzdem wollte ich euch meine Ergebnisse aus meinem Testmonat bei Skoobe nicht vorenthalten.

Was ist Skoobe?

Skoobe ist eine Online-Bücherei für E-Books (Sagt ja irgendwie auch schon der Name, lest den mal von hinten nach vorne ;)) und wird nach einem Flatrate-Modell abgerechnet. So bringt man das Service wohl am einfachsten auf den Punkt. Es gibt insgesamt drei Preismodelle, die man von Monat zu Monat ändern kann.

“Basic” und “Plus” sind sich relativ ähnlich, unterscheiden sich eigentlich nur in einem Detail: Bei “Basic” muss man nach 24 Stunden eine Online-Verbindung aufbauen, um weiterlesen zu können, während man bei “Plus” bis zu 30 Tagen offline lesen kann. Bei “Basic” und “Plus” kann bis zu zwei Geräte mit seinem Skoobe-Account nutzen, bei “Premium” sind es sogar drei.

Der Ausdruck “Geräte” bezieht sich im Allgemeinen auf alle Geräte, auf der man die iOS- oder Android-App von Skoobe installieren kann: iPad, iPhone, iPod touch (mit iOS 5.0 oder höher) bzw. Android-Smartphones und -Tablets (mit Android 2.3 oder höher). Skoobe selbst empfiehlt eines der bereits genannten Geräte, man kann die App aber auch auf offenen Android-basierten E-Book-Readern wie dem Icarus Illumina installieren.

Die Skoobe-App

Ich habe die Skoobe-App jetzt einen Monat auf meinem iPad bzw. iPhone mit dem Preismodell “Basic” getestet. Damit es hier zu keinen Missverständnissen kommt – auch beim Gratismonat muss man ein Preismodell auswählen, es fallen aber keine Kosten an! Ich habe während dieser Zeit einige Bücher sowohl auf dem Handy als auch auf dem Tablet gelesen und die Synchronisation des Lesefortschritts zwischen beiden Geräten hat anstandslos funktioniert. Jedes Mal erschien ein Hinweis, dass ich auf einem anderen Gerät schon weitergelesen hatte und ob ich den Lesestand aktualisieren wollte.

Die Suche nach Buchtiteln funktioniert in der App nach mehreren Prinzipien: Man kann entweder gezielt nach Titeln oder Autoren suchen (Wobei ich hier tatsächlich einmal ein bestimmtes Buch nicht gefunden habe, obwohl ich wusste, dass es in der Bibliothek vorhanden ist) oder man klickt sich durch die Kategorien, die nach “Meistgelesen”, “Neu erschienen” bzw. “Bestbewertet” sortiert sind. Beliebt ist auch “Diese Woche neu”, wo man jeden Donnerstag die Novitäten der Woche durchstöbern kann.

Die Auswahl bewegt sich aktuell bei etwa 130.000 Büchern – Tendenz steigend. Mein Eindruck: Besonders bei den Kinder- & Jugendbüchern sind sehr viele neue Titel dabei, aber auch die Belletristik kommt ganz gut weg. Manche Titel erscheinen aber auch erst mit Verzögerung – im Vergleich mit Print-Titeln. Gezielt suchen ist also in den meisten Fällen der falsche Ansatz, scheint mir, wer aber einfach nur stöbern möchte und keine festen Vorstellungen hat, welches Buch er lesen möchte, steigt mit dem großen Sortiment sehr gut aus.

Lesen und leihen mit Skoobe

Leihen funktioniert sehr einfach, man tippt in der Liste der vorhandenen Bücher einen bestimmten Buchtitel an, tippt auf den Button “Ausleihen” – und schon kann man anfangen zu lesen. Drei Bücher kann man auf diese Weise gleichzeitig leihen – weitere Titel kann man aber auf bestimmte Listen speichern (Merkliste, Favoriten etc.), um sie nicht aus den Augen zu verlieren.

Nach dem Lesen zurückgeben ist einfach nur ein weiterer Klick – und dann hat man wieder einen Platz frei, ein neues Buch auszuleihen. Im Gegensatz zur Onleihe ist man hier außerdem nicht an bestimmte Lizenzen gebunden, leihen und zurückgeben geht jederzeit, ganz gleich wer außer einem selbst noch das Buch ausgeliehen hat.

 Mein Aktionscode, den ich von einem anderen Blog kopiert hatte, wurde anstandslos für einen kostenlosen Testmonat angerechnet – obwohl ich beim Aktivieren ein bisschen ein Problem hatte, gebe ich zu. Danach kann man eigentlich gleich loslegen und sich durch das Sortiment von Skoobe klicken, Bücher auf Merklisten speichern bzw. ausleihen.

Mein Fazit

Um es kurz zusammenzufassen: Skoobe bietet ein sehr gutes Angebot mit Potenzial nach oben! Warum ich allerdings jetzt einmal nicht verlängert habe, hängt damit zusammen, dass ich im Moment nicht wirklich auf einem Handy oder einem Tablet lesen mag, wenn ich unterwegs bin.

Trotzdem werde ich das Sortiment im Auge behalten, weil ich die Idee von Skoobe mag. Einfach zu handhaben und lesen bis zum Umfallen für 10 Euro im Monat – das ist besonders für Vielleser wirklich zu empfehlen! Und wer weiß, vielleicht landet ja einmal so ein Icarus-Reader unterm Weihnachtsbaum 😉 …

Skoobe kostenlos testen?

Solltet ihr jetzt trotzdem Lust haben, euch selbst ein Bild von Skoobe zu machen, kann ich euch helfen: Ich habe einen Aktionscode für einen Monat bekommen, mit dem ihr eurerseits Skoobe kostenlos testen könnt:

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Diesen Code könnt ihr auf der Aktionsseite von Skoobe einlösen, vorausgesetzt ihr habt noch keinen aktiven Account. Danach einfach registrieren – und schon kann es losgehen!

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6 Gedanken zu „Die Online-Bücherei Skoobe im Test

  1. Hallo 🙂
    Ein schöner Artikel, ich nutze Skoobe auch schon seit langem und habe es bisher nicht bereut. Eigentlich ziehe ich zwar Printausgaben vor, aber für das schnelle Lesen zwischendurch ist diese Form der Bücherei ziemlich praktisch, finde ich 😉 Und so kann man auch mal in Bücher oder Genres reinschnuppern, die man sich eher nicht gekauft hätte.
    Liebe Grüße
    Tanja

  2. Hey,
    eine Alternative zu Skoobe ist die gute, alte Stadtbibliothek von nebenan (oder der nächstgrößeren Stadt), die (zumindest bei mir) mittlerweile auch eine Online-Bibliothek hat. Als Studentin zahle ich da 10€ im Jahr (!) und kann online allerlei eBooks und ePapers ausleihen, teils sogar aktuelle Neuerscheinungen. Dort kann man so viele Geräte nutzen wie man möchte und offline lesen. Man braucht lediglich ein DRM-fähiges Gerät (was man mit der App Aldiko schon erledigt hat).
    Liebe Grüße,
    Sanja

  3. Hey 🙂

    Ich habe ebenfalls einen Account bei der Onleihe – auf den großen Nachteil davon habe ich hoffentlich verständlich in meinem Text hingewiesen :). Das Vorbestellen einzelner Titel und das Warten darauf, bis man ihn lesen kann, kann schon etwas nervig werden – gerade bei beliebten Titeln. Trotzdem mag ich die Onleihe – am liebsten wäre mir allerdings eine Verschmelzung von Skoobe und Onleihe, dann hätte man als Kunde und Leser wohl das beste aus beiden Welten :).

    Liebe Grüße
    Ascari

  4. Ich nutze erst in letzter Zeit verstärkt die Onleihe meiner Bibliothek.
    Skoobe wäre mir persönlich zu teuer, da ich nun mal nicht so wahnsinnig viele Ebooks lese.
    Die Onleihe ist für mich ziemlich gut, denn sollte ich mal auf einen aktuellen Titel warten müssen, habe ich ja auch sonst genug Bücher zu Hause, die dringend gelesen werden müssen 😉
    Trotzdem finde ich Skoobe als Konzept echt cool. Nur halt eben für Leute die viele ebooks lesen.

    Liebe Grüße,
    Lena von Tiny Hedgehog

  5. Das war auch mein Gedanke, dass sich Skoobe nur für Vielleser auszahlt :). Wobei ich mir oft denke, dass man 10 Euro gleich einmal für ein Taschenbuch ausgibt – sogesehen wird es schon ab zwei E-Books im Monat interessant … Mich stört im Moment eigentlich am meisten die Abhängigkeit von einem Handy oder Tablet, muss ich zugeben.

    Liebe Grüße
    Ascari

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