Gutes Deutsch: Was ihr in Buchblogs vermeiden solltet

Folgenden Text entdeckte ich vor ein paar Tagen auf Twitter:

Wenn ihr ernst genommen werden wollt, dann vermeidet auf Buchblogs bitte die Worte “Rezession” (Rezension!) und “Triologie” (Trilogie!)

— Susanne Kasper (@literaturschock) 11. August 2016

Ein Teil von mir begann nach dem Lesen fast automatisch darüber nachzudenken, was ich eigentlich sonst noch sehr häufig falsch gesehen habe – und schon war die Idee für diesen Text da :).

Auf diesem Weg möchte ich mich außerdem bei allen bedanken, die mir bei Facebook mit weiteren Beispielen unter die Arme gegriffen haben! Wenn euch noch weitere Beispiele einfallen – nur zu! Ich freue mich über jeden Kommentar, der diese Liste hier ergänzt :). Ein extra Dankeschön geht auch an Susanne, die mir das Foto zur Verfügung gestellt hat!

© Susanne Halbeisen / Schnulzen und Schwerter

Die folgende Auflistung ist übrigens eine ganz subjektive – ich traue mich gar nicht schätzen, welche Fehler häufiger auftreten als andere …

Rezession / Rezension

Wenn wir Buchblogger von einer Rezi sprechen, ist das eine Abkürzung für “Rezension”. Rezension mit N! Ja, die “Rezession” klingt ähnlich, aber wir sprechen ja auch von Rezensenten und Rezensentinnen, von Rezensionsexemplaren und wenn wir ein Buch besprechen, rezensieren wir es. Wie kommt man dann auf die Idee, ausgerechnet die Buchbesprechung mit dem Rückgang der Konjunktur zu verwechseln? Wenn ihr eine Idee dazu habt, verratet es mir …

Eine echte Rezession wird man im buchigen Kontext mit großer Wahrscheinlichkeit nur in BWL-Büchern finden – und selten bei Buchbesprechungen bzw. Buchbewertungen. In diesem Zusammenhang auch ein Appell meinerseits: Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob Rezession oder Rezension – verzichtet auf das Fremdwort! Bücher lassen sich auch hervorragend bewerten oder besprechen, wenn man sie nicht rezensieren möchte ;).

Covers / Cover

Schöne, heile Anglizismen-Welt :). Das schöne Wort Cover ist ja so dankbar, wo wir früher Titelbilder, Umschlagbilder oder Hüllen verwendet haben, nutzen wir heute Cover. Cover sind praktisch: Es gibt sie eigentlich überall, wo man etwas bedecken will. Und damit sind nicht nur Bücher gemeint, selbst mein E-Book-Reader hat ja nun ein neues Cover, sorry, ich meine natürlich eine neue Schutzhülle ;).

Covers als Mehrzahl ist in dem Fall ja nicht einmal komplett falsch – der Haken ist nur, dass das ins Deutsche eingewanderte Wort im Deutschen ein sächliches Geschlecht bekommen hat. Das Cover, das Vorbild für die Cover der Nachfolgeromane war: Diesem Umschlagbild sollte man somit den Vorzug geben :).

Mehrteiler

Auf meiner persönlichen Fehler-Hitliste kommen die Mehrteiler sehr weit vorne. Neben der “Rezession” gehören “Duologie”, “Triologie” oder “Quadrologie” zu den am häufigstens falsch geschriebenen Begriffen, die mir im Zusammenhang mit Rezensionen schon begegnet sind. Okay, ein Duo sind zwei Leute, die miteinander etwas tun (Man denke da etwa an das dynamische Duo Batman & Robin ;)), ein Trio sind entsprechend drei Leute. Die Vorsilbe verrät ja auch schon, um wie viele Personen es dabei geht – da hatten die alten Lateiner was mitzureden ;). Das Dumme dabei ist nur, dass die bei den Mehrteilern den Mund halten mussten – an diesen Fremdwörtern sind die alten Griechen schuld!

Der Wortstamm “-logie” leitet sich von dem griechischen Wort “logos” ab – und das bedeutet auf Deutsch “Wort”. Bücher haben ja bekanntlich jede Menge davon, vielleicht hilft das für eine Eselsbrücke? Die Vorsilben dazu, die die Menge der Einzelwerke eines Mehrteilers bezeichnen, kommen damit auch aus dem Griechischen! Also nix mit Quadro und so! Richtig heißt es daher: Dilogie für einen Zweiteiler, Trilogie für einen Dreiteiler, Tetralogie für einen Vierteiler, Pentalogie für einen Fünfteiler und so fort :). Wenn es euch ganz genau interessiert: In der Wikipedia gibt es sogar einen ziemlich langen Text dazu.

Klapptext / Klappentext

Hardcover und in manchen Fällen auch broschierte Bücher erhalten ihn immer wieder – den Schutzumschlag. Da das hier jetzt kein Ausflug in die einzelnen Bestandteile eines Buches werden soll (Sonst würde der Text doch etwas länger werden :D), nur so viel dazu: Ein Schutzumschlag besteht aus Vorder- und Rückseite, Rücken, einer vorderen und einer hinteren Klappe (Innen- und Rückenklappe) sowie den meist unbedruckten Innenseiten.

Die Klappen werden dabei heute gern dazu verwendet, um sowohl Roman als auch Autor vorzustellen: Der Text, den man dort findet, nennt man daher Klappentext. “Klapptext” mag zwar aus dem Kontext heraus stimmen, schließlich wird dieser Teil des Schutzumschlags tatsächlich um den Buchdeckel umgeklappt. Der Klappentext hat jedoch nichts mit Klappstühlen, Klapprädern oder ähnlichen anderen Gegenständen zu tun, die man zusammengeklappt im Auto transportieren kann :).

des Autoren / des Autors

Der Verfasser eines Buches hat es wirklich nicht leicht :). Da schreibt er mit Herzblut an einem neuen Werk, schuftet täglich mehrere Stunden, bis sein Roman fertig ist, wartet auf den Tag der Veröffentlichung – und dann? Ist es nun die Schuld des Autors oder des Autoren, wenn sich das Buch nicht gut verkauft? Das Wort jedenfalls ist ein exzellentes Beispiel dafür, dass Deutsch wirklich bescheuert sein kann. Der Autor ist nämlich die Ausnahme von der Ausnahme von der Regel – und wem schwirrt jetzt nicht der Kopf?

Okay, machen wir es leichter: Der Autor gehört in dieselbe Gruppe von Wörtern wie der Professor, der Doktor oder der Direktor. Der Duden erklärt das in seinem Newsletter so (Hab ich extra für euch nachgeschaut): Wenn die Silbe “-or” unbetont ist (Der Autor wird ja am “Au” betont), wird das Wort stark gebeugt. Es heißt also richtig “des erfolglosen Autors”, um auf das Beispiel am Beginn zurückzukommen ;). Meinetwegen auch noch “die Schuld der erfolglosen Autoren” in der Mehrzahl, aber standardsprachlich heißt es “des Autors” in der Einzahl. Punkt. Aus.

Seid / seit

Dieser Fehler (oder soll ich sagen: diese Verwechslung?) ist mir mittlerweile auch schon ein paar Mal aufgefallen. Wobei mir nicht ganz klar ist, wie es dazu kommt. “Seid” ist eine Form von “sein” – liebe Leser, ihr seid meine treuesten Begleiter zum Beispiel. Oder als Aufforderungsform gibt es “seid” auch noch: Seid so gut und lasst mir einen Kommentar da ;).

Seit mit T wird immer in einem zeitlichen Kontext verwendet (Vielleicht kann man sich das so merken – mit T wie temporal?). Seit einer Woche ist mein Beitrag online. Seit einem Monat liegt das Buch auf meinem SuB. So in der Art halt. Und mehr ist da nicht dahinter! Echt nicht!

dass / das

Dass und das ist, glaube ich, der häufigste Fehler überhaupt – und das nicht nur auf Buchblogs. Eigentlich ist der Unterschied nicht schwer, aber ab und zu stolpere ich auch darüber, so ist das nicht :). Das Buch, das mir gut gefallen hat. Dazu kann ich auch sagen: Das Buch, welches mir gut gefallen hat – das ist auch nach Jahren noch immer meine ganz persönliche Eselsbrücke, wenn ich mir nicht sicher bin ;).

Das einfache “Das” leitet in dem Fall ja einen Nebensatz ein, der sich unmittelbar auf den Begriff davor bezieht. Bei “Dass” oder früher “Daß” (für die älteren Semester unter uns) funktioniert das mit dem Einsetzen dagegen nicht: Ich weiß, dass die Buchbloggerin eine fleißige Leserin ist – wo sollte man hier sinnvoll “welches” ersetzen? Weitere Beispiele gibt es auf das-dass.de.

nach dem / nachdem

Nachdem ich das Buch beendet hatte, machte ich mich an das Schreiben der Rezension. Aber: Nach dem Lesen des Buches setzte ich mich hin, um die Rezension zu schreiben. “Nachdem” zusammengeschrieben bedeutet für mich einen Zusammenhang. Nachdem etwas passiert ist, erfolgte eine Reaktion. “Nach dem Lesen” könnte ich aber auch mit “nach der letzten Seite des Buches” ersetzen und der Satz wäre noch immer sinnvoll. “Nach dem” ist eigentlich nur eine Form von “Nach”: Nach der Pause oder nach dem Lernen ergab alles für mich Sinn. Bei Deutschlich gibt es noch ein paar Beispiele, wenn ihr mehr wissen wollt ;).

vorallem / vor allem

Das ist ein Fehler, wo ich mich selbst auch immer wieder in den Allerwertesten treten muss, ich gestehe es :). Richtig ist die Schreibweise “vor allem”. Hier überlege ich immer noch, wie ich mir das am besten merken kann. Vielleicht fällt euch eine gute Eselsbrücke ein?

SuB / TBR

Das Kürzel SuB ist das gebräuchlichste, was man auf Buchblogs findet. SuB steht für “Stapel ungelesener Bücher”. Nicht mehr und nicht weniger. Der SuB ist deswegen auch der SuB und nicht der “Sab”. Nana hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass viele anscheinend denken, dass SuB aus dem Englischen kommt. Stimmt aber nicht! Es sei dann, man hat ein bisschen zu viel Shades of Grey gelesen – dort kommt “Sub” aber von “Submissive” – und bedeutet etwas ganz anderes …

Und weil wir grad beim Englischen sind: Englische Buchblogger benutzen in der Regel das Kürzel TBR, wenn es um ihre ungelesenen Bücher geht. TBR steht für “to be read”, meint also im Prinzip dasselbe wie das deutsche Kürzel “SuB”, bezieht sich aber nicht auf Stapel, sondern nur auf die Menge der Bücher, die noch gelesen werden wollen :).

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80 Gedanken zu „Gutes Deutsch: Was ihr in Buchblogs vermeiden solltet

  1. Hi Ascari,

    denselben Tweet habe ich auch gesehen und tatsächlich habe ich all die Fehler, die du erwähnt hast, auch schon gesehen. Klar, Fehler lassen sich nicht vermeiden, aber ich musste extrem auflachen, als mir mal eine ,,Rezession" zu einer ,,Kruselmärchen-Adaption" begegnete. Das war kruselig, aber das werde ich nicht so leicht vergessen!
    Aber, upps, ich selbst bin in die Falle des Autors getappt – hab nie daran gedacht, dass es ,, des Autoren" richtig ist, aber jetzt kann ich es in Zukunft dank deinem tollen Post ja richtig machen 😉

    LG Julia

  2. Huhu!

    Sehr schöner Artikel und bei manchen Wörtern stellt es mir auch die Nackenhaare auf *lach*
    Aber man sollte das alles nicht so eng sehen, ich selber verurteile niemanden, der mal so kleine Schnipsel-Fehler macht, aber es wäre schon schön, wenn sich das einige zu Herzen nehmen würden 😉

    Liebste Grüße, Aleshanee

  3. Guten Morgen,
    manche Dinge sind vielleicht gar nicht so einfach 🙂 Dein aufgeführten Fehlerbeispiele kenne ich, was nicht heißt, dass ich entsprechende Fehler nie mache – aber so schlimm finde ich das auch nicht. Gelegentliche Rechschreib – oder Flüchtigkeitsfehler kommen halt vor.
    Die einzigen Eselsbrücken die mir noch aus der Schulzeit im Ohr sind, sind diese hier: "Wer "nämlich" mit "h" schreibt ist dämlich oder "gar nicht" wird "gar nicht" zusammengeschrieben.

    LG
    Tina

  4. Hi Julia!

    Der Autor ist wirklich ein armer Tropf :D. Aber das Wort ist so dumm, dass es der Duden tatsächlich zum Thema seines Newsletters gemacht hat. Und das hatte ich noch im Kopf und hab deswegen dort nachgesehen: Standardsprachlich (So wirst du es auch im Online-Duden finden) heißt es "des Autors, dem Autor" in der Einzahl. Der Newsletter erwähnt aber auch, dass mittlerweile "des Autoren" immer gebräuchlicher wird. Für mich ist allerdings "des Autoren" ein absoluter Krampf (Bin halt Rechtschreib-Oldie und manchen Reformen einfach entgangen), deswegen verwende ich es nie.

    Liebe Grüße
    Ascari

  5. Es kommt immer drauf an, finde ich. Es gibt Sachen, die nehm ich persönlich nicht so ernst und es gibt Sachen, da rollen sich mir die Fußnägel auf (Rezession und Triologie beispielsweise). Aber okay, ich bin da vielleicht beruflich bedingt auch ein bisschen pingeliger als andere 😀 …

    Liebste Grüße zurück
    Ascari

  6. Deutsch is manchmal blöd – hab ich ja geschrieben :). Und Flüchtigkeits- und Tippfehler mach ich auch jede Menge – da kann ich meine Beiträge hier dreimal durchlesen und es bleiben welche drin. Aber ich finde, es schadet nicht, wenn man sich mal bewusst macht, wie es richtig gehört. Ich muss mir manches auch immer wieder sagen, weil es nicht in mein Gedächtnis rein will :).
    Ach ja, nämlich :D. Die kenne ich natürlich auch – aber "gar nicht" ist mir neu. Bin wohl noch nie auf die Idee gekommen, es zusammenzuschreiben …

    Liebe Grüße
    Ascari

  7. Moin, moin,
    toller Beitrag! Da musste ich doch sofort bei mir nach Fehlern suchen. Die Trilogie, zum Beispiel. Oh wie schrecklich!
    Wenn es sich aber klar um Flüchtigkeitsfehler handelt, kann ich darüber hinweg sehen. Ich bin auch immer wieder Dankbar für Korrekturen.

    Ich muss gestehen, dass ich seit der neuen Rechtsschreibreform verunsichert bin und oft beim Duden nachschauen muss, ob das Wort nun zusammen oder auseinander geschrieben wird. Hinzu kommt noch, dass die Reform extrem viele "Kann"-Regeln hat, was mich noch mehr verwirrt.
    Liebe Grüße, loralee

  8. Hallo,
    dein Artikel gefällt mir gut. Ich muss auch oft grinsen, in welchem Deutsch Menschen Bücher bewerten, die doch eigentlich ständig lesen und deshalb der deutschen Sprache mächtig sein sollten.
    Was mir auch öfter auffällt, sind die Worte "Hauptprotagonist" oder "Person" anstatt "Figur". Also, der Protagonist ist bereits die Hauptfigur in einem Buch. Und in einem fiktiven Text gibt es Figuren, keine Personen.
    Liebe Grüße
    Simone

  9. Huhu!
    Toller Post, den sollten sich nicht gerade wenige mal wirklich zu Herzen nehmen! Was mir leider immer wieder auffällt, ist das typische nähmlich/nämlich, dähmlich/dämlich, ziehmlich/ziemlich-Problem. Ich finde es grausam, wo es doch schon so eine gute Eselsbrücke gibt!
    Liebst,
    Mareike

    meinelesechallenge.blogspot.de

  10. Sehr schöner Beitrag! Das sind alles Fehler, die mir auch selbst immer wieder auffallen und jedes mal, wenn ich auf Blogs von einer Rezession lese, schreit eine Stimme in meinem Kopf "aaahhhhh!"
    Ich finde es echt wichtig, dass man auch weiß, wovon man redet, wenn man andere Leute mit seiner Meinung beeinflussen möchte. Und das klappt nun mal nicht, wenn nicht mal richtig betitelt ist, was man überhaupt macht oder was man gerade gelesen hat. 😀
    Was mich oft noch stört ist "Hauptprotagonist", da es einfach doppelt ist, wie hier schon in einem vorherigen Kommentar angemerkt wurde. Manchmal merke ich das auch an, aber manchmal bekomme ich einfach einen Kommentar in Richtung "was weißt du schon? das ist so richtig!" zurück und da sehe ich es dann auch nicht mehr ein, zu diskutieren. Ist letztendlich ja auch nicht meine Aufgabe und mehr als darauf hinweisen kann man ja nicht. 😀
    Ich hoffe, dein Beitrag hilft einigen weiter!

  11. Also ohne mich jetzt selbst loben zu wollen, aber wenn ich mir hier deine o. g. Beispiele ansehe, habe ich bisher tatsächlich alles richtig gemacht. 🙂 Und zu dem "seid" oder "seit" ist meine Eselsbrücke immer, dass "sind" ja auch mit "d" geschrieben wird und nicht "t". Bei "seit" mit "t" geht es um Zeit, auch mit "t". Aber so macht sich halt jeder selbst seine Gedächtnisstützen.
    Dafür habe ich so meine Probleme mit Zahlen und Rechnen. *g*
    LG

  12. Huhu Ascari,

    ich muss ja zu meiner großen Schande gestehen, dass ich auch sehr lange dachte, es hieße "TriOlogie". Das fiel mir dann erst auf, als ich mich intensiver mit Büchern (und Bücherblogs) beschäftigt habe. Mich hat aber auch nie jemand korrigiert, woher sollte ich also wissen, was ich da für einen Müll rede? 😉
    Mittlerweile weiß ich es besser, manchmal rutscht es mir im Rede-Rausch aber dennoch falsch raus.

    Ich bin alles in allem ein sehr großer Verfechter korrekter Grammatik. Und mir kräuseln sich wirklich die Zehennägel, wenn ich dass/das-Fehler sehe. So schwer ist das doch wirklich nicht… im Notfall stellt man den Satz bzw. ersetzt Wörter, um genauer zu definieren, welches Wort gebraucht wird. So mach ich das auch, wenn ich mir z.B. nicht sicher bin, ob in einen Setz ein Komma kommt oder nicht. Fehlende Kommata sind übrigens für mich auch ein Gräuel *schauder* Am besten in Kombination mit einem falschen dass/das.

    Seid/seit und nachdem/nach dem scheinen generell wirklich sehr große Probleme zu sein. Ich hatte mal einen Beauty-Blog abonniert, wo auf den Lippenstift-Bilder immer stand "nachdem essen" und ich hätte jedes Mal schreien können.

    Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die mit der deutschen Grammatik und Rechtschreibung so ihre Probleme haben. Ich will da auch niemanden verurteilen (es kann ja auch so etwas wie Legasthenie sein, wofür niemand etwas kann) und ich nehme auch nicht an, dass ich vollkommen perfekt schreibe, aber ich denke, gerade wenn man öffentlich schreibt – sprich: einen Blog führt -, sollte man die Grundregel beherrschen. Oder zumindest den Beitrag vor der Veröffentlichung so weit überarbeiten, dass er leserlich wird.

    Und wo ich das gerade schreibe: so weit/soweit ist auch so eine Sache. An der ich zugegebenermaßen auch manchmal hänge und überlege, welche Variante nun stimmt.

    *tief luft hol*

    So viel von mir 😉

    Liebe Grüße
    Sas

  13. Ein toller Artikel! Macht wirklich Spaß ihn/in zu lesen! 🙂
    Ich muss ja wirklich schmunzeln: Seid/seit die Profes(s)ionalisierungsdeba(t)te unter Buchbloggern im Gange ist, wird über teure Themes, responsive Design uvm. gequatscht – dabei würde schon allein die Rechtschreibprüfung enorm zur Profes(s)ionalisierung beitragen. 😀 Andererseits würde einem so beim Lesen auch allerhand Spaß entgehen…

    Liebste Grüße! 😀

  14. Hey,
    Der Beitrag ist klasse! Ich selbst mache (soweit ich es zumindest weiß) nichts davon bewusst falsch. Oft genug rutsch aber auch mir mal etwas falsches raus. (Und dieser Satz ist dann direkt auch mal ein Beispiel… Eine Sache, bei der ich mir nie sicher bin ist, wann man Wörter wie "etwas" oder "nichts" oder ähnliches groß schreibt.

    Ich bin gerade was Fehler wie dass/das und seid/seit angeht, ziemlich pingelig. Fehlende Kommata bei Relativsätzen sind mir auch ein Graus.
    Generell finde ich es unglaublich schwierig, wenn Kommata fehlen, die beim Lesen helfen, den Sinn zu verstehen. Leider ist es mir nicht selten auf Buchblogs(Buchblöggern?! xD) passiert, dass ich Sätze mehrmals lesen musste, um zu verstehen, was sie mir eigentlich sagen wollen…

    Eine schöne Sache, die ich selbst leider auch ziemlich schlecht beherrsche sind Nebensätze mit "zu lesen" (Bsp.), die mit einem Komma abgetrennt werden. Zum Glück korrigiert mein Freund meine Rezensionen immer noch einmal auf Grammatikfehler, bevor sie online gehen. Und diese Sätze sind fast immer ein Problem ^^ Allerdings achte ich selbst jetzt auch verstärkt darauf.

    Liebe Grüße,
    Lena

  15. Ich finde es auch schwierig, wenn öffentliche Texte, in die offensichtlich Arbeit und Zeit investiert wurden, vor Fehlern strotzen. Gerade auf Buchblogs finde ich das sehr verwunderlich.
    Auch ich lasse meine Rezensionen von meinem Freund Korrektur lesen, bevor ich sie hochlade. Da ist es mir nämlich ganz besonders wichtig, dass sie so richtig wie möglich sind.
    In Kommentaren finde ich es hingegen weniger schlimm, wenn sich mal Fehler einschleichen.

    Liebste Grüße,
    Lena

  16. Hey Lena,
    du bist sehr zu beneiden, dass du den Schlussredakteur im Hause hast. 🙂 Ich lasse die Beiträge über Nacht liegen und lese sie nochmal mit etwas Abstand gründlich korretur, bevor ich sie live schalte. Und trotzdem finde ich Tage später total bescheuerte Fehler und schäme mich ganz furchtbar dafür.
    Zum Beispiel oben in meinem Kommentar das Wort "Rechtsschreibung" – hmm, ist damit die Festschreibung eines Gesetzes gemeint, oder dass der Kommentar mit der rechten Hand geschrieben wurde? Nein, es geht natürlich um die Rechtschreibung. Peinlich…
    LG, loralee

  17. Ein toller Beitrag. Ich muss manchmal über mich selbst lachen, wenn sich der Fehlerteufel eingeschlichen hat und ich dies irgendwann bemerke. Manches ist sehr peinlich, aber wir sind nun einmal alle Menschen 😀.

    Viele Grüße Nisnis

  18. Du sprichst mir ja so aus der Seele! Ich stöbere viel in Buchblogs und ärgere mich regelmäßig über den einen oder anderen "Rechtschreib-Klassiker", der nicht auszumerzen ist. Meistens schmunzele ich darüber, aber manchmal sammelt sich einfach so viel an, dass mir das Grinsen im Hals steckenbleibt.
    Neben Deiner Aufzählung wollte ich noch den doppelt gemoppelten "Haupt-Protagonisten" mit seinen "Neben-Protagonisten" ergänzen, aber das wurde in den Kommentaren schon erwähnt. Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, die sich darüber ärgert.

    Was mir immer wieder auffällt, sind die "Schmöcker", die gelesen werden. Wo dieser Fehler herkommt, kann ich so gar nicht nachvollziehen, weil man einen Schmöker doch deutlich mit einem langen ö ausspricht. Oder sagt jemand tatsächlich ganz hart Schmöcker?

    Dank Deiner Zusammenfassung müssen sich die Rechtschreib-Anarchisten nun neue interessante Varianten ausdenken. Ich bin gespannt!

    LG Gabi

  19. Auf "Rezession" bin ich auch schon des Öfteren gestolpert, wenn eigentlich "Rezension" gemeint war. �� Ich weiß gar nicht, woher die Leute das haben?!
    Seid/seit oder dass/das sind ja Fehler, die sehr häufig vorkommen. Ich bin immer bemüht, korrekt zu schreiben und ich weiß, wann ich welches Wort verwenden muss. Für seid/seit habe ich eine Art Eselsbrücke. Seit wird bei etwas Zeitlichem benutzt und Zeit endet auf t – genau wie seit.

  20. Seit/seid und dass/das sind ja wirklich Klassiker, nicht nur auf Buchblogs, auch wenn mir absolut schleierhaft ist, wie man die beiden verwechseln kann, da es dafür klare Regeln gibt.
    Und Trilogie, nun ja, das habe ich selbst auch erst vor ein paar Jahren gelernt :D.

    Viele andere Punkte habe ich allerdings noch nie irgendwo gelesen. Wer verwechselt denn bitte Rezession und Rezension O.o? Ich würde sogar behaupten, dass den meisten das letztere Wort eher bekannt ist.

    Die Regeln für "Autor" kannte ich tatsächlich gar nicht, bilde mir aber ein, es bisher instinktiv immer richtig gemacht zu haben. In seiner Muttersprache bekommt man doch für sowas ein Gefühl.

    Bei "nachdem" würde ich ganz einfach sagen, dass danach ein Verb, eine Aktivität folgen muss. Während nach "Nach dem" ein Nomen folgen muss.

    Was ich erstaunlicherweise immer mal wieder finde ist "das Kommentar". Seit wann ist dieses Wort denn sächlich?

    Auf alle Fälle ein sehr hilfreicher Post :).

    Liebe Grüße,
    Charlie

  21. Der inflationäre Gebrauch von Emoticons scheint auch gang und gäbe in Buchblogs zu sein. Das nervtötende Semikolon-Smiley soll wohl "Achtung: ironisch angehauchte Bemerkung!" bedeuten, das breite D-Lächeln weist vermutlich auf "Ist das nicht waaaahnsinnig lustig?"hin. Vielleicht hält der Verfasser seine Leser für unfähig, den Subtext zu kapieren oder er ist schlicht schwer twittergeschädigt. So oder so: Lieber lese ich ein paar "Rezessionen" und "Triologien", als ständig durch lustige Satzzeichen-Gesichter im Lesefluss gehemmt zu werden. Ein guter Text sollte nicht auf juvenile Icons zurückgreifen müssen, um sich verstanden zu fühlen.

  22. Bei der Verunsicherung bin ich ganz bei dir, liebe Loralee. Ich muss mittlerweile auch sehr viele Dinge nachschauen … Am schlimmsten finde ich es, wenn man im Duden mittlerweile zwei Schreibweisen findet und dann eine davon empfohlen wird. Wie man sich da zurechtfinden soll, ist mir oft ein Rätsel. Früher waren zwar viele Regeln unlogisch, aber sie waren zumindest eindeutig *seufz*.

    Liebe Grüße
    Ascari

  23. Hallo Simone!

    Ich habe jetzt erst vor kurzem wieder "Hauptprotagonist" gelesen, aber das ist wirklich doppelt gemoppelt, wenn ein Synonym für Protagonist "Hauptfigur" ist …

    Liebe Grüße und danke für deine Ergänzung!
    Ascari

  24. Hi!

    "Mehr als darauf hinweisen kann man ja nicht" – das stimmt! Das war auch meine Absicht mit meinem Text :). Und der "Hauptprotagonist" ist mir auch erst vor ein paar Tagen wieder über den Weg gelaufen, wobei ich fairerweise gestehen muss, dass mir die Doppelung jetzt erst durch eure Kommentare so richtig bewusst geworden ist. Aber das ist schon in Ordnung so, wenn auch ich jetzt und hier noch etwas lernen kann :).

    Liebe Grüße
    Ascari

  25. Du hast einen ganz persönlich Korrekturleser? Wow! Ich muss immer schauen, dass ich selbst alle meine Tipp- und Flüchtigkeitsfehler finde … Und irgendwas rutscht immer durch, das fällt mir dann oft nach dem Veröffentlichen erst auf.

    Liebe Grüße
    Ascari

  26. Der Gedanke ist nicht von der Hand zu weisen ;). Da kann ein Blog superprofessionell aussehen: Wenn ein Beitrag vor Fehlern nur so strotzt, denk ich mir schon meinen Teil, wie gut der Blogger wirklich ist …

    Liebste Grüße zurück und danke für dein Kompliment!
    Ascari

  27. Eigentlich sollten es ja Beispiele sein, die man vor allem in Buchblogs findet :). Aber du hast natürlich recht mit "als und wie" – da hab ich auch schon schlimme Dinge gesehen *seufz*.

    Liebe Grüße
    Ascari

  28. Ich schätze, das passiert jedem von uns, dass ihm mal was Falsches rausrutscht ;). Liebe Lena, guckst du mal hier: https://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/Gro%C3%9F-%20und%20Kleinschreibung#K72

    Ich hab mir das mit der Großschreibung immer so gemerkt, dass etwas Falsches ja eigentlich das Falsche ist, nur halt weniger davon ;). Und in dem Moment, wenn du einen Artikel davor setzen kannst, verwendest du es wie ein Hauptwort und dann schreibst du es auch so :).

    Das Fugen-S ist aber auch eine gewisse Herausforderung :D. Ist euch schon mal "Adventskalender" und "Adventkalender" aufgefallen? Schaut mal hier: https://www.duden.de/rechtschreibung/Adventkalender

    Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon Deutschlernende bemitleidet habe …

  29. Hallo Gabi!

    >> Meistens schmunzele ich darüber, aber manchmal sammelt sich einfach so viel an, dass mir das Grinsen im Hals steckenbleibt. <<
    Das geht mir auch so …

    >> Was mir immer wieder auffällt, sind die "Schmöcker", die gelesen werden. Wo dieser Fehler herkommt, kann ich so gar nicht nachvollziehen, weil man einen Schmöker doch deutlich mit einem langen ö ausspricht. Oder sagt jemand tatsächlich ganz hart Schmöcker? <<

    Den Fall hatte ich bisher erst einmal, glaube ich. Aber jetzt wo du es schreibst, erinnere ich mich, dass ich mich das auch schon gefragt habe, wie man hier auf das CK kommen kann …

    Liebe Grüße und danke für deine Ergänzung!
    Ascari

  30. Hi Charlie!

    Klar kommen viele der von mir aufgezählten Beispiele auch in anderen Texten vor :). Aber ich hatte ja im Vorfeld auf Facebook gefragt, was anderen Buchbloggern aufgefallen ist und seit / seid bzw. dass / das wurde mir da am häufigsten genannt, deswegen habe ich diese Fehler ebenfalls aufgezählt. "Das Kommentar" finde ich auch ungewöhnlich, erinnert mich aber sehr stark an das im Kommen befindliche "das App" – da wüsste ich auch gern, woher das stammt.

    Liebe Grüße
    Ascari

  31. Hallo Jared!

    Danke für deine kritische Anmerkung! Ich weiß, dass ich dazu tendiere, zu viele Smileys zu verwenden. Warum ich sie verwende, hat den Grund, um gewissen Sätzen die Schärfe zu nehmen. In der gesprochenen Sprache kann ich durch Mimik und Betonung zum Ausdruck bringen, wenn ich etwas nicht ernst meine – aber beim geschriebenen Wort wird es manchmal schwierig … Wenn du hier eine gute Idee hast: Her damit!

    Liebe Grüße
    Ascari

  32. Toller Beitrag!
    Ich bin da ja auch enorm pingelig. Jeder macht mal einem Fehler, aber manche …

    Was mich noch stört und zum Schmöcker passt, ist das Packet. "Ich habe ein Bücherpacket bekommen." Gnaaaaah

    Und außerdem stört es mich tierisch, wenn Menschen die Kurzform der unbestimmten Artikel falsch verwenden: "ich habe nen Buch gelesen" Nein! Du hast n Buch gelesen!! (Ei)n, (ei)ne und (ei)nen. Nen neuen Tisch, n Buch und ne Lampe.

    Außerhalb von Blogs nervt noch das ständige "Dankeschön", das es zwar auch gibt, aber nicht dasselbe (UHHH! Dasselbe und das gleiche) ist wie "danke schön".

    Und, wieso auch immer, ständig falsch: den/denn und wen/denn.

    Ich korrigiere gerne. Und werde häufig beleidigt. Aber das heißt ja nur, dass ich getroffen habe. Nicht jeder, der schlecht schreibt, ist Legastheniker. Da wären ja 97 % der Menschen Legastheniker. Bestimmt nicht.

    Christina

  33. Hallo Christina,

    oh Mann, ja, das Packet, das hatte ich auch schon … Wobei das im Grunde dieselbe Frage ist, die sich mir aufdrängt wie beim Schmöker: Alleine die Aussprache des Wortes sollte einen hier doch zum Nachdenken bringen, denn Vokale vorm CK werden immer kurz gesprochen … Oder denkt derjenige, der es falsch schreibt, dass das Wort sich von packen ableitet? Dort ist es ja ein kurz gesprochenes A.

    Wie Legastheniker schreiben, weiß ich in der Zwischenzeit auch. Das erkennt man sehr wohl! 😀

    Liebe Grüße
    Ascari

  34. Guten Morgen.
    Du hast dir viel Mühe gegeben und Einiges empfinde ich als sehr hilfreich. Allerdings sollte jemandem, der Ratschläge für gutes Schreiben gibt, ein solcher nicht aus der Feder rutschen:
    "Das ist ein Fehler, wo ich mich selbst auch immer wieder in den Allerwertesten treten muss, ich gestehe es :)."
    Der tut ein wenig weh beim Lesen …
    Trotzdem, Danke

  35. Natürlich fehlt da noch die nicht richtige Verwendung des Wortes "sich" – da ziehts mir manchmal echt die Schuhe aus.

    Aber wenn wir hier schon PISA-Polizei spielen, dann aber bitte ohne "Das ist ein Fehler, wo…", sondern "Das ist ein Fehler, den…" 😉

  36. Sehr guter Text, der vor allem für Neublogger eine Hilfe sein dürfte.

    Dass (Ha! 😉 ) jemand Klapptext sagt/ schreibt, ist mir neu. Wie kommt man auf dieses Wort? Das ist doch kein Text, der ausklappbar ist…

    Welchen Fehler ich oft – nicht nur bei Bloggern – entdecke: "dasselbe" versus "das gleiche". Mir hat damals eine Erklärung aus der "Sendung mit der Maus" geholfen: "Dinge können sich gleichen, aber nicht selbigen." Benutzt Person B dieselbe Zahnbürste wie Person A, teilen sie sich die Zahnbürste; benutzt B jedoch die gleiche Zahnbürste, so hat B eine eigene Zahnbürste, die vom gleichen Typ ist wie die Zahnbürste von A. Jeder, dem ich den Unterschied so erklärt habe, hat es nie wieder vergessen und verwechselt die beiden Ausdrücke nicht mehr. Fernsehen kann manchmal doch bilden 😉

  37. Hallo Kathrin,

    ich mag die "Sendung mit der Maus" heute noch, die ist einfach super :). Der Spruch mit den Dingen ist klasse! Wobei ich mir das immer mit einem Kleid gemerkt habe, denn zwei Personen können nur das gleiche Kleid tragen, nicht dasselbe :).

    Liebe Grüße
    Ascari

  38. Oweh, ich habe mich wiedergefunden 😉
    Das oder dass….Ich gelobe Besserung.
    Was mich immer wieder schmunzeln lässt sind Sätze mit " da wo" oder "der wo".
    In Sachen Flüchtigkeitsfehler könnte ich jedes mal einen Anfall bekommen. Schreibe ich eine Rezension lese und korrigiere ich diese natürlich mehrmals und doch schafft es der Fehlerteufel immer wieder ein Wort zu verdrehen oder Buchstaben zu fressen.
    Danke für den tollen Beitrag, ich muss den nochmal lesen 🙂
    Liebe Grüße
    Kasin

  39. Hallo Kasin!

    Ach, Flüchtigkeitsfehler machen wir doch alle (Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich manche Dinge in meinen eigenen Artikeln deswegen ausgebessert habe), dagegen sag ich nix ;).

    Liebe Grüße und danke für dein Kompliment!
    Ascari

  40. Hey du Liebe,

    dann reihe ich mich mal zu meinen vielen vielen Vorrednern dazu. Ich finde deinen Beitrag wirklich wunderbar, zum Schmunzeln und zum Nachdenken. Manchmal ist man natürlich im Rausch der Wörter unterwegs und achtet nicht groß auf Grammatik. Meiner Meinung nach sollte man seine Beiträge vor dem Veröffentlichen trotzdem nochmal in Ruhe durchlesen und auf möglich Fehler untersuchen. Leider fallen mir oft Beiträge auf, bei denen das wohl nicht getan wurde und es mir in den Fingern kribbelt und ich am liebsten mit dem Rotstift über den Bildschirm kritzeln würde…

    Ich hoffe, du erfrischst uns weiterhin mit solch interessanten Artikeln 🙂

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,

    Janine von LeseLiebe <3

  41. Liebe Janine,

    das passiert jedem – der Wörterrausch (Die Formulierung ist übrigens großartig, die muss ich mir merken!). Ich hab heute grad wieder nen Text aus 2014 ausgebessert … Das ist einfach das Problem, weil man seinen eigenen Text ja kennt und weiß, was da steht. Da überliest man manche Dinge eben – aber ich verstehe ganz genau, was du meinst mit dem Rotstift! Der sogenannte Deppenapostroph (Schon mal davon gehört?) gehört da in diese Kategorie hinein :).

    Liebe Grüße
    Ascari

  42. Hallo,

    ein schöner Artikel, danke. Das/dass passiert mir manchmal – aber erst seit ich im Internet lese. Sofort danach fällt es mir auf. 😀

    Ich finde die Gleichsetzung von Muse und Muße scheußlich – beides wunderschöne Worte, die es nicht verdient haben, so misshandelt zu werden.

    LG
    gann

  43. Ich muss zugeben ich sehe das Das/Dass Dilemma inzwischen sehr locker, die Unterscheidung hat früher keinen rechten Sinn für mich gemacht (hah!), und tut es auch heute noch nicht, nur das es mir inzwischen eben egal ist.

    Ich würde nie, nie, nie auf die Idee kommen einen Vierteiler als Tetralogie zu bezeichnen, da lese ich dann immer Milchpacklogie wenn ich das sehe … ja, ich bin da ein wenig Werbe geschädigt.

    Zusammenschreibung ist so ein heikles Thema, das Deutsche schreibt ja gerne alles und jedes zusammen – ob's Sinn gibt oder nicht. Ich versuche zusammenschreibungen so gut es geht zu vermeiden, außer Word besteht darauf.

    Aaaber, ich und die deutsche Sprache wir werden wohl unser Lebtag keine Freunde mehr – ist also auch nicht so tragisch. 🙂

  44. Hallo gann,

    das fällt mir leider auch immer wieder auf, dass Muße und Muse verwechselt wird … Und das, wo man das doch so unterschiedlich spricht, dass es einem eigentlich auffallen müsste!
    In der Hinsicht beneide ich unsere schweizerischen Kollegen übrigens nicht, da die ja aufs scharfe S verzichten, wird da aus der Muße die "Musse" (Gott, wie grausam) … Und Masse und Maße kann man da auch nur noch schwer auseinanderhalten.

    Liebe Grüße
    Ascari

  45. Hihi, danke für die Milchpacklogie, da musste ich herzlich lachen! Irgendwann nehm ich mir mal die Zeit und schlage das nach, denn das hab ich auch noch nie so ganz verstanden, was das griechische Wort für "Vier" mit dem Verpackungsmaterial zu tun hat …

    Liebe Grüße
    Ascari

  46. Hallo Mary,

    Vor steht davor – das gefällt mir :). Vielleicht sollte ich aber öfter über die Wörter bloggen, mit denen ich mich schwertue, denn seither hab ich es zumindest bewusst nicht mehr falsch geschrieben 😀 …

    Liebe Grüße
    Ascari

  47. Huhu,

    also das/dass könnte mir auch passieren. Trilogie hab ich auch lange falsch geschrieben, aber irgendwann hatte ich es raus. Sonst schreib ich einfach Mehrteiiler. Find ich jetzt nicht schlimm. Auch seit/seid könnte mir passieren. Da bin ich mir nie ganz sicher. Die restlichen Fehler mache ich soweit ich weiß nicht. Wenn nur Tippfehler.

    Aber ich find man sollte sowas einfach hinnehmen. Fehler passieren und ich denke nicht alle Buchblogger sind perfekt in deutsch. Ich bin auch schon so lange aus der Schule raus, dass sich die Rechtschreibung gefühlt 10 Mal verändert hat. Und mit Kommasetzung hab ich es gar nicht. Man schreibt aber Blogs um Spass zu haben und nicht fürs perfekte Deutsch. Drum find ich kleine Fehler auch überhaupt nicht schlimm solange es nicht so Hammafehler sind, die echt nicht hätte sein müssen.

    LG Corly

  48. Huhu Jaquy,:)

    die Sache mit dem "Hauptprotagonist" war mir gar nicht so bewusst; ich habe das tatsächlich auch schon oft verwendet 😉 Danke für den hilfreichen Hinweis, da habe ich gleich mal meine Rezis daraufhin korrigiert.:)

    Liebe Grüße von Conny

  49. Hallo Corly,

    ich hab die Schulzeit auch schon ne Weile hinter mir und der Rechtschreibreform-Wahn ist grenzwertig. Ist auch in Ordnung so, dass man mittlerweile nicht mehr alles wissen kann, finde ich. Wenn ich mir unsicher bin, schaue ich eben nach.

    Aber mir kommen manche Menschen auch erstaunlich rechtschreibresistent vor – wenn man beispielsweise auf Lovelybooks an allen Ecken und Enden mit "Rezensionen" konfrontiert wird und trotzdem "Rezession" in seinem Text schreibt: Was sagt das über den Menschen aus?

    Liebe Grüße
    Ascari

  50. ja stimmt. Aber das ist mir damals auch passiert. Je länger ich gebloggt hab und je öfert ich es gelesen hab hatte ich es raus. Rezension hab ich früher ständig falsch geschrieben.

  51. Darf ich mal neugierig sein: Weißt du noch, wo du die falsche Schreibweise her hattest? Nachdem mir das nie passiert ist, hab ich wirklich keine Vorstellung davon, wie man die Rezension mit der Rezession vertauschen kann …

  52. Ein guter Artikel.
    Ich habe nichts dagegen, wenn man mich verbessert. Im Gegenteil. Es kommt halt immer auf den Ton an.

    Ich muss sagen, dass meine Rechtschreibung durch das schnelle Online-Tippen viel schlechter geworden ist. Die Sätze fliegen über die Tastatur und dabei kann ich gar nicht so schnell denken. Letztens habe ich wo ließ statt lies geschrieben, ich bin fast in den Boden versunken. Und das ist natürlich nicht so, dass ich es nicht weiß, sondern dass ich zu schnell tippe.

    Ich finde es gut, immer mal wieder über so Sachen zu reden, um es sich wieder bewusster zu machen. Das darf nur nicht mit Arroganz passieren, sonst erreicht man die Menschen nicht. Bei Dir hatte ich jetzt nicht das Gefühl, bei manchen Kommentaren war ich mich da nicht so sicher.

    Und für das wie und als kann der Hesse nichts! Das ist ein angeborener Sprachfehler der Hessen. 😛

    Liebe Grüße
    Lilly

  53. Liebe Lilly,

    ja, das kenne ich auch. Gerade am Handy mache ich recht viele Tippfehler, weil ich die Autokorrektur nicht ausstehen kann. Aber lieber Tippfehler als die Verbesserungen zu Wörtern, die man gar nicht schreiben wollte :D.

    Daher finde ich Tippfehler nicht schlimm, ich stoße auch in Blogartikeln permanent auf solche Fehler (nachträglich auch bei mir selbst), das finde ich nicht so schlimm, denn die können immer mal passieren.

    Über Rechtschreibung zu bloggen ist übrigens gar nicht so einfach, habe ich gemerkt. Viele Leute fühlen sich gleich mal auf den Schlips getreten, auch wenn ich es nicht böse meine. Schön, dass du es nicht als belehrend empfunden hast, ich wollte mit dem Text einfach ein bisschen die Augen dafür öffnen :).

    Liebe Grüße nach Offenbach 😉
    Ascari

  54. Liebe Ascari,

    ja, das stimmt. Rechtschreibung ist ein heikles Thema. Ich mag auch die Sätze nicht: "Wenn du einen Fehler findest, kannst du ihn behalten." oder ähnliche.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es so schwierig ist, weil es an die Schule erinnert und an die Erfahrungen und Demütigungen dort.
    Bei Mathe sagen ja viele Leute sofort: Oh Gott, ich kann nicht rechnen, noch bevor sie sich die Aufgabe angesehen haben. Aber in Deutsch kann man das halt nicht sagen. ^^

    Liebste Grüße
    Lilly

  55. Und das, wo es heute so einfach geworden ist 😀 – denn nach den vielen Rechtschreib"reformen", wer weiß da denn wirklich noch, wie es richtig gehört? Ich hab mittlerweile schon aufgehört zu zählen, wie oft ich bestimmte Dinge nachgesehen habe … Besonders in Bezug auf Groß- und Kleinschreibung.

    Aber deine Idee mit der Erinnerung an die Schulzeit hat etwas für sich. Ich hab eigentlich damals wenig Probleme gehabt, weil ich gern und viel gelesen habe – da habe ich fast so nebenbei richtig schreiben gelernt. Daher hab ich da auch wenig negative Erinnerungen …

    Liebe Grüße
    Ascari

  56. Hallo Ascari,
    bei der Bennenung von Mehrteilern, habe ich früher auch immer alles mit ‘o’ ausgesprochen, bevor ich es dann besser wusste. Einige Wörter von deiner Liste, sind mir aber noch gar nicht aufgefallen oder waren mir schlichtweg einfach nicht bewusst.
    Eine gute Liste auf jeden Fall.

    Liebe Grüße
    Lilly
    #litnetzwerk

    1. Liebe Lilly,

      fein, dass ich dir noch ein paar neue Wörter liefern konnte 🙂 . Der Beitrag ist ja mittlerweile schon ein bisschen älter, aber immer noch aktuell … 😀

      Liebe Grüße
      Ascari

  57. Hey 🙂
    Ein sehr toller Beitrag, bei dem so ziemlich jeder noch etwas lernen kann. Gerade den Fehler mit vorallem / vor allem mache ich selber super häufig und würde ich meine Texte nicht durch die Rechtschreibprüfung vom Duden jagen, dann würde er mir wohl sehr selten auffallen.
    Bei dass / das habe ich in der Schule dieselbe Eselsbrücke in der Schule gelernt und sie hilft enorm! Sie ist manchmal mein kleiner Retter.

    Liebe Grüße
    Isabell

    1. Liebe Isabell,

      wie gut ist die Dudenprüfung eigentlich? Ich hatte früher immer das Gefühl, dass die gerade in Sachen Beistrichsetzung nicht immer so toll ist … Aber du hast recht, es ist sicher mal einen Test wert. Ich weiß gar nicht, wie oft mir schon Tippfehler entgangen sind, obwohl ich mir meine Beiträge wirklich jedes Mal noch einmal durchlese, ehe ich sie veröffentliche.

      Liebe Grüße
      Ascari

  58. Schöner Beitrag, habe häufig geschmunzelt und öfters drüber nachgedacht, ob sich diese Fehler sich bei mir in jüngerer Vergangenheit doch noch eingeschlichen haben. Auch die Kommentare waren spannend. Schade nur, dass die Antworten zu den Kommentaren durch einen Blogumzug oder eine Designänderung jetzt nicht direkt unter den entsprechenden Kommentaren stehen.

    Jedenfalls scheint es leider zu allen Zeiten viel zu viele Blogger*innen zu geben, welche die Autokorrektur nicht nutzen. Ich gebe zu, dass ich solche Blogs dann auch meide, weil zu viel Sprachverschandelung stört die Freude am Lesen der Beiträge.

    1. Liebe Elena,

      dass die Kommentare nicht mehr ganz in der richtigen Reihenfolge stehen, ist tatsächlich dem Blogumzug aus dem Februar geschuldet. Da hat der Export aus Blogger leider nicht sehr gut funktioniert … Und ich bin mir auch nicht sicher, ob wirklich alle Kommentare damals mitgekommen sind.

      Natürlich gibt es viele Gründe, warum sich beim Schreiben immer wieder Fehler einschleichen – einer meiner liebsten Fehler ist immer der, dass ich einen Satz anders beende, als ich ihn gedanklich angefangen habe. Von Tippfehlern wollen wir gar nicht reden. Deswegen finde ich es aber auch so wichtig, die eigenen Texte vorm Veröffentlichen nochmal durchzulesen, um wenigstens die gröbsten Schnitzer zu entdecken. Oder sich von Word oder anderen Programmen mit Rechtschreibkorrektur helfen zu lassen – was spricht denn auch dagegen? 🙂

      Liebe Grüße
      Ascari

  59. Huhu 🙂
    Sehr schön geschrieben und definitiv ein Thema, das quasi eine unendliche Liste beginnt (was man ja auch schon ein wenig an der Vielzahl der Kommentare hier sieht…)

    Ich muss sagen, dass mich einzelne Fehlerchen, bei denen ich mir manchmal nicht mal sicher bin, ob Unwissenheit oder einfach Schusseligkeit das Problem ist, gar nicht stört. Schlimm finde ich es, wenn der oder die Blogger*in stur auf ihrer Meinung beharrt und sich auch gar nicht überzeugen lassen will. Nicht, dass ich dies oft versuche, das habe ich lange aufgegeben. Aber dennoch merkt man ja manchmal an der Art oder an den Kommentaren, dass die Leute renitent sind…

    Jedenfalls sehr schön geschrieben von dir 🙂
    Viele Grüße
    Jennifer
    #LitNetzwerk

    1. Liebe Jennifer,

      Schusseligkeit stört mich auch nicht, die praktiziere ich selbst zur Genüge. Das merke ich immer dann, wenn ich nach einer gewissen Zeit wieder ne Rezension von mir lese, wo ich mir dann denke, ich hab sie dreimal durchgelesen und trotzdem die Fehler nicht gesehen. Gegen Unwissenheit kann man aber was tun, finde ich, daher hatte ich den Beitrag damals geschrieben. Einfach als Hilfe (auch für mich selbst :D), wenn man grad wieder nicht weiß, wie es richtig gehört. Auf jeden Fall danke für dein Kompliment!

      Liebe Grüße
      Ascari

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