Handlettering

Handlettering der Buchblogger / 06.2021

Ich weiß, das Handlettering der Buchblogger geht normalerweise zum 15. eines Monats online. Dieses Mal habe ich aber etwas länger gebraucht, meine Interpretation des Themas fertig zu stellen … War auch ganz interessant in dem Wissen zu sehen, was die übrigen Teilnehmer:innen in diesem Kontext gemacht und umgesetzt zu haben, theoretisch hätte ich für mich noch was mitnehmen können. Bei mir hat sich allerdings kein Science Fiction-lastiges Motiv zu dem Thema eingeschlichen 😀 .

Das Thema lautete:
Lettere den Titel eines Klassikers und lasse ihn dabei modern aussehen

So, ich hoffe, damit sind jetzt alle (Un)Klarheiten beseitigt? Ich habe mich am Ende von einem Buch inspirieren lassen, dass ich hier auch in meinem Bücherregal stehen habe. Durch die Netflix-Serie “Das Damengambit” ist ja das Thema Schach wieder in den Vordergrund gerückt, das gleichnamige Buch auch gerade auf Deutsch erschienen. Da allerdings das Thema ja Klassiker lautet, habe ich mir stattdessen die “Schachnovelle” von Stefan Zweig geschnappt.

Da es mittlerweile ganz schön viele verschiedene Ausgaben dieses Buchs gibt, verzichte ich heute mal auf die Abbildung des Covers und gebe euch nur den Klappentext:

»Das Unwahrscheinliche hatte sich ereignet, der Weltmeister, der Champion zahlloser Turniere hatte die Fahne gestrichen vor einem Unbekannten, einem Manne, der zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre kein Schachbrett angerührt. Unser Freund, der Anonymus, der Ignotus, hatte den stärksten Schachspieler der Erde in offenem Kampfe besiegt!«
Das Erstaunen ist groß, als der unscheinbare Dr. B., österreichischer Emigrant auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, eher zufällig gegen den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic antritt und seinen mechanisch routinierten Gegner mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage und reißt eine seelische Wunde wieder auf, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.

Es gibt einen recht langen Eintrag in der Wikipedia zu diesem Buch, denn ich aus Neugier zu Beginn überflogen habe. Er hat mir eine erste Idee für mein Lettering gegeben: Ein Schachbrett, auf dem die Buchstaben des Titels verteilt sind, wie die Figuren der Schachpartie, die in dem Buch auftaucht. Ich habe dafür ein bisschen experimentiert – nur um dann draufzukommen, dass man dann den Titel nur noch mit viel Phantasie lesen kann …

Also habe ich mich doch für eine etwas klassischere Les- bzw. Schreibweise entschieden, wie ihr auf dem Foto erkennen könnt. Die Schrift für die einzelnen Buchstaben ist sehr clean, ohne Schnörkel, das Lettering ein schlichtes Schwarzweiß, aber ich finde, es passt zu dem Buch so am besten.

Die größte Herausforderung war in dem Zusammenhang übrigens, die Buchstaben halbwegs mittig in die Quadrate des Schachbretts hineinzusetzen. Ich habe deswegen zu einem Pauspapier gegriffen, die Buchstaben also mit Bleistift vorgeschrieben und dann Stück für Stück an die richtigen Stellen in die Quadrate positioniert.

Für die Quadrate selbst hab ich dann ein Lineal verwendet, die Buchstaben dagegen hab ich nur mit der Hand nachgezeichnet. Sie wirken deswegen nicht mehr ganz so geradlinig, aber es sollte ihnen auch einen etwas abgegriffenen Look geben: Der Held der Geschichte spielt schließlich sehr, sehr viel Schach, um seine geistige Gesundheit nicht zu verlieren …

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7 Kommentare

  • Aleshanee

    Hallöchen!

    Oh wie cool, ich dachte schon, du setzt diesen Monat aus 😀
    Das ist eine sehr geniale Umsetzung: einfach, aber darauf muss man halt auch erstmal kommen! Mir gefällts jedenfalls sehr gut und wie optimal die Verteilung der Buchstaben auf das Brett passt!!!

    Die Schachnovelle hab ich übrigens gelesen, ist allerdings schon ziemlich lange her. Ich fands damals gut!
    Viel besser allerdings gefällt mir Das Damengambit, das ich ja erst kürzlich gelesen habe. War die Serie schon genial, steht das Buch dem in nichts nach <3

    Für das neue Thema hab ich schon angefangen *lach* Ich kann da immer nicht abwarten und muss sofort meine Ideen austesten xD

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Ascari

      Sorry, ich hab eh überlegt, ob ich nen kurzen Kommentar bei Tanja schreibe, aber dann dachte ich mir, ich “überziehe” ja nicht so lang, das wird schon 😀 …

      Beim Damengambit bin ich eh noch am Überlegen, die Netflix-Serie hab ich gern geschaut – und ja, ich hab damals geschaut, wo das Buch zu bekommen ist und war dann ganz erstaunt, dass es zu dem Zeitpunkt damals keine deutsche Fassung des Buchs gab.

      Das neue Thema erinnert mich übrigens an eines meiner alten Letterings, das würde auch dazu passen 😀 …

      Liebe Grüße
      Ascari

  • Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee

    Hallo liebe Ascari,

    ich hätte die Buchstaben auf jeden Fall auch zumindest mit Bleistift vorgeschrieben. Aber sie abzupausen ist natürlich auch eine gute Idee, um sie möglichst mittig in den Feldern zu platzieren.

    Die Schachnovelle sagt mir was vom Titel. Gelesen habe ich das Buch nie. Das Damengambit habe ich allerdings als Serie gesehen. Hast du vor die Schachnovelle oder das Damengambit zu lesen?

    Deine Interpretation des Titels gefällt mir sehr. Ich finde man hätte den Titel kaum besser in ein Lettering verpacken können. Eine richtig geniale Idee von dir!

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • Ascari

      Hallo Tanja!

      Ich glaub, die “Schachnovelle” ist DER Klassiker von Stefan Zweig 😀 … Die Serie zu “Das Damengambit” fand ich durchaus spannend, es ist also nicht ausgeschlossen, dass das Buch dazu irgendwann mal in meinen Einkaufskorb “hüpft”.

      Liebe Grüße
      Ascari

  • Leni von Meine Welt voller Welten

    Huhu liebe Ascari,

    ich finde es richtig genial, dass du beim Lettering auch einen aktuellen Trend – “Schach” – mit aufgegriffen hast. Das passt total zum Thema.

    Das Schachbrett ist dir so gut gelungen. Schlicht, gleichmäßig und modern.
    Die klassische Schrift, die du verwendet hast, empfand ich als sehr passend. Die Schriftart wird momentan ja in den meisten Büchern, Zeitschriften & Co verwendet und auch die Buchstaben auf der Laptop/Computer-Tastatur sehen so aus. Passender geht praktisch gar nicht. 😉

    Die Schachnovelle sagte mir bisher gar nichts, aber der Klappentext klang sehr interessant. Schach an sich, find ich bereits sehr spannend, weshalb ich das Damengambit mit viel Freude angesehen habe.

    Ganz liebe Grüße
    Leni

    • Ascari

      Danke dir! Ich bin ja ganz begeistert, dass ich in der Zwischenzeit herausgefunden habe, dass die Geschichte jetzt wieder neu verfilmt wurde 🙂 .

      Liebe Grüße
      Ascari

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