Handlettering

Handlettering der Buchblogger / 07.2021

Der Juli verspricht uns ein lustiges und abwechslungsreiches Thema, wobei ich wieder ein gewisses Déjà-vu hatte, vo wegen “Hatten wir das nicht schon mal”. Wenn ich Zeit finde, muss ich mal nachsehen, wie das Thema lautete, zu dem ich meinen Fenriswolf gezeichnet habe … Ich gebe zu, ich habe mich zunächst ein bisschen geplagt, aber wozu gibt’s denn das Internet auf der Suche nach Inspiration 😺.

Das Thema lautete:
Zeig uns ein literarisches Tierlettering (z.B. einen tierischen Buchcharakter, einen tierischen Buchtitel)

Ich habe mich deswegen dann für ein Buch entschieden, wo ich gestehen muss, dass ich seinerzeit nur den Film gesehen habe, den aber auch sehr herzerwärmend umgesetzt fand. Irgendwann muss ich das Buch aber trotzdem noch lesen, einfach um herauszufinden, was der Film alles weggelassen hat.

Okay, welches Buch ist es? Darum geht’s:

Die komische und manchmal abenteuerliche Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft

Millionenfach hat sich der Roman “Bob der Streuner” von James Bowen bereits verkauft. Ein modernes Märchen: Der Obdachlosigkeit entkommen, schlägt James sich als Straßenmusiker durch. Als er eines Abends einen abgemagerten, streunenden Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Und mehr noch: Während er den Streuner aufpäppelt, entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Kater Bob will nämlich keineswegs zurück in die Freiheit. So, wie James dem Kater Bob seine Lebenskraft zurückgibt, so füllt das samtpfötige Wesen James´ Leben wieder mit Sinn – und jeder Menge witziger Anekdoten.

Bobs Fellfarbe hat mich fast zwangsläufig zu den Farben des Letterings inspiriert, dieses Rotbraun wollte ich auch in meinen Buchstaben gespiegelt sehen. Gleichzeitig habe ich mich für eine Schrift entschieden, die ein bisschen aus der Reihe tanzt, wo die Buchstaben ein bisschen eigenwillig geschwungen und gebogen sind – so stelle ich mir Bob in seinem Wesen jedenfalls vor.

Aus demselben Grund wusste ich auch, dass ich unbedingt Pfotenabdrücke drin haben wollte. Bob ist ja auch ein Racker, der seinen eigenen Willen hat und dann mal eben einfach über das Papier läuft, gerade wo er direkt von einer Tour auf der Straße kommt, um sich bei James sein Fressen abzuholen 😺 .

Gearbeitet habe ich wieder ganz schlicht, mit meinen Stabilostiften, vorgezeichnet habe ich aber die Pfotenabdrücke, damit sie halbwegs im selben Abstand über das Papier verteilt sind. Ganz am Ende habe ich mit meinem weißen Uniball noch weiße Punkte auf die Buchstaben gemacht, um die Fellfarbe ein bisschen mehr anzugleichen, deswegen sind sie auch mal größer, mal kleiner, mal weiter, mal enger zusammen.

Na, wer von euch kennt das Buch? Bzw. hat selbst so einen Bob zuhause? 😸

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8 Kommentare

  • Aleshanee

    Huhu!

    Oh wie schön, du hast auch ein Buch mit einer Katze <3
    Von dem Buch hab ich schon viel gesehen, hatte es mir aber nie näher angeschaut muss ich gestehen…wobei die Geschichte tatsächlich sehr schön klingt.

    Deine Umsetzung mag ich sehr, vor allem auch die Gedanken dahinter zu der Schrift passend zum Charakter von Bob 😀 Auch die Fellfarben und vor allem die Pfotenabdrücke mag ich sehr! Einfach mal drübergelaufen, so typisch *lach*
    Ein ganz tolles Handlettering zum Thema von dir!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Ascari

      Hi!

      Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, eine Zeit lang war dieses Buch extrem beliebt. Es hat ja nicht umsonst dann auch noch einige Nachfolgebände dazu gegeben :)) …

      Liebe Grüße – und danke 🙂
      Ascari

  • Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee

    Hallo liebe Ascari,

    ahh, Bob der Streuner <3 Ich habe sowohl das Buch gelesen, als auch den Film gesehen. Die Geschichte war sooo toll. Ich freue mich gerade sehr, dass du dich für diesen Titel entschieden hast <3

    Ich finde es immer spannend zu lesen, was für Gedanken du dir rund um das Bild gemacht hast. Da passt einfach alles. Dass du versucht hast, den Charakter von Bob anhand der Schriftform einzufangen, finde ich schon sehr genial. Die Farbe Braun passt natürlich perfekt, wenn man sich mal das Fell von Bob anschaut und die Tatzen sind das Highlight oben drauf. Das war geniael Idee von dir :o)))))))))

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • Ascari

      Hi!

      Hast du die Nachfolgebücher auch gelesen? Wenn ja, wie waren die?
      Ich fand den Film damals eigentlich nur lieb, das war so ein richtiger Überraschungshit für mich, weil ich eigentlich gar nicht genau wusste, worum’s da geht, ehe ich ihn mir angeschaut habe 😀 .

      Liebe Grüße
      Ascari

  • Gabi

    Liebe Ascari,
    ich kenne Bob nicht, weder als Buch noch als Film. Klar, den Namen hab ich schon gehört, aber welche Story dahinter steckt, weiß ich nicht. Deshalb dachte ich auch zuerst, die Schrift wäre aus Stricken gemacht, die vielleicht was mit dem Buchinhalt zu tun haben. Ein festgebundener Bob zum Beispiel, der immer wieder entkommt.
    Mit Deiner Erklärung wurde es dann offensichtlich, dass es Bobs Fell entspricht.
    Die Umsetzung in Kombination mit den Pfotenabdrücken finde ich sehr gelungen!
    Und ich erinnere mich, dass Du zu “Unter Wölfen” ein Wolfsgebiss in die Schrift eingearbeitet hast, also das tierische Thema schon mal verwendet hast. Ein Fenriswolf war das aber wohl nicht ….
    Liebe Grüße
    Gabi

    • Ascari

      Hallo Gabi!

      Ich hab in der Zwischenzeit nachgesehen, den Fenriswolf hab ich gezeichnet, als das Thema “Lettere ein Fantasy-Wesen” lautete. War also knapp vorbei .. 😅
      Die Geschichte solltest du dir unbedingt mal anschauen, ich weiß, die Story klingt ein bisschen kitschig, aber ich fand den Film damals wirklich gut umgesetzt. Er hat nämlich sehr ruhig und wenig emotional die Geschichte rund um James und Bob erzählt.

      Liebe Grüße
      Ascari

  • Dana -Bambinis Bücherzauber

    Hallo Ascari 🙂
    Ich finde dein Lettering total toll und mit der kleinen Erklärung dazu, wird es gleich noch mal viel stimmiger. Wie die Pfoten da so durch den Schriftzug laufen, mag ich sehr, auch dass die Buchstaben dabei teilweise ein wenig überdeckt werden. Das scheint ja auch zu dem Kater zu passen. 🙂 Und die Buchstaben dann in etwa in der Fellfarbe zu machen, finde ich auch eine tolle Idee. Es schaut einfach total toll aus!! Und ist damit zumindest auch ein bisschen animalprint, das hat so richtig irgendwie ja sonst keiner von uns gemacht. 😀 Ich hatte das zwar als erste Idee im Kopf, hab dann aber auch was anderes gemacht.
    Das Buch selbst kenne ich nicht. 😉
    Liebe Grüße
    Dana

    • Ascari

      Hi!

      Ich gebe zu, auf die (bewusste) Idee eines Animal-Prints bin ich auch nicht gekommen 😀 😀 … Aber in letzter Zeit ziehe ich es ja vor, eher schlichtere Letterings zu zeichnen, deswegen hatte ich die Idee mit den Pfoten über der Schrift eigentlich fast als erstes 🙂 .

      Liebe Grüße
      Ascari

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