Handlettering

Handlettering der Buchblogger / 09.2020

Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, aber – ich hab das “Handlettering der Buchblogger” in den letzten zwei Jahren doch vermisst. Natürlich ist mir bewusst, dass die Saure-Gurken-Zeiten bald wieder anbricht (Lang ist es zum Beginn des neuen Semesters ja nun nicht mehr), aber zumindest im Moment habe ich noch die zum Zeichnen notwendige Zeit.

Tanja und Leni stellen nach wie vor jeden Monat zum 15. eine neue Zeichnung zu dem Thema online, das sie im Monat vorher auf ihren Blogs bekannt gegeben haben. Solltet ihr ihre Zeichnungen nicht kennen, schaut mal vorbei! Aber zurück zum September.

Das Thema lautete:
Zeig uns ein Lettering mit Bezug zu den Themen “Literatur und Musik”

Ich habe die Vorgabe ein bisschen freier interpretiert. Da in diesem Monat bei mir ja auch der #femtember läuft, wo ich mich auf Bücher aus dem Sherlock Holmes-Universum konzentriere, war ganz klar, dass ich auch dazu eine Verbindung herstellen wollte.

Zuerst dachte ich an eine Violine, nona, da es ja Sherlocks Instrument ist, aber es sollte ja auch der Bezug zu einer Frau gegeben sein … Der zündende Gedanke kam mir, als ich an die Figur der Irene Adler dachte. Sie kommt zwar nur ein einziges Mal im klassischen Kanon vor, wird aber als Opernsängerin eingeführt. Darüber hinaus hat Doyle sie als eine Frau dargestellt, der es tatsächlich gelingt, Holmes auszutricksen – schon deswegen hat sie in Fan-Kreisen einen Ehrenplatz 🙂 .

Ich gebe zu, dass ich dieses Mal mir wieder eine Vorlage gesucht habe. Denn: Ich bin, was Musik angeht, sowas von eine Null. Weder kann ich Noten lesen, geschweige denn sie richtig schreiben … Das Motiv hatte von Anfang an einen Violinschlüssel dabei, der mir so richtig gut gefiel.

Auf die Idee, ihn an die Stelle des großen I von Irene zu setzen, kam ich allerdings erst, als ich merkte, dass mir bei den ersten Entwürfen zu dem Namen der Großbuchstabe einfach nicht gefiel. Entweder war das I zu groß, zu brav oder zu klein. Und es sollte eine kraftvolle, aber trotzdem weibliche Schrift sein – das war mir von Anfang an klar.

Bei der Umsetzung hab ich das Motiv dieses Mal mit einem Minen-Bleistift vorgezeichnet, damit “Irene” mit den Konturen schön rüberkommt. Beim Nachzeichnen mit den Finelinern hab ich zwar beim Violinschlüssel ein ganz klein wenig gepatzt, aber was soll’s. Da merkt man wenigstens, dass ich hier selbst Hand angelegt habe 😀 .

Nach dem Abfotografieren hab ich dann am Computer noch ein wenig mit dem Motiv herumgespielt, das mache ich ja gern, um herauszufinden, ob man aus dem Lettering noch etwas herausholen kann. Und habe dann gemerkt, dass mir der Schriftzug mit den invertierten Farben ebenfalls gefällt. Ihr dürft jetzt dann selbst entscheiden, was euer persönlicher Favorit ist … Gefällt euch schwarz auf weiß besser oder umgekehrt?

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9 Kommentare

    • Ascari

      Hi!

      Meiner Meinung nach is mir der untere Bogen des Schlüssels ein bissl misslungen, aber okay, wenn’s net so auffällt, ist es gut :D. Ich würde ja eh gern wieder mehr zeichnen, aber es ist halt schon zeitlich aufwendig … Naja, mal sehen, die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt, vielleicht komm ich in Zukunft wenigstens alle paar Monate mal dazu.

      Liebe Grüße und danke für dein Lob!
      Ascari

  • Janna | KeJas.Wortrausch

    Huhu meine Feine!

    Sehr schön *-* Ich mag beide recht gern, aber schwarz auf weiß etwas mehr (= ich hab auch ein paar Brush-Pens, aber irgendwie komme ich nie dazu, mich mal richtig mit Handlettering auseinanderzusetzen …

    Mukkelige Grüße!

    • Ascari

      Hi Janna!

      Also, wenn’s dir ein Trost ist, ich verwende meine Brush Pens auch nicht sehr viel. Das ist wieder so ein Ding, wo ich mir denke, als Rechtshänderin hätte ich es wohl einfacher … Aber Gott sei Dank gibt’s ja auch andere Stifte :).

      Ganz liebe Grüße,
      Ascari

        • Ascari

          Doch, doch, sind sie schon, das ist nicht der Punkt. Aber mit der linken Hand bewegst du den Stift einfach anders übers Papier, schiebst ihn mehr, als dass du ihn ziehst. Und das lässt die Stiftspitzen meines Wissens nach noch schneller ausfransen …
          Reine Linkshänder-Stifte sind selten. Ich besitze seit Juli meine erste Lamy-Füllfeder, weil es die mit einer eigenen Linkshänder-Feder gibt – und die gleitet auch für mich richtig schön weich übers Papier :).

          Dir auch ein schönes WE :))

  • Nico aus dem Buchwinkel

    Hey =)

    Mir gefallen beide Schriftzüge sehr gut, invertiert vielleicht noch minimal besser. Bei deinen Bildern habe ich direkt einen Ohrwurm bekommen, so viel zu der Verbindung mit Musik =) Und zwar von „Goodnight Irene“ von Brian Fallon. Ich finde das passt super zu deinem Handlettering.

    Liebe Grüße,
    Nico

    • Ascari

      Hi Nico!

      Okay, das lag jetzt nicht unbedingt in meiner Absicht 😀 …
      Ich hab aber natürlich gleich mal reingehört in das Lied, denn ich kannte es bisher gar nicht. Und ja, hat durchaus Ohrwurm-Charakter, da muss ich dir recht geben :).

      Liebe Grüße
      Ascari

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