Handlettering

Handlettering der Buchblogger / 09.2021

In diesem Monat tue ich zum allerersten Mal etwas, was ich bisher noch nie gemacht habe: Ich habe mir ein eigenes Thema gewählt. Ich habe mit dem Gedanken schon Anfang August gespielt, als noch nicht bekannt war, was das September-Thema von Tanja und Leni sein würde, aber die Idee verfestigte sich im Lauf des Monats zusehends. Der September steht ja zumindest ein bisschen bei mir unter dem Motto “Femtember” (Wer Nicos Aktion noch nicht kennt, bitte hier entlang), deswegen dachte ich mir, versuche ich mich dazu passend an einem Handlettering.

Nicos Logo legt ja das Niveau eh schon verdammt hoch, deswegen dachte ich mir, gehe ich es lieber ein bisschen spielerisch an. Das Ergebnis hat ein bisschen was von einem Comic, ich weiß, aber meine Fähigkeit, Gesichter zu zeichnen, ist nicht sonderlich ausgeprägt. Gleichzeitig hab ich mich bemüht, bewusst ein bisschen mit den Klischees zu spielen – aber seht selbst.

Ich habe dieses Mal zwei neue Stifte verwendet, die aus einem Set stammen, das ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe, die keine Verwendung dafür hatte. Das sind sogenannte Duomaler, die auf der einen Seite eine dünne, feine Spitze haben, auf der anderen eine dickere, konische Spitze. Dafür dass sie aus einem unserer österreichischen Schreibwaren-Diskonter stammen, malen sie erstaunlich gut und bluten auch nur wenig auf einem 80 Gramm Papier durch … Für die silbernen Akzente hab ich ganz schlicht meinen Uniball Signo verwendet.

Womit ich allerdings dieses Mal ein bisschen gekämpft habe, war das Fotografieren und Bearbeiten des Letterings am Computer. Auf dem Papier wirkt das Pink deutlich kräftiger und damit noch ein bisschen klischeehafter als auf dem Foto, das kommt so leider auf dem Bild nicht so ganz rüber.

Ich weiß, ihr könnt jetzt sagen, wieso ausgerechnet rosa, da denkt ja jeder sofort an Feminines. Das ist genau der Grund, warum ich das Rosa mit dem Schwarz kombiniert habe, um ein bisschen zu zeigen, dass jede Frau beides in sich vereint, also mal mehr, mal weniger dem entspricht, was so landläufig unter typisch weiblichen Eigenschaften verstanden wird. Das T habe ich ein wenig zum “Spiegel” umgearbeitet, dem Zeichen, das so häufig für Frauen verwendet wird. Und ich gebe zu, ins Innere ein Gesicht zu setzen, ist ein bisschen meinem Spieltrieb entsprungen 😁.

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13 Kommentare

  • Dana - Bambinis Bücherzauber

    Hallo Ascari 🙂
    Ich finde es gar nicht schlimm, dass du dir einfach ein eigenes Thema genommen bzw. es in Bezug zu der laufenden Aktion gemacht hast 🙂 So hat es ja dann trotzdem eine Bedeutung für dich und begleitet dich im September.
    Deine Gedanken, die du dir zu dem Lettering gemacht hast, hast du auch sehr nachvollziehbar beschrieben.
    Ich kann mit Pink persönlich ja nicht viel anfangen 😀 Aber klar, selbst wenn man nicht der Pinktyp ist, hat man vermutlich trotzdem irgendwas der “typischen Klischees” in und an sich. 😉
    Ich mag dein Lettering und besonders die Schriftart auf jeden Fall 🙂
    Liebe Grüße
    Dana

    • Ascari

      Hallo Dana!

      Ich kann dir versichern, dass ich Pink eigentlich auch nicht mag. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sie genau zu diesem Thema passt. Und ich vermute, wenn die Farbe nicht so sehr mit Weiblichkeit assoziiert würde (die Rosa-Hellblau-Falle), würde sie mir wahrscheinlich auch besser gefallen. Die Farbe selbst kann ja eigentlich nichts dafür … Abgesehen davon hat sie sich jetzt doch wieder bei mir bei meinen Schreibwaren eingeschlichen, weil Magenta die Farbe meines Masterstudiengangs ist 😀 😀 .

      Liebe Grüße
      Ascari

  • Aleshanee

    Huhu!

    Ja, du hattest es ja schon angekündigt und ich finde das Lettering wirklich toll! Grade natürlich das rosa/pinke für “uns Frauen” und im Gegensatz dann das schwarz. Die Idee mit dem Spiegel ist witzig und das Gesicht peppt das ganze nochmal auf, wodurch es auch lustig wirkt 🙂
    Sehr schön geworden!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • Dana - Bambinis Bücherzauber

      Hallo Ascari,
      eigentlich ist es wirklich interessant, wie sehr man sich von so vorgefertigten Klischees und Co beeinflussen lässt. Hätte nicht irgendwann mal jemand rosa und hellblau ausgewählt, sondern andere Farben, dan wäre es jetzt vielleicht ganz anders mit der Farbgebung 😉 Ich denke, meine Abneigung dagegen kommt auch etwas von dieser Prinzessin und kleines Mächen Assoziation mit der Farbe.
      Ich lauf jetzt auch nicht schreiend weg, wenn ich irgendwo rosa sehe 😉 Aber es ist eben einfach nicht so meins. ^^
      Magenta ist die Farbe deines Studienganges? -grübel-
      Liebe Grüße
      Dana

      • Petrissa

        Hallo Ihr Beiden,

        Rosa ist erst seit Anfang des letzten Jahrhunderts eine Mädchenfarbe. Davor war es eine Jungenfarbe. Also Abstammung von Rot und Rot war/ist ja die Farbe der Herrscher, also der Männer. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, dann auch, weil es tuer war, Rot und Purpur herzustellen.

        Ich liebe rosa, obwohl ich es wegen meinen roten Haaren nicht anziehen kann. Kommt natürlich immer auf den Farbton an. Kitischig mag ich es auch nicht.

        Ich habe als Kind sowohl mit Autos als auch mit Puppen furchtbar gerne gespielt, daher ist mir das rosa/blau schnurz egal. Und nur weil es ein paar (ok, weil es viele) blöde Menschen gibt, will ich mir das nicht wegnehmen lassen. Manchmal ist mein Eindruck, dass Frauen sich bewusst gegen Rosa entscheiden, nur um nicht mit den dummen Leuten in einen Topf geworfen zu werden. Aber dadurch lassen sie sich auch was wegnehmen und beeinflussen.

        Dein Bild, liebe Ascari, gefällt mir gut. Und ich mag (ganz mädchenhaft, bewerft mich nicht mit Tomaten) das Rosa.

        Liebe Grüße
        Petrissa

        • Ascari

          Liebe Petrissa!

          Ich hatte früher mal ein rosafarbenes Sommerkleid, was ich auch ganz gerne angezogen habe. Allerdings ist es wohl gerade in meinem beruflichen Umfeld mit der Zeit immer weniger geworden, weil ich fürchte, dass einen auch Männer nicht für voll nehmen, wenn man sich zu viel mit Pink umgibt. In dem Fall fand ich “Natürlich blond”, den Film mit Reese Witherspoon, ja auch immer klasse, weil er so gekonnt mit diesen typisch weiblichen Klischees spielt – und sie aushebelt.
          Der historische Aspekt war mir dabei aber auch nicht bewusst, danke für die Aufklärung!

          Und von mir gibt’s ganz sicher keine Tomaten, keine Angst! 😂

          Liebe Grüße
          Ascari

      • Ascari

        Liebe Dana!

        Alles roger, ich dachte mir schon, wo deine Antwort hingehört 🙂 .
        Ja, es ist so eine Art Magenta-Farbton, ein wenig dunkler vielleicht. Jetzt liegen ein entsprechend farbiges Notizbuch (als Bujo) und ein Büro-Ordner in der Farbe hier auf meinem Schreibtisch … 😅

        Liebe Grüße
        Ascari

  • Leni von Meine Welt voller Welten

    Huhu Ascari,

    ich finde es ja cool, dass eigene Inspirationen mit in die Aktion gebracht werden. Die Femtember Aktion von Nico hat mir bisher noch nichts gesagt, aber die Idee ist ziemlich cool. Auch das Wortspiel gefällt mir sehr.

    Was du aus dem Wort gemacht hast in deinem Lettering, finde ich klasse. Mir sagt die Idee zu, dass du zeigen wolltest, dass Frauen mehr in sich vereinen können. Auch deine Idee für das “T” ist dir sehr gelungen. Es sind viele geschickte und detailreiche Spielereien. Ich finde die silbernen und schwarzen Striche in den Buchstaben auch toll. Das macht das Gesamtbild noch runder.

    Vielen Dank für diesen schönen und kreativen Beitrag. ♥

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

    • Ascari

      Liebe Leni,

      die Idee war für mich irgendwie naheliegend, weil ich gerade das nagelneue siebte Buch aus der “Enola Holmes”-Reihe lese. Da ist die Hauptfigur ja ein junges Mädchen, dass sich von ihren älteren Brüdern nichts vorschreiben lassen will, sich aber trotzdem für zum Teil sehr weibliche Dinge wie Mode interessiert 🙂 .

      Liebe Grüße
      Ascari

  • Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee

    Hallo liebe Ascari,

    ich finde es klasse, dass du diese Aktionen miteinander verbunden hast.

    Dein Lettering gefällt mir sehr. Ich mag es, wenn man einer Zeichnung alleine durchs Betrachten noch eine Botschaft entnehmen kann. Das ist in deinem Fall mehrfach geglückt. Zum einen durch die Farbwahl, dann aber auch durch das T, dass zugleich das Symbol für “Frau” darstellt.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

    • Ascari

      Liebe Tanja,

      danke dir! Es freut mich, wenn man erkennen kann, was ich gezeichnet habe, ganz sicher bin ich mir da ja nie. Deswegen immer meine Erklärungen, weil ich weiß, dass meine Letterings nicht immer so eindeutig interpretierbar sind. Wobei: Beim nächsten Mal wird es wohl wirklich kaum Erklärbedarf geben – ich bin dieses Mal schon fertig mit dem Oktober 😀 😀 .

      Liebe Grüße
      Ascari

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