Ich bin Betaleserin bzw. Korrektorin!

Habt ihr schon mal einen dieser beiden Jobs gemacht? Oder vielleicht auch beide? Ich mache aktuell grad beides, deswegen kann ich das nicht mal in meinem Bücherstatus vermerken. Aber ich schreibe es jetzt hier, damit ihr euch nicht wundert, warum es jetzt noch eine weitere Woche wahrscheinlich recht still sein wird :).

Was macht ein Betaleser?
Ich gebe zu, ich weiß es jetzt nicht 100%ig genau, woher der Ausdruck kommt, aber ich vermute, es hat etwas mit Betatestern zu tun :). Also mit Leuten, die zum Beispiel eine Software oder ein Produkt auf Herz und Nieren testen, bevor sie oder es auf den Markt kommt. In meinem Fall durfte ich also ein Buch vor seinem Erscheinungstermin lesen und meine Anmerkungen und Ideen dazu abgeben.

Dies ist übrigens ein Fall, wo ich mir wieder einmal gedacht habe, dass so etwas digital wirklich leichter geht als auf die klassische Art. Da mein Sony Notizen ja ebenfalls als Lesezeichen abspeichert, bin ich am Ende einfach alle Lesezeichen durchgegangen und habe alles per Mail übermittelt, was mir aufgefallen ist.

Was macht ein Korrektor?
Die Wiki kann das wie immer am besten erklären: “Ein Korrektor (lateinisch corrector ‚Berichtiger‘) ist eine Person, die Druckvorlagen hinsichtlich Rechtschreibung, Grammatik, Typografie, Stil und sachlicher (jedoch nicht inhaltlicher) Richtigkeit überprüft und Fehler zur Korrektur anzeichnet. Er gehört verlagsorganisatorisch zur Setzerei, nicht zur Redaktion.”

Okay, bei einem Verlag arbeite ich jetzt natürlich nicht und Germanistik hab ich jetzt auch nicht studiert, aber ich war immer sehr gut darin, Fehler anderer Leute zu finden ;). Und ich bilde mir ein, auch gute Deutschkenntnisse zu haben, deswegen habe ich mich bereiterklärt, auf Fehlersuche zu gehen. Eine besondere Herausforderung ist in diesem Fall die Aufgabe, die Geschichte in alter Rechtschreibung (also der vor 1996) zu setzen, ss und ß sind die beliebtesten Dinge, die ich da ausbessern darf.

Wobei ich mittlerweile froh bin, dass wir die alte Rechtschreibung aufgegeben haben. In manchen Dingen ist sie tatsächlich nur unlogisch: Hassen, aber er haßt bzw. er hat gehaßt? Brrrr! Einfach ist wirklich etwas anderes.

Ihr seht also, ich bin fleißig am Lesen, aber ich kann nicht konkret berichten, was ich lese. Ich möchte ja niemandem die Spannung verderben und nachdem ich nicht weiß, wieviel ich eigentlich überhaupt darüber berichten darf, lasse ich es lieber, allzu sehr ins Detail zu gehen. Wenn die Bücher dann aber erschienen sind, werde ich natürlich nochmal eine Rezension verfassen und dann darauf eingehen, dass ich sie vorablesen durfte :).

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7 Gedanken zu „Ich bin Betaleserin bzw. Korrektorin!

  1. das klingt ja sehr interessant! gar kein schlechter job, bei dem man lesen darf/soll, für so eine leseratte, oder?! ich stelle mir das jedenfalls ziemlich aufregend vor (korrigier mich, wenn ich falsch liege)!
    dann mal viel spass noch und auf ein baldiges wiederlesen. ich bin gespannt, um welche (sach-)bücher es sich handelt und ob mich das thema auch interessieren würde…
    glg vom monerl

  2. Hey 🙂
    Viel Spaß dabei! Ich habe auch schon für Freunde Texte testgelesen und korrigiert. Vor allem bei Schulaufsätzen wenden sich manche an mich. Wenn man viel schreibt und viel liest hat man eher ein Gefühl für die richtige Schreibweise ;-D

    Auch für einen selbst ist es eine sehr gute Erfahrung und Übung!

    Liebe Grüße
    Souci

  3. Hallo monerl!

    Naja, es hat seine Vor- und Nachteile :). Privat liest man ein Buch in dem Tempo, in dem man mag. In dem einen Fall hier hatte ich eine Art Abgabetermin, das ist auch etwas anders als sonst … Aber ich hab es rechtzeitig geschafft :). Was ich daran mag, ist ganz klar das "Ich darf's vor den anderen lesen". Man fühlt sich schon ein ganz kleines bisschen vie ein Lese-VIP :D.
    Wie gesagt, wenn die Bücher veröffentlicht sind, werde ich drauf hinweisen, dann kannst du dir ein Bild machen, ob sie was für dich sind :).

    Liebe Grüße zurück
    Ascari

  4. Hallo Souci!

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mein Sprachgefühl durchs Lesen bekommen hab. Hab ja schon als Kind einen Leseausweis in einer unserer örtlichen Büchereien gehabt und war da schon ziemlich bald Stammgast :).
    Obwohl ich denke, dass es heute schwieriger geworden ist, mit Büchern gutes Deutsch zu lernen. Es passiert mir gerade bei Zeitungen immer öfter, dass ich schmerzhaft das Gesicht verziehe, weil ich mir denke, dass manche Sätze a) einfach keinen Sinn ergeben und b) der Korrektor dort wohl einfach geschlafen hat …

    Liebe Grüße
    Ascari

  5. Hallo Lara!

    Naja, ich glaube, die passendste Antwort ist semiberuflich :D. Diese beiden Bücher hab ich privat gelesen bzw. korrigiert, aber ich helfe schon auch mal in der Arbeit den Kollegen bei ihren Texten :).
    Und ja, ab und zu ist es schon ein wenig Überwindung, weil ich das ja noch neben meiner Arbeit mache, also am Wochenende und am Abend, da erfordert es gelegentlich schon mal einen kleinen Tritt in den A…, dass ich mich aufraffe ;).

    Liebe Grüße
    Ascari

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