Kindle Unlimited im Test Teil 2

Ihr Lieben, ich habe es euch vor gut einem Monat schon angekündigt, aber jetzt kommt er endlich, der zweite Teil meines Kindle Unlimited Tests! Interessanterweise bewirbt Amazon sein Prime-Angebot deutlich aggressiver, aber da ich nicht zu denjenigen gehöre, die dort übermäßig oft bestellen, habe ich mir das Angebot für uns Vielleser angesehen 🙂 …

 

Wie leihe ich Bücher?

Da der erste Monat gratis ist, habe ich versucht, in dieser Zeit möglichst viele unterschiedliche Bücher zu leihen und zu lesen. Das hat im Großen und Ganzen eigentlich auch sehr gut geklappt, alle Bücher, die mit dem Button “kindleunlimited” versehen sind, kann man ohne Probleme in sein “Inventar” übernehmen und von dort aus auf Handy, Tablet oder Kindle Reader übertragen.

Dazu klickt man einfach bei dem entsprechenden Buch auf “Kostenlos lesen” – fertig. Danach wird man gefragt, ob man den Einkauf im Kindle Shop fortsetzen will oder seine ausgeliehenen Bücher anschauen möchte. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, das Buch auf ein anderes Gerät als das Standard-Lesegerät zu übertragen.

Wo finde ich meine geliehenen Bücher?

Wenn man von einer anderen Seite kommt, findet man seine geliehenen Bücher am schnellsten, wenn man im Menü im dunklen Kopfbereich rechts oben auf “Mein Konto” und dann auf “Mein Kindle Unlimited” geht.

Bis zu zehn Bücher kann man so gleichzeitig ausleihen, wenn man möchte, ich habe es allerdings während des Probemonats nie ganz ausgereizt, gebe ich zu. Es passiert wirklich selten, wenn ich mehr als zwei oder drei Bücher gleichzeitig anfange, daher hatte ich auch nie so viele verschiedene Bücher ausgeliehen.

Wie sieht mein Bücher-Inventar aus?

Die ausgeliehenen Bücher zeigt Amazon schön ordentlich in einer Reihe an und stellt auch noch gleich ein paar Möglichkeiten zum Sortieren und zum Anzeigen zur Verfügung. Da ich wie gesagt allerdings nicht so viele Bücher in meinem Inventar hatte, habe ich diese Funktionen nicht genutzt.

 

Was kann ich mit den geliehenen Büchern tun?

Kommen wir jetzt zu dem Punkt, der mich beim Testen irritiert hat. Amazon stellt einem für jedes Buch drei Aktionen zur Verfügung: “Liefern”, “Rücksendung” und “Bitte lesen”. Was das bedeutet, hat sich mir eigentlich dann erst durchs Ausprobieren erschlossen, muss ich gestehen.

Beim Punkt “Liefern” kann man sich aussuchen, an welches Gerät das Buch geliefert werden soll. Das heißt, wenn man auf seinem Handy oder Tablet die Kindle-App nutzt, kann man das Buch auch an eines der genannten Geräte schicken lassen.

Mit “Rücksendung” ist schlicht und einfach die Rückgabe des Buches gemeint. Ehe man das Buch wirklich zurückgibt, weist einen Amazon allerdings noch darauf hin, dass die Notizen und die zuletzt gelesenen Seiten gespeichert werden, falls man das Buch noch einmal ausleihen oder kaufen möchte.

“Bitte lesen” war für mich schlussendlich die größte Überraschung, das gebe ich zu, da ich irgendwie nicht mitbekommen habe, dass es bei Amazon mittlerweile einen sogenannten Cloud Reader gibt. Vereinfacht heißt es, dass man nun alle geliehenen und gekauften Bücher auch online im Browser lesen kann. Ich bin zwar kein großer Fan davon, direkt am Rechner zu lesen, aber es funktioniert ohne Probleme :). Genau wie man es auch von den Geräten kennt, hat man Zugriff auf seine Lesezeichen und Amazon weiß auch, wo man zu lesen aufgehört hat.

Einen Wermutstropfen hat die Sache dennoch: Für externe Dokumente (Bücher?), die man zum Beispiel per Mail auf seine Lesegeräte übertragen kann, funktioniert das nicht …

Mein Fazit

Man merkt, dass Amazon sich hier Mühe gegeben hat, ein gut zu bedienendes System zu schaffen und dem Nutzer alles in die Hand zu geben, was er zum Lesen braucht. Lediglich die etwas merkwürdigen Menüpunkte bei den aufgelisteten Büchern sollte man meiner Meinung nach sinnvoller benennen (Ob das ein Übersetzungsfehler ist?).

Bleibt noch die Frage nach den Büchern, die man sich bei Amazon ausleihen kann: Wer viel Belletristik liest und Genres wie Liebe, Fantasy oder Krimi mag, hat reichlich Auswahl. Bekannte Namen findet man aber eher wenige, nach wie vor wird der deutsche Markt hier von Selfpublishern und jungen Autoren bedient, die erste Leser für ihre Werke suchen. So manche Perle lässt sich damit finden – genauso aber auch jede Menge Texte, wo ich mir nicht sicher bin, ob sie den Stempel “Literatur” wirklich verdient haben …

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