Rezension Thomas Brezina – Schatten der Zukunft

Thomas Brezina ist ein Phänomen. So gut wie alles, was er anfasst, wird in irgendeiner Form bei uns in Österreich zu (Verkaufs)Gold. Aus diesem Grund verwundert es auch nicht, dass es nun neben dem Sachbuch “Tu es einfach und glaub dran” ein weiteres Abenteuer der erwachsenen Knickerbocker-Bande gibt.

“Schatten der Zukunft” setzt dort an, wo “Alte Geister ruhen unsanft” geendet hat, nämlich bei den losen Fäden aus dem ersten Band (Meine Rezi dazu findet ihr hier). Denn der unbekannte Gegner, der unseren vier Helden schon in “Alte Geister” zugesetzt hat, ist noch immer aktiv und verfolgt seine Ziele hartnäckig …

Der Klappentext:

Die Zukunft wirft tödliche Schatten

20 Jahre des Schweigens sind vorbei und Lilo, Axel, Poppi und Dominik sind wieder vereint. Nach ihren Erlebnissen auf Canon Island vereinbaren sie ein Treffen in New York. Es soll eine unvergessliche Zeit werden.

Doch einen Tag vor dem geplanten Wiedersehen verändert sich für die vier schlagartig alles:
In New York wird eine Tür aufgerissen und Dominik erhält die Chance seines Lebens.
In der Nähe von Graz öffnet Poppi eine Tür und sieht dahinter ihren schlimmsten Albtraum.
In Wien wird eine Tür aufgesperrt und eine grausame Rache gegen die vier nimmt ihren Lauf.
In San Diego geht eine Tür auf und ihr alter Gegenspieler Hermes verfolgt einen schrecklichen Plan.

Die Knickerbocker kämpfen um ihre Karriere, um ihr Leben – und um die Liebe!

Meine Meinung:

Lilo, Axel, Dominik und Poppi haben ihr Abenteuer aus “Alte Geister ruhen unsanft” wohlbehalten überstanden. Aber trotzdem ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn der Feind ist nicht geschlagen, ganz im Gegenteil.

Davon bemerken unsere vier Helden zunächst allerdings nichts, als sie sich auf den Weg machen, um der Einladung von Dominik Folge zu leisten. Die erste Überraschung erfolgt bereits auf dem Weg zum Flughafen, denn es geht nicht nach New York, sondern nach London, wo Dominik für eine Rolle vorsprechen soll.

Kaum angekommen, passieren bereits die ersten merkwürdigen Ereignisse, Poppi findet bei sich einen USB-Stick, der ihr offensichtlich am Wiener Flughafen zugesteckt wurde. Kaum an Lilos Computer angesteckt, nimmt das Verhängnis ihren Lauf – und die Freunde sind bereits wieder mitten drin in einem neuen Abenteuer …

Im Vergleich zu “Alte Geister ruhen unsanft” wird der Leser hier deutlich schneller in die neue Geschichte gezogen, was dem Roman meiner Meinung nach wirklich guttut. Keine Rückblende mehr auf vergangene Ereignisse, die in Teil 1 zwar notwendig war, die aber auch den Start in das Buch merklich ausgebremst hat. Brezinas Schreibstil ist zwar noch immer recht einfach, aber es machte mir hier weniger aus als beim ersten Mal, da ich nun wusste, was mich erwartete.

Die Geschichte nimmt sehr zügig Fahrt auf, Brezina greift lose Enden aus dem ersten Teil auf und führt sie in diesem Buch weiter. Der Leser bekommt nun deutlich mehr Einblick in das Leben des Antagonisten, auch wenn für mich noch immer im Dunkeln blieb, was ihn eigentlich dazu antreibt, so gezielt das Leben der Knickerbocker ruinieren zu wollen (Aber wer weiß, vielleicht erfahren wir das ja im nächsten Band).

Auf jeden Fall beweist Brezina, dass er sein Ohr am Puls der Zeit hat, was unsere vier Helden angeht. Details verrate ich jetzt absichtlich nicht, weil das ein Spoiler wäre, aber ich habe das als durchwegs positiv empfunden, da ich davon ausgehe, dass Brezina mit den neuen Büchern noch immer eher jüngere Leser anzieht, obwohl die Knickerbocker erwachsen geworden sind.

Ein klein wenig verwirrend fand ich dieses Mal die verschiedenen Nebenfiguren auf der Seite des Antagonisten, dies könnte aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass ich leider sehr wenig Zeit zum Lesen hatte, das Buch daher immer wieder für längere Zeit zur Seite legen musste. Manche Details waren daher beim Weiterlesen einfach nicht mehr so präsent in meinem Kopf …

Das Ende und damit die Auflösung kam für meinen Geschmack ein bisschen schnell, allerdings serviert uns Brezina noch einen relativ langen Teil “drei Monate danach”, der es dann wieder ruhiger angehen lässt und noch weitere Fragen beantwortet.

Auf den letzten Seiten legt Brezina außerdem sehr geschickt das Fundament für einen nächsten Teil, besonders ein bestimmtes Ereignis schreit nach einer Fortsetzung. Lassen wir uns also überraschen, ob nächstes Jahr um diese Zeit ein weiterer Teil der beliebten Buchreihe in den Buchläden liegen wird.

Mein Fazit:

Im Vergleich zu “Alte Geister ruhen unsanft” wirkt “Schatten der Zukunft” in sich stimmiger und flüssiger erzählt. Knickerbocker-Fans werden daher auch diesen Band bestimmt mögen, denn Brezina greift einiges auf, was in Teil 1 unbeantwortet geblieben ist.

  • ★★★★
  • Gebunden
  • 400 Seiten
  • Ecowin
  • 978-3711001801
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Rezension Ryder Carroll – The Bullet Journal Method

Ich gebe zu, ich habe mit einer gewissen Spannung diesem Buch entgegengefiebert. Auch wenn ich mittlerweile schon einige Bücher zum Thema “Bullet Journal” gelesen habe, war ich doch neugierig, was gerade der Erfinder selbst zu seinem System zu sagen hat.

Aus diesem Grund habe ich auch nicht lange gezögert, als die englische Ausgabe endlich zu haben war, der Preis hat das Seine dazu beigetragen, mich wieder einmal für das E-Book zu entscheiden.

Der Klappentext:

For years Ryder Carroll tried countless organizing systems, online and off, but none of them fit the way his mind worked. Out of sheer necessity, he developed a method called the Bullet Journal that helped him become consistently focused and effective. When he started sharing his system with friends who faced similar challenges, it went viral. Just a few years later, to his astonishment, Bullet Journaling is a global movement.

“The Bullet Journal Method” is about much more than organizing your notes and to-do lists. It’s about what Carroll calls “intentional living:” weeding out distractions and focusing your time and energy in pursuit of what’s truly meaningful, in both your work and your personal life. It’s about spending more time with what you care about, by working on fewer things. His new book shows you how to…

• Track the past: Using nothing more than a pen and paper, create a clear and comprehensive record of your thoughts.

• Order the present: Find daily calm by tackling your to-do list in a more mindful, systematic, and productive way.

• Design the future: Transform your vague curiosities into meaningful goals, and then break those goals into manageable action steps that lead to big change.

Carroll wrote this book for frustrated list-makers, overwhelmed multitaskers, and creatives who need some structure. Whether you’ve used a Bullet Journal for years or have never seen one before, “The Bullet Journal Method” will help you go from passenger to pilot of your own life.

Meine Meinung:

Jetzt ist es da, das Buch, auf das wahrscheinliche viele aus der Bujo-Community schon recht lange gewartet haben: “The Bullet Journal Method” aus der Feder von Ryder Carroll.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, die Ryder “The Preparation”, “The System”, “The Practice”, “The Art”und “The End” nennt. Um den – nennen wir es: technischen – Teil geht es in Abschnitt 2, wo Ryder seinen minimalistischen Ansatz, ein Bullet Journal zu führen, beschreibt. Wer sein Erklärvideo auf der Website gesehen hat: “The System” ist quasi das Video in Buchform, nur etwas ausführlicher.

Die Dinge, die ich in anderen BuJo-Ratgebern schmerzlich vermisst habe, etwa Erklärungen zur Migration oder Erklärungen zum Key, findet man hier genauso wie das, was in Ryders Augen das Herz eines Bullet Journals ausmacht: die vier Basismodule “Future Log”, “Monthly Log”, “Daily Log” und “Index”. Wer in diesem Zusammenhang auf der Suche nach Ideen für Layouts dieser Module ist, den muss ich leider enttäuschen. Da Ryder ausgemachter Minimalist ist, fokussiert er sich ausschließlich auf seinen Ansatz, der fast komplett ohne Zeichnungen, aufwändige Bilder und graphische Gestaltung auskommt.

In den übrigen Abschnitten beschreibt Ryder das Drumherum, mit denen man das Bujo dazu nutzen kann, sein Zeitmanagement, seine Lebenseinstellung und seine Produktivität zu verbessern. Neulinge in diesem Bereich werden damit sicher ihre Freude haben, denn Carroll erklärt dies alles mit einfachen und leicht verständlichen Worten, zum Teil in typisch amerikanischem Stil mit emotionalen Geschichten anderer Bullet Journal-Nutzer “garniert”.

Die Print-Ausgabe ist, wie ich in verschiedenen Videos gesehen habe, zum Teil wie ein Notizbuch gestaltet, in der E-Book-Ausgabe fehlt dies. Nachdem mir aber der Inhalt wichtiger war, konnte ich das problemlos verschmerzen. Ryders Englisch beinhaltete für mich zwar einige Fremdwörter, die ich nicht kannte, aber auch das war am E-Book-Reader kein Problem (Ein Hoch auf die Wörterbuch-Funktion).

Eines möchte ich für mich allerdings festhalten: Als mittlerweile leicht fortgeschrittenem Nutzer es mir nicht sooo viel Neues gebracht hat wie erhofft. Eigentlich hatte ich erwartet, dass Ryder etwas mehr darauf eingeht, wie er das Bujo entwickelt und was es ihm persönlich gebracht hat, aber dazu erzählt Ryder nur das, was eigentlich schon bekannt ist …

Stattdessen erklärt Ryder recht ausführlich, was seine Lebensphilosophie ausmacht: Es geht um Achtsamkeit, Ziele im Leben, Dankbarkeit, geistiges Entrümpeln, Unvollkommenheit, das Reflektieren über Dinge, die einem etwas bedeuten. Vieles, was Ryder in diesem Zusammenhang schreibt, fällt für mich ein klein wenig in die Rubrik “Hausverstand”, das muss aber natürlich nicht für jeden Leser gelten.

Zu jedem Thema stellt Ryder einen praktischen Ansatz vor, wie man seine Tipps im Bullet Journal in die Praxis umsetzen kann. Für jemanden, der wissen möchte, wobei Tracker, Collections und Listen helfen können, sicherlich sehr interessant. Für mich jedoch nicht ganz so nützlich, da mein Notizbuch mehr als Aufgaben-Planer und als Gedächtnisstütze dient als als Bullet Journal, wie es in der Community in der Regel geführt wird.

Ich möchte das Buch trotzdem all denen empfehlen, die neu in der Materie sind und eine Möglichkeit suchen, ihr vielleicht chaotisches Leben etwas besser in den Griff zu bekommen. Ryder bietet Neulingen viele interessante Ansätze, die man in sein Bujo übernehmen kann, aber nicht muss. Wer außerdem ein Buch sucht, das auf den grafischen, zum Teil eher mädchenhaften Ansatz bei seinen Erklärungen verzichtet, kann in meinen Augen mit gutem Gewissen zu Ryders Buch greifen.

Mein Fazit:

Fortgeschrittene Bujo-Nutzer werden durch dieses Buch wahrscheinlich nicht viel Neues erfahren, aber Neulingen ist es definitiv zu empfehlen, da Ryder leicht verständlich erklärt, worauf es ihm in einem Bullet Journal ankommt.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 336 Seiten
  • Penguin Random House
  • 978-0525533344
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Der Literaturplausch / 11.2018

Diejenigen unter euch, die mein Blog gekannt haben, als es noch auf Blogger.com zuhause war, dürften damit wahrscheinlich vertraut sein: Der Literaturplausch wurde seinerzeit von Frau Hauptsache Bunt ins Leben gerufen und war eine Aktion, die ähnlich wie die Leselaunen ursprünglich einmal in der Woche erschienen ist. Da ich das aber nur selten geschafft habe, war meine Teilnahme eher unregelmäßig …

Nachdem sich mein Leserleben in Zukunft allerdings auf gänzlich anderen (weil viel kleineren) Bahnen bewegen wird, habe ich beschlossen, ein Revival dieser Aktion bei mir anzustreben. Im Gegensatz zu früher wird der Literaturplausch bei mir aber nur einmal im Monat erscheinen, eine wöchentliche Erscheinungsweise werde ich nicht schaffen (und werde da kaum Interessantes zu erzählen haben).

Warum gerade jetzt die Neuauflage? Ich möchte eigentlich mit dieser Aktion ein paar Dinge zusammenführen, über die ich früher einzeln gebloggt habe. Die SuBventur beispielsweise wird hier ihr neues Zuhause finden oder auch das Handlettering der Buchblogger, wenn ich Zeit dafür finde. Gemischt wird das Ganze mit einem kleinen Rückblick auf meine Lesezeit bzw. die Bücher, die ich in den letzten Wochen gelesen habe. Mal sehen, ob das so klappen wird, wie ich mir das vorstelle – die Zeit wird es zeigen :).

#Gelesenes / #Gehörtes

Dass der Beginn des Studiums mir viel meiner Lesezeit wegnehmen wird, war mir von Anfang an klar. Allerdings nicht, wie viel es wirklich sein würde … Das Pendeln, der unregelmäßige Stundenplan und die Hausaufgaben, die wir bekommen, sorgen dafür, dass es spannend bleibt, wie viel Lesezeit mir unter der Woche wirklich zur Verfügung steht. Und: Ich kann auch schon auf die ersten Wochenenden zurückblicken, die gänzlich für die FH draufgegangen sind …

Der Oktober war aus diesem Grund ziemlich mager, aber gut, so wird es in Zukunft noch häufig sein. Zwei Bücher und ein Hörbuch – mehr ist es nicht geworden.

Beendet habe ich immerhin den ersten Teil von Neal Shustermans “Scythe”-Trilogie, “Die Hüter des Todes”. Ich habe dafür zwar gute vierzehn Tage gebraucht, aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist 🙂 . Wie es mir gefallen hat, könnt ihr in der entsprechenden Rezension nachlesen.

Bei der #HorrorGruselLesenacht an Halloween auf Twitter habe ich schlussendlich zu J. Sheridan Le Fanus “Carmilla, der weibliche Vampir” gegriffen. Die Novelle ist sogar noch älter als Bram Stokers “Dracula”, spielt aber – *grins* – in der Steiermark und soll Stoker bis zu einem gewissen Maß als Vorlage für seinen Vampirklassiker gedient haben. Dracula hätte also fast ein Steirer werden können :D.

Außerdem ist Ryder Carrolls “The Bullet Journal Method” auf meinem E-Book-Reader gelandet. Auch wenn ich jetzt schon mehrere Bücher zum Thema “Bullet Journal” gelesen habe, war ich doch neugierig, was der Erfinder des Systems selbst zu dem Thema zu sagen hat. Und das ist so einiges, denn es gelingt Ryder, immerhin mehr als 300 Seiten in seinem Buch zu füllen … Die Rezi dazu folgt in den nächsten Tagen, ein klein bisschen Geduld noch.

#Geschautes

Verständlicherweise ist auch mein Serienkonsum in den letzten Wochen recht deutlich zusammengeschrumpft. Neben der dritten Staffel von “The Man in the High Castle” (wo mir aber nur noch drei Folgen fehlen) habe ich angefangen, “Chilling Adventures of Sabrina” anzuschauen (den Trailer dazu gibt’s hier). Hier bin ich in Folge 8 von 10. Beide Serien haben zwar pro Staffel nur 10 Folgen, was recht leicht zu schaffen wäre, aber mir ist im Moment nicht jeden Tag danach, Serienfolgen zu schauen …

Ob ich bei “Sabrina” dranbleiben werde, weiß ich nicht genau. Die ersten Folgen haben mir eigentlich ganz gut gefallen (auch wenn die neue Serie mit der alten nicht mehr viel gemein hat), es gab jetzt aber auch zwei Folgen (die mit dem Schlafdämon und die mit dem Exorzismus), die mich nicht so begeistern konnten. Egal, mal sehen, was noch kommt und ob sich Sabrina gegen den dunklen Lord behaupten kann.

#SuBventur

Ich gestehe etwas ein: Ich habe wieder ungelesene und angefangene Bücher zum Bücherschrank gebracht. Aber es hat mich tatsächlich nervös gemacht, in zwei Reihen ungelesene Bücher vor mir zu haben (Ich höre hier schon das Gelächter derjenigen, deren SuB sich im dreistelligen Bereich bewegt, aber so ticke ich nun mal :D).

Vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass dieses Regal direkt in Blickhöhe neben meiner Couch ist, sodass ich da immer wieder draufschauen und mich daran erinnern lassen musste, dass ich es bei meiner aktuell verfügbaren Lesezeit nie schaffen werde, die alle in einer vernünftigen Lesezeit wegzulesen.

Deswegen habe ich einige Bücher angelesen, andere noch einmal genauer unter die Lupe genommen (Will ich die wirklich, wirklich, wirklich lesen?) – und dann wieder zwei Stapel gemacht, welche Bücher in den öffentlichen Bücherschrank kommen und welche bleiben dürfen.

Damit habe ich es tatsächlich geschafft, von 31 (So viele waren es jetzt vor dem Ausräumen noch) auf 22 runterzukommen. Davon sind drei Bücher E-Books, tauchen also nicht im Regal auf (Yayyyy!), die restlichen finden jetzt wieder in einer Reihe Platz, auch wenn ein paar obendrauf quer liegen …

#Challenges

Motto Challenge

Obwohl das Thema für den Oktober – Helden – eigentlich durchaus etwas vom SuB hergegeben hätte, habe ich es nicht geschafft, etwas Passendes vom SuB zu lesen … Da ich meine Bücher normalerweise eher nach Interesse aussuche und erst dann schaue, ob sie zu einer Challenge passen, gab es in diesem Monat keinen Treffer.

Wider das Vergessen Challenge

Besser ist es bei der “Wider das Vergessen Challenge” gelaufen, weil es mir doch gelungen ist, drei Filme zu gucken, die zu dem Thema passen. Wie mir “Der Stellvertreter”, “Der Bankier des Widerstands” und “Operation Finale” gefallen haben, könnt ihr hier nachlesen (und dann ein bisschen scrollen).

#zuguterLetzt

Ich hänge jetzt schon seit Ende September an Thomas Brezinas “Schatten der Zukunft” fest. Ich muss mir wohl einfach mal nen (geistigen) Tritt in meinen Allerwertesten verpassen, damit da etwas weitergeht.

Wobei das Buch eigentlich gar nichts dafür kann, aber ich war im Oktober an vielen Abenden einfach zu müde, um wirklich konzentriert zu lesen. Ein Vorleser für das Buch – das wär’s halt. Denn zumindest das Hören klappt in Etappen, weil ich dafür eben nicht auf irgendein Papier gucken muss 😀 …

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Rezension Neal Shusterman – Scythe “Die Hüter des Todes”

Auch wenn die letzten Wochen mit ziemlich viel neuem Wissen gepflastert waren, habe ich meinen Bücherkonsum doch nicht gänzlich gegen Null gehen lassen.

Denn: Gott sei Dank gibt es Hörbücher! Das hat nach einem langen Tag doch noch geklappt, abends wenigstens eine halbe Stunde Hören dranzuhängen, um von einem anstrengenden Tag wieder runterzukommen.

Der Klappentext:

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.

Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.

Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Meine Meinung:

Eines muss man Neal Shusterman lassen: Er hat wirklich viele tolle Ideen! Gerade in Bezug auf eine Gesellschaft, in der die Menschen unsterblich geworden sind. Was ist gut daran? Was weniger? Und ist es wirklich erstrebenswert, unsterblich zu sein? Viele Fragen, wo der Leser bzw. Hörer dazu aufgerufen wird, sich darüber Gedanken zu machen, ob der Traum vom ewigen Leben wirklich so erstrebenswert ist …

Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen kleinen Anspielungen auf die sogenannte “Sterblichkeitsära”, sprich auf unsere Gesellschaft von heute, der Shusterman in gewisser Weise einen Spiegel vorhält. Manchmal ernsthaft, manchmal humorvoll, aber immer fein dosiert. Manchmal sogar so fein, dass ich mich kurz gefragt habe, ob ein jugendlicher Leser diese Anspielungen wirklich immer erfassen kann, aber egal. Es macht die Geschichte zu etwas, was man wie die Asterix-Comics sowohl als junger als Mensch als auch als Erwachsener konsumieren kann.

Den Schwachpunkt dieses ersten Teils sehe ich allerdings in der Geschichte und in Folge in den Figuren. Die Geschichte selbst jedoch konnte mich nämlich erst gegen Ende so richtig einfangen, vor allem die erste Hälfte plätscherte in meinen Augen relativ lange dahin. Die Rückblicke der ehrenwerten Scythe Curie waren zwar interessant, in Summe beim Hören aber auch anstrengend, da sie nicht wirklich etwas zur Handlung beitrugen.

Bei den Figuren hat der Autor in meinen Augen eigentlich nur einer Figur etwas mehr Tiefe gegeben, nämlich Citra. Rowan (der mir von den beiden Protagonisten besser gefallen hat) kam vor allem in der zweiten Hälfte des Buchs für meinen Geschmack viel zu kurz. Seine charakterliche Wandlung war für mich daher nicht so gut nachvollziehbar wie Citras.

Trotzdem ist das Buch schon deswegen bemerkenswert, weil es aus der Menge der derzeit so populären (aber immer nach denselben Mustern gestrickten) Jugend-Dystopien ausbricht. Auch das Ende kommt ohne nennenswerten Cliffhanger aus, obwohl man natürlich wissen möchte, wie es mit Citra und Rowan weitergeht.

Noch ein paar Worte zum Hörbuch: Torsten Michaelis trägt diese Geschichte fast allein, die übrigen Sprecher kommen nur dann zu Wort, wenn die Auszüge aus den Tagebüchern der Scythe vorgelesen werden. Für meinen Geschmack hätte der Lesung ein bisschen mehr Feuer nicht geschadet, aber Michaelis macht seine Sache gut und man kann ihm ohne Probleme folgen.

Mein Fazit:

Der erste Teil der “Scythe”-Trilogie stellt für mich eine Geschichte mit Stärken, aber auch Schwächen dar, daher vergebe ich gut gemeinte drei Sterne. Potenzial nach oben ist für die Fortsetzungen definitiv vorhanden!

  • ★★★★★
  • Hörbuch
  • 731 Minuten
  • Argon
  • 978-3839815649
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Rezension Andreas Eschbach – NSA

Bereits das Cover zu Andreas Eschbachs neuem Roman machte mich sofort neugierig. Das prominent platzierte Auge mit dem in Fraktur gesetzten Titel darunter – da konnte ich einfach nicht anders, als mir das Buch genauer anzusehen.

Und auch der Klappentext lies in mir alle Sirenen aufheulen, endlich mal wieder ein Buch, das so ganz genau vom Thema her meine Kragenweite ist <3 <3. Leider ist das Genre “Alternate History” bei uns ja leider kaum vertreten, dabei finde ich es so unheimlich spannend zu sehen, wie Geschichte sich hätte entwickeln können, wenn nur eine Sache anders passiert wäre …

Für diejenigen unter euch, die das Buch noch lesen wollen: Es ist eine Rezension mit gewissen Spoilern, also aufpassen!

Der Klappentext:

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werdenErst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet …
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Meine Meinung:

Da ich mich dieses Jahr aufgrund der #widerdasVergessen Challenge vermehrt dem Thema “Drittes Reich” widme, ist es nicht ausgeblieben, dass ich mir genau diese Frage, die hier im Klappentext angerissen wird, bereits mehrmals gestellt habe … Was wäre, wenn die Technologie von heute sich mit der Geschichte von damals vermischen würde? Andreas Eschbach widmet sich der Frage auf diese Antwort ziemlich ausführlich, aber das Buch braucht die Seitenzahl tatsächlich, um sich in seiner ganzen Bandbreite zu entfalten.

Dabei geht Eschbach einen sehr interessanten Weg, denn er steigt in seine Geschichte im Jahr 1942 ein, in das Jahr, in dem der Zweite Weltkrieg, so wir wie ihn kennen, an einem Wendepunkt gestanden hat. Stalingrad ist bekannt dafür, dass die deutsche Armee nicht so unbesiegbar, wie es zunächst den Anschein hatte.

Aber was wäre, wenn die Komputer-Technologie (Ich schreibe das Wort übrigens jetzt absichtlich mit K, denn der ganze Roman kennt so gut wie keine Anglizismen, dafür aber jede Menge deutsche Ausdrücke, die anstelle von Handy, E-Mail, Cloud-Speicher etc. verwendet werden) bereits schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts angefangen hätte sich zu entwickeln? Was wäre, wenn es ein Weltnetz bereits schon vor 1939 gegeben hätte?

Ich kann hier gar nicht anders, als meinen Hut zu ziehen, denn Eschbach verwebt die tatsächliche Geschichte mit seiner eigenen Version so geschickt, dass einem als unbedarftem Leser wahrscheinlich gar nicht alles auffällt. Hier und da tauchen Personen auf, die es wirklich gegeben hat (sowohl auf Seiten der Nazis als auch auf Seiten der Opfer), gerade die bekannten Namen sagen einem selbstverständlich etwas. Aber wo die Grenze zwischen erfundenen und echten Figuren zu ziehen ist, muss ich wohl noch einmal in Ruhe nachrecherchieren.

Auch den Aufbau des Buchs halte ich für sehr gelungen, denn Eschbach steigt mehr oder weniger mit einem Knalleffekt in sein Buch ein, einem Ereignis, das einem bereits nach den ersten Seiten ein Schaudern über den Rücken jagt. Danach gibt es einen großen Schwenk in die 30er Jahre, wo Eschbach den Leser Hitlers Aufstieg an die Macht durch die Augen seiner zwei Protagonisten Helene Bodenkamp und Eugen Lettke sehen lässt.

Helene und Eugen sind dabei sehr konträr: Helene selbst ist eher der Typ graue Maus, aber sehr intelligent, die nach und nach anfängt, ihr Leben selbst zu bestimmen (soweit das Regime es zulässt), während Eugen einen ziemlich miesen Charakter hat, der nur auf seinen Vorteil und auf sich selbst bedacht ist.

Trotzdem braucht es in meinen Augen diese beiden Figuren gleichermaßen, um mitzuerleben, wie das Regime nach und nach seine unheilvolle Macht entfesselt. In einem Land, wo es kein Bargeld mehr gibt, jede finanzielle Transaktion, jeder Anruf, jede Position eines “tragbaren Telephons”, jede Gesundheitsakte in den Datensilos des Staates bzw. der NSA gespeichert ist, gibt es keine Privatsphäre mehr. Bereits der Buchauftakt zeigt anschaulich, wie Big Data – das Verknüpfen von Informationen – dazu missbraucht wird, um Personen aufzustöbern, die von den Nazis nicht gefunden werden wollen.

Und dabei bleibt es nicht, der Autor gönnt dem Leser eigentlich nur kurze Verschnaufpausen, bis er weitere technische Entwicklungen – und damit weiteres Grauen – aus dem Ärmel zieht. Entwicklungen, die auch in der heutigen Zeit kontroversiell diskutiert werden und die häufig Gegenstand von dystopischen Romanen sind (Mehr verrate ich jetzt absichtlich nicht, sonst wäre es doch ein zu starker Spoiler).

Alles Dinge, die mich auch zu dem Schluss kommen haben lassen, dass Eschbach bewusst eine Parallele zur Gegenwart zieht. Ganz bewusst darauf hinweist, was heute passieren kann (und wird), wenn rechte Gesinnungen an die Macht kommen und über diese Mengen an Daten, die bereits existieren, nach Belieben verfügen können. Jeder, aber auch wirklich jeder hat irgendein Geheimnis, mit dem er sehr einfach erpressbar wird …

Je weiter das Buch fortschreitet, desto intensiver wird in meinen Augen diese Erfahrung. Es fühlt sich an wie ein Auto, das langsam anrollt und immer schneller wird, und wo man mitfahren muss, ob man will oder nicht, obwohl man sich fragt, ob man es überleben wird …

Es reißt einen beim Lesen in einen sehr heftigen Strudel aus Gefühlen, das Buch ist grausam, verstörend, gewaltig – und gerade deswegen so verdammt gut! Denn Eschbach schont den Leser nicht, führt ihn kompromisslos bis ans Ende der Geschichte. Ein Ende, das mich mit so vielen widersprüchlichen Gefühlen zurückgelassen hat, dass ich erst mal gar nicht anders konnte, als eine Pause bis zum nächsten Buch einzulegen, um dieses Szenario zu verdauen.

Wer mich kennt, weiß, dass ich fünf Sterne Empfehlungen nicht sehr häufig ausspreche und noch viel seltener das Prädikat “Highlight” vergebe, aber dieses Buch verdient es. Gewiss, es ist Unterhaltung, aber die Botschaft ist eindeutig: “NSA” ist eine eindringliche Warnung davor, was passieren kann, wenn Daten, die wir bewusst oder unbewusst zur Verfügung gestellt haben, gegen uns verwendet werden …

Mein Fazit:

“NSA” ist vordergründig ein Gedankenspiel, aber gleichzeitig auch eines, was unter den gegebenen politischen Umständen erschreckend realistisch ist. Dieses Buch weckt jede Menge Emotionen beim Lesen, es wühlt auf, es verstört – aber gerade deswegen ist es wertvoll! Daher absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung!!

  • ★★★★★
  • Gebunden
  • 796 Seiten
  • Bastei Lübbe
  • 978-3785726259
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Tops & Flops / 09.2018

Bevor es wie gewohnt an den monatlichen kurzen Rückblick geht, möchte ich die Gelegenheit nutzen, euch zu sagen, dass dies in diesem Jahr die letzten Tops & Flops sein werden. In Zukunft werden sie nämlich nur noch zu Beginn eines neuen Quartals erscheinen … Den Grund könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken: Es ist das Studium. Denn morgen geht es los, ab morgen werde ich mich tatsächlich wieder für die nächsten drei Jahre Studentin nennen dürfen.

Das bedeutet aber auch, dass ich erst einmal davon ausgehe, dass ich in einem Monat einfach nicht mehr genügend (private) Bücher lesen werde, um monatlich eine Auswahl für den besten und schlechtesten Buchtitel treffen zu können. Daher wird es die Tops & Flops nur noch alle drei Monate geben. Nur damit ihr Bescheid wisst :).

Aber blicken wir jetzt erst einmal auf den September zurück. Wie bereits erwartet, fällt er im Vergleich zum August wieder etwas schwächer aus, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden, denn ich durfte endlich wieder einmal ein Buch in die Finger bekommen, das sich bei mir das Prädikat “Highlight” verdient hat.

Tops & Flops

Wer mich kennt, weiß, dass ich schon bei fünf Sternen sehr heikel bin, aber das Prädikat “Highlight” habe ich, seit ich blogge, erst ein einziges Mal ganz bewusst vergeben … Für diejenigen, die jetzt wissen wollen, welches Buch das war: Kristin Hannah hat mit “Die Nachtigall” ein sehr eindringliches Buch geschrieben, das mich auch lange nach dem Lesen nicht losgelassen hat, so plastisch war es geschrieben …

Genauso eindringlich und lebendig habe ich auch meinen absoluten Toptitel in diesem Monat empfunden. Ich wage sogar, folgendes zu sagen: Lest dieses Buch! Selbst wenn ihr nicht mehr als ein Buch im Jahr lest – dieses eine sollte es sein.

Top des Monats

So, um euch nun nicht länger auf die Folter zu spannen, von welchem Buch ich rede: Es ist “NSA” von Andreas Eschbach. Mit 800 Seiten kein Buch, was man mal eben so nebenher liest, aber irgendwann merkt man die Seitenzahl einfach nicht mehr, man liest und liest und liest … Und denkt sich irgendwann, warum ist das Ende jetzt schon da?

Denn Eschbach versteht es mit diesem Buch wirklich, den Leser in seine (fiktive) Vergangenheit zu ziehen. Es ist wie ein Ritt in die Hölle und zurück, trotzdem kann man die Finger nicht von dem Buch lassen, trotzdem will man wissen, was als nächstes kommt, welche perfide Idee als nächstes umgesetzt wird.

Seid auf jeden Fall gewarnt: Das Buch ist alles andere als leichte Lektüre! Im Vergleich zu “Vox”, das in gewisser Weise ein ähnliches Thema hat, rudert Eschbach nicht zurück. Er geht konsequent den eingeschlagenen Weg weiter, schont den Leser nicht … “NSA” ist damit im Vergleich das, was “Vox” hätte sein können, hätte sich die Autorin nur etwas mehr mit ihrer Geschichte getraut.

Die Rezi zu NSA erscheint dann in den nächsten Tagen, aber eines sage ich jetzt schon bzw. wiederhole ich: Lasst euch dieses Buch nicht entgehen, es ist absolut genial!

Flop des Monats

Unter den deutschen Bullet Journal-Fans genießt Jasmin Arensmeier alias jasminar ja einen gewissen Kultstatus. Grund genug, dass ich mir dachte, mir das Buch zum Vergleichen zu holen. In der Zwischenzeit habe ich ja bereits zwei weitere Bücher zu dem Thema gelesen 🙂 …

Da Ratgeber bei mir etwas sind, was ich meistens tatsächlich nur einmal lese (manchmal noch zum Nachschlagen nutze), sind das Bücher, die ich mittlerweile fast ausschließlich digital kaufe (sie nehmen auf die Art und Weise ja auch weniger Platz in meiner kleinen Regalwand ein).

In der Regel lese ich solche Bücher gewöhnlich am Tablet, damit ich mir die Bilder in Farbe ansehen (und bei Bedarf zoomen) und mir auch die Schriftgröße so einstellen kann, dass ich ein angenehmes Leseerlebnis habe.

Es sind aber sowohl Gestaltung als auch Ausführung dieses Buchs für mich sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Das E-Book weist einige Schnitzer beim Layout auf, die die Printausgabe in dieser Form nicht hat (Ich habe mich davon in der Buchhandlung meines Vertrauens davon selbst überzeugen können). Hier sollte der Verlag unbedingt nachbessern, denn zerschnittene (und schlecht zusammengefügte) Fotos sehen nicht schön aus! Genauso wenig wie Listenzeichen, die eine ganze Zeile oberhalb des Listeneintrags stehen oder ein Index am Ende, dessen Einträge nicht verlinkt sind …

Was mir auch nicht gefallen hat, ist der Schreibstil der Autorin. Sorry, wenn das vielleicht pingelig wirken mag, aber Wörter wie zum Beispiel “Aufschriebe” mag ich einfach nicht in einem Ratgeber lesen (und die Autorin verwendet es ziemlich oft in ihrem Buch, es ist also kein Zufall). Es gibt außerdem noch einiges mehr, was ich nicht gut fand, weswegen ich darüber nachdenke, dem Buch doch noch wenigstens eine Kurzrezension zu “widmen” – daher meine Frage an euch: Würde euch das interessieren?

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Das Serien ABC

Eigentlich wollte ich diesen TAG schon viel früher machen, ich gebe es zu. Ich wurde zwar nicht nominiert, aber seit ich “Das Serien ABC” im Juli bei Christin von life4books.de entdeckt habe, kroch die Idee durch mein Gehirn, mit diesem TAG ein klein bisschen widerzuspiegeln, welche Serien ich im Lauf der Zeit kennen- und lieben gelernt habe.

Also lehnt euch zurück, entspannt euch, holt euch was zum Trinken oder zum Knabbern (oder beides) und lest, was ich so zu sagen habe. Es könnte etwas länger werden ;).

A – Amazon Prime or Netflix?

Uff, bereits die erste Frage lässt sich für mich nicht so eindeutig beantworten. Angefangen habe ich letztes Frühjahr mit Netflix mehr oder weniger wegen “13 Reasons why”, im Herbst dann Prime dazu genommen, aber nicht unbedingt wegen der Filme und Serien (obwohl es mittlerweile einige geniale Serien nur dort gibt). Ergo: Das Zünglein an der Waage schwankt, ist im Zweifelsfall aber Netflix zugewandt.

B – Binge Watching or “One Episode a Week”?

Die nächste knifflige Frage :D. Eigentlich versuche ich immer mich zurückzunehmen, eine Serie nicht zu schnell durchzugucken, um sie eben so richtig zu genießen. Die Realität sieht aber oft so aus, dass ich auf einmal drei, vier oder fünf Folgen am Stück schaue (vorausgesetzt ich habe die Zeit dazu), wenn mich eine Serie so richtig fesseln kann. Und ich kann mich auch an Wochenenden erinnern, wo ich mittags angefangen habe und irgendwann in der Nacht aufgehört habe, weil mir einfach die Augen zugefallen sind …

C – Cast Love

Back to the 90ies: “Star Trek: Deep Space Nine” hat dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum gefeiert (1993 wurde die erste Folge im amerikanischen TV ausgestrahlt), deswegen gab es einige Conventions, wo die Stars zusammen von ihrer Zeit damals erzählt habe. Da habe ich richtig gemerkt, wie sehr den Leuten das damals Spaß gemacht hat und wie gern sie Anekdoten davon erzählen.

D – Drink of Choice while watching a TV-Series

Gibt’s eigentlich keinen Bestimmten. Einfach aus dem Grund, weil mir im Sommer meistens der Sinn nach anderen Getränken steht als im Winter. Aber was mittlerweile eigentlich fast immer geht, ist ein gut gekühltes Fläschchen Stibitzer (eine österreichische Cider-Marke) :).

E – English (O-Ton) vs. German (Synchro)?

Irgendwann habe ich es schon mal geschrieben, aber ich stehe dazu: Ich bin faul. Wenn ich eine Serie also noch nicht kenne und die Wahl zwischen Deutsch und Englisch habe, wähle ich häufig Deutsch. Trotzdem gibt es einige Serien, die ich ausschließlich auf Englisch gucke oder geguckt habe. Woran das liegt, ist relativ einfach: Englisch schaue ich eben, wenn es die Serie nicht auf Deutsch gibt – und dann bleibe ich auch beim Englischen, weil ich keine Lust habe, mich auf neue Stimmen bei den Figuren einzulassen … Weiterlesen »

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