Rezension A. R. Torre – Kill Girl

Auf “Kill Girl” wurde ich ca. vor einem Monat aufmerksam, als es hieß: Dexter auf Stilettos :). Zur Erklärung: Dexter ist ein Serienmörder, der versucht, nur Mörder zu töten, um mit seinem Trieb wenigstens etwas Gutes zu tun. Als TV-Serie ist der Stoff recht bekannt geworden, der Serie liegen aber mittlerweile eine ganze Reihe von Büchern zugrunde.

Zum Inhalt:

Deanna Madden ist 21, hat seit drei Jahren ihre Wohnung nicht mehr verlassen und verdient ihre Brötchen als Webcam-Girl mit Cybersex. Von ihrem Nachbarn lässt sie sich nachts regelmäßig einschließen, da sie Angst hat, ihre Triebe nicht zu beherrschen und jeden in ihrem Umfeld umzubringen. Eines Tages gerät sie jedoch an einen Kunden, der ihre Vorsätze ins Wanken bringt, da dieser offensichtlich Gewaltphantasien mit Kindern ausleben will …

Meine Meinung:

Der Inhalt hörte sich in meinen Augen sehr spannend an, deswegen wollte ich nach dem Erscheinen des Buchs einfach nicht warten. Und als ich bei Audible die Hörfassung entdeckte, gelesen von der dt. Synchronstimme von Sarah Jessica Parker, war es um mich geschehen :).

Die erste Hälfte des Buchs hatte ich im Nu durch. Irina von Bentheim bringt meiner Meinung nach den Charakter und die Sprechweise von Deanna ziemlich gut rüber, auch die Sexszenen waren für mich überzeugend (Die verführerische Art, wie Deanna mit ihren Kunden spricht, hui, da kann einem sogar als Frau ein bisschen anders werden :D).

Am Anfang nimmt sich Torre viel Zeit, um Deanna, ihre Beweggründe, sich einzusperren, ihre Kunden, ihre “Arbeit” vorzustellen (In diesem Zusammenhang tauchen die expliziten Szenen auf, aber nur in diesem Zusammenhang!).

Ab der Hälfte kam allerdings für mich der große Durchhänger. Die im Klappentext angesprochene Handlung setzt zwar ein, wird dann aber auf einmal sehr rasch, fast hektisch abgehandelt und Deanna handelt fast unter Zwang, um ihr Ziel zu erreichen … Auch der Schluss überzeugte mich nicht, leider. Da wäre definitiv noch mehr drin gewesen, finde ich.

Mein Fazit:

Ein wirklich tolle Idee für einen Thriller, die die Autorin aber für meinen Geschmack besser umsetzen hätte können. Die im Klappentext erwähnte Handlung setzt viel zu spät ein und Deanna überzeugte mich als krankhafte Serienmörderin nicht wirklich … Den dritten Stern gibt es aber für die gute Lesung von Irina von Bentheim :).

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