Rezension Allan J. Stark – Asgaroon “Die Abenteuer des Dominic Porter”

Dank des Papierverzierer Verlags habe ich wieder einmal die Gelegenheit erhalten, in eine neue SF-Serie hineinzuschnuppern. Ich bin zwar nach wie vor bekennende “Heliosphere 2265”-Leserin, aber neugierig bin ich immer :). Daher auch ein besonderes Dankeschön an den Verlag!

Zum Inhalt:

Asgaroon spielt etwa 3000 Jahre in der Zukunft. Die Menschen sind in einen Konflikt zwischen zwei Alienrassen hineingezogen worden, die ihren Krieg gegeneinander schon eine gefühlte Ewigkeit führen. Sowohl Akkato als auch Keymon sehen die menschliche Rasse anfangs als Ameisen, die zertreten werden, wenn sie im Weg sind … Mit der Zeit ändern die Akkato jedoch ihre Meinung und so gelingt es dem jungen Soldaten Dominic Porter, auf eines der Schiffe der Akkato versetzt zu werden …

Meine Meinung:

“Die Eroberer” ist der erste Band aus der Serie “Asgaroon – Die Abenteuer des Dominic Porter”. Es gibt allerdings noch weitere Romane von demselben Autor, die unter dem Namen “Asgaroon” vertrieben werden. Diese spielen im selben Universum, haben allerdings mit Nea eine andere Heldin als Dominic. Dominics Erlebnisse sind also eine Art Spin-Off, die man unabhängig von den anderen Asgaroon-Abenteuern lesen kann – deswegen auch der Untertitel “Die Abenteuer des Dominic Porter” :).

Wer die normale Serie nicht kennt, braucht sich allerdings keine Sorgen machen, der Einstieg in den Heftroman gestaltet sich einfach und man erfährt auch als Neuleser alles, was es zum Verständnis der Geschichte braucht. Der Roman beginnt in der Gegenwart, wo Dominic auf ein neues Raumschiff unter dem Kommando der Akkato versetzt wird, um dann nach ca. einem Drittel in die Vergangenheit zu schwenken und die Erzählung zu beginnen, wie es dazu kommt, dass Dominic sich von den Akkato anheuern lässt.

Vorab eines: Ich weiß, dass es nicht leicht, einen Auftakt zu einer Serie zu schreiben. Schon gar nicht unter den gegebenen Umständen, dass hier – weil Spin-Off – gleichermaßen bereits Asgaroon-Kenner als auch Neuleser angesprochen werden sollen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass hier einiges hätte besser gelöst werden können …

Kommen wir einmal zu den Dingen, die mir sehr gut gefallen haben: Das Setting beispielsweise. Aliens, die die Menschen nicht einmal zur Kenntnis nehmen, weil so unbedeutend – das hat einfach was, da konnte ich einfach nur grinsen :D. Hier nicht an Douglas Adams und die aufgrund einer geplanten Umfahrungsstraße zerstörten Erde zu denken, fällt schwer! Der Konflikt der beiden Alienrassen sorgt außerdem dafür, dass die Menschen gezwungen sind, neue Wege zu gehen, um zu überleben … Parallelen zur aktuellen Flüchtlingskrise sind unübersehbar – und hier spielt SF immer wieder seine Stärken aus, finde ich, uns einen Spiegel vorzuhalten :).

Auch Dominic als Charakter hat Potenzial. Der Schwenk in die Vergangenheit zeigt ihn, wie er als junger Mensch einmal war, als jugendlicher Soldat, der kurz vor dem Abschluss der Akademie steht. Was wohl alles passiert ist, dass es ihn so verändert hat? Die weiteren Bände werden es wohl zeigen, schätze ich.

Allerdings muss ich auch etwas Kritik anbringen, da mir beim Lesen einige Fehler aufgefallen sind.  Natürlich tut dies dem Lesefluss nicht unbedingt Abbruch, aber ich empfand es an einigen Stellen etwas störend … Da waren beispielsweise Dinge wie das wechselnde Alter des Helden (Anfangs ist er 23, dann heißt es, er ist schon 10 Jahre dabei, nachdem er mit 18 die Akademie verlassen hat) oder die teilweise sehr großzügige Beistrichsetzung.

Was ich ebenfalls nicht besonders gut fand, ist das Ende. Mir ist klar, dass es gerade bei einer fortlaufenden Serie nicht so leicht ist, aber ich bin kein Fan davon, wenn mitten in einer Szene die Handlung abbricht. Jedes Mal habe ich das Gefühl, dass hier ein paar Zeilen Text fehlen, die das Ende etwas “runder” hätten gestalten können. Ich habe das zwar mittlerweile schon öfter gesehen, auch bei Roman-Mehrteilern, aber es gefällt mir trotzdem nicht.

Mein Fazit:

“Die Eroberer” ist der Auftakt zu einer neuen, interessanten SF-Serie, die definitiv Potenzial nach oben hat. Vom Aufbau her zeigt dieser erste Roman in meinen Augen allerdings einige Schwächen, die es noch auszumerzen gilt.

  • ★★★★★
  • Taschenbuch
  • 114 Seiten
  • Papierverzierer Verlag
  • 978-3959627016
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