Rezension Amie Kaufman & Meagan Spooner – These broken Stars

Ich weiß gar nicht mehr, wann mir “These broken Stars” das erste Mal in der Bloggerwelt begegnet ist … Das blaugrüne Originalcover mit den beiden schwebenden Helden ist mir jedenfalls im Gedächtnis geblieben, weil es definitiv herausragt. Als ich daher entdeckt habe, dass es das Buch bei Netgalley als E-Book gibt, musste ich sofort anfragen – die Neugier war einfach zu groß :). Vielen Dank daher sowohl an das Portal als auch an Carlsen, dass ich das Buch auf meinem Reader bzw. Tablet lesen durfte!

Zum Inhalt:

Major Tarver Merendsen und Lilac LaRoux verbindet eigentlich nicht viel. Sie ist das einzige Kind eines mächtigen und einflussreichen Mannes, während er sich im Krieg ausgezeichnet hat. Was sie allerdings zusammenschweißt, ist der Flug bzw. der Absturz des Raumschiffs Icarus. Auf einem unbekannten Planeten sind sie auf einmal aufeinander angewiesen und müssen sich helfen, um zu überleben …

Meine Meinung:

Ich gebe zu, dass ich mir anfangs nicht sicher war, ob ich das Buch wirklich lesen wollte. Es klang mir ein wenig zu vorhersehbar – Junge und Mädchen müssen wie Robinson Crusoe sich zusammentun und was passiert bei so einem Szenario in einem Jugendbuch? Na klar, sie verlieben sich :). Warum ich das Buch jetzt doch gelesen habe, ist allerdings leicht erklärt: Ich habe mich (wieder einmal) vom Hype anstecken lassen :D. Und da ich SciFi ja nicht ablehnend gegenüberstehe, ganz im Gegenteil, war es an der Zeit, dem Buch eine Chance zu geben :).

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus der Sicht von Lilac und Tarver erzählt, angefangen bei ihrem ersten Treffen auf der Icarus. Dazwischen gestreut sind kurze Dialoge, wo man schon recht bald erkennt, dass Tarver zu den Ereignissen auf dem Planeten befragt wird. Mit wem er spricht, wurde er mir allerdings erst im Lauf der Handlung wirklich klar, daher sage ich jetzt einmal dazu auch nichts weiter 😉 …

Dass zwei Autorinnen an dem Buch geschrieben haben, merkt man als Leser eigentlich nicht wirklich. Zumindest mir ist es nicht aufgefallen, der Schreibstil ist einfach und klar und das Buch lässt sich sehr rasch und flüssig lesen – ich hatte es mehr oder weniger innerhalb von zwei Tagen durch :).

Was mir auch sehr gut gefallen hat, sind die Bilder, die die beiden in meinem Kopf entstehen haben lassen: Die Beschreibungen der Landschaft, der Stimmungen und der Gefühle waren für mich zum Teil sogar fast ein bisschen poetisch, ich hatte mehrmals beim Lesen das Gefühl, mich in einem Gedicht zu bewegen. Action und Dramatik gibt es in diesem Buch zwar schon auch, aber eigentlich nur am Anfang und ein wenig am Ende, das Buch lebt viel mehr von dem, was zwischen den Zeilen zwischen den beiden Figuren passiert.

Wobei es mir vor allem Lilac am Anfang nicht leicht gemacht hat: Reich, verwöhnt und zickig ist noch harmlos … Gott sei Dank bleibt das allerdings nicht so – und man bekommt relativ bald einen Blick auf ihr wahres Wesen, das deutlich freundlicher ist. An manchen Stellen tat sie mir dann sogar fast ein bisschen leid, es muss schon schwer sein, wenn man immer im Hinterkopf überlegen muss, ob es das Gegenüber nur auf dein Geld abgesehen hat oder nicht.

Tarver war von Anfang an der freundliche Junge von nebenan, das kann man nicht anders sagen. Geduldig, hilfsbereit und liebenswert – so könnte man ihn mit ein paar Worten beschreiben. Ob er im echten Leben das Mädel bekommen würde? 😀

Kritisieren muss ich allerdings ein wenig den Schluss: Der kam mir nämlich fast ein bisschen zu schnell und auch dies SF-Komponente schob sich wieder in den Vordergrund. Hier habe ich – muss ich gestehen – einiges nicht verstanden und habe daher auch nicht nachvollziehen können, warum schlussendlich die Ereignisse so passieren. Da dieser Teil aber nur der Auftakt zu einer Trilogie ist und ich gesehen habe, dass im dritten Teil die beiden Helden wieder vorkommen, gehe ich davon aus, dass wir in den beiden anderen Teilen weitere Details und Erklärungen bekommen :).

Mein Fazit:

“These broken Stars” ist ein wunderschöne, zum Teil fast poetisch erzählte Geschichte, die man auch als Nicht-Science Fiction-Fan lesen kann, weil das Setting im All keine große Rolle spielt. Das Ende lässt einige Fragen offen, aber das ist nachvollziehbar, da dies nur der Auftakt zu einer Trilogie ist …

  • ★★★★
  • Gebunden
  • 496 Seiten
  • Carlsen
  • 978-3551583574
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