Rezension Anni Bürkl – Schweigegold

“Schweigegold” hat eine recht lustige Reise hinter sich, ehe es zu mir gefunden hat. Wenn meine Erinnerung mich jetzt nicht im Stich lässt, ist eine Empfehlung von @Buchregale auf Twitter daran schuld, dass ich auf die sympathische Autorin und ihre Bücher aufmerksam wurde :).

Das Buch ist der fünfte Teil aus der Reihe um die Teesalon-Besitzerin Berenike Roither, die in Bad Aussee lebt und arbeitet.

Zum Inhalt:

Berenike hat’s nicht leicht: Die Beziehung zu Kriminalkommissar Jonas Lichtenegger liegt auf Eis, sie fühlt sich ausgebrannt und der Salon läuft auch nicht so gut, wie es sie gerne hätte. Da passiert ein Mordanschlag auf ihre Schwester Selene, die gerade in Bad Aussee zu Besuch ist. Um das Rätsel zu lösen, muss Berenike schlussendlich ihre eigene Familiengeschichte aufrollen, die sie nach Prag führt …

Meine Meinung:

Eigentlich wollte ich ja mit “Schwarztee” anfangen, dem ersten Band der Reihe. Aber wie das Leben so spielt, kommen einem halt andere Dinge – in dem Fall das Cover – dazwischen. Seit ich wusste, dass es in Hallstatt aufgenommen worden ist, hatte ich mir in den Kopf gesetzt, das Buch wenigstens an dem Wochenende anzufangen, an dem ich dort Kurzurlaub machen würde :). Für Band 1 reichte es dann zeitlich leider davor nicht mehr …

Der Einstieg in das Buch gestaltet sich auch für Nichtkenner der Reihe relativ einfach, da man aus dem Klappentext erfährt, dass es eine Vorgeschichte zwischen Berenike und Jonas gibt. Wie die genau aussieht, erfährt man so nach und nach in kleinen Rückblenden. Die Geschichte nimmt dabei relativ rasch an Fahrt auf und man beginnt mit Berenike mitzufiebern, wer es denn nun auf ihre Familie abgesehen hat.

Obwohl ich schon einige Krimis in meinem Leben gelesen habe, war die Auflösung, wer der Täter ist, doch ein wenig überraschend. Im letzten Drittel bekommt man allerdings einen deutlichen Hinweis, der einem als Leser damit schon etwas früher verrät, wo die Zusammenhänge zu finden sind. Die Idee, die Familiengeschichte in die Gegenwart zu verknüpfen, hat mir auch sehr gut gefallen.

Allerdings habe ich auch etwas Kritik anzubringen: Es gab mehrere Stellen im Buch, wo ich mir etwas mehr Detail gewünscht hätte. Auch wenn ich Bad Aussee nicht besonders gut kenne und mein letzter Prag-Besuch schon mehrere Jahre zurückliegt, hätte ich mir ruhig noch ein paar Straßennamen, ein paar Hinweise mehr hier und da gewünscht, die die Orte vor mir lebendig werden lassen. Beschreibung der Orte eben, das ist das, was für mich einen lokalen Krimi ausmacht.

Bei einigen anderen Szenen hatte ich außerdem das Gefühl, dass sie einfach zu schnell abgelaufen sind. Ein paar Sätze mehr, die die jeweilige Situation oder das Handeln der jeweiligen Personen mehr beschreiben, hätten den Roman einfach “runder” gemacht. Bei den Szenen mit den Familie ist mir das einige Male aufgefallen, aber auch beim Schluss des Romans, da hätte die Spannung ruhig noch etwas länger andauern dürfen …

Trotzdem hat mir “Schweigegold” sehr gut gefallen und ich werde bestimmt noch weitere Bücher von Anni Bürkl lesen, um zu erfahren, wie es mit Berenike und ihrer Familie weitergeht :).

Mein Fazit:

Ein Krimi mit österreichischem Charme, der durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, als er im Moment bekommt. Auf knapp 240 Seiten kommen leider allerdings auch einige Aspekte zu kurz, die Anni Bürkl meiner Meinung nach gerne deutlicher und länger hätte beschreiben können.

  • ★★★★
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2 Gedanken zu „Rezension Anni Bürkl – Schweigegold

  1. Huhu:)
    Bin soeben über deinen Blog gestolpert und werde gleich mal Leserin:) Dein Blog sieht schön aus, ich finde deinen Header klasse!:D
    Super Rezi übrigens, ich kenne das Buch zwar nicht, aber ich habs gleich mal auf meine Wunschliste gesetzt! 😀
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag.
    Liebste Grüße
    Natalie

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