Rezension Claudia Rossbacher – Steirerland

Auf Claudia Rossbacher und ihre Bücher wurde ich durch die Verfilmung ihres ersten Buches letztes Jahr im Herbst aufmerksam, seither geisterte der Gedanke durch meinen Kopf, du musst da mal ein Buch lesen :). Die Leserunde bei Lovelybooks kam daher jetzt genau richtig!

Zum Inhalt:

Sandra Mohr, Ermittlerin beim LKA in Graz, beendet gerade ihre berufliche Auszeit, als sie der Anruf von ihrem Chef Sascha Bergmann erreichtet, dass es in der Nähe von Straden in der Südsteiermark einen Toten gibt, dem beide Hände abgetrennt wurden. Recht bald erhärtet sich der Verdacht, dass sie es hier mit einem Serienmörder zu tun haben, denn es gibt bereits einen ersten Toten, dem beide Unterschenkel abgetrennt wurden …

Meine Meinung:

Auch wenn dies der fünfte Fall einer Reihe von Krimis um Sandra Mohr ist, konnte ich ohne Probleme in die Geschichte einsteigen. An einigen Stellen fallen Andeutungen auf die Handlung aus dem vierten Teil, jedoch stört dies beim Lesen nicht.

Die Charakterisierung der beiden Hauptfiguren und ihr Umgang miteinander ist in meinen Augen gut gelungen, auf Sandra liegt zwar der Hauptaugenmerk, jedoch wurde mir auch Sascha Bergmann recht rasch sympathisch – auch wenn er sich zwischendurch wie ein A… gebärdetete, fand ich ihn irgendwie charmant. Sandra dagegen fand ich im Umgang mit ihm ein wenig verkrampft, aber ich denke, das wird noch :). Und er scheint offensichtlich für sie etwas übrig zu haben, schauen wir mal, was daraus werden wird.

Der Krimi entwickelt sich anfangs eher langsam, nimmt dann aber an Fahrt auf, als sich herausstellt, dass … (hier lasse ich jetzt mal aus, ansonsten ist das ein böser Spoiler). Den einen Stern Abzug gibt es hier nur für den Schluss, denn den fand ich dann im Verhältnis zum Rest des Buches als zu rasch inszeniert und damit ein wenig zu konstruiert. Hier hätte sich die Spannung ruhig noch ein bisschen länger aufbauen lassen, finde ich (vielleicht ein oder zwei Sub-Kapitel mehr).

Die Einbettung in die Umgebung empfinde ich ebenfalls als gelungen, ich kenne die Gegend zumindest ein bisschen, das Vulkanland ist ein nämlich eine Gegend, wo es mich schon immer wieder mal am Wochenende hinverschlägt :). Und mehr als einmal hatte ich beim Lesen auch Lust auf was richtig schön Steirisches (Backhendlsalat, Grammelschmalzbrot, mmmh, alles einfach superlecker :D).

Mein Fazit:

Ein charmanter Krimi mit viel Lokalkolorit, der mir eigentlich nur beim Schluss nicht so gefallen hat, da hätte man noch ein bisschen mehr Spannung aufbauen können.

Meine Bewertung:

  • ★★★★
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