Rezension David Gray – Sherlock Holmes “Das Grab der Molly Maguire”

“Das Grab der Molly Maguire” ist der zweite Teil von “Eine Studie in Angst” von David Gray, das ich im Rahmen einer Leserunde hier auf Lovelybooks lesen durfte :). Auf diesem Weg nochmal vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar!

Zum Inhalt:

Holmes und Watson werden zu einem besonders bestialischen Mordfall gerufen. Alles sieht danach aus, als ob der berüchtigte Jack the Ripper wieder zugeschlagen hat. Holmes fallen jedoch schon bald einige Ungereimtheiten auf, die nichts mit der Tötungsweise des Rippers zu tun haben. Schon bald wird klar, dass die geheime Macht im Hintergrund, auf die Holmes und Watson bereits bei “Der Geist des Architekten” gestoßen sind, wieder am Werk ist.

Meine Meinung:

Der Aufbau von Teil 2 ist identisch mit Teil 1, die Rahmenhandlung wie gehabt, dass David Gray ein geheimes Dossier über Sherlock Holmes mit dem Vermerk “Eyes Only” findet. An dieser Stelle bin ich leider gleich über etwas gestolpert, was mir nicht so gut gefallen hat: Die Formulierungen der Rahmenhandlung waren fast identisch mit Teil 1, wirkten an einigen Stellen sogar kopiert. Lieber David, ich weiß, das kannst du besser!!

Die Sherlock-Geschichte selbst habe ich beinahe in einem Rutsch durchgelesen, weil gut und flüssig geschrieben. Wir begleiten unsere Helden ein weiteres Mal durch das London des 19. Jahrhunderts … Die liebevolle Charakterisierung der einzelnen Figuren (Holmes, Watson und Lestrade) hat mir hier noch besser gefallen als in Teil 1. Da steckt – denke ich – schon ein wenig mehr Routine drin :).

An Spannung hat es natürlich auch nicht gemangelt. Beim Einstieg mit der zerstückelten weiblichen Leiche und der möglichen Verbindung zu Jack the Ripper musste ich schon mal kräftig schlucken, so anschaulich war diese Szene beschrieben. Gut gefallen hat mir auch die Erklärung, warum Holmes bisher nicht im Zusammenhang mit dem Ripper in Erscheinung getreten ist (Hab ich mich bei Doyle schon immer gefragt, warum er das eigentlich nie in seinen Geschichten behandelt hat).

Vereinzelte Fehler (Tippfehler, das fehlende Apostroph beim Genitiv und so) gibt es zwar auch hier, aber sie treten nicht mehr so gehäuft auf wie bei Teil 1. Die verschiedenen Hyperlinks im E-Book habe ich zwar gesehen, sind mir aber nicht so störend aufgefallen (Ja, ja, da sieht man wieder einmal, dass sich die Leser an ganz unterschiedlichen Dingen stoßen :D).

Der Schluss der Rahmenhandlung ist übrigens ein ziemlich fieser Cliffhanger, wer hier nicht im Ungewissen bleiben will, sollte vielleicht lieber auf Teil 3 warten, um dann alle drei Teile in einem Rutsch zu lesen!

Mein Fazit:

Bei diesem Buch merkt man dem Autor an, dass er seine Erfahrungen beim Schreiben von “Der Geist des Architekten” bereits umgesetzt hat. Auch hier gibt es zwar einige kleine Fehler, sie fallen hier allerdings wesentlich geringer ins Gewicht. Die Story aus dem ersten Teil wird spannend und unterhaltsam fortgesetzt.

  • ★★★★
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