Rezension David Gray – Sherlock Holmes “Der Geist des Architekten”

Aktuell läuft auf Lovelybooks die Leserunde zu Teil 2 von “Eine Studie in Angst” (wohl in Anlehnung an “Eine Studie in Scharlachrot”?): “Das Grab der Molly Maguire”. Für Interessierte wie mich hat der Autor auch noch einige Ausgaben von Teil 1 “Der Geist des Architekten” verschenkt. Dafür vielen lieben Dank, denn es wird mir den Einstieg zu Teil 2 sicher erleichtern!

Zum Inhalt:

David Gray recherchiert für einen neuen Roman in einer Bibliothek in London, als er ein altes, vertrauliches Dossier entdeckt. Darin sind Aufzeichnungen von John H. Watson, in denen er noch unbekannte Fälle von Sherlock Holmes erzählt. In der ersten Geschichte berichtet er über einen mysteriösen Fall im Haus des Architekten Alfred Pennyworth, der vermutet, dass in seinem Haus der Geist einer Mörderin umgeht. Obwohl der Fall anfangs noch sehr einfach wirkt, ist er alles andere als das – und Holmes und Watson werden mit etwas wesentlich Größerem und Gefährlicherem konfrontiert, als sie angenommen haben …

Meine Meinung:

Ich habe ja mittlerweile schon einige Sherlock Holmes-Pastiches gelesen, aber David Gray braucht sich ganz bestimmt mit seinem Erstling nicht hinter bekannten Namen zu verstecken. Die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen, ganz in bester Tradition der klassischen Sherlock Holmes-Kurzgeschichten, auch wenn sie am Ende mit einem Cliffhanger endet.

Den Einstieg habe ich zwar nicht gleich verstanden, habe ich aber dann als gelungen empfunden: Der Autor macht sich selbst zum Rahmenerzähler, das ist ungewöhnlich, gibt aber der Geschichte in meinen Augen eine ganz besondere Note.

“Der Geist des Architekten” lässt sich eigentlich rasch und flüssig lesen, wenn da nicht das etwas befremdliche Layout und die eigenwillige Beistrichsetzung wäre. Das hat mich einige Male innehalten lassen, wo ich eigentlich gar nicht pausieren wollte. Ich habe wohl doch zu viel die innere Lektorin in mir, als dass ich einen Text komplett ohne Rücksichtnahme auf solche Dinge genießen könnte … Auch bin ich es nicht gewöhnt, wenn der Apostropoph beim Genitiv eines Namens fehlt (beispielsweise Holmes Lupe, das heißt richtig Holmes’ Lupe) – und das kam wirklich sehr oft vor.

Für sich gesehen sind das bestimmt alles Kleinigkeiten, aber dass diese Fehler so gehäuft vorkommen, finde ich schade. Denn wenn sie nicht wären, hätte ich “Der Geist des Architekten” gerne vier Sterne gegeben, da mir das Buch sonst wirklich sehr gut gefallen hat :).

Mein Fazit:

Ein eigentlich sehr guter Sherlock Holmes-Roman, der eigentlich im Moment nur das Problem hat, dass offensichtlich das Korrektorat auf Urlaub war ;). Normalerweise würde mich das auch nicht so sehr stören, aber es hat an einigen Stellen meinen Lesefluss empfindlich gestört, deswegen nur 3 Sterne von mir.

  • ★★★★★
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2 Gedanken zu „Rezension David Gray – Sherlock Holmes “Der Geist des Architekten”

  1. Huhu meine Liebe :).

    ach, ich liebe ja Holmes, egal ob Original oder nicht und das klingt doch nach einem lesenswerten Buch. Das hatte ich noch überhaupt nicht auf dem Schirm. Vielen Dank! glg Franzi

  2. Liebe Franzi!
    Ich bin ja auch großer Sherlock-Fan, deswegen war ich sehr neugierig darauf. Und vielleicht gibt es auch in der Zwischenzeit eine Version, die nicht mehr so viele Fehler beinhaltet, wer weiß :).

    Liebe Grüße
    Ascari

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