(Kurz)Rezension Michaela Grünig & Marc Girardelli – Abfahrt in den Tod

“Abfahrt in den Tod” ist das Debüt eines neuen Autorenteams, bestehend aus Michaela Grünig und Marc Girardelli. Letzterer dürfte vor allem den älteren Semestern unter uns bestimmt noch als sehr erfolgreicher Skifahrer bekannt sein 🙂 .

Der Klappentext:

Der erfolgreiche Abfahrtsläufer Marc Gassmann erlebt nach einer Verletzung die letzte gute Saison seiner Karriere. In seinem “Paradelauf” am Lauberhorn liegt er in Führung, der Sieg ist greifbar nah – bis eine Drohne genau hinter ihm auf die Piste stürzt. Zufall oder Mordanschlag? Mit Kantonspolizistin Andrea wird ausgerechnet seine Ex-Freundin mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Harmonie? Fehlanzeige. Doch als sich ein weiterer Anschlag auf Marc ereignet, beginnt die gemeinsame Jagd nach einem mysteriösen Unbekannten …

Meine Meinung:

Das Buch startet unmittelbar mit einer sehr plastischen Beschreibung von Marc Gassmanns Rennen. Als Leser bekommt man damit ein sehr gutes Gefühl, wie es sein muss, im Starthäuschen zu stehen und sich in knapp fünf Minuten einen Berghang hinunterzuwerfen. Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h sind schließlich kein Pappenstiel, nicht einmal, wenn man im Auto eine solche Geschwindigkeit hat …

Abfahrtsläufer sind moderne Gladiatoren. Wie im alten Rom ergötzten sich die Massen vor Ort und an den Bildschirmen an ihrem Wagemut und Können.
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Ich gebe zu, ich hätte das wohl nie so formuliert, aber ich denke, es ist bestimmt etwas Wahres daran. Ich bin zwar persönlich absolut kein Fan davon, mir Skirennen im TV anzugucken, aber neben Fußball ist der Skisport sehr, sehr präsent in den österreichischen Medien, man kommt da eigentlich kaum drum herum, ob es einem nun gefällt oder nicht.

Der Kriminalfall ist in meinen Augen jetzt nicht so herausragend, vor allem die Ermittlerin stellte sich zeitweise schon etwas naiv an. Aber das ist meiner Meinung auch nach nicht das, was dieses Buch interessant macht: Das Besondere ist der Blick hinter die Kulissen, den man normalerweise nicht bekommt. Wetten beispielsweise, knallharte Sponsoring-Verträge und Doping sind Dinge, die wohl eher hinter vorgehaltener Hand Thema sind – und selten ihren Weg an die Öffentlichkeit finden.

Mein Fazit:

“Abfahrt in den Tod” ist ein Krimi, der in meinen Augen vor allem von seinem Setting und weniger von seiner Handlung lebt. Wer sich darauf einlassen kann, wird aber auf jeden Fall gut unterhalten.

  • ★★★★★
  • E-Book
  • 256 Seiten
  • Emons Verlag
  • 978-3740800512
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6 Gedanken zu „(Kurz)Rezension Michaela Grünig & Marc Girardelli – Abfahrt in den Tod

  1. Liebe Ascari,
    da ist sie ja, die Kurzrezension. Und ich finde, sie ist dir sehr gut gelungen. Auch wenn das Buch eher nichts für mich ist, habe ich die Rezension dazu sehr gerne gelesen und fühle mich in der Lage zu entscheiden, ob ich mir das Buch gönnen sollte oder nicht.
    GlG, monerl

    1. Liebe Monerl,

      nach einigem Hin und Her hab ich mich doch für einzelne, aber kürzere Rezensionen entschieden – aus dem einfachen Grund, dass ich die vorgestellten Bücher damit einfacher in den Rezi-Index bringe. Danke für dein Kompliment – und es muss einem ja nicht jedes Buch gefallen 😉 .

      Liebe Grüße
      Ascari

  2. Huhu,
    ich habe das Buch gelesen und mir hat es sehr gut gefallen! Ich muss aber auch sagen, dass ich der typische österreichische Schifan bin! Und ich gehöre ja auch schon zu den älteren Semestern, die Marc auch noch schifahren sah =)
    Ich habe auch schon das zweite Buch des Autoren-Duos gelesen und werde sicherlich weiterlesen!
    Liebe Grüße
    Martina

    1. Liebe Martina,

      Teil 2 durfte bei mir in der Zwischenzeit schon “dranglauben”, ist aber noch nicht rezensiert. So viel kann ich aber schon sagen: Er ist in Summe eine Steigerung zu Teil 1 🙂 .

      Wird da eigentlich eine längere Reihe daraus werden – weißt du etwas?

      Liebe Grüße
      Ascari

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