Rezension Ivar Leon Menger – Ghostbox. Staffel 1

Ivar Leon Menger hat sich offensichtlich mit Hörspielen wie der “Monster 1983”-Serie bereits erfolgreich eine treue Fangemeinde geschaffen, das beweisen die vielen begeisterten Rezensionen, die ich auf verschiedenen Plattformen im Internet gefunden habe.

“Ghostbox” war allerdings jetzt das erste Hörspiel aus seiner Feder, dessen Klappentext mich so richtig neugierig machen konnte. Der Phantastik-Fan in mir konnte gar nicht anders, als da mal hineinzuhören 🙂 …

Der Klappentext:

Schon seit Wochen ist Lena Gruenwald auf der Suche nach der perfekten Story, um endlich als Redakteurin beim Berliner Tagesspiegel übernommen zu werden. Dabei wird die junge Journalismus-Praktikantin von einem Thema ganz besonders angezogen: dem Jenseits. Auch auf Lenas privatem Youtube-Kanal dreht sich alles nur um Geister, Ouija-Boards oder Tarotkarten. Doch eines Tages kommt die Dreiundzwanzigjährige dem Tod näher, als sie geahnt hätte – beginnend mit einer unerwarteten Nachricht aus Heidelberg: Ihr Bruder, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, hat sich aus unerklärlichen Gründen das Leben genommen.

Widerwillig reist Lena in die romantische Touristenstadt am Neckar, um seinen Nachlass zu regeln. Dabei stößt sie auf ein dunkles Geheimnis – eine revolutionäre, hochgeheime Forschung an der Uniklinik Heidelberg, an der auch ihr Bruder mitgearbeitet hat. Um die Hintergründe seines Selbstmords besser zu verstehen, begibt sich Lena auf eine gefährliche Recherche-Reise, bei der sie nicht nur ihren Verstand zu verlieren droht, sondern auch ihr Leben …

Meine Meinung:

“Ghostbox. Staffel 1” stellte für mich das erste Hörspiel von Ivar Leon Menger dar – aber es wird sicher nicht das letzte sein! Selten habe ich so ein hochwertiges Hörspiel wie dieses gehört. Hier stimmt eigentlich alles: Der Plot, die Besetzung mit vielen bekannten Sprechern der deutschen Hörbuchszene und die Qualität selbst.

Es dauert zwar ein wenig, bis die Handlung in Gang kommt (eine gute Stunde sollte man dem Hörspiel schon Zeit geben), aber danach ist es nicht schwierig, sich in dieser Mischung aus Science, Science Fiction, Mystery, Thriller und Horror zu verlieren, wenn man diese Genres liebt. Zu viel möchte ich eigentlich gar nicht verraten, weil es sonst massiv den Spaß verdirbt.

Es spricht aber wohl für das Hörspiel, wenn ich sage, dass ich die gut 10,5 Stunden in knapp zwei Tagen, sprich einem Wochenende mehr oder weniger “erledigt” habe. Ich kann nur sagen: Absolute Sogwirkung, wenn man erst einmal angefixt ist! Da fiel es manchmal echt schwer, zwischendurch für gewisse menschliche Bedürfnisse auf die Pausetaste zu drücken 🙂 . Perfektes Kino für die Ohren!

Auch der Humor kommt nicht zu kurz, denn – okay, kleiner Spoiler – Sebastian Fitzek hat eine Gastrolle als Radiosprecher. Zwar nicht sehr groß, aber er nimmt sich dabei gleich einmal selbst auf die Schippe, sehr genial! Habe jedenfalls sehr schmunzeln müssen, als ich diese Stelle erreicht hatte.

Einen einzigen Wermutstropfen habe ich für mich persönlich entdeckt, denn für meinen Geschmack hätte die Auflösung, wer in diesem Verwirrspiel die Fäden zieht, ruhig erst etwas später kommen dürfen. Dadurch verliert das Hörspiel in meinen Augen etwa 2,5 Stunden vor Ende etwas, aber das Finale lässt einen dafür noch einmal richtig mitzittern …

Das Ende ist für meinen Geschmack gelungen: Auch wenn das Hörspiel den Untertitel “Staffel o1” trägt, ist es rund und stimmig, auch wenn es ganz klein wenig offen ausfällt. Ergo: Es ist schon eine Fortsetzung drin, aber man beendet das Hörspiel nicht mit dem nagenden Gefühl, dass da noch was kommen muss.

Mein Fazit:

Wer gut gemachte Hörspiele liebt und sich gern mit Genres wie Phantastik, Science Fiction oder Horror beschäftigt, kann hier mit gutem Gewissen zugreifen!

  • ★★★★★
  • Hörspiel
  • 630 Minuten
  • Audible Studios
  • B07M5M2KCR
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2 Gedanken zu „Rezension Ivar Leon Menger – Ghostbox. Staffel 1

  1. Was bin ich gerade froh, es bereits in meiner App zu haben! Du zuckerst echt mega an, es direkt hören zu wollen (= Und eine Geschichte darf sich ruhig etwas Zeit nehmen, um richtig durchzustarten – liebe so, als ein phänomenaler Start mit enttäuschendem Ende.

    Mukkelige Grüße,
    Janna

    1. Liebe Janna,

      Apps haben ja auch den Vorteil, dass man immer mal unterwegs weiterhören kann, wenn man gerade irgendwohin unterwegs ist ;).

      Und natürlich viel Spaß beim Hören!

      Liebe Grüße
      Ascari

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