Rezension Paula Hawkins – The Girl on the Train

“The Girl on the Train” ist das erste Buch, um das ich mich bei “Blogg dein Buch” beworben habe. Ich hatte bereits vorher einiges darüber gelesen, unter anderem, dass es eine Mischung aus “Gone Girl” und “Das Fenster zum Hof” sein sollte. Gut, “Gone Girl” fand ich als Film nicht gut, aber “Das Fenster zum Hof” war einer der genialsten Hitchcock-Filme überhaupt – da konnte ich einfach nicht nein zu diesem Rezensionsexemplar von “Penguin Random House UK” sagen :).

Zum Inhalt:

Rachel ist Alkoholikerin, hat ihren Job verloren und pendelt trotzdem jeden Morgen mit dem Zug nach London, da sie ihrer Vermieterin nicht eingestehen möchte, dass sie arbeitslos ist. Auf dem Weg beobachtet sie dabei immer wieder ein Paar, das sie für sich Jess und Jason getauft hat. Eines Tages ist Megan (So heißt Jess in Wirklichkeit) jedoch verschwunden – und Rachel hat verworrene Erinnerungen, in den Megan immer wieder auftaucht …

Meine Meinung:

Paula Hawkins schreibt einfach und flüssig, das machte es mir nicht schwer, in die Geschichte hineinzukommen. Die Handlung wird aus der Sicht von drei Frauen erzählt: Rachel, Megan und Anna. Jede der drei hat ihre ganz persönlichen Geheimnisse, die erst nach und nach enthüllt werden – man darf also nicht erwarten, einen Thriller zu lesen, der einem den Puls in die Höhe treibt! Im Gegenteil, die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und gemächlich, man taucht nach und nach in die Welt der drei Frauen ein und erfährt, woher sie sich kennen und warum.

Während Annas und Rachels Perspektive die Gegenwart erzählen, beginnt Megan ihre Geschichte etwa ein Jahr vor ihrem Verschwinden – dies war mir nicht gleich so deutlich bewusst, deswegen musste ich einige Male beim Lesen hin und her blättern, um ihre Entwicklung zeitlich richtig einordnen zu können.

Alle drei Frauen sind keine richtigen Sympathieträger, den jede hat etwas an sich, trotzdem oder gerade deswegen wollte ich unbedingt wissen, wer in dieser Schlangengrube denn nun die größte Schlange sein würde … Je weiter die Handlung fortschreitet, desto deutlicher wird, wie viele Emotionen (gute wie schlechte) in den handelnden Personen brodeln – Megans Verschwinden stellt sowas wie eine Explosion der Gefühle dar, aber das erfährt man erst nach und nach. In diesem Zusammenhang erinnerte mich das Buch auch ein wenig an “Desperate Houswives”, muss ich gestehen :D.

Im Gegensatz zu “Gone Girl” weist das Buch übrigens am Ende keinen großen Twist auf, dafür aber viele kleine … Sogar auf der letzten Seite gibt es noch einen!

Mein Fazit:

Ich kann gut verstehen, warum “The Girl with the Train” so gelobt wird und warum sich DreamWorks die Rechte an dem Buch gesichert hat. Warum ich keine fünf Sterne vergebe, hängt eigentlich nur damit zusammen, dass ich zwischendurch aufgrund der zeitlichen Sprünge ein Problem hatte, die Details richtig einzuordnen. Dass ich blättern musste, führte leider dazu, dass es mir zwischendurch schwerfiel, so richtig tief in die Geschichte einzutauchen …

  • ★★★★
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5 Gedanken zu „Rezension Paula Hawkins – The Girl on the Train

  1. Da haben wir sehr ähnliche Eindrücke *-* Ich mag den Schreibstil der Autorin! “Into the Water” gefiel mir sogar besser, trotz der vielen Protas und bin froh es gelesen statt gehört zu haben. In beiden Büchern hat man Protas die nicht gänzlich sympathisch sind und/oder Ecken und Kanten haben, das mag ich! Die Verfilmung von “Girl on the Train” war so … hmmm … nicht schlecht, kann aber mit dem Buch (natürlich) nicht mithalten.

    Hoffe auf ein baldiges weiteres Buch der Autorin!

    1. Ich schleiche ja noch immer um “Into the Water” herum, wollte es mir in der Bib eigentlich ausleihen, aber noch immer reißen sich die Leute anscheinend drum … Naja, mal sehen, irgendwann wird es mir schon gelingen – und bis dahin gibt es noch genügend andere Bücher zum Lesen 😀 …

      Liebe Grüße
      Ascari

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