Rezension Richard Castle – Frozen Heat “Auf dünnem Eis”

“Castle” ist ursprünglich eine TV-Serie, die bereits einiger Zeit sehr erfolgreich bei uns läuft. Richard Castle ist darin ein erfolgreicher Krimiautor, der zusammen mit der Polizistin Kate Beckett Mordfälle aufklärt und die als Basis für seine Romane dienen. Quasi als Gag gibt es nun genau diese – eigentlich fiktiven -Romane auch in der Wirklichkeit. Und ganz der Tradition der Serie folgend, wird Richard Castle als Autor angegeben.

Frozen Heat “Auf dünnem Eis” ist der vierte Teil dieser mittlerweile gerade bei den Fans sehr beliebten Romane, man kann die Romane aber auch sehr gut lesen, wenn man die Serie wenig bis gar nicht gesehen hat (Wobei Fans hier natürlich der Meinung sind, dass man dann einige Anspielungen aus den Büchern nicht so gut verstehen kann). Ich selbst zähle genau zu dieser Kategorie, ich kenne “Castle” zwar, habe aber nur einzelne Folgen gesehen. Der Funke wollte da bei mir nie so recht überspringen …

Zum Inhalt:

Das erfolgreiche Team (bestehend aus der Polizistin Nikki Heat und dem Journalist Jameson Rook) ermittelt ein weiteres Mal. Dieses Mal wird es aber richtig brenzlig, denn das aktuelle Mordopfer war mit der Mutter von Nikki befreundet, deren Mord schon 10 Jahre zurückliegt und wo die Umstände ihres Todes nie geklärt werden konnten … Im Lauf der Ermittlungen verdichten sich die Hinweise, dass sowohl Nikkis Mutter als auch die neue Tote von ein- und demselben Täter umgebracht worden sind.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch mir als Hörbuch angehört, weil ich David Nathan und seine Stimme wirklich sehr gern habe. Nathan macht seine Sache auch in gewohnter Manier ganz hervorragend, trotzdem hatte ich hier wirklich Probleme, mich bis zum Ende durchzukämpfen. Vielleicht weil ich jetzt doch irgendwie das Gefühl habe, dass die Geschichten eigentlich immer nach dem gleichen Muster gestrickt sind?

Der erste Teil jedenfalls war spannend, spritzig, rasent und unterhaltsam – das hat mich auch Teil 2 und 3 vergangenes Jahr rasch lesen bzw. hören lassen. Hier dagegen hatte ich zwischendurch wirklich das Gefühl, dass sich die Story wie zäher Kaugummi dahingezogen hat … Noch nie hatte ich den Eindruck, dass 14 Stunden und 37 Minuten so lang sein können wie hier. Wobei die Geschichte eigentlich alles hat, um spannend zu sein: Mord, Sabotage bei den Ermittlungen, Mordanschläge auf Nikki, Spionage, Verschwörung …

Ich frage mich auch jetzt noch, während ich die Rezension schreibe, warum dieses Buch für mich so viel schlechter ist als die früheren Teile. Vielleicht wäre es ja sinnvoll, den “Ghostwriter” auszuwechseln? Mittlerweile bin ich schon so weit, dass ich den Satz “Nikki zog die Kappe vom Stift” nicht mehr ausstehen kann, weil sie immer wieder exakt in derselben Form auftaucht. Und wenn mir schon so etwas auffällt – warum merkt das Lektorat nicht so etwas? Ich fürchte, das wird wohl mein letztes Buch aus dieser Reihe gewesen sein, denn jetzt finde ich diese Wiederholungen nur noch langweilig.

Mein Fazit:

Ich bin mir ehrlich gestanden nicht sicher, ob ich nicht abgebrochen hätte, wenn ich mich nicht bei der Hörbuch-Challenge bei Lovelybooks angemeldet hätte.

  • ★★★★
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