Rezension

Rezension Ursula Poznanski & Arno Strobel – Fremd

Schon vor längerer Zeit landete dieses Buch auf meiner Wunschliste, denn alles, was Ursula Poznanski herausbringt, wird von mir einer genaueren Musterung unterzogen. Ein kleines bisschen Fangirl bin ich halt doch mittlerweile 😀 … Ich kenne zwar kein Buch von Arno Strobel, mit dem sie “Fremd” zusammen geschrieben hat, aber neugierig war ich trotzdem.

Während der Frankfurter Buchmesse fand das Buch dann seinen Weg zu mir, sogar signiert von den beiden :). Wer das Buch übrigens noch nicht kennt, sollte vielleicht lieber nicht meine Rezi bis zum Ende lesen, da ich zumindest am Ende ein klein wenig spoilere …

Zum Inhalt:

Joanna, gebürtige Australierin, lebt schon längere Zeit in Deutschland, weil sie den Bevormundungen ihres Vaters entkommen möchte. Eines Abends hört sie Lärm in der Diele und ein ihr unbekannter Mann steht vor ihr, der ihr sagt, dass er ihr Verlobter sei und mit ihr zusammen in ihrem Haus wohne. Allerdings sind keinerlei Gegenstände des Fremden im Haus zu finden …

Erik kommt am selben Abend nach Hause und versteht die Welt nicht mehr. Nach einem anstrengenden Tag im Büro erkennt ihn auf einmal seine Verlobte nicht mehr und fürchtet sich vor ihm. Als er ihr beweisen möchte, dass sie sich gut kennen, flüchtet Joanna in ihr Zimmer verbarrikadiert sich.

Meine Meinung:

Der Inhalt spiegelt in etwa die Ausgangssituation wieder. Einer von beiden irrt sich offensichtlich und der Leser darf sich frisch von der Leber weg an dem Geschehen beteiligen, um herauszufinden, was eigentlich los ist.

Während die ersten Seiten vor allem von der Situation leben, wer die Wahrheit sagt und was wohl der Grund für das ganze Durcheinander sein könnte, zieht die Handlung relativ rasch an und man begleitet Joanna und Erik auf der Suche nach der Auflösung.

Jedes Kapitel ist dabei relativ kurz gehalten und man bekommt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Joanna (Diese Kapitel stammen von Ursula) und aus der Sicht von Erik (Arnos Kapitel) erzählt. Diese zum Teil recht rasche Erzählerwechsel führten an einigen Stellen dazu, dass ich nicht immer gleich gemerkt habe, dass der “Ich”-Erzähler nun wieder der andere Protagonist war, aber im Großen und Ganzen kam ich trotzdem gut mit.

Nach der Hälfte hatte ich relativ bald einen Verdacht, was los sein dürfte, da bekommt man als Leser immerhin die ersten Hinweise gestreut. Gleichzeitig war dies allerdings auch der Punkt, wo ich begann mich zu fragen, welches Ziel die beiden Autoren mit ihrer Geschichte eigentlich ansteuern …

Je weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass die Handlung an einigen Stellen etwas konstruiert wirkte. Vor allem fragte ich mich immer mehr, was der Auftakt der Geschichte eigentlich mit dem zu tun hatte, wo die Geschichte hinging.

Der Schluss kommt dann relativ rasch und bringt noch einmal eine gehörige Portion Action ins Geschehen, auch für mich ein Punkt, der mir nach dem relativ ruhigen Start ein wenig too much war. Der Epilog schlussendlich sorgt dafür, dass das Buch ein etwas offenes Ende hat, obwohl man alles erfahren hat, was man wissen wollte.

Mein Fazit:

Ein durchaus gelungener Auftakt des Autorenduos Poznanski & Strobel, von dem ich mir aber doch ein klein wenig mehr erwartet habe. Obwohl gut und solide geschrieben, wirkte die Handlung an manchen Stellen auf mich ein wenig zu konstruiert, um mich wirklich total in das Buch zu ziehen … Daher knappe vier Sterne von mir.

  • ★★★★
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2 Kommentare

  • Sandra

    Ich hab jetzt nur einen Teil deiner Rezi gelesen und vor allem geschaut, wie viele Sterne du vergeben hast. Am 9. Januar ist hier nämlich eine Lesung zu "fremd". Ich bin mir noch unschlüssig ob ich hingehen soll, denke aber schon. Das wäre nämlich auch mein erstes Treffen mit dem Stuttgarter Blubberstammtisch, alles Leute wie ich die Buchverrückt sind und sich regelmäßig treffen.

    liebe Grüße
    Sandra

  • Ascari

    Hey 🙂

    Wird das eine Lesung mit den Autoren? Wenn ja, geh unbedingt hin! Es war live in Frankfurt ein echtes Vergnügen, den beiden zuzuhören! Und um den Stammtisch beneide ich dich, bisher habe ich nichts Ähnliches bei mir in der Gegend gefunden, obwohl ich schon eine Weile suche …

    Liebe Grüße
    Ascari

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