Rezension

(Kurz)Rezension Ursula Poznanski – Blutkristalle

Auf die Ankündigung für diese Kurzgeschichte stieß ich schon zu Beginn des Jahres, als ich nach Buchtiteln gesucht habe, die ich 2021 lesen wollte. In der Zwischenzeit weiß ich, dass “Blutkristalle” Teil der sogenannten “Eiskalte Thriller”-Reihe ist, mit der Knaur unter anderem sein 175jähriges Bestehen feiert. Neben Ursula Pozanski haben auch Michael Tsokos, Daniel Holbe, S.K. Tremayne, Lisa Jackson und Veit Etzold eine Geschichte zu dieser Reihe beigesteuert. Jede Geschichte kann aber für sich gelesen werden.

Der Klappentext:

Ella ist für Wolfram bestimmt, das weiß er, seit er sie das erste Mal gesehen hat. Und das wird auch Ella bald begreifen, dessen ist Wolfram sich sicher. Seit vier Jahren hat sie keine feste Beziehung mehr gehabt, dafür hat Wolfram gesorgt – mit soviel Nachdruck, wie eben nötig war.

Doch seit drei Monaten gibt es Paul, und bei ihm versagen alle Mittel, die bisher zum Erfolg geführt haben. Paul weicht Ella nicht von der Seite, er schirmt sie vor Wolfram ab, er ist ein lästiges Hindernis auf dem Weg zum Glück. Als er gemeinsam mit Ella eine mehrtägige Winterwanderung plant, wittert der Stalker seine Chance. Er wird Ella retten, in mehr als nur einer Hinsicht.

Meine Meinung:

Spätestens seit “YOU” ist das Thema Stalking in den Unterhaltungsmedien wieder aktuell. Ich habe das Buch allerdings nicht gelesen, von der auf dem Buch basierenden Serie auch nur die erste Staffel gesehen, aber ich erinnere mich sehr gut an die Gänsehaut, die ich trotz der nervigen Protagonistin hatte … Deswegen war ich sehr gespannt, was diese Geschichte zu dem Thema beitragen würde. 80 Seiten sind schließlich nicht so umfangreich im Vergleich zu manch anderem Thriller, aber für eine Novelle hat das Buch genau die richtige Länge.

Ist sie nicht schön? Jetzt sag doch mal, ist sie nicht schön?

Buchbeginn

Bereits der Anfang zieht einen sofort in die Geschichte hinein, auch wenn nicht gleich klar ist, mit wem Wolfgang da über seine Leidenschaft für Ella spricht. Was aber sofort herauskommt, ist die Tatsache, was Wolfgang alles zu tun bereit ist für seine große Liebe. Und dies in einer klaren, fast leidenschaftslosen Sprache erzählt, als ob er einfach nur harmlose Hindernisse aus dem Weg räumt.

Gleichzeitig erfährt man, wo und wie es Wolfgang gelingt, immer darüber informiert zu sein, was Ella so treibt und ihr so wie ein unsichtbarer Schatten zu folgen. Als er mitbekommt, was Ella und ihre neue Liebe Paul planen, setzt er selbstverständlich alle Hebel in Bewegung, um Ella zu folgen und seinen mörderischen Plan in die Tat umzusetzen.

Ab diesem Zeitpunkt wird das Tempo der Geschichte etwas ruhiger, man folgt Wolfgang auf seiner Wanderung in die winterlichen Berge und begleitet ihn bei der Suche nach passenden Stellen für Pauls “Unfall” … Und je weiter Wolfgangs Plan gedeiht, desto mehr beginnt man unweigerlich mitzuzittern, obwohl man Ella und Paul nur aus der Perspektive von Wolfgang kennengelernt hat.

Ob und wie die Geschichte ausgeht, verrate ich selbstverständlich nicht, das müsst ihr schon selbst lesen, aber eines kann ich auf jeden Fall sagen: Wer auf die Krimi- und Thriller-Kurzgeschichten von Andreas Gruber kennt, die im Luzifer Verlag erschienen sind, wird auch an dieser Story ganz sicher seine Freude haben!

Mein Fazit:

Ursula Poznanski versteht ihr Metier, keine Frage. Das beweist sie auch eindrucksvoll in dieser Geschichte, die aufgrund der Seitenlänge wohl eher einer Novelle als einem richtigen Roman zuzurechnen ist. Am besten für kalte Winternächte geeignet, aber auch im Sommer gefriert einem das Blut in den Adern!

  • ★★★★
  • E-Book
  • 80 Seiten
  • Knaur
  • 978-3-426-46181-5
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