Rezension Ursula Poznanski – Layers

“Layers” ist ein Buch, auf das ich schon eine Weile gewartet habe, ich gebe es offen zu :). Seit ich Cover und Trailer das erste Mal gesehen habe, war ich schon neugierig – und der eher mysteriöse Text, mit dem der Loewe Verlag das Buch bewirbt, hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt.

Zum Inhalt:

Dorian ist 17, lebt auf der Straße und gerät eines Tages in einen Konflikt mit einem anderen Obdachlosen. Als er am nächsten Tag aufwacht, ist der Obdachlose tot und Dorians Taschenmesser wird bei der Leiche gefunden. Ehe Dorian entscheiden kann, was er tun soll, wird er von Nico angesprochen und zu Bornheims Villa gebracht, wo er etwas zu essen, neue Kleidung und Unterricht erhält. Was am Anfang alles relativ harmlos und freundlich klingt, verbirgt allerdings ein Geheimnis. Ein Geheimnis, auf das Dorian eher zufällig stößt und das für ihn schwerwiegende Konsequenzen hat …

Meine Meinung:

Das Buch hatte ich ja schon relativ lang auf meiner Vormerkliste, allerdings wollte ich es mir eigentlich als Hörbuch holen … Irgendwie machte mir allerdings unsere lokale Buchhandlung einen kleinen Strich durch die Rechnung, denn dort ist das Buch schon seit 30. Juli erhältlich – und schon alleine wegen des megagenialen Covers konnte ich einfach nicht anders, als zuzuschlagen, als ich es liegen sehen habe :D.

Poznanski ist bei ihren Jugendromanen eine echte Meisterin der kleinen und subtilen Andeutungen. Selbst am Anfang fragt man sich bereits einige Male, was es mit bestimmten Kleinigkeiten auf sich hat, die für sich gesehen relativ harmlos wirken. Nach und nach zieht sie die Handlung dann immer mehr an, bis man gar nicht mehr anders kann, als immer schneller Seite um Seite zu verschlingen.

Nachdem ich jetzt nicht verraten möchte, was es mit dem Buchtitel auf sich hat, muss ich mich absichtlich ein bisschen zurückhalten (Man erfährt es etwa nach einem guten Drittel des Buches). Eines kann ich allerdings sagen, denke ich, ohne allzu viel zu verraten: “Layers” hat mit “Erebos” ein paar Dinge gemeinsam – wer also Poznanskis Jugendbuch-Erstling geliebt hat, dem kann ich auch dieses Buch mit gutem Gewissen ans Herz legen!

Natürlich gab es auch einige Details, mit denen ich mich jetzt nicht so sehr anfreunden konnte, dies waren aber lediglich Details – und sie tragen Gott sei Dank nicht so viel zur Handlung bei, als dass man sie nicht mit gutem Gewissen ignorieren könnte.

Das einzige, womit ich nicht so 100%ig zufrieden war, war die rasche Auflösung am Schluss. Hier hätte Poznanski meiner Meinung nach durchaus noch ein bisschen mehr ins Detail gehen können – auch wenn man alles erfährt, was man wissen möchte, um das Gefühl zu haben, ein rundes Ende vor sich zu haben. Möglicherweise bin ich aber auch ein klein wenig voreingenommen, denn das Buch hätte für mich auch den doppelten Seitenumfang haben können – und ich hätte es verschlungen!

Mein Fazit:

Poznanski weiß einfach, wie man Spannung erzeugt! Besonders ihre Jugendromane überzeugen – so auch ihr jüngstes Buch “Layers”. Manchmal wünschte ich mir nur, dass auch ihre Erwachsenenromane sich auf einem ähnlich hohen Niveau bewegen würden …

  • ★★★★★
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9 Gedanken zu „Rezension Ursula Poznanski – Layers

  1. Ich habe heute gelesen, dass es erst am 17. August rauskommt – hatte das Buch aber auch schon am montag in Wien in meinen Händen. Allerdings warte ich bis es in meiner Bücherei erhältlich sein wird….=)
    Liebe Grüße
    Martina

  2. Hallöchen,
    ich freue mich, dass dir das Buch anscheinend um einiges besser gefallen hat als mir. 😀
    Um meinen Lesern auch einige positive Meinungen zu bieten, habe ich deine Rezension bei mir verlinkt und hoffe, dass das für dich okay ist.

    Liebst, Lotta

  3. fast hättest du mich mit deiner rezi gekriegt! 😉 nachdem du aber "Erebos" erwähnt hast, werde ich es wohl sein lassen. "Erebos" fand ich langweilig, war absolut kein buch für mich. ich hoffe so sehr, dass die Autorin mal wieder sowas wie die "eleria-trilogie" herausbringt. das würde ich sofort lesen wollen. 😉

  4. Waaaah, wie kann man "Erebos" langweilig finden … 😉

    Ich kann mich für MPORGs ja eigentlich auch nicht begeistern, aber die Idee hinter dem Buch fand ich so genial, dass ich fast angefangen hätte WoW zu spielen – nur wegen des Buchs :D.

  5. Hallöchen 😀

    Cool, dass du Layers schon rezensiert hast, habe es nämlich schon ins Auge geworfen. Ich muss jetzt Asche über mein Haupt geben, denn ich habe immer noch kein Buch von der tollen Ursula gelesen. "Erebos" und "Die Verratenen" haben es immerhin schon ins heimische Regal geschafft. Deine Rezension hat mich echt neugierig gemacht und ich denke das Buch werde ich mir auf jeden Fall als Hörbuch gönnen!!

    Liebste Grüße,
    Diana

  6. Hallo Diana!

    Nachdem das Hörbuch von Jens Wawrczeck (einem der Sprecher der drei ???) gesprochen wird, kann das auch nur genial sein :). "Erebos" hat mir jedenfalls als Hörbuch wegen ihm auch sehr gut gefallen!

    Liebe Grüße
    Ascari

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