Rezension Dennis Lehane – Shutter Island

Dennis Lehane - Shutter IslandIch gebe zu, ich wusste lange Zeit nicht, dass der Film “Shutter Island” aus dem Jahr 2009 in Wirklichkeit ein Buch war, das sechs Jahre vor dem Film erschienen ist. Der Film selbst beeindruckte mich seinerzeit vor allem durch seine tolle Besetzung und durch seine Umsetzung des Themas.

Gott sei Dank wusste ich allerdings nicht mehr sehr viel über den Inhalt, denn ansonsten neige ich dazu, permament Film und Buch zu vergleichen. So konnte ich mich beim Lesen ganz auf das Buch konzentrieren. Trotzdem konnte ich natürlich nicht umhin, nach dem Lesen mir dann nochmal den Film anzusehen – und der wartete dann tatsächlich am Ende noch mit einer Überraschung auf. Aber dazu später mehr …

Der Klappentext:

Die US-Marshals Daniels und Aule sollen im Fall einer Kindsmörderin ermitteln, die von der Gefängnisinsel Shutter Island geflohen ist. Als sie dort ankommen, erhalten sie verschlüsselte Botschaften, die sie immer tiefer in den düsteren Bau und die Machenschaften der Ärzte führen. Nichts ist so, wie es scheint. Dennis Lehanes raffiniert komponiertes Meisterwerk um Wahn und Angst in neuer Übersetzung.

Meine Meinung:

Ich habe nach dem Lesen ein wenig bei Goodreads gestöbert, wie meist, wenn mich interessiert, was andere Leute zu einem Buch zu sagen haben, das ich selbst gelesen habe. Spannend fand ich hier, dass vor allem eingefleischte Lehane-Fans von diesem Buch nicht so begeistert waren. Begründet wurde das oft mit seinem Schreibstil bzw. mit der fehlenden Beschreibung des Settings und den nicht existierenden Charakterisierung der Figuren.

Diese Kritikpunkte kann ich für mich persönlich durchaus nachvollziehen. Ich hatte aus diesem Grund anfangs wirklich einige Probleme, in die Geschichte hineinzukommen. Angesiedelt ist das Buch ja in den 50er Jahren, diese sehr dürftigen Beschreibungen ließen mich zwischendurch allerdings immer wieder darauf vergessen, wenn nicht wenigstens die Dialoge gewesen wären.

Die Dialoge sind in meinen Augen auch das, was die Stärke dieses Buchs für mich ausmacht. Da ich ein ausgemacht schlechtes Gedächtnis für Namen und Figuren habe, haben mir oft die Dialoge weitergeholfen, um beim Einstieg nicht komplett den Faden zu verlieren. Gleichzeitig blinzelt da auch der offensichtlich recht eigenwillige Humor des Autors durch, den man schon mögen muss. Mir hat er allerdings gut gefallen und er half mir auch, mich dann doch noch in das Buch hineinzufinden.

Dennis Lehane versteht es außerdem meisterhaft, jede Menge Rätsel dem Leser vor die Füße zu werfen und sich keinen Deut darum zu scheren, sie aufzulösen. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber meine Neugier stachelt sowas meistens an. Da nehme ich dann schon die eine oder andere Ungereimtheit in Kauf, einfach um herauszufinden, worum es eigentlich geht.

Irgendwann erreichte ich außerdem den Punkt, wo mir der Gedanke kam, ob der Autor nicht absichtlich so wenig ins Detail geht, ob es nicht viel mehr seine Absicht ist, dem Leser vieles vorzuenthalten, damit er selbst seine Phantasie bemühen muss. So in der Art wie moderne Kunst, dessen Aussage sich ja oft nicht erschließt. Dies ließ viel Raum für Spekulationen und deswegen war ich umso mehr gespannt auf das Ende, das dann auch mit einem echten Knalleffekt aufwarten konnte.

Welch eine geniale Idee! Ich hatte zwar vom Film her noch in Erinnerung, dass da etwas war zum Schluss, wusste aber nicht mehr was. Ich will jetzt hier absichtlich nicht zu viel verraten, weil es sonst vermutlich in fast jeder Hinsicht ein Spoiler ist. Aber dieses Ende regt auf jeden Fall zum Nachdenken an, es lässt weiteren Spielraum zu Interpretationen zu, auf die man anfangs ganz bestimmt nicht gekommen wäre.

Mein Fazit:

“Shutter Island” ist in vielen Dingen etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem was den Schreibstil und die Beschreibungen von Setting und Figuren angeht. Die Dialoge, die dunkle und geheimnisvolle Atmosphäre und nicht zuletzt das Ende machen dieses Buch aber zu etwas, was auf seine Art aus dem Thriller-Angebot herausragt. 3,5 Sterne, die ich gerne auf 4 aufrunde.

Zum Film:

Normalerweise schreibe ich in meinen Rezensionen eigentlich selten etwas zu den Verfilmungen der Bücher, die ich lese. Buch ist schließlich Buch, Film ist Film. Trotzdem möchte ich dieses Mal ausnahmsweise noch etwas extra zum Film sagen.

Dass der Autor des Buchs Executive Producer des Films ist, hat der Verfilmung gut getan. Denn die Handlung hält sich bis auf einige kleine Details sehr genau an das Buch – mit dem Unterschied, dass der Film mir zwangsläufig das Eintauchen in die Zeit natürlich leichter gemacht hat. Und verständlicherweise gleichen die Schauspieler aus, was mir im Buch bei den Figuren gefehlt hat. Auch wenn ich kein ausgemachter Leonardo diCaprio-Fan bin, spielt er Teddy Daniels sehr, sehr gut, aber auch Ben Kingsley und Max von Sydow in den Rollen der Ärzte Cawley und Naehring haben mir gefallen.

Am spannendsten fand ich allerdings das Ende, denn Teddy sagt im Film einen Satz mehr als im Buch. Dieser eine Satz hat es aber in sich, denn er gibt der Gesamtsituation am Ende noch einmal eine ganz neue Bedeutung, die mir zwangsläufig ohne das Lesen des Buchs nie aufgefallen wäre. Daher: Am besten zuerst das Buch lesen und dann den Film gucken!

  • ★★★★
  • E-Book
  • 432 Seiten
  • Diogenes
  • 978-3257607055
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Rezension Jo Machedanz – Fleischmaler

machedanz-fleischmalerWenn man es genau nimmt, ist das erste Mal, dass ich auf dieses Buch aufmerksam wurde, einer Rezension zu verdanken, die Gabi vom Laberladen veröffentlicht hat.

Der Titel lässt zwar darauf schließen, dass es hier um eine recht blutige Geschichte geht, aber dem ist nicht so. Wer oder was der “Fleischmaler” ist, wird im Buch nämlich erklärt – und es hat absolut nichts mit dem zu tun, woran man beim ersten Lesen denkt.

Zum Inhalt:

In Berlin passiert ein Mord, das Opfer ist dem Ermittlerteam rund um Hauptkommissar Jürgen Grossmann zunächst unbekannt. Gleichzeitig gibt die gehörlose Kira Timm, genannt Kiki, eine Vermisstenanzeige bezüglich ihrer Freundin und WG-Mitbewohnerin Lena auf. In einem ziemlich heruntergekommenen Haus lebt außerdem der Aussteiger Paul, der sich mit einem Thriller einen Namen machen will. Und nicht zuletzt reist der amerikanische Privatdetektiv Adam Peppercorn im Auftrag eines zwielichtigen Mannes nach Berlin, um Akt-Gemälde aus der Nazi-Zeit aufzuspüren und zu erwerben.

Meine Meinung:

Vier unterschiedliche Menschen, vier unterschiedliche Leben und vier unterschiedliche Erzählebenen, die auf den ersten Blick kaum bis gar nichts miteinander zu tun haben. Dass dem nicht so ist, wird schon bald klar, als Kiki – von der Polizei ignoriert – beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Als begnadete Sprayerin macht sie nämlich auf ihre Art und Weise auf die vermisste Lena aufmerksam.

Dies setzt gleich mehrere Dinge in Gang, Dinge, die einem als Leser nicht gleich klar werden. Überhaupt ist “Fleischmaler” kein Buch, durch das man mal so eben durchrauschen kann. Die verschiedenen Personen werden nach und nach vorgestellt und es braucht etwas Zeit, bis man sich hier reingefunden hat, wer wer ist und wer welche Ziele verfolgt.

Den Einstieg in das Buch fand ich entsprechend ein klein wenig holprig, aber gerade die Ermittlungen von Adam Peppercorn hatten es mir von Anfang an angetan. Denn die Kunstszene der Nazi-Zeit ist nicht unbedingt etwas, womit ich mich bisher sehr ausführlich beschäftigt habe. Der Autor schafft es aber gekonnt, dass ich mich zu keiner Zeit von den Informationen zu diesem doch recht komplexen Thema überfahren gefühlt habe. Ganz im Gegenteil, denn nach dem Ende des Buchs war ich neugierig genug, ein wenig eigene Recherchen anzustellen.

Nach und nach hat mich die Geschichte daher immer mehr hineingezogen und ich habe gemerkt, dass es mir schwer gefallen ist, das Buch zur Seite zu legen. Ich wollte einfach wissen, wohin das Ganze führen würde, denn bei der ersten Leiche bleibt es nicht. Was ist so geheim, dass jemand wortwörtlich über Leichen geht, um zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt?

Gut finde ich in diesem Zusammenhang auch, wie die unterschiedlichen Handlungsebenen einander berühren bzw. ineinander aufgehen. Das ist alles sehr geschickt gemacht, auch wenn ich aus Spoiler-Gründen jetzt nicht näher darauf eingehen werde. In Verbindung mit den ungewöhnlichen Figuren hat es aber durchaus Spaß gemacht, dieser etwas komplexeren Geschichte zu folgen.

Ein wenig Kritik muss ich aber auch loswerden: Viele Nebenfiguren bekommen Namen, obwohl das für den Fortgang der Geschichte nicht notwendig ist, beispielsweise eine Kellnerin oder eine Zeugin, die die Polizei verhört. Das ist schön und gut, trägt aber nicht viel bei zum Verständnis. Gerade am Anfang, wo ich mich erst einmal in die Geschichte hineinfinden musste, verwirrte mich das ehrlich gestanden ein wenig.

Darüber hinaus verrät der Original-Klappentext für meinen Geschmack fast zu viel. Deswegen habe ich versucht, für diese Rezension eine eigene Inhaltsangabe zu schreiben, die weniger Informationen preisgibt. Mag sein, dass das für manche nicht störend ist, ich gehöre allerdings zu der Gruppe Leser, die nicht so viel vom Inhalt wissen wollen, das erste Viertel der Handlung anzuteasern reicht mir zum Beispiel völlig aus. Der ursprüngliche Klappentext spoilert aber bis weit in die Mitte des Buchs hinein …

Was mir ebenfalls aufgefallen ist: Offensichtlich mag der Autor Action-Szenen nicht so besonders. Hier hätte ich es nämlich besser gefunden, wenn diese nicht aus der Perspektive eines Zuschauers bzw. einer dritten Person geschrieben worden wären, sondern aus der Sicht der betroffenen Person selbst. Das hätte die Spannung sicherlich noch erhöht, so bremst es das beginnende Tempo gerade auf dem Weg ins Finale immer wieder etwas aus.

Das Motiv für die Verbrechen, das das Finale schlussendlich zutage fördert, ist mir persönlich außerdem ein bisschen zu schwach, als dass es rechtfertigen würde, dass so viele Menschen sterben müssen. Auch die Erklärung dafür, die der Drahtzieher im Hintergrund liefert, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen.

Nichtsdestotrotz hat es Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, da es mich schon aufgrund seiner Komplexität, seiner ungewöhnlichen Figuren und seines interessanten Themas fesseln konnte. Der Autor lässt in seinem Nachwort zwar offen, ob und wann es eine Fortsetzung geben wird, aber ich würde mich freuen, einen zweiten Teil mit diesen Protagonisten in naher Zukunft lesen zu dürfen.

Mein Fazit:

“Fleischmaler” ist ein Krimi, mit dem der Autor neue, ungewöhnlliche Wege geht. Eine intelligent aufgebaute Handlung, ungewöhnliche Protagonisten und das kunstgeschichtliche Thema haben dafür gesorgt, dass ich dieses Buch trotz gewisser Schwächen gerne gelesen habe. 3,5 Sterne, die ich daher auf 4 Sterne aufrunde.

  • ★★★★
  • Taschenbuch
  • 314 Seiten
  • Eigenverlag
  • 978-3982099613
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Rezension Joyce Summer – Madeirasturm

Eigentlich schrieb mich Joyce bereits im Frühling an, ob ich ihr neuestes Buch “Madeirasturm” lesen wollte. Klar wollte ich, nur machte mir die FH aus Zeitgründen ziemlich deutlich einen Strich durch die Rechnung. Weswegen ich gezwungen war, das Buch erst einmal eine Weile zurückzustellen.

Aber jetzt sollte es endlich sein. Und was läge näher, ein Buch im Sommer zu lesen, das auf Madeira spielt? Urlaubsfeeling pur! Wobei Comissario Avila das wohl anders sieht 😀 …

Der Klappentext:

Stürmische Zeiten auf Madeira …
Ein Sturm zieht auf. Im Hafen von Funchal wird die Leiche eines Touristen angespült.
Madeira rüstet sich, um eine Katastrophe und weitere Tote zu verhindern. Leticia Avila hat dagegen andere Pläne. Sie überredet ihren Mann, mit ihr das Wochenende in einem romantischen Hotel in den Bergen zu verbringen.

Aber der scheinbar so idyllische Ort wird bald gestört: Eine Leiche treibt am Morgen im Hotelpool. Abgeschnitten von der Zivilisation versucht Comissário Avila, dem Sturm und den Machenschaften des Mörders zu trotzen. Wird es ihm gelingen, seine Familie zu beschützen?

Meine Meinung:

Mit “Madeirasturm” begleiten wir bereits ein zweites Mal den sympathischen Comissario, der gern ein bisschen zu viel isst und trinkt, auf seinen Ermittlungen, begleitet von seinem treuen Subcomissario Vasconcellos. Aus diesem Grund möchte ich jedem ans Herz legen, mit dem ersten Teil “Madeiragrab” zu starten. Nicht dass man diese Geschichte nicht auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, aber die Autorin bezieht sich einige Male auf den ersten Teil, sowohl was die Handlung als auch die handelnden Figuren angeht …

Mittlerweile Vater einer kleinen Tochter, ist Avila zunächst alles andere als begeistert, als ein toter Tourist aufgefunden wird. Da es zunächst allerdings danach aussieht, als ob der Mann seinem Drogenkonsum zum Opfer gefallen ist, lässt er sich von seiner Frau überreden, einen Kurzurlaub zu machen. Nicht ahnend, dass er bald – von der Umwelt und seinen Kollegen abgeschnitten – erneut auf Mörderjagd gehen muss.

Ich gebe zu, das Szenario hört sich auf den ersten Blick nicht wirklich neu an, aber Joyce gelingt es, dem bekannten Setting einige interessante Aspekte abzugewinnen. Denn die Geschichte wird, als der Sturm erst einmal ausgebrochen ist, aus zwei Perspektiven erzählt. Avilas Subcomissario bekommt dabei mehr Verantwortung als bisher, wir lernen ihn dabei als einen umsichtig agierenden Mann kennen, der es versteht, die neuen Mitarbeiter – den jungen Polizeiaspiranten Baroso und den Hundeführer Fonseca – in sein Ermittlungsteam zu integrieren.

Von den Nebenfiguren ist es auch Fonseca, den ich hier am meisten mochte. Anfangs eher unfreundlich und besserwisserisch dargestellt, kann er in dieser misslichen Lage bald beweisen, dass er sein Herz doch am rechten Fleck hat. Ob wir in Zukunft mehr von ihm lesen dürfen? Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn er mit seinem belgischen Schäferhund Galina öfter auftauchen würde.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass sich Avilas Verhältnis sowohl zu seinem Chef Lobo als auch zu seinem Schwiegervater Oriol in dieser Geschichte verbessert, denn die gemeinsame Krise im Hotel schweißt alle zusammen. Hier gab es einige schöne Szenen, die Avila noch mehr von seiner privaten Seite als Familienmensch zeigten. Die Liebe zu seiner Frau und seiner Tochter beschreibt Joyce sehr anschaulich, sodass es mir nicht schwerfiel, mit ihm mit Angst zu haben, dass seiner Familie etwas zustoßen könnte.

Und wie schon beim letzten Mal hatte ich auch hier recht bald wieder das Gefühl, mit Avila auf Madeira zu sein, mit ihm durch die Straßen zu gehen, die einheimischen Getränke und Gerichte zu kosten… Einfach wunderbar! In diesem Sinn fand ich auch das Nachwort sehr gelungen, wo die Autorin darauf eingeht, welche (geografischen) Dinge im Buch erfunden sind und welche nicht.

Das Tüpfelchen auf dem i aber war wohl Joyce’ Anspielung auf eines ihrer früheren Bücher, indem sie den Comissario zu einem deutschen Krimi greifen lässt, dessen Cover ein Levadahäuschen ziert. Ein Schelm, wer hier nicht sofort an “Mord auf der Levada” denkt?

Mein Fazit:

“Madeirasturm” ist nach “Madeiragrab” das zweite Abenteuer, das Joyce Summer mit Comissario Avila als Hauptfigur auf der portugiesischen Insel spielen lässt. Meiner Meinung nach eine gelungene Fortsetzung, die Lust auf weitere Abenteuer auf Madeira macht!

  • ★★★★
  • E-Book
  • 332 Seiten
  • via tolino media
  • 978-3739445786
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Rezension Jennifer Wellen – Wenn der Winter dich küsst

Eine zauberhafte Geschichte, so herzerwärmend wie eine Tasse heiße Schokolade mit Schuss – so wirbt dp Digital Publishers für die neueste Geschichte aus der Feder von Jennifer Wellen. Ich weiß zwar nicht, ob ich diesen Vergleich so in der Form gezogen hätte, aber herzerwärmend war die Geschichte wirklich :).

Der Klappentext:

Alessa könnte ihr Leben verfluchen: Es gibt wirklich Schöneres, als bei Minusgraden in Minirock und High Heels an einer Bushaltestelle zu sitzen und zu frieren. Frisch verlassen, ohne Kreditkarte und ohne Plan, wie es weitergehen soll. Und das ausgerechnet an Heiligabend! Deshalb erscheint ihr der attraktive Soldat, der sie in seinem Auto mitnehmen will, wie ein Geschenk des Himmels.

Während der Fahrt stellen beide schnell fest, dass ihnen nicht nur die Sympathie gemein ist, sondern auch eine seelische Last, die beide seit Längerem mit sich herumtragen. Doch dann geschieht auf der langen Fahrt etwas, das die beiden unverhofft zusammenschweißt …

Meine Meinung:

Jennifer Wellen stellt uns in dieser Weihnachtsgeschichte Alessa und Sandro vor, zwei Menschen, die eigentlich nur durch Zufall aufeinandertreffen und die beide ihr Päckchen zu tragen haben, weswegen sie dem Fest der Liebe eher mit gemischten Gefühlen entgegenblicken.

Welche Päckchen das sind, erfährt der Leser allerdings erst so nach und nach, obwohl zwischen den Beiden von Anfang Funken sprühen. Doch gerade wegen dem, was ihnen widerfahren ist, sind sowohl Alessa als auch Sandro erst einmal zurückhaltend, was den anderen betrifft.

Da die Geschichte allerdings wechselweise mal aus der Perspektive von Alessa, dann wieder von Sandro erzählt, erfährt man Stück für Stück, was passiert ist. Dinge, die einen Menschen schon mal aus der Bahn werfen können, Dinge, wo man nicht weiß, wie man damit umgehen geschweige denn sie wieder gerade biegen kann. Aber auch Dinge, wie sie jedem Menschen dort draußen irgendwann einmal passieren können.

Aus diesem Grund fiel es mir nicht schwer, sowohl für Alessa als auch für Sandro Sympathien zu entwickeln und mit ihnen mitzufühlen. Ja, mitfühlen, denn ich habe doch beim Lesen das eine oder andere Tränchen verdrückt, vor allem dann, wenn wieder ein Geheimnis mehr gelüftet wurde, warum beide so sind, wie sie sind. Vor allem Sandro tat mir hier wirklich sehr, sehr leid …

Natürlich wäre es aber keine Weihnachtsgeschichte, wenn nicht auch ein klein bisschen der winterliche Kitsch regieren würde. Trotzdem versteht es Jennifer Wellen hier sehr gut, den “Zucker” nicht überquellen zu lassen. Ganz im Gegenteil: Irgendwann wünscht man als Leser Alessa und Sandro einfach nur das bisschen Glück und die Romantik, wonach sie sich beide sehnen.

Und auch wenn das Ende einen gewissen Teil der Handlung betreffend eher traurig ausfiel, hatte ich trotzdem das Gefühl, dass es so sein muss, so und nicht anders. Es wirkte damit einfach realistischer und nicht überfrachtet, auch wenn mir eine gewisse Szene auch einen großen Lacher entlockte (Ich sage nur “Rentier”, für die, die die Geschichte vielleicht schon kennen).

Einen kleinen Wermutstropfen hat die Geschichte, aber er ist zu vernachlässigen: Der Länge des Buchs ist es wohl geschuldet, dass sich einige Dinge bei der Handlung recht rasch entwickeln, dies störte mich allerdings nach dem ersten Drittel nicht mehr so wirklich.

Mein Fazit:

Wer auf der Suche nach einer schönen weihnachtlichen (und doch ein klein bisschen realistischen) Liebesgeschichte ist, kann mit diesem Buch nicht viel falsch machen!

  • ★★★★
  • E-Book
  • 143 Seiten
  • dp DIGITAL PUBLISHERS
  • 978-3960875840
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Rezension Neal Shusterman – Scythe “Der Zorn der Gerechten”

Auch wenn ich “Die Hüter des Todes” an vielen Stellen als etwas langatmig empfunden habe, hat mich das nicht davon abgehalten, Teil 2 eine weitere Chance zu geben. Und was soll ich sagen: Einiges von dem, was ich an Teil 1 nicht so toll fand, hat sich in “Der Zorn der Gerechten” deutlich zum Besseren gewandelt :).

Der Klappentext:

Citra und Rowan leben in einer perfekten Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Die Entscheidung über Leben und Tod treffen nicht mehr Schicksal oder Zufall, sondern die Scythe, die diejenigen auswählen, die zum Wohle aller geopfert werden müssen.

Gemeinsam haben Citra und Rowan die Ausbildung zum Scythe überstanden, doch nur Citra wurde auserwählt, die Robe, den Ring und die fast übermenschliche Verantwortung zu tragen.

Bei ihrer ersten Aufgabe jedoch, Rowan zu töten, versagt Citra. Stattdessen verhilft sie ihrer heimlichen großen Liebe zur Flucht. Und so kämpft Rowan jetzt aus dem Untergrund gegen die einzige Gefahr, auf die die perfekte Welt nicht vorbereitet ist: korrupte und gewissenlose Mörder in den Reihen der Scythe.

Meine Meinung:

Wir begegnen Citra und Rowan einige Zeit nach den Ereignissen von Teil 1 wieder. Citra, jetzt als Scythe Anastasia unterwegs, ist nun eine Junior Scythe, die nach wie vor bei ihrer Mentorin Scythe Curie lebt. Rowan dagegen ist untergetaucht – und macht auf einige Faust als Scythe Lucifer Jagd auf korrupte Scythe, die die ethischen und moralischen Grundsätze des Scythetums missachten.

Der heimliche Held dieser Geschichte ist jedoch der Thunderhead, die künstliche Intelligenz, die im Hintergrund die Geschicke der Menschen lenkt, über die wir in diesem Teil durch die tagebuch-ähnlichen Einschübe sehr viel erfahren. Der Thunderhead ist es auch, der eine neue Figur ins Spiel bringt, die ich von Anfang an sehr interessant fand: Greyson. Hier bin ich wirklich gespannt, was der Autor mit ihm noch vorhat.

Was mir dieses Mal auch deutlich besser gefallen hat, ist die Handlung. Während Teil 1 recht oft auf mich wirkte, als ob der Autor (noch) nicht recht gewusst hätte, welche Geschichte er eigentlich erzählen möchte, wirkte Teil 2 atmosphärisch deutlich dichter auf mich, was sich auch in der deutlich kürzeren Zeit widerspiegelte, die ich fürs Hören gebraucht habe. Man kann sich das in etwa wie George Lucas und Star Wars Episode IV bzw. V vorstellen – es ist, als ob der Autor hier in “Der Zorn der Gerechten” sich endlich gefunden hat.

Und um bei den Vergleichen zu bleiben: Das Finale hat mich mehrmals an einen ganz bestimmten Film mit Leonardo die Caprio und Kate Winslet denken lassen … Die Parallelen waren einfach nicht zu übersehen :). Trotzdem habe ich natürlich mitgefiebert, was sich Shusterman letztendlich für seine “Version” ausgedacht hat, da mir durch andere Rezensionen bekannt war, dass dieses Ende ganz anders als das ersten Teils ausfallen würde. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht.

Zur Lesung von Torsten Michaelis kann ich auch dieses Mal nur sagen: Sie ist solide. Ein klein mehr Dynamik hätte vor allem beim Finale der Lesung gutgetan, da wäre meiner Meinung nach deutlich mehr drin gewesen. Trotzdem hat die Geschichte es dieses Mal verstanden, mich so an das Hörbuch zu fesseln, dass ich Michaelis’ Art zu lesen irgendwann komplett ignorieren konnte.

Mein Fazit:

“Der Zorn der Gerechten” stellt in meinen Augen eine deutliche Verbesserung zu “Der Hüter des Todes” dar. Was zur Folge hat, dass ich jetzt schon neugierig bin, wie Shusterman diese Geschichte nächstes Jahr zu Ende bringen wird.

  • ★★★★
  • Hörbuch
  • 872 Minuten
  • Argon Verlag
  • 978-3732451890
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Rezension Ryder Carroll – The Bullet Journal Method

Ich gebe zu, ich habe mit einer gewissen Spannung diesem Buch entgegengefiebert. Auch wenn ich mittlerweile schon einige Bücher zum Thema “Bullet Journal” gelesen habe, war ich doch neugierig, was gerade der Erfinder selbst zu seinem System zu sagen hat.

Aus diesem Grund habe ich auch nicht lange gezögert, als die englische Ausgabe endlich zu haben war, der Preis hat das Seine dazu beigetragen, mich wieder einmal für das E-Book zu entscheiden.

Der Klappentext:

For years Ryder Carroll tried countless organizing systems, online and off, but none of them fit the way his mind worked. Out of sheer necessity, he developed a method called the Bullet Journal that helped him become consistently focused and effective. When he started sharing his system with friends who faced similar challenges, it went viral. Just a few years later, to his astonishment, Bullet Journaling is a global movement.

“The Bullet Journal Method” is about much more than organizing your notes and to-do lists. It’s about what Carroll calls “intentional living:” weeding out distractions and focusing your time and energy in pursuit of what’s truly meaningful, in both your work and your personal life. It’s about spending more time with what you care about, by working on fewer things. His new book shows you how to…

• Track the past: Using nothing more than a pen and paper, create a clear and comprehensive record of your thoughts.

• Order the present: Find daily calm by tackling your to-do list in a more mindful, systematic, and productive way.

• Design the future: Transform your vague curiosities into meaningful goals, and then break those goals into manageable action steps that lead to big change.

Carroll wrote this book for frustrated list-makers, overwhelmed multitaskers, and creatives who need some structure. Whether you’ve used a Bullet Journal for years or have never seen one before, “The Bullet Journal Method” will help you go from passenger to pilot of your own life.

Meine Meinung:

Jetzt ist es da, das Buch, auf das wahrscheinliche viele aus der Bujo-Community schon recht lange gewartet haben: “The Bullet Journal Method” aus der Feder von Ryder Carroll.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, die Ryder “The Preparation”, “The System”, “The Practice”, “The Art”und “The End” nennt. Um den – nennen wir es: technischen – Teil geht es in Abschnitt 2, wo Ryder seinen minimalistischen Ansatz, ein Bullet Journal zu führen, beschreibt. Wer sein Erklärvideo auf der Website gesehen hat: “The System” ist quasi das Video in Buchform, nur etwas ausführlicher.

Die Dinge, die ich in anderen BuJo-Ratgebern schmerzlich vermisst habe, etwa Erklärungen zur Migration oder Erklärungen zum Key, findet man hier genauso wie das, was in Ryders Augen das Herz eines Bullet Journals ausmacht: die vier Basismodule “Future Log”, “Monthly Log”, “Daily Log” und “Index”. Wer in diesem Zusammenhang auf der Suche nach Ideen für Layouts dieser Module ist, den muss ich leider enttäuschen. Da Ryder ausgemachter Minimalist ist, fokussiert er sich ausschließlich auf seinen Ansatz, der fast komplett ohne Zeichnungen, aufwändige Bilder und graphische Gestaltung auskommt.

In den übrigen Abschnitten beschreibt Ryder das Drumherum, mit denen man das Bujo dazu nutzen kann, sein Zeitmanagement, seine Lebenseinstellung und seine Produktivität zu verbessern. Neulinge in diesem Bereich werden damit sicher ihre Freude haben, denn Carroll erklärt dies alles mit einfachen und leicht verständlichen Worten, zum Teil in typisch amerikanischem Stil mit emotionalen Geschichten anderer Bullet Journal-Nutzer “garniert”.

Die Print-Ausgabe ist, wie ich in verschiedenen Videos gesehen habe, zum Teil wie ein Notizbuch gestaltet, in der E-Book-Ausgabe fehlt dies. Nachdem mir aber der Inhalt wichtiger war, konnte ich das problemlos verschmerzen. Ryders Englisch beinhaltete für mich zwar einige Fremdwörter, die ich nicht kannte, aber auch das war am E-Book-Reader kein Problem (Ein Hoch auf die Wörterbuch-Funktion).

Eines möchte ich für mich allerdings festhalten: Als mittlerweile leicht fortgeschrittenem Nutzer es mir nicht sooo viel Neues gebracht hat wie erhofft. Eigentlich hatte ich erwartet, dass Ryder etwas mehr darauf eingeht, wie er das Bujo entwickelt und was es ihm persönlich gebracht hat, aber dazu erzählt Ryder nur das, was eigentlich schon bekannt ist …

Stattdessen erklärt Ryder recht ausführlich, was seine Lebensphilosophie ausmacht: Es geht um Achtsamkeit, Ziele im Leben, Dankbarkeit, geistiges Entrümpeln, Unvollkommenheit, das Reflektieren über Dinge, die einem etwas bedeuten. Vieles, was Ryder in diesem Zusammenhang schreibt, fällt für mich ein klein wenig in die Rubrik “Hausverstand”, das muss aber natürlich nicht für jeden Leser gelten.

Zu jedem Thema stellt Ryder einen praktischen Ansatz vor, wie man seine Tipps im Bullet Journal in die Praxis umsetzen kann. Für jemanden, der wissen möchte, wobei Tracker, Collections und Listen helfen können, sicherlich sehr interessant. Für mich jedoch nicht ganz so nützlich, da mein Notizbuch mehr als Aufgaben-Planer und als Gedächtnisstütze dient als als Bullet Journal, wie es in der Community in der Regel geführt wird.

Ich möchte das Buch trotzdem all denen empfehlen, die neu in der Materie sind und eine Möglichkeit suchen, ihr vielleicht chaotisches Leben etwas besser in den Griff zu bekommen. Ryder bietet Neulingen viele interessante Ansätze, die man in sein Bujo übernehmen kann, aber nicht muss. Wer außerdem ein Buch sucht, das auf den grafischen, zum Teil eher mädchenhaften Ansatz bei seinen Erklärungen verzichtet, kann in meinen Augen mit gutem Gewissen zu Ryders Buch greifen.

Mein Fazit:

Fortgeschrittene Bujo-Nutzer werden durch dieses Buch wahrscheinlich nicht viel Neues erfahren, aber Neulingen ist es definitiv zu empfehlen, da Ryder leicht verständlich erklärt, worauf es ihm in einem Bullet Journal ankommt.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 336 Seiten
  • Penguin Random House
  • 978-0525533344
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Rezension Robert C. Marley – Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht

“Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht” ist mittlerweile schon der fünfte Band aus der Reihe um den sympathischen Chief Inspector aus London, den es tatsächlich gegeben hat. In diesem Band widmet sich Robert C. Marley einem Thema, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts bzw. zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr beliebt war: dem Spiritismus.

Der Klappentext:

London 1894 – Während in den Salons der feinen Gesellschaft rauschende Feste gefeiert werden und spiritistische Sitzungen, Hellseher und Geisterbeschwörer der letzte Schrei sind, kommt auf dem Markt von Covent Garden ein Straßenjunge unter mysteriösen Umständen zu Tode.

Was zunächst nach einem Routinefall aussieht, entpuppt sich schließlich als unheimliches Verbrechen, das Chief Inspector Swanson nicht nur an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln lässt, sondern ihn und sein Team auch an die Grenzen ihrer Kräfte bringt …

Meine Meinung:

Bereits mit dem Prolog sind wir mitten in der Geschichte drin, denn dieser wird aus der Sicht der jungen Louisa Balshaw erzählt, die offensichtlich Kontakt zu Geistern aufnehmen kann und die seit einiger Zeit sehr erfolgreich als Medium in London arbeitet.

Der Schwerpunkt dieser Geschichte liegt aber auf dem Straßenjungen Billy, der von allen nur Badger genannt wird. Als sein Freund Meg unter mysteriösen Umständen zu Tode kommt, wird Swanson zusammen mit Sergeant Phelps aktiv, denn er glaubt nicht an eine Krankheit, der der Junge erlegen ist.

Wie bereits in den früheren Geschichten mischen auch hier zwei weitere Bekannte mit, die Frederick Greenland unbedingt mit zu einer Séance nehmen wollen: Oscar Wilde und Sir Arthur Conan Doyle. Durch die Verbindungen der Figuren untereinander nimmt die Geschichte dann Fahrt auf, denn irgendwie stehen offensichtlich der tote Junge und das Balshaw-Haus in einer Verbindung miteinander …

Der Klappentext verspricht hier übrigens nicht zu viel, denn gerade der Auftakt hat wirklich etwas Unheimliches an sich … Und es bleibt in dem Zusammenhang natürlich nicht aus, dass sich auch der eher nüchterne Donald Swanson mit der Frage nach der Existenz von Geistern beschäftigen muss.

Im Vergleich zu den früheren Bänden nimmt unser ermittelnder Chief Inspector hier aber  eigentlich eine Nebenrolle ein, denn die wirkliche Hauptfigur ist meines Erachtens nach Badger. Badger, der zwar noch recht jung ist, durch seinen Freund Meg aber schon einiges gelernt hat. Und obwohl er als Taschendieb arbeiten und Informationen für seinen Quartiergeber Mister Specs besorgen muss, nicht auf den Kopf gefallen ist. Von ihm möchte ich gerne mehr in zukünftigen Bänden lesen!

Der Krimi ist dieses Mal recht solide ausgefallen, wo das Motiv zu suchen ist, lag in meinen Augen eigentlich schon sehr früh auf der Hand, lediglich wer genau der Täter war, war für mich eine gewisse Überraschung. Ein klassischer Fall von Fifty-Fifty, wo ich die falschen 50% erwischt habe.

Was ich allerdings ein klein wenig schade fand, war, dass das Finale – und damit die Auflösung –  verhältnismäßig rasch erzählt wurde. Da wäre schon noch etwas mehr drin gewesen. Ins Detail kann ich jetzt leider nicht gehen (Spoilergefahr), aber einige Fragen blieben für meinen Geschmack unbeantwortet, deren Antwort bzw. Bestätigung mich sehr wohl interessiert hätte …

Mein Fazit:

“Inspector Swanson und die Frau mit dem zweiten Gesicht” ist ein solider historischer Krimi, der mit der Figur des Straßenjungen Badger auch sozialkritische Töne anschlägt. Der Straßenjunge selbst hat sich einen Platz in meinem Herzen erobert, daher hoffe ich darauf, dass er auch in zukünftigen Bänden vorkommen wird.

  • ★★★★
  • E-Book
  • 280 Seiten
  • Dryas
  • 978-3940855817
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