Rezension George R.R. Martin – Das Lied von Eis und Feuer “Das offizielle Malbuch”

Schon als ich es das erste Mal gesehen habe, war ich sofort Feuer und Flamme für dieses Malbuch :). Ich bin zwar erst seit kurzem unter die Ausmaler gegangen, aber es macht wirklich großen Spaß – und ich habe in der Zwischenzeit auch schon ein bisschen Geld in mehr Farben bzw. Buntstifte gesteckt … Daher konnte ich auch nicht anders, als dieses Buch beim Bloggerportal anzufordern, als ich es dort endeckt habe. Auf diesem Weg vielen Dank für die prompte Zusendung!

Der Klappentext:

Ein Königreich für mehr Farbe!
Die spannendsten Charaktere und die faszinierendsten Szenen aus Das Lied von Eis und Feuer warten in diesem Buch darauf, durch Farbe zum Leben erweckt zu werden. Dabei sind der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die detailreichen Zeichnungen ermöglichen einen ganz neuen Zugang zur Welt von Eis und Feuer und bieten für jeden etwas – opulente Festmahle, prächtige Gewänder, weite Landschaften und vieles mehr. Ein außergewöhnliches und beeindruckendes Malbuch für die Fans des erfolgreichsten Epos unserer Zeit.

Meine Meinung:

Dieses Malbuch ist wirklich sehr, sehr hochwertig, das kann ich nicht anders sagen! Insgesamt fünf Illustratoren haben mit ihren Motiven dazubeigetragen, dass es sehr viele unterschiedliche Schwarzweißzeichnungen zum Ausmalen gibt. Manche gefallen mir sogar schon im nicht-ausgemalten Zustand, da bin ich stark am Überlegen, ob ich diese Bilder überhaupt kolorieren möchte :D.

Die Motive selbst reichen von den Wappen der Häuser, über einzelne Hauptcharaktere und Bewohner von Martins Welt bis hin zu einzelnen Szenen, die in den Romanen vorkommen. Alle Zeichnungen sind jeweils auf der rechten Seite des Buches, während links kurze Texte bzw. Zitate aus den dazupassenden Romanen abgedruckt sind.

Das nachfolgende Motiv ist übrigens eines, wo ich mir noch nicht sicher bin, ob ich es wirklich ausmalen will – sieht es nicht toll aus in Schwarzweiß?

Da ich bereits am Anfang Probleme hatte, mich zu entscheiden, mit welchem Motiv ich anfangen sollte, habe ich am Ende einfach das erste genommen – das Wappen der Starks:

Da ich mich gerne beim Malen an die Vorlagen halte, so es welche gibt, habe ich mich bewusst dafür entschieden, den Hintergrund des Schilds weiß zu lassen. Das Originalwappen zeigt nämlich einen grauen Schattenwolf auf weißem Grund :). Hier natürlich noch das fertige Bild, das wollte ich euch nicht unterschlagen:

In der Zwischenzeit habe ich übrigens schon mit dem nächsten Wappen weitergemacht, dem der Baratheons … Man kann irgendwie ganz schön süchtig werden danach, kommt mir vor :). Trotzdem muss ich mich jetzt wohl oder übel ein wenig einbremsen, da ich auch noch andere Bücher bei mir liegen habe, die gelesen werden wollen.

Einen kleinen Kritikpunkt muss ich bei aller Begeisterung aber doch anbringen: Gerade die Motive der Personen und der Szenen (siehe Fotos oberhalb) reichen bis an den Rand. Dort schön auszumalen, stelle ich mir schon etwas schwierig vor – da kommt man doch mit den Stiften nur gut hin, wenn man das Buch mit aller Gewalt aufdrückt … Und ob das für den Rücken auf Dauer gut ist, wage ich ehrlich gestanden zu bezweifeln.

Mein Fazit:

Dieses Malbuch ist einfach top! Und ich empfehle es allen, die “Game of Thrones” mögen UND gerne malen :). Das einzige, was ich nicht so gut gelöst finde, ist die Art der Herstellung des Buches. Hier wäre es sinnvoller gewesen, zu einer anderen Bindung zu greifen, damit man an den Rand der Motive besser herankommt.

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Rezension Ursula Poznanski – Layers

“Layers” ist ein Buch, auf das ich schon eine Weile gewartet habe, ich gebe es offen zu :). Seit ich Cover und Trailer das erste Mal gesehen habe, war ich schon neugierig – und der eher mysteriöse Text, mit dem der Loewe Verlag das Buch bewirbt, hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt.

Zum Inhalt:

Dorian ist 17, lebt auf der Straße und gerät eines Tages in einen Konflikt mit einem anderen Obdachlosen. Als er am nächsten Tag aufwacht, ist der Obdachlose tot und Dorians Taschenmesser wird bei der Leiche gefunden. Ehe Dorian entscheiden kann, was er tun soll, wird er von Nico angesprochen und zu Bornheims Villa gebracht, wo er etwas zu essen, neue Kleidung und Unterricht erhält. Was am Anfang alles relativ harmlos und freundlich klingt, verbirgt allerdings ein Geheimnis. Ein Geheimnis, auf das Dorian eher zufällig stößt und das für ihn schwerwiegende Konsequenzen hat …

Meine Meinung:

Das Buch hatte ich ja schon relativ lang auf meiner Vormerkliste, allerdings wollte ich es mir eigentlich als Hörbuch holen … Irgendwie machte mir allerdings unsere lokale Buchhandlung einen kleinen Strich durch die Rechnung, denn dort ist das Buch schon seit 30. Juli erhältlich – und schon alleine wegen des megagenialen Covers konnte ich einfach nicht anders, als zuzuschlagen, als ich es liegen sehen habe :D.

Poznanski ist bei ihren Jugendromanen eine echte Meisterin der kleinen und subtilen Andeutungen. Selbst am Anfang fragt man sich bereits einige Male, was es mit bestimmten Kleinigkeiten auf sich hat, die für sich gesehen relativ harmlos wirken. Nach und nach zieht sie die Handlung dann immer mehr an, bis man gar nicht mehr anders kann, als immer schneller Seite um Seite zu verschlingen.

Nachdem ich jetzt nicht verraten möchte, was es mit dem Buchtitel auf sich hat, muss ich mich absichtlich ein bisschen zurückhalten (Man erfährt es etwa nach einem guten Drittel des Buches). Eines kann ich allerdings sagen, denke ich, ohne allzu viel zu verraten: “Layers” hat mit “Erebos” ein paar Dinge gemeinsam – wer also Poznanskis Jugendbuch-Erstling geliebt hat, dem kann ich auch dieses Buch mit gutem Gewissen ans Herz legen!

Natürlich gab es auch einige Details, mit denen ich mich jetzt nicht so sehr anfreunden konnte, dies waren aber lediglich Details – und sie tragen Gott sei Dank nicht so viel zur Handlung bei, als dass man sie nicht mit gutem Gewissen ignorieren könnte.

Das einzige, womit ich nicht so 100%ig zufrieden war, war die rasche Auflösung am Schluss. Hier hätte Poznanski meiner Meinung nach durchaus noch ein bisschen mehr ins Detail gehen können – auch wenn man alles erfährt, was man wissen möchte, um das Gefühl zu haben, ein rundes Ende vor sich zu haben. Möglicherweise bin ich aber auch ein klein wenig voreingenommen, denn das Buch hätte für mich auch den doppelten Seitenumfang haben können – und ich hätte es verschlungen!

Mein Fazit:

Poznanski weiß einfach, wie man Spannung erzeugt! Besonders ihre Jugendromane überzeugen – so auch ihr jüngstes Buch “Layers”. Manchmal wünschte ich mir nur, dass auch ihre Erwachsenenromane sich auf einem ähnlich hohen Niveau bewegen würden …

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Rezension Sarah Elise Bischof – Panthertage

Durch Lovelybooks bzw. Sarah Bischofs Online-Lesung wurde ich auf das Buch aufmerksam und kämpfte mich einen Tag später durch unsere Buchhandlungen, um wenigstens ein Exemplar von Panthertage zu ergattern …

Zum Inhalt:

Sarah ist 20, als sie die Diagnose erhält, dass sie Epilepsie hat. Zehn Jahre und mehrere Antiepileptika später ist sie zu einer selbstbewussten jungen Frau herangewachsen, die nicht mehr bereit ist, mit den Vorurteilen und Einschränkungen zu leben, die die Gesellschaft ihr auferlegt …

Meine Meinung:

Schon bei der Lesung war ich restlos begeistert, sowohl von Sarahs humorvoller und charmanter Lesung als auch von dem Buch selbst. Leider wanderte das Buch danach direkt auf den SuB, da ich noch einige Rezi-Exemplare und andere Dinge vorziehen musste …

Anfänglich erwartete ich, dass Sarah ihr Leben beschreibt, all die Dinge, die einem im Alltag als Epileptiker begegnen. Dies passiert in dem Buch auch – aber man bekommt wesentlich mehr, sogar eine Liebesgeschichte, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann … Und das alles mit einfachen, berührenden Worten geschildert, die einem direkt ans Herz gehen.

Mehr als einmal dachte ich mir beim Lesen, dass man sich das als “normaler”, gesunder Mensch überhaupt nicht vorstellen kann, wie es einem mit dieser Krankheit geht, deren Anfälle sich ja nicht ankündigen und auf die man eigentlich immer gefasst sein muss – jederzeit, ausnahmslos, 365 Tage im Jahr.

Umso bemerkenswerter finde ich den Umstand, wie souverän Sarah mittlerweile damit umgeht, dass sie sich nicht unterkriegen lässt, ihre Träume zu verfolgen, ganz gleich wieviele Stolpersteine ihr bewusst oder unbewusst zwischen die Beine geworfen werden (Alleine die Szene beim Arbeitsamt, ich hätte schreien mögen, so viel Unverständnis, Dummheit und Ignoranz auf einem Haufen).

Eines sollte man sich beim Lesen auf jeden Fall bewusst machen: Sarah möchte nicht über die Krankheit selbst, sondern über ihr Leben damit aufklären. Dass es nicht leicht ist, sieht man in jedem Kapitel mit all den kleinen Details, die Sarah fast nebenbei einstreut, wo man sich mehr als einmal an den Kopf greift. Und trotz all dieser Dinge hat Sarah ihren Humor nicht verloren, sodass ich beim Lesen mehrmals am liebsten gleichzeitig gelacht und geweint hätte …

Der Schluss ist nüchtern betrachtet vielleicht ein wenig kitschig, allerdings litt ich zu diesem Zeitpunkt bereits so sehr mit, dass mir beim Lesen mehrmals die Tränen kamen. Gleichzeitig war es tröstlich, dass es Menschen gibt, die über diese Krankheit hinwegsehen und trotzdem den Menschen und nicht den Behinderten in den Vordergrund stellen.

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Rezension Andreas Winkelmann – Deathbook

Das Cover und der Titel machten mich ziemlich rasch neugierig. Deathbook als Anspielung auf Facebook? Auch die Leseprobe gefiel mir und als ich dann auch noch entdeckte, dass es bei Audible eine umgekürzte Fassung des Buch gab, das von Simon Jäger gelesen wird, wusste ich sofort, das wird mein nächstes Hörbuch :).

Zum Inhalt:

Kathi, die Nichte des Autors Andreas Winkelmann, wird von einem Güterzug überfahren. Der Autor glaubt aber nicht an einen Selbstmord des Mädchens und beginnt zu recherchieren. Recht bald tauchen im Internet erste Hinweise auf ein mysteriöses Netzwerk der Toten namens Deathbook auf …

Meine Meinung:

Simon Jäger ist einer meiner absoluten Lieblingssprecher in Sachen Hörbuch, er versteht es einfach wunderbar, den Figuren durch seine Art zu lesen Leben einzuhauchen. Mehr als einmal musste ich beim Hören an die Bücher von John Katzenbach denken, denen er ebenfalls seine Stimme geliehen hat (Nach wie vor ist “Der Patient” eines meiner absoluten Lieblingshörbücher). Auch hier gelingt es ihm wunderbar, den Hörer in die Geschichte zu ziehen, sodass man fast nicht anders kann, als zu hören, zu hören und nochmal zu hören.

Es passiert mir nicht sehr oft, dass ich wirklich jede freie Minute dazu nutze, um ein Hörbuch weiter zu hören, aber hier konnte ich einfach nicht anders. Winkelmann versteht seine Arbeit, schafft es, den Leser mit seiner Geschichte bei der Stange zu halten – und irgendwann wollte ich nur noch wissen, wer der perverse kranke Typ ist, der auf so perverse Weise die Jugendlichen tötet.

Das Thema Tod im Internet kommt dabei in sehr vielen Spielarten vor, zum Teil sogar ein wenig philosophisch angehaucht, mehr als einmal ist beispielsweise die Rede vom Tod 3.0 (wohl als Anspielung auf das Web 2.0).

Interessant fand ich auch die Idee, dass der Autor sich selbst zum Helden in der Geschichte macht, der Rest ist aber Gott sei Dank erfunden. Winkelmann hat zwar auch im wirklichen Leben eine Nichte, sie heißt aber nicht Kathi.

Ein paar Dinge haben mir allerdings bei aller Liebe zu dem wirklich spannenden Buch nicht gefallen: Mehr als einmal stolpert Winkelmann mehr als blauäugig durch die Szenen. An einigen Stellen so sehr, dass man ihn am liebsten packen und kräftig durchschütteln mag … Die Krönung ist eine Szene am Schluss, wo ein Mädchen eine Warnung bekommt, etwas Bestimmtes nicht zu tun, da es lebensgefährlich sein könnte (Ich verrate jetzt absichtlich nicht was, sonst ist es doch ein wenig ein Spoiler) – und was macht es? Na genau das, was es nicht tun soll *Kopf auf den Tisch*. Diese Klischees eines Thrillers hätte es wirklich nicht gebraucht, nein!

Mein Fazit:

Ein sehr spannender Thriller im Umfeld des allgegenwärtigen Internet, der als Hörbuch durch die Lesung des unvergleichlichen Simon Jäger noch einmal dazugewinnt. Ich vergebe fünf Sterne mit Bauchweh, da leider einige meiner Meinung nach unnötige Klischees auftauchen … Aber wie schon gesagt: Simon Jäger rettet (fast) alles ;).

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