Handlettering der Buchblogger / 07.2018

Aufgrund der SuBventur ist mein monatliches Handlettering der Buchblogger dieses Mal wieder ein bisschen später dran. Aber das passt schon, denn die Idee für das neue Lettering hatte ich zwar schon recht früh, aber nicht so recht Lust, sie unmittelbar danach auszuarbeiten. Was in gewisser Hinsicht ein Fehler war …

Warum? Weil ich mich die letzten Tage auf ein neues Thema konzentriert habe, was zwar in enger Verbindung mit dem Handlettering steht, mir aber recht viel Zeit auf YouTube gestohlen hat: Bullet Journaling.

Aus diesem Grund habe ich mich dieses Mal auch nur auf das eigentliche Thema von Tanja und Leni  konzentriert, die Fleißaufgabe außen vorgelassen (obwohl ich die Idee super finde, das können wir gern beibehalten!).

Das Thema lautete:
Lettere ein Wort, das dir beim Lesen deines aktuellen/letzten Buches ganz besonders gut gefallen hat.

Das Wort stammt zwar nicht aus meinem letzten Buch und das Buch selbst hat mir auch nicht gefallen, aber das Wort hat sich mir beim Lesen doch irgendwie eingebrannt: Superintelligenz.

Aufgetaucht ist es in Frank Schätzings “Die Tyrannei des Schmetterlings”. Und ich glaube, es ist hängengeblieben, weil ich es bisher eigentlich nur aus der SF-Serie “Perry Rhodan” kannte.

Okay, worum geht es in Schätzings Buch?

Kalifornien, Sierra Nevada. Luther Opoku, Sheriff der verschlafenen Goldgräberregion Sierra in Kaliforniens Bergwelt, hat mit Kleindelikten, illegalem Drogenanbau und steter Personalknappheit zu kämpfen. Doch der Einsatz an diesem Morgen ändert alles. Eine Frau ist unter rätselhaften Umständen in eine Schlucht gestürzt. Unfall? Mord?

Die Ermittlungen führen Luther zu einer Forschungsanlage, einsam gelegen im Hochgebirge und betrieben von der mächtigen Nordvisk Inc., einem Hightech-Konzern des zweihundert Meilen entfernten Silicon Valley. Zusammen mit Deputy Sheriff Ruth Underwood gerät Luther bei den Ermittlungen in den Sog aberwitziger Ereignisse und beginnt schon bald an seinem Verstand zu zweifeln. Die Zeit selbst gerät aus den Fugen. Das Geheimnis im Berg führt ihn an die Grenzen des Vorstellbaren – und darüber hinaus.

Die Wikipedia geht sogar noch ein bisschen darüber hinaus: “Das Thema des 2018 erschienenen Science-Fiction-Thrillers sind die Möglichkeiten und Gefahren der Künstlichen Intelligenz.

Aus diesem Grund habe ich mich für mein Lettering dieses Mal wieder von etwas IT-lastigem inspirieren lassen, einer Platine:

(© by Blickpixel / Pixabay.com)

Die Umsetzung meines Letterings hat mir allerdings gezeigt, dass Idee und Umsetzung sich wieder einmal ganz gewaltig widersprechen. Und mir war auch nicht klar, dass sich Lineal bzw. Geodreieck und Signo Penroller nicht unbedingt mögen … Kleine Patzer und Schmierer sind das Resultat, die aber jetzt trotzdem drin bleiben. Perfektionist, du bist halt einfach mal ruhig! 😀

Für den dunkelgrünen Hintergrund habe ich mir einen Tonpapierblock mit verschiedenfarbigen Blättern gekauft. Es ist zwar nicht unbedingt fürs Handlettering mit Brush Pens geeignet (Dafür ist es zu rau), aber alle anderen Stifte (Buntstifte, Filzstifte, Fineliner) kann man getrost verwenden. Mit 130 g/m2 brauche ich mir auch keine Sorgen machen, dass es allzu rasch durchscheint …

Bei der Gestaltung habe ich eine Weile überlegt, wie ich es halten will. Am Ende entschied ich mich das “Super” von Superintelligenz über die “Intelligenz” zu stellen. Das fand ich einfach passend, weil “super” ursprünglich aus dem Lateinischen kommt und dort schlicht und einfach “über” bedeutet.

Wer es übrigens ganz stimmig haben will, sollte sich folgenden Song anhören (oder zumindest im Kopf haben), während er sich das Lettering anschaut: Den Main Title aus dem Soundtrack zu dem (zugegebenermaßen schon recht alten) Film “Nummer 5 lebt”. Frei nach dem Motto: Bild und Ton als künstlerische Symbiose 😀 .

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Handlettering der Buchblogger / 06.2018

Nicht mehr lange und 2018 ist auch schon wieder zur Hälfte um. Manchmal frage ich mich wirklich, wo die Zeit hingeht … Im Vergleich zum Mai-Lettering hatte ich dieses Mal aber wieder etwas mehr Ruhe, um mich mit dem neuen Thema fürs Handlettering auseinanderzusetzen.

Deswegen gibt es dieses Mal auch wieder eine Fleißaufgabe, sprich ein zweites Lettering, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte, welcher Idee ich den Vorzug geben sollte.

Tanja und Leni haben das Thema ja bewusst nicht genauer formuliert, deswegen bin ich für eine Antwort auf diese Frage erst mal auf Goodreads gegangen …

Das Thema lautete:
Lettere den Titel deines Halbjahreshighlights 2018.

Nachdem ich eine ziemlich kritische Leserin bin, habe ich festgestellt, dass ich dieses Jahr tatsächlich erst zweimal 5 Sterne für einen Titel vergeben habe … Und zwar waren das folgende Bücher:

“Am berühmten Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt wird die junge Elise Hermann zur Pianistin ausgebildet. Ihre große Begabung verspricht eine glänzende Zukunft, und in Max von Hochem findet sie die Liebe ihres Lebens. Doch dann ändert sich alles, als Hitler an die Macht kommt. Elises Debüt-Konzert im März 1933 wird verboten, wie öffentliche Auftritte jüdischer Künstler generell verboten werden. Die junge Frau muss um ihr berufliches und bald auch persönliches Überleben kämpfen.

Vor der Kulisse des historischen Frankfurt am Main erzählt dieser Roman vom glücklichen und leidvollen Weg einer jungen jüdischen Frau zwischen 1929 und 1936.”

Falls euch das Buch näher interessiert: Eine Rezension zu dem Buch findet ihr hier :).

Der zweite Titel ist ein Comic. Und zwar “Maus” von Art Spiegelman. Dieses habe ich zwar nicht extra rezensiert, aber bei meinen monatlichen Tops & Flops erwähnt.

“Die Geschichte von Maus veränderte über Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst.

Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in dem Mund legt: Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen.

»Ein Jahrhundertwerk!«
taz”

Wie bereits erwähnt konnte ich mich anfangs nicht entscheiden, welchen Titel ich lettern sollte. Also nahm ich mir einmal den vor, zu dem ich rascher eine Idee hatte. Um diese Idee umzusetzen, brauchte es allerdings erst einmal eine Recherche. Denn irgendwo in meinem Kopf schlummerte da eine recht verkümmerte Erinnerung, dass es in Deutschland ja eine Zeitlang auch ganz besondere Handschriften gegeben hat …

Selbstverständlich landet man meistens als erstes bei der Wikipedia, aber ich finde, einen sehr guten, nicht zu langen und vor allem verständlichen Text zum Thema “Alte deutsche Schreibschriften” findet man auch bei Ramona von Kallimagie :). Schaut mal vorbei, wenn ihr die Unterschiede zwischen Sütterlin, Kurrent und der Offenbacher kennenlernen wollt!

Für das Lettering für “Frankfurt verboten” entschied ich mich schließlich für die Sütterlinschrift, denn der Gedanke, dass Elise in der Schule wohl diese Schrift gelernt haben müsste, hätte sie denn wirklich existiert, war naheliegend. Da ich allerdings mir nicht wirklich zutraue, auf einem weißen Blatt Papier die Buchstaben möglichst gerade und ordentlich zu schreiben, suchte ich mir eine Vorlage. Und fand gleich (wieder einmal) einen ganzen Stapel von tollen Schriften, die ich mir speicherte :).

Um auf Nummer sicher zu gehen, fertigte ich mir also eine Vorlage an und pauste sie ab. Da die Schriftvorlage aber nicht ganz authentisch ist, habe ich den Schriftzug nachbearbeitet – fallen euch die kleinen Unterschiede auf?

Eine Feder mit schwarzer Tinte besitze ich leider nicht, also musste wieder einmal einer meiner Filzstifte aushelfen. Ich glaube, sie heißen Fibreline, der Rest lässt sich leider nicht mehr so gut lesen …

Beim Foto machen hab ich dann am Handy noch einmal ein bisschen nachgearbeitet, damit es möglichst authentisch aussieht. So, als ob es in der Zeit wirklich jemand geschrieben haben könnte …

Das zweite Lettering entstand eigentlich verhältnismäßig spontan, einfach aus dem Gedanken heraus, jetzt hast du so schöne viele alte Handschriften als Vorlage gefunden … Ganz besonders gut gefällt mir ja auch die Kurrentschrift, auch wenn sie im Lauf der Zeit einige Veränderungen durchgemacht hat.

Deswegen habe ich diese Schrift genommen und mit ihr den Schriftzug für das zweite Lettering gestaltet, mit den Farben angelehnt an das Cover von “Maus”. Deswegen auch die rote Schrift mit dem weißen Rahmen drum herum, den ich mit meinem neuen Sigma Paintball Gelroller gezeichnet habe (Ja, Anja, ich hab endlich ein Schreibwarengeschäft gefunden, das ihn verkauft ;)).

Gezeichnet habe ich für dieses Lettering auf einem Transparentpapier, dass ich zum Fotografieren auf einen schwarzen Untergrund gelegt habe. Damit kam das Grau vom Cover des Comics wieder schön heraus, finde ich.

Hier noch einmal das Lettering ohne die Stifte im Vordergrund:

Ganz zum Abschluss muss ich noch folgendes loswerden: Ich glaube, ich bin verliebt! So schöne Schriften! Und ich finde es wirklich schade, dass wir Jungen diese Schriften immer weniger lesen können …

Alte Briefe, alte Postkarten, alte Dokumente von unseren Großeltern und Urgroßeltern wurden fast ausschließlich so geschrieben. Für mich ein Grund mehr, mich etwas mehr damit zu beschäftigen und nun zu versuchen, diese Schriften wenigstens lesen (und vielleicht auch ein klein bisschen schreiben) zu lernen :).

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Handlettering der Buchblogger / 05.2018

Und wieder ist ein weiterer Monat um und ein neues Handlettering ist fällig :). Mittlerweile bin ich wirklich froh, dass das Thema im Vorhinein bekannt gegeben wird, denn die letzte Zeit war bei mir mehr als chaotisch und stressig!

Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen und habe mir am Wochenende mehr oder weniger die Zeit rausgerissen, um zum neuen Thema von Tanja und Leni etwas zu gestalten.

Das Thema lautete:
Zeig uns ein DIY-Lettering mit einem buchbezogenen Thema.

Nachfolgendes Motiv ist schon ein bisschen nerdig, aber keine Angst, ich erkläre schon, was es damit auf sich hat. Die, die sich auskennen, wissen vielleicht schon, auf welches Buch ich anspiele? 😉

Handlettering 05/2018 Bild #1

Die Nullen und die Einsen stehen für das binäre Zahlensystem. Das Zahlensystem, mit dem jeder Computer arbeitet. Wenn man die Zahlenkolonne in unser dezimales System übersetzt, erhält man als Ergebnis 42.

42? Einige Leute werden jetzt bestimmt schon aufhorchen. Und ja, es geht genau um das Buch: Um Douglas Adams und sein “Per Anhalter durch die Galaxis”.

42 ist für Nerds berühmt-berüchtigt, denn es gibt eine Szene in dem Buch, wo ein Alien-Volk seinen Supercomputer nach dem Sinn des Lebens befragt. Der Computer rechnet jahrelang herum, bis er irgendwann fertig ist. Am Ende sind alle sehr, sehr gespannt, was das Ergebnis sein wird. Und die Enttäuschung ist riesengroß, als der Computer eben nur genau diese Zahl als Antwort auf die Frage nennt :).

Handlettering 05/2018 Bild #2

Noch kurz zum Lettering: Man sehe es mir nach, dass ich in Sachen Material oder Untergrund dieses Mal keine Experimente gemacht habe,  aber dafür hat die Zeit einfach nicht gereicht … Wie schon beim letzten Mal habe ich daher wieder mit Clairefontaine-Papier und meinen Stabilo-Stiften gearbeitet. Das Grün habe ich deswegen genommen, weil die alten, frühen Computerschriften (so wie im “Matrix”-Film) oft grün auf schwarzem Hintergrund dargestellt wurden.

Der Lesbarkeit halber habe ich auf Weiß aber lieber zu einem dunkleren Grün gegriffen. Die Schrift selbst ist – weil alte Computerschrift – absichtlich sehr pixelig gewählt. Ihr wisst schon, ich bemühe mich ja immer, meine Letterings möglichst stimmig zu gestalten.

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Handlettering der Buchblogger / 04.2018

In letzter Zeit hatte ich selten das Glück, dass mir auf Anhieb etwas Gutes zum monatlichen Handlettering-Thema eingefallen ist. Dieses Mal aber schon, juhu! Und ich hatte sogar etwas Zeit für eine “Fleißaufgabe”, aber dazu später mehr …

Eine erste Idee hatte ich ziemlich schnell, was ich lettern wollte, einfach aus dem Gedanken heraus, was bei mir die heftigsten Reaktionen beim Lesen hervorruft.

Das Thema lautete:
Lettern ein Gefühl, dass du beim Lesen eines Buchs empfunden hast.

Ich weiß, das klingt vermutlich auf den ersten Blick nicht schön, aber es sind im Grunde bei mir oft die negativ behafteten Gefühle, die mich am meisten mitreißen. Ich kann mich manchmal wirklich mit wahrer Leidenschaft über Bücher ärgern. Aber ich sehe das auch positiv. Denn selbst wenn mir das Buch nicht gefällt, wenn ich es grottenschlecht finde, ruft es doch bei mir eine Reaktion hervor. Das heißt, es hat mich trotzdem auf eine bestimmte Art und Weise berührt.

Aus diesem Grund habe ich mich zuerst mit dem Wort “Wut” beschäftigt. Ziemlich schnell war mir klar, dass ich diese Gefühl auch durch die Buchstaben selbst ausdrücken wollte, daher habe ich dafür zu einer sehr kantigen Schrift gegriffen. Als Draufgabe habe ich die Buchstaben (wieder einmal) rot gemacht, denn Rot steht für mich auch als Farbe für Aggression, also etwas, was oft mit Wut einher geht.

Der alte Perfektionist in mir hat hinterher natürlich wieder einmal festgestellt, dass der Weißraum vom Gefühl her zwischen dem U und dem T etwas zu groß ist. Aber dieses Mal war es mir tatsächlich egal 😀 …

Gearbeitet habe ich ein weiteres Mal mit meinen Stabilo Filzstiften auf Clairefontaine Druckerpapier.

Die bereits erwähnte Fleißaufgabe bestand dieses Mal daraus, dass ich mir überlegt habe, welches Gefühl in den letzten Wochen das stärkste war, dass ich beim Lesen empfunden habe. Auch hier kam ich relativ schnell zu einem Ergebnis und hatte auch eine Idee, wie ich das umsetzen wollte.

Zugegeben, die Buchstaben tanzen ein bisschen mehr aus der Reihe als gewollt, vor allem das T, aber dadurch ist es auch authentisch 😀 … Das Runde und Bauchige sprach mich für das Wort “Trauer” eigentlich sofort an, weil mich die Form ein wenig an Tränen erinnerte. Und Tränen sind für mich symbolisch für Trauer.

Ausgemalt habe ich die Buchstaben übrigens ebenfalls ganz bewusst nicht, weil a) mir das Wort so eigentlich besser gefällt und b) mir dann auch einfiel, dass ja nur bei uns die Farbe Schwarz für das Trauern steht, in Asien ist es die Farbe Weiß. Dieser Gedanke gefiel mir einfach, deswegen habe ich beschlossen, die Buchstaben so zu lassen, wie ich sie nach dem ersten Malen gesehen habe.

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Handlettering der Buchblogger / 03.2018

Habe ich nicht schon im Februar geschrieben, dass ich derzeit komplett Mandala & Muster-versessen bin? Ich glaube schon 😀 … Das ging auch im März jetzt so munter weiter, weswegen ich mich erst relativ spät mit dem neuen Thema beschäftigt habe.

Dieses Mal hat mir eigentlich wieder einmal mein Bücherregal die notwendige Inspiration gebracht (wie schon öfter), denn die besten Ideen habe ich immer, wenn ich mir die Bücher darin einfach so angucke und überlege, was man aus den Vorgaben machen kann.

Das Thema lautete:
Lettere den Namen einer Autorin oder eines Autors

Meine erste Idee war, den Namen von Dave Eggers an einen Kreis angelegt zu zeichnen – angelehnt an sein Buch “The Circle”. Tja, was soll man sagen, bei der Idee ist es dann auch geblieben. Ohne Vorlage keine Chance, das so hinzubekommen, wie ich mir das vorgestellt habe. Das ist wohl auch mein großes Problem beim Zeichnen, dass ich das fertige Lettering schon oft im Kopf vor mir sehe, die Wirklichkeit dann aber nicht mal ansatzweise heranreicht. Viele Grüße von meinem Perfektionismus …

Nach einigen weiteren Überlegungen landete ich dann bei Ken Follett, einem meiner Lieblingsautoren. Da er mittlerweile ja am bekanntesten für seine historischen Romane ist (obwohl er auch spannende Thriller geschrieben hat), wollte ich dazu passend eine Schrift. Da ich mich bisher mit diesen “altertümlichen” Schriften eher wenig auseinandergesetzt habe, suchte ich mir eine Vorlage auf der vielen Webseiten, die freie Fonts zum Installieren anbieten 🙂 . Habe ich schon gesagt, dass es jede Menge toller Schriften gibt? Am Ende hatte ich viel mehr installiert, als ich eigentlich wollte.

Am Ende habe ich mich allerdings doch für etwas entschieden, was den meisten von euch durch antiquarische Bücher bekannt sein dürfte: die Frakturschrift. In Handlettering Bildern taucht sie eher selten auf, weil man sie eigentlich mit einer bestimmten Feder geschrieben hat, aber ich mag sie trotzdem. Die allererste Version meines Blogs hatte noch diese Schrift im Header.

Gezeichnet habe ich dieses Mal wieder auf Transparentpapier, weil der Goldstift auf dieser Unterlage meiner Meinung nach am besten funktioniert. Der Grund ist, dass ich es mir in den Kopf gesetzt hatte, die Initialen – das K und das F – so ein bisschen wie Schmuckbuchstaben zu gestalten (so wie man es aus den mittelalterlichen Kodizes kennt).

Wie immer ist es nicht unbedingt das, was ich ursprünglich im Auge hatte, aber es geht nichts über ein bisschen Flexibilität 😀 .

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Handlettering der Buchblogger / 02.2018

Obwohl dieses Mal das Thema fürs Handlettering schon seit Mitte Jänner bekannt war, muss ich zugeben, dass mir der Zugang dazu nicht leicht gefallen ist. Warum das so ist, weiß ich ehrlich gestanden selbst nicht so genau …


Zeit war eigentlich genug, aber trotzdem kam mir einfach keine Idee, weder zum Text noch zur Gestaltung. Manchmal fühlt sich das Hirn eben wie leer gefegt an.

Das Thema lautete:
Lettere ein Lesezeichen

Meine Schwierigkeiten begannen schon damit, dass ich einfach nicht wusste, was ich auf das Lesezeichen schreiben sollte. Bei einem Lesezeichen hat man ja eigentlich ganz schön viele Freiheiten, aber nichts konnte mich so wirklich ansprechen. Ich guckte mir Bilder im Netz an, fand auch einiges, aber ich wollte eher etwas Einfaches und Schlichtes. Keinen Spruch, keinen Satz, sondern möglichst nur ein oder zwei Wörter.

Ich erinnere mich, dass ich einen ganzen Nachmittag herumgekritzelt habe, immer auf der Suche nach Inspiration, aber nichts gefiel mir so richtig. Dann war sicher mal vierzehn Tage Pause, ohne dass ich dem Handlettering weitere Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Stattdessen holte ich mein Mandala-Ausmalbuch heraus und begann wieder Muster auszumalen …

Mandala Muster

Brushpens eignen sich übrigens auch hervorragend dafür, habe ich gemerkt, auch wenn ich sie nicht unbedingt zu diesem Zweck gekauft hatte … Das nur mal so am Rand :).

Die Mandalas brachten mich dann aber auf die Idee, dieses Mal das Lesezeichen in Form eines Musters zu machen, eines sehr bunten Musters. Ich holte mir meinen Block mit kariertem Muster und begann etwas vorzuzeichnen, dann überlegte ich, welche Buchstaben es werden sollten.

Irgendwann kam darüber hinaus die Idee eines Buntglasfensters dazu, auch hier sah ich mir verschiedene Motive und Farben an. Hier dominieren ganz klar kräftige und strahlende Farben, daher gestaltete ich das Lesezeichen selbst ein klein bisschen wie ein Mandala …

Zugegeben: Ich habe am Ende auf die kräftigen dunklen Linien, die die Buntglasfenster dominieren, verzichtet. Aber irgendwie gefällt es mir jetzt ohne “Rahmen” besser, die Farben können ohne Einschränkung leuchten und strahlen.

Mag sein, dass die Aufforderung “Lies” ein klein bisschen einfallslos ist, aber ich finde in Verbindung mit einem Buch, dass jetzt schon seit mehr als einem Jahr bei mir subbt, finde ich diese Aufforderung für mich durchaus passend :D.

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Handlettering der Buchblogger / 01.2018

Nachdem dieses Mal das Thema schon seit Dezember bekannt war (Danke dafür!), konnte ich mir in Ruhe während der Weihnachtspause ein paar Gedanken machen. Eine Idee hatte ich recht schnell, dafür haperte es an der Umsetzung.

Ich hätte zwar in der freien Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr viel Zeit gehabt, hatte aber kein Papier und keine Stifte dabei … Und danach fehlte mir ehrlich gestanden die Lust, denn es macht nur wenig Spaß, permanent zu Taschentüchern greifen zu müssen. Aber egal, kommen wir zum Wesentlichen :).

Das Thema lautete:
Lettere dein Lieblingsgenre

Eigentlich habe ich kein Lieblingsgenre, nicht wirklich. Ich lese mehrere Genres sehr gerne, wechsle immer wieder ab. Das ließ mir aber auch die Freiheit, einfach willkürlich etwas zu wählen :). Daher habe ich mich für ein Genre entschieden, was wohl eher weniger bei den übrigen Teilnehmern auftauchen wird. Und ich finde, Abwechslung muss sein, damit wir hier ein bunt gemischtes Potpourri zusammenbringen :).

Für die Umsetzung habe ich mich dieses Mal ein bisschen von einem ganz bestimmten Film inspirieren lassen – ich gebe es zu. Ich zeige euch jetzt einmal das Ergebnis, ihr dürft dann raten. Vielleicht erkennt ihr die Schrift? Das Ergebnis verrate ich in den Kommentaren ;).

Gezeichnet habe ich dieses Mal wieder mit Buntstiften, ich hatte ursprünglich eine Kombi aus Filzstiften und Buntstiften geplant, da fiel allerdings der farbliche Abstand zwischen den Buchstaben und dem zarteren Blau viel zu hart aus … Und eigentlich wollte ich es so, dass gerade bei dem “Fiction” eine gewisse Unschärfe da ist :). Daher haben mir dieses Mal nur Buntstift, Papier und ein Lineal zum Zeichnen Gesellschaft geleistet.

Zum Digitalisieren habe ich dieses Mal die CamScanner-App verwendet, die Anja bereits früher einmal vorgestellt hat. Das hat durchaus ganz gut funktioniert, nur hat das automatische Aufhellen mir die Unschärfe weggenommen. Also hab ich die Zeichnung mit PhotoshopExpress (Ja, es gibt ein abgespecktes Photoshop auch fürs Smartphone!) weiter bearbeitet – und dabei ist mein Spieltrieb auch gleich mal zum Vorschein gekommen. Nicht jeder Filter ist wirklich geeignet, aber eines der Ergebnisse wollte ich euch doch noch zeigen, weil ich es wirklich mag.


Ich gebe zu, für dieses Motiv hätte dunkles Papier wirklich toll ausgesehen … Dieser Blaupausen-Look hat schon was. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal, blaues oder schwarzes Papier aufzutreiben, das dafür geeignet ist.

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