Vom SuB befreit: Knochenfinder

Ich weiß, diese Rubrik hat es jetzt schon eine ganze Weile hier nicht mehr gegeben, aber jetzt passt es endlich wieder einmal :).

Aus dem einfachen Grund, weil ich aufgrund von Jannas und Kerstins “SuBabc”-Challenge wieder vermehrt zu Büchern von meinem Stapel mit ungelesenen Büchern greife. Und damit ist es sogar ein Buch geworden, von dem ich nicht einmal wusste, wie lange es nun wirklich sein Dasein auf meinem SuB gefristet hat. Bei den meisten konnte ich es zumindest auf das Jahr und den Monat einschränken, bei diesem wusste ich nicht einmal mehr das Jahr …

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Dieses Mal geht es um “Knochenfinder” von Melanie Lahmer, erschienen 2012 bei Bastei Lübbe.

Klappentext:

Wenn Geocaching zum blutigen Spiel ohne Grenzen wird…

Ein Schüler verschwindet spurlos. Wenig später wird in einem Geocaching-Versteck im Rothaargebirge ein Finger gefunden, und an der Schule des Vermissten kursieren brutale Gewaltvideos.

Kommissarin Natascha Krüger und ihre Kollegen suchen nach einem Täter – und ahnen nicht, welches grausame Spiel dieser mit ihnen spielt. Denn kurz darauf gibt es einen weiteren Geocaching-Fund …

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Eigentlich hatte ich es verschenkt, aber wie das so ist: Ab und zu finden die Bücher den Weg wieder zu einem zuück, wenn es heißt, das könnte dich doch auch interessieren.

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Eigentlich gab es jetzt sogar zwei Gründe, denn in diesem Monat sind bei der Motto Challenge Bücher gefragt, wo der Titel nur aus einem Wort besteht. Und so viele habe ich tatsächlich nicht mehr bei mir liegen … Und freundlicherweise besteht auch eine Aufgabe für die SuB Challenge daraus, ein solches Buch zu lesen. Das nenne ich dann freundlicherweise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen 😀 .

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Man merkt der Autorin an, dass sie selbst Geocacherin ist. Ich habe jedenfalls beim Lesen keine Schnitzer entdecken können – und das will schon etwas heißen. Auch die beiden Ermittler Natascha Krüger und Hannes Winterberg fand ich eigentlich sehr sympathisch, natürlich haben beide so ihre Probleme, aber Gott sei Dank geht es hier einmal nicht um die üblichen Krisen und Klischees. Winterberg beispielsweise hat Probleme mit seinem pubertierenden Sohn, während Natascha mit ihrer Fähigkeit, der Synästhesie (Sie ist in der Lage, Dinge um sie herum in Farben umzusetzen), herumschlagen muss und sich eigentlich lieber versetzen lassen würde.

Ganz ohne Bekanntes geht es aber nicht ab: Die Handlung setzt schon auf einige Twists, die Krimi-Lesenr schon vertraut sein dürften. Und auch die Motivation des Täters, die gegen Ende gelüftet wird, fand ich etwas haarsträubend, aber das hat dem Lesevergnügen nur geringfügig geschadet.

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Ich habe das Buch mit vier Sternen bewertet, weil mich das Buch trotz einiger Schwächen gut unterhalten konnte. Geocaching als Hobby wurde hier sinnvoll eingearbeitet, auch wenn sicherlich einige Parallelen zu Ursula Poznanskis “Fünf” zu erkennen sind.

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Vom SuB befreit: Todesreigen

Ich habe wieder einmal ein Buch vom SuB befreit. Okay, das klingt jetzt so, als ob es wirklich lange dort gelegen hätte (dem war nicht so), aber eigentlich wollte ich es ja gar nicht erst dorthin befördern … Ein Buch eines Lieblingsautors am SuB? Eben!

Es haben sich in letzter Zeit allerdings einige Rezensionsexemplare eingeschlichen, da mussten sogar die Lieblinge einige Zeit zurückstehen.

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Endlich durfte “Todesreigen” von Andreas Gruber dran glauben, der aktuell vierte Teil der “Todes”-Reihe des Autors.

Klappentext:

Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch.

Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen.

Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen …

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Da ich mittlerweile den Veröffentlichungen von Andreas’ Bücher in der Regel schon entgegen fiebere, braucht es gewöhnlich nicht lange, bis ich in die Buchhandlung pilgere, mir die Bücher abholen. Tja, und dann drängten sich diverse andere Bücher leider (wieder einmal) vor …

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Im September passte es hervorragend zum aktuellen Thema der Motto Challenge (Gesichter bzw. Tiergesichter) – und es liegt nur noch ein Rezi-Ex hier …

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Obwohl gut ein Jahr vergangen ist, seit ich den Vorgänger “Todesmärchen” gelesen hatte, war ich sofort wieder drin. “Todesreigen” setzt einige Zeit nach den Ereignissen ein, wo wir Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez verlassen haben. Ich gehe jetzt bewusst nicht näher darauf ein, da der vierte Teil zwangsläufig schon spoilert, wenn man die vorigen Teile – vor allem “Todesmärchen” – nicht kennt.

Wie schon von Andreas gewohnt, katapultiert er einen unmittelbar in die Handlung, einen ersten Schockmoment hatte ich schon nach den ersten 30 Seiten … Danach wird das Tempo allerdings etwas ruhiger, es gibt wie schon im letzten Teil zwei Zeitebenen, auf denen wir erfahren, was Ende Mai bzw. Anfang Juni passiert.

Aufgrund der Ereignisse aus Teil 3 ist Sabine gezwungen, erst einmal alleine zu ermitteln bzw. sich neue Helfer zu suchen. Maarten dagegen kocht sein eigenes Süppchen, dies zeigt sich vor allem in der zweiten Hälfte des Romans sehr deutlich. Sogesehen nichts Neues, trotzdem darf er eine neue Seite von sich zeigen, die ich sehr spannend fand.

Überhaupt hatte ich dieses Mal das Gefühl, dass Andreas ganz bewusst alle bisherigen, bereits liebgewonnenen Fakten, Figuren etc. durcheinander würfelt, um etwas Neues zu schaffen. Sicherlich nicht so einfach für alle, die sich an bestimmte Dinge gewöhnt haben.

Und auch wenn sich die eine oder andere nicht nachvollziehbare Einzelaktion eingeschlichen hat, schaffte es Andreas erneut, dass ich vor allem ab der Mitte immer mehr das Tempo beim Lesen anzog (obwohl ich mir wirklich vorgenommen hatte, dieses Mal langsam zu lesen, tja, das hat wohl nicht sollen sein).

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Wie immer bin ich durch die Seiten fast nur geflogen, daher bekommt das Buch von mir trotz einiger kleiner Mängel vier Sterne. Tipp: Unbedingt die früheren Teile vorher lesen, sonst tut man sich nur unnötig schwer!

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Vom SuB befreit: Passagier 23

Und wieder einmal möchte ich ein Buch vorstellen, dass ich von meinem SuB befreit habe :). Dieses Mal geht es um einen Titel, der mir zum Lesen ausgesucht wurde …

Dank der “SuB den Sommer”-Challenge bekomme ich langsam, aber sicher ein Gefühl dafür, warum manche meiner Bücher zum Teil schon so lange subben … Manche Bücher waren mir einfach zu dick, manche wollte ich zwar lesen, konnte mich dann aber doch nie überwinden, sie in die Hand zu nehmen.

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Aufgabe fünf war, von den anderen Challenge-Teilnehmern entscheiden zu lassen, welches Buch ich lesen sollte. Ich entschied mich dafür, meine drei bis zu dem Zeitpunkt auf dem SuB befindlichen Fitzeks zur Wahl zu stellen. Das Ergebnis war mehr als eindeutig: Mehr als die Hälft stimmte für “Passagier 23”.

Klappentext:

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt …

Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff “Sultan of the Seas” – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler.

Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der “Sultan” kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der “Sultan” verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm…

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Das Buch fand seinen Weg als Taschenbuch als Geschenk zu mir. Da das Buch im Herbst 2014 erschien, also zu der Zeit, als ich hier zu bloggen begonnen habe, war es damals für mich fast omnipräsent. Und die Frage, was oder wer denn der ominöse Passagier 23 sein sollte, spukte mir immer wieder im Hinterkopf herum 🙂 …

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Ich konnte mich nicht so recht entscheiden, was ich von meinem SuB lesen sollte, also griff ich die Idee von Kaisu mit dem Buch-Speeddating auf und las drei Bücher etwa dreißig Seiten lang an. Am Ende entschied ich mich für dieses hier, weil ich das Gefühl hatte, dass ich damit nach den letzten Büchern (die wirklich richtig dick waren) gut durchkommen würde.

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Das Setting machte mich neugierig. Ein Thriller auf einem Kreuzfahrtschiff, das wochen- oder tagelang auf dem Meer unterwegs ist, hörte sich einfach mal nach etwas anderem an. Den ersten Dämpfer bekam ich aber schon nach den ersten dreißig Seiten – der Ermittler Martin Schwartz war für mich einfach nicht greifbar und viel zu übertrieben geschildert.

Ich konnte aber auch mit den übrigen Figuren nicht wirklich etwas anfangen. Keine zog mich wirklich so richtig in ihren Bann, als dass ich mit ihr mitfiebern wollte … Für mich eine deutliche Parallele zu “AchtNacht”, wo ich dasselbe Problem hatte.

Was ich allerdings interessant fand, waren die Informationen, die man quasi so nebenher erhielt. Offensichtlich sind Kreuzfahrten eine beliebte Methode, sich das Leben zu nehmen. Weltweit verschwinden immer wieder Personen von Schiffen. Der Ausdruck “Passagier 23” leitet sich daher davon ab, dass statistisch gesehen jeder 23. Passagier spurlos verschwindet.

In Summe fand ich den Thriller durchaus spannend, aber nicht herausragend. Und ein weiteres Mal wird es mir wohl ein Rätsel bleiben, warum Fitzeks Bücher schon so lange so beliebt sind … In meinen Augen gibt es sehr viele Autoren, die deutlich besser schreiben als er, auch wenn er persönlich sehr sympathisch rüberkommt.

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Nach einiger Überlegung habe ich mich für drei Sterne entschieden, weil ich “AchtNacht” ebenfalls drei Sterne gegeben habe und ähnliche Empfindungen bezüglich Plot und Figuren hatte.

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Vom SuB befreit: Lord Gordon

Heute möchte ich bei “Vom SuB befreit” einmal ein Kinderbuch vorstellen, das aber auch bestimmt auch für den einen oder anderen Erwachsenen geeignet sein dürfte.

Normalerweise interessiere ich mich ja nicht so sehr für Kinderbücher, aber gelegentlich verirrt sich doch das eine oder andere zu mir :).

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

“Lord Gordon – Ein Mops in königlicher Mission” von Alexandra Fischer-Hunold erschien eigentlich schon 2016, wurde aber jetzt 2017 auf der Criminale mit dem Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- und Jugendkrimi ausgezeichnet.

Klappentext:

Hundefutter, Hundehütte, Katzen jagen? Von wegen! Als Lieblingshund von Queen Victoria lebt Lord Gordon im Buckingham Palace und schläft auf seidenen Kissen. Bis eines Tages sein Freund, der Küchenjunge Colin, des Diebstahls beschuldigt wird und aus dem Palast flieht. 

Lord Gordon ist überzeugt, dass er diesen Fall bis zum zweiten Frühstück gelöst haben wird. Doch die Spur führt in die dunklen Gassen Londons …

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Ich war sofort begeistert, als die Autorin ihr Buch auf der Criminale bei einer kurzen Lesung vorgestellt hat. Einige Zeit später lieh ich es mir bei uns aus der Stadtbücherei aus :).

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Da die Leihfrist bekanntlich ja nicht unendlich ist, habe ich nur die angefangenen Bücher beendet und mir dann die knapp 260 Seiten an einem Sonntag Vormittag gegönnt.

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Die Geschichte ist eine Mischung aus Kinderkrimi, historischem Roman und Tierabenteuer. Lord Gordon, der Held des Romans, ist zu Anfang ein etwas hochnäsiger Mops, der sich selbst für etwas besseres hält. Trotzdem hat er sein Herz am rechten Fleck. Er zögert nämlich nicht, sich auf die Suche nach seinem Freund Colin zu begeben, als diesem vorgeworfen wird, den silbernen Teelöffel von Königin Victoria gestohlen zu haben (ein Lieblingsstück der Königin).

Da das Buch für Leser ab acht Jahren empfohlen wird, ist der Schreibstil eher einfach. Trotzdem ist man gleich in der Geschichte zuhause: Der Autorin gelingt es auch mit wenigen Worten sehr schnell, Sympathien für den kleinen Mops zu wecken. Als er das erste Mal den Palast verlässt, tut sich damit auch dem Leser ein Bild der Zeit auf, in der der Hund lebt.

Die liebevollen Zeichnungen und Illustrationen von Iacopo Bruno (siehe rechts) tragen das Ihre dazu, Groß und Klein für die Helden auf vier Beinen einzunehmen.

Einzig und allein der Schluss kam für meinen Geschmack ein bisschen zu schnell, aber das das trübte meinen insgesamt sehr positiven Eindruck nicht wirklich …

Es hat mir wirklich viel Spaß bereitet, Lord Gordon auf seinem Abenteuer zu begleiten – und es wäre schön, wenn es eines Tages eine Fortsetzung gäbe!

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Dieses Buch hat meiner Meinung nach volle fünf Sterne verdient. Schon lange nicht mehr habe ich so ein bis ins letzte Detail liebevoll gestaltetes Kinderbuch in der Hand gehabt. 

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Vom SuB befreit: Toter geht’s nicht

Und wieder möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, das schon eine Weile sein Dasein auf meinem SuB gefristet hat, ohne dass ich es geschafft hätte, es zu lesen …

Eigentlich habe ich um den Jahreswechsel herum schon einmal einen Anlauf genommen, aber es sollte damals wohl nicht sein :).

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

“Toter geht’s nicht” von Dietrich Faber. Das Buch ist der erste Teil einer Reihe, von der es aktuell vier Bücher gibt, ein fünfter Band ist für dieses Jahr angekündigt. Den Autor selbst dürften einige wohl auch durch seine Kabarattprogramme kennen, mir war er allerdings bisher unbekannt …

Klappentext:

Irgendwann ist Sense!

Faschingsumzug im Vogelsberg: Jubel, Trubel, Heiterkeit, und am Ende wird ein Mann erschlagen. Der Tote war verkleidet: als Tod.

Kriminalhauptkommissar Henning Bröhmann passt das überhaupt nicht. Er ist nämlich am selben Tag von seiner Frau verlassen worden und muss nun nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich auch um Kinder, Haus und Hund Berlusconi kümmern. Wobei nicht ganz klar ist, was mehr schlaucht: die Suche nach dem Täter, der Alltagskampf mit einer schwer pubertierenden Tochter oder die Frondienste in der Kindertagesstätte «Schlumpfloch».

Die Ermittlungen in Sachen Sensenmann führen direkt in die Schattenwelt der mittelhessischen Faschingskultur, zum Stimmungsmusiker Herr Bärt, der mit dem Schlager “Lass uns fummeln, Pummel” zu zweifelhaftem Ruhm gelangt ist. Sie führen außerdem zum depressiven Sohn des Toten, zu schrecklichen Comedy-Galas, jahrzehntelang totgeschwiegenen Schweinereien, mancherlei Liebeswirrungen, einem Verhör in einer finnischen Feng-Shui-Sauna und am Ende zu einem so dramatischen wie überraschenden Finale.

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Das Buch fand seinerzeit seinen Weg als Geschenk zu mir. So nach dem Motto: “Lies das, das wird dir gefallen”. Nachdem ich aber in der richtigen Stimmung für einen Regiokrimi sein muss, machte es sich das Buch erst einmal auf meinem SuB gemütlich …

Einen ersten Anlauf habe ich – wie bereits erwähnt – schon zu Beginn dieses Jahres genommen, dann kamen aber andere Bücher (mehrere Rezi-Ex) dazwischen, die zuerst gelesen werden mussten / sollten / wollten.

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Gute Frage. Challenge war dieses Mal keine dafür ausschlaggebend, aber ich hatte Lust auf etwas Kurzes und Lustiges – und die ersten dreißig Seiten ließen sich schon beim ersten Mal gut lesen!

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Vordergründig ist das Buch ein Krimi. Ein Kommissar, ein Toter und die Frage “Wer hat’s getan” – das sind die klassischen Zutaten. Was man allerdings nicht tun sollte, ist, mit zu hohen Erwartungen an den Krimi-Anteil in diesem Buch heranzugehen. Als reinen Krimi gibt es bestimmt bessere Bücher.

Die Stärke dieses Buch sehe ich persönlich in der Fähigkeit des Autors, “dem Volk aufs Maul g’schaut” auf unterhaltsame Weise umzusetzen. Er beherrscht es meisterlich, menschliches Verhalten zu charakterisieren und ein klein wenig zu übertreiben. Daraus ergeben sich viele kleine Szenen, die zur Aufklärung des Krimis zwar eher wenig beitragen, die nichtsdestotrotz aber wirklich mit einem Grinsen im Gesicht zu genießen sind.

Fabers Held Bröhmann ist außerdem endlich mal ein ganz normaler Held, einer, der Probleme mit seiner Familie hat (Als ob seine Teenie-Tochter nicht schon anstrengend genug wäre, verlässt ihn auch noch seine Frau), der eigentlich gar nicht unbedingt Polizist sein will (es aber nur seinem Vater zuliebe geworden ist) und dem daher der Tote beim Karneval eher ungelegen kommt.

Ein weiterer Pluspunkt stellt der Dialekt dar: Es ist am Anfang zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, den hessischen Dialekt vor sich geschrieben zu sehen, aber man gewöhnt sich dran – und mit der Zeit macht es wirklich Spaß. Wer es also wirklich richtig schön mit Lokalkolorit mag: “Toter geht’s nicht” ist dafür genau das Richtige!

Ich habe mir außerdem sagen lassen, dass die Hörbücher hier ebenfalls sehr zu empfehlen sind, weil dadurch der Dialekt noch besser wirkt. Das werde ich nun mit dem zweiten Teil der Reihe – “Der Tod macht Schule” – nachprüfen :).

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Ich habe mich für vier Sterne entschieden, weil mich das Buch wirklich gut unterhalten konnte.

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Vom SuB befreit: Mirror

Ich gestehe, ich liebe es, mir Aktionen auszudenken :). Der Gedanke für diese hier nagte ehrlich gestanden schon länger an mir, weil ich eine Möglichkeit gesucht habe, gelesene Bücher kurz und bündig ohne Rezension vorzustellen. Ich präsentiere daher hiermit: “Vom SuB befreit”.

Den Auftakt möchte ich mit einem Buch machen, das ich letzten Monat gelesen habe, allerdings hier nicht rezensiert habe.

1. Welches Buch hast du gerade vom SuB befreit?

Das erste Buch, was ich mit der neuen Aktion vorstellen möchte, ist “Mirror” von Karl Olsberg, das seinen Weg zu mir im Jänner gefunden hat.

Klappentext:

Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.
Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. 

Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen.

Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen …

2. Warum ist das Buch auf deinen SuB gewandert?

Verschiedene Blogger haben es auf ihren Seiten vorgestellt. Und schon das Cover machte mich neugierig, weil ich Thriller im IT-Umfeld durchaus spannend finde.

Deswegen wanderte das Buch zunächst einmal auf die Wunschliste für Weihnachten, ich habe es allerdings nicht geschenkt bekommen. Weil ich meine Neugier aber unbedingt befriedigen wollte, habe ich es dann in unserer Buchhandlung bestellt. Wie meist kamen mir beim Lesen dann aber andere Bücher dazwischen, die vorgezogen werden mussten / wollten :).

3. Weshalb hast du es jetzt gelesen?

Die Motto Challenge von Aleshanee war der Grund. Im April ging es nämlich darum, Bücher von möglichst vielen verschiedenen Verlagen zu lesen. Und von Aufbau hatte ich noch keines auf der Liste :).

4. Was hat dir an dem Buch gefallen / nicht gefallen?

Karl Olsberg entwirft in diesem Buch ein Szenario, von dem wir wahrscheinlich nicht mehr weit entfernt sein dürften. Der Mirror wirkt anfangs wie ein nützliches Helferlein, machte mir aber schon zu Beginn aufgrund seines umfassenden Wissens über seine Besitzer irgendwie Angst …

Ein Freund von Freya bringt es dann schön auf den Punkt:

“Diese Dinger überwachen dich rund um die Uhr. Sie versuchen, ein virtuelles Abbild von dir zu erstellen, und dann vergleichen sie es mit den Abbildern von hundert Millionen anderen. Das bedeutet, sie wissen nach kurzer Zeit mehr über dich als du selbst.”
Seite 242

Das Resultat fasst er bereits auf der nächsten Seite sehr gut zusammen:

“Es gibt genügend Leute, denen ihr Mirror sagt, was sie kaufen, wen sie anrufen und wem sie eine Mail schreiben sollen […]. Die Leute merken gar nicht, dass sie nur noch Marionetten sind, die an den unsichtbaren Fäden des MirrorNets hängen.”
Seite 243

Ich weiß gar nicht, was ich hier gruseliger finden soll, die Tatsache, dass er wahrscheinlich recht hat, dass wir uns nur zu gern “helfen” lassen oder dass wir gar nicht merken, wie wir hier manipuliert werden.

Olsberg gelingt es damit auf jeden Fall ausgezeichnet, gleichzeitig aufzuklären und zu unterhalten. Das Buch sollte daher eigentlich jeder gelesen haben, der sich nur ein klein bisschen im Internet bewegt. Aufgrund des zum Teil sehr einfachen Schreibstils können es auch problemlos Jugendliche lesen, auch wenn das Buch – glaube ich – eigentlich an Erwachsene gerichtet ist.

5. Wie hast du das Buch bewertet?

Ich habe mich schlussendlich für vier Sterne entschieden, weil das Buch es schafft, gleichzeitig zu unterhalten und aufzuklären.

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