Tops & Flops / 08.2018

Der August war im Vergleich zum Juli wieder ein etwas stärkerer Lesemonat. Es wird allerdings wahrscheinlich auch der letzte Monat in diesem Jahr gewesen sein, vermute ich, bei dem ich sagen kann, dass ich mehr als zehn Bücher in vier Wochen gelesen habe. Denn: Ich habe da so meine Vermutung, wie es in naher Zukunft mit meiner privaten Lesezeit aussehen wird – und die ist nicht so rosig …

Aber gut, lassen wir die Schwarzmalerei und schauen wir mal, was der August mir so gebracht hat. Ein Stichwort, was ich mit diesem Monat auf jeden Fall verbinde, ist “Neuerscheinungen”. Der SuB ist zwar ein klein bisschen geschrumpft, aber noch nicht nennenswert. Aber gut, wenn von den Lieblingsautoren etwas Neues erscheint, dann muss der SuB eben warten, stimmt’s?

Tops & Flops

Und etwas weiteres Gutes hat das auch: Ich habe mich aus meiner beginnenden Leseunlust befreien können. Nachdem der Juli eher mau war, habe ich mich zu Beginn des Monats nämlich bei einigen Büchern doch etwas treten müssen, sie zu lesen …

Deswegen hat es mich umso mehr gefreut, dass neben “Vox”, worauf ich schon länger neugierig war, auch endlich “Thalamus”, der neue Jugendthriller von Ursula Poznanski, zur Monatsmitte erschienen ist.

Top des Monats

Das Hörbuch zu “Thalamus” hat sich bei mir auch den in meinen Augen sehr verdienten Stockerlplatz im August geholt. Eine spannende Geschichte und eine tolle Lesung ließen mich tatsächlich seit langem wieder einmal an einem Hörbuch mehr oder weniger festkleben.

Das passiert mir mittlerweile nicht mehr oft, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Ursula es einfach draufhat, Geheimnisse und Rätsel so sehr mit einer unheimlichen Atmosphäre zu verweben, dass ich einfach nicht anders kann, als – in diesem Fall – zu hören, zu hören und nochmal zu hören …

Nach dem etwas untypischen “Aquila” ist die Autorin außerdem wieder zu dem zurückgekehrt, was sie am besten kann: Ein technisches Thema aufzugreifen und das mit viel Phantasie in ihren Roman einzubringen. Welches das ist, verrate ich natürlich nicht (Spoilergefahr), aber als altem Phantastik-Fan war es mir nicht fremd ;).

Flop des Monats

Einen echten Flop hat es im August Gott sei Dank nicht gegeben. Ich musste sogar eine Weile nachdenken, welchen Buchtitel ich wählen sollte. Am Ende habe ich mich wegen des eher enttäuschenden Endes doch für “Vox” entschieden.

Ich gebe zu, dass ich mir von diesem Buch alleine aufgrund seines Themas einiges erwartet habe, es wäre aber sicher besser gewesen, das nicht zu tun. Der Anfang war für mich ja auch sehr viel versprechend, da bin ich nur so durch die Seiten geflogen … Deswegen hat mich dieses Ende wohl umso mehr enttäuscht, schätze ich.

Den Fall “Starker Anfang, schwaches Ende” hatte ich jedenfalls schon länger nicht mehr bei einem Buch, das hat es mir auch nicht leicht gemacht, die richtigen Worte für meine Rezension zu finden …

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14 Gedanken zu „Tops & Flops / 08.2018

  1. Hallöchen,
    Ich liebe ja Deine Tops und Flops und auch diesmal kann ich wieder etwas für mich mitnehmen.
    „Thalamus“ muss eindeutig bei mir einziehen und „VOX“ wird von der Liste nun endgültig gestrichen.

    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    Liebe Grüße aus dem Norden
    Conny

    1. Liebe Conny,

      ich bin neugierig, was du zu “Thalamus” sagen wirst, das weiß ich jetzt schon :).
      Und “Vox”, naja, ich wollte es wirklich gern haben, ganz ehrlich … Das Ende halt …

      Liebe Grüße
      Ascari

  2. Schönen guten Morgen!

    Freut mich dass du wieder etwas mehr Leselust hast und ich hoffe, du behältst diese auch bei – auch wenn du in den nächsten Wochen vielleicht nicht mehr so oft Zeit hast … hauptsache es sind tolle Bücher dabei die dir Spaß machen 🙂

    Thalamus hab ich ja ebenfalls im August gelesen und auch ich war sehr begeistert! Bisher fand ich ja alle ihre Jugendthriller toll (auch Aquila), wobei mir die Enden immer etwas sehr konstruiert vorkamen. Bei Thalamus war das nicht der Fall, das fand ich zum ersten Mal rundum stimmig.

    Vox hab ich auch gelesen und ja, der Schluss war etwas schnell abgefertigt – trotzdem fand ich die Umsetzung des Themas gut.

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Mein Monatsrückblick

    1. Liebe Aleshanee,

      ich hab bei deinem Rückblick schon gesehen, dass wir gleich zwei Bücher im August gemeinsam haben :).
      Ich hoffe auch, dass mich meine Leselust noch eine Weile begleiten wird, aber ich bin auch realistisch. Wenn das Studium erst mal angefangen hat, werde ich wohl einiges auf meinem Blog umstellen müssen (vor allem bis sich dieser neue Rhythmus eingespielt hat, schätze ich).
      “Etwas schnell abgefertigt” – wenn sogar du das mal sagst, dann heißt das etwas. Gerade weil ich das Gefühl habe, dass du oft großzügiger bist als ich beim Bewerten :).

      Liebe Grüße
      Ascari

      1. Das kann ich mir gut vorstellen, dass die Zeit da leider weniger wird – aber dafür hast du ja auch anderes vor dir, das dir hoffentlich Spaß macht 🙂

        *lach* ja, ich bewerte halt meist vom Gefühl her. Bei Thalamus z. B. gabs auch 2-3 Kleinigkeiten die nicht so ganz gepasst hatten, aber das fiel einfach nicht ins Gewicht, weil ich wirklich von Anfang bis Ende total gespannt da saß und kaum zum Lesen aufhören könnte. Da mag ich dann einfach nichts abziehen.

        Bei Vox war es ähnlich – ich war wirklich sehr gebannt von dem ganzen was da passiert ist. Auch hier gabs zwischendurch Kleinigkeiten, die mich ein bisschen gestört haben und der Schluss, ja, das war jetzt nicht so gelungen. Aber wenn ich es im ganzen sehe, dann ist es okay – also für mich mit meinen 4 Sternen 😉 Ich hab es so gesehen dass sie das Thema einfach und eher oberflächlich anschneiden wollte – und natürlich darauf aufmerksam machen und aufrütteln. Und das ist ihr ja dann damit auch gelungen.

        Ich kann aber auch vom Gefühl her nach unten bewerten, mach ich auch ab und an, wenn es mir trotz vieler positiver Punkte einfach keinen Spaß oder keine Unterhaltung gebracht hat 😉

        1. Damit triffst du den Nagel auf den Kopf, ich bin jetzt schon sehr gespannt, was mich erwarten wird! Obwohl ich auch realistisch an das Studium herangehe: Irgendwann wird ganz bestimmt der Moment kommen, wo ich fluchen werde :D.

          Und meiner Meinung nach bewerten wir sowieso alle nach Gefühl. Wobei ich das aber nichts Schlechtes finde, denn Gefühle sind es, die mich überhaupt ein Buch in die Hand nehmen lassen. Neugier, Begeisterung, Mitgefühl, Trauer, Zorn – welches Medium kann das schon so gut wecken wie ein Buch? Manche Serien schaffen es noch, mich mitfühlen zu lassen, aber sonst fällt mir kein weiteres Medium ein.

          Ich glaube, ich hätte “Vox” sein Ende sogar verzeihen können, wenn ich nicht beim Lesen irgendwann das Gefühl bekommen hätte, dass der Autorin die Zeit beim Schreiben ausgegangen ist und sie einfach nur noch zu einem Ende kommen wollte / musste …

          Liebe Grüße
          Ascari

          1. Also von den Gefühlen her gibt mir Musik am allermeisten muss ich sagen. Da können manche Lieder auch richtig extrem meine Stimmung beeinflussen, obwohl ich vielleicht vorher ganz anders drauf war. Das geht in alle Richtungen von wütend, bis traurig, bis gut gelaunt. Da scheine ich sehr empfänglich zu sein 🙂

          2. Stimmt, da hast du recht! Das hab ich bei meiner Antwort in dem Moment net wirklich bedacht … Ich war irgendwie in dem Moment auf alles fixiert, wofür ich meine Augen verwende :D. Es gibt bei mir auch so Moment, da braucht es sogar nur ein paar Takte von einem Lied oder einem Stück und meine Gefühle fangen an, an die Oberfläche zu drängen.

  3. Du hattest echt einen tollen Lese-August! Bei mir war er eher mau. Ich habe was ganz merkwürdiges beobachtet: Wenn ich Urlaub habe, lese ich irgendwie weniger, als wenn ich arbeite! Es ist total wahnwitzig, weil ich mega früh aufstehen muss und eigentlich abends weniger Zeit habe, trotzdem lese ich merkwürdiger Weise mehr!

    “Thalamus” steht auch auf meinem Wunschzettel. Ich liebe Ursula Poznanskis Reihe um Beatrice Kaspary und Florin Wenninger (hoffentlich gibt es da demnächst wieder mehr!) und habe nun auch “Fremd” gemeinsam mit Arno Strobel angeschafft, worauf ich sehr gespannt bin. Außer “Thalamus” möchte ich auch gerne noch “Layers” von ihr lesen, da klingt auch sehr gut! 😀 Irgendwann habe ich wahrscheinlich alle ihre Bücher gelesen, so mein Gefühl. Sie ist genau die Autorin dafür! 😀

    Hmmm.. “Vox” wollte ich eigenltich auch lesen, aber nun bin ich unsicher. Mal sehen, vielleicht ergibt es sich, vielleicht nicht.

    Viele Grüße,
    Sandra

    1. Hallo Sandra,

      willkommen :). Ich freue mich ja immer, wenn ich neue Kommentare freischalten darf, auch wenn ich nicht immer die Schnellste beim Beantworten von Kommentaren bin …
      Das mit dem Urlaub kenne ich nur zu gut! Ich hab da das Problem, dass mein Tagesrhythmus auf einmal ein ganz anderer ist – und wenn ich im Urlaub viel unternehme, fehlt mir am Abend oft auch die Energie, noch ein paar Seiten zu lesen.
      Ursulas Erwachsenen-Romane lese ich auch sehr gerne, ihr Letzter – Schatten – war auch ein ganz schöner Pageturner :D. “Fremd” fand ich jetzt nicht so gut, dafür “Anonym” umso mehr. Sollte dir also “Fremd” nicht so gefallen (Wo sich die Story hin entwickelt hat, fand ich nicht so gelungen), gib “Anonym” trotzdem eine Chance ;).
      Wenn du die Möglichkeit hast, leih dir “Vox” am besten aus der Bücherei aus. Das mache ich auch immer, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich ein Buch mögen werde oder nicht.

      Liebe Grüße
      Ascari

  4. Ursula Poznanski steht schon sehr lange auf meiner Leseliste, aber bisher habe ich nur geschafft, zwei Bücher aus ihrer Kooperation mit Arno Strobel zu lesen. Ich muss es wohl doch endlich mal schaffen, etwas von ihr alleine zu lesen, es scheint sich ja sehr zu lohnen.

    Deinem gemischten Urteil über VOX schließe ich mich komplett an. Die ungute Atmosphäre am Anfang hat meine Hoffnungen geweckt, aber das Buch konnte nicht halten, was es versprochen hat. Immerhin hat es ein wichtiges Thema angepackt, auch wenn es keine Lösungen liefert, stößt es vielleicht doch eine Diskussion an.

    LG Gabi

    1. Liebe Gabi,

      ich sage das nicht sehr oft, aber – das ist ne Leselücke :D. Wenigstens eines sollte man schon von ihr gelesen haben, finde ich. Persönlich ist “Erebos” – mit der ich sie tatsächlich kennen- und lieben gelernt habe – mein Alltime-Favourite, aber auch ihre Erwachsenen-Krimis mag ich sehr gerne. Wobei ich da möglicherweise vielleicht auch nicht ganz objektiv bin, denn “Fünf” beschäftigt sich mit Geocaching :).

      Ich habe deine Rezi zu “Vox” in der Zwischenzeit gelesen, wir sind da wohl ziemlich gleicher Meinung. Das ist soooo schade, ich kann’s gar nicht ausdrücken, denn eigentlich hatte ich mir schon einiges von dem Buch versprochen. Aber was das Thema angeht, hast du natürlich recht.

      Liebe Grüße
      Ascari

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