Rückblick

Tops & Flops / 4Q.2021

Man könnte fast schon sagen, es gehört bei mir zum guten Ton, dass ich meinen letzten Rückblick auf die letzten drei Monate eines Jahres mit einer gewissen Verspätung liefere … Man darf aber nicht vergessen, dass ich mich im Moment auch mitten im Finale des ersten Semesters meines Master-Studiums befinde. Schon deswegen wird dieser Monat am Blog eher ruhig verlaufen, aber ich möchte trotzdem noch einen kurzen Rückblick auf die vergangenen drei Monate geben 🙂 .

Oktober und November waren lesetechnisch sehr vom Gruselbingo geprägt, weshalb ich im Verhältnis relativ wenige Bücher, dafür mehr Comics und Romanhefte gelesen habe. Im Dezember hat mich dann die Leseflaute komplett erwischt, aber auch das gehört bei mir mittlerweile fast schon zu einer gewissen Tradition, kommt mir vor. Trotzdem möchte ich wieder einmal zurückblicken und schauen, was mir in den letzten drei Monaten am meisten und was am wenigsten gefallen hat.

Ich möchte außerdem noch etwas in diesem Kontext ankündigen: Ich werde den Quartalsrückblick in dieser Form nicht mehr weiterführen. Was nicht heißen soll, dass ich gar nicht mehr zurückblicken werde, aber ich habe das Gefühl, dass mir das Format in dieser Form keine rechte Freude mehr macht. Ich werde mich also auf die Suche nach einer neuen Idee begeben, wie ich das in Zukunft gestalten werde.

Top des Quartals

In gewisser Weise war dieser Platz am Stockerl eigentlich vorhersehbar, denn die Reihe um August Emmerich verfolge ich mittlerweile schon von Anfang an. Ich fand zwar nicht jeden Band bis jetzt gleich gut, aber hallo, solange der unvergleichliche Cornelius Obonya liest, höre ich jeden Teil der Reihe mit einer gewissen Begeisterung. Eigentlich schade, dass er nicht noch mehr Hörbücher einspricht, aber ich denke, er ist auch durch seine Tätigkeit als Sprecher und Schauspieler auch so genügend ausgelastet.

Der letzte Tod Cover

Das erstaunlichste an diesem fünften Band war für mich allerdings die Tatsache, dass ich dieses Mal nichts Nennenswertes auszusetzen hatte. Wisst ihr, was ich meine? Dass man beim Lesen das Gefühl hat, es ist alles so, wie es sein sollte, alles hat seinen Platz, der Humor, der Schauplatz, die Figuren, sogar der Cliffhanger am Ende der Geschichte, obwohl dieses Stilelement sich langsam, aber sicher für meinen Geschmack etwas abnutzt. Wer bis hierher brav mitgelesen hat, wird auch zum nächsten Band greifen – egal ob ein Cliffhanger existiert oder nicht.

Ausführlicher gehe ich darauf in meiner Rezension ein, die ihr hier findet.

Flop des Quartals

Der Flop des Quartals stellt einmal mehr ein Ausflug in das New Adult-Genre dar. Den Klappentext fand ich zwar nicht überragend, aber die Idee fand ich ganz unterhaltsam – und ja, ich gebe zu, ich war neugierig, was uns hier eine österreichische Autorin servieren würde.

Ich gebe zu, ich fand auch die erste Hälfte des Buches sehr unterhaltsam, ich mag es, wenn sich die beiden Hauptfiguren eigentlich nicht leiden können, sich aber – in diesem Fall durch ein Datingportal ihrer Uni – kennenlernen und dann eine Seite von sich zeigen, die sie im realen Leben eher verbergen. Klar, es warten auch hier jede Menge Klischees auf die Leser:innen (Die Heldin, die sich selbst für nicht attraktiv hält, auf die aber trotzdem alle interessanten Jungs stehen, und der Held, der nach außen den Bad Boy gibt, aber auch eine sensible Seite hat, ihr wisst, was ich meine), aber ich habe zu Beginn wegen der Dialoge einiges verziehen.

Leider macht die Autorin in meinen Augen dann aber den Fehler, viel zu früh aufzulösen, wer sich denn hinter der Online-Identität verbirgt – und ab dann wird es zäh. Und je weiter sich die Handlung entwickelte, desto mühsamer wurde es. Es ging am Ende sogar so weit, dass ich das Gefühl hatte, die Geschichte ist nur noch künstlich gestreckt worden, damit sie nicht gleich nach 150 Seiten ein Ende hat … Wirklich schade, denn eigentlich hatte die Geschichte was, wenn sich die Autorin in der zweiten Hälfte nicht in jede Menge künstlicher Dramen verstiegen hätte, die das Happy End hinausgezögert haben.

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4 Kommentare

  • Livia

    Hey liebe Ascari

    Das Buch und die Reihe sind mir bei dir ja schon begegnet und du hast mir empfohlen, es unbedingt zu hören. Das Hörbuch ist aber so gaaaar nicht mein Medium. Aber vielleicht könnte sich das mal noch ändern? Ich werde es ausprobieren.

    Für den Schlussspurt deines Masterstudiums wünsche ich dir alles Gute und drücke sämtliche Daumen für ein gutes Gelingen.

    Alles Liebe an dich
    Livia

    • Ascari

      Liebe Livia,

      lesen finde ich auch völlig in Ordnung, Hauptsache, Alex Beer findet noch ein paar Fans mehr 😉 .
      Danke für deine Wünsche, das kann ich brauchen! Hab gestern mich so sehr in eine Hausarbeit hineingekniet, dass leider am Abend absolut keine Konzentration mehr für irgendwas da war …

      Liebe Grüße
      Ascari

  • Gabi

    Liebe Ascari,

    volle Zustimmung zu Deinem Quartals-Top. Beer, Emmerich und Obonya sind ein überragendes Team!

    Und die Gründe für Deinen Flop kann ich auch nachvollziehen. Ich begrüße es sehr, dass es auch mal Kurzkrimis oder längere Kurzgeschichten gibt oder wie man das auch immer bezeichnen will. Von mir aus dann eben nur als eBook oder als Zugabe zu einem Roman in Printform, weil das Geschriebene für ein eigenes Printbuch zu kurz wäre. Wobei ich auch das immer öfter erlebe, dass man druckt, ohne Rücksicht auf eine “Mindestlänge”.
    Dann würden solche Bücher wie Dein Flop-Buch viel seltener passieren, bei denen man das Gefühl hat, die Seitenvorgabe bzw. Mindestlänge wurde noch nicht erfüllt und man lässt die Geschichte noch ewig dümpeln.

    Liebe Grüße
    Gabi

    • Ascari

      Liebe Gabi!

      Du hast ja sowas von recht! Diese Geschichte wäre wirklich lieb und lustig gewesen, wenn sie einfach früher aufgehört hätte! Ich glaube, deswegen war ich am Ende umso mehr enttäuscht … Warum Kurzgeschichten im Print-Bereich oft so stiefmütterlich behandelt werden, ist mir aber selbst nicht ganz klar. Sind Lesehäppchen nicht gerade in stressigen Zeiten etwas Wunderbares? Ich tendiere dann ja auch eher zu kürzeren Büchern, weil ich dann nicht ewig an ein- und demselben Buch festhängen will.

      Liebe Grüße
      Ascari

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