Rezension Jennifer Wellen – Traumtänzerküsse

Traumtänzerküsse CoverIch gebe zu, als ich das Cover gesehen habe, musste ich sofort an eines der früheren Bücher von Jennifer Wellen denken: Sternschnuppenwünsche. Da lag die Vermutung nahe, dass es vielleicht eine Fortsetzung sein würde, aber nein, dem ist nicht so. Allerdings – und ich denke, das darf ich schon verraten – ist eine nette Anspielung auf “Sternschnuppenwünsche” in der Geschichte versteckt :). Treue Leser von Jennis Büchern dürfen sich freuen!

Zum Inhalt:

Mila ist eine junge, durchaus erfolgreiche Eiskunstläuferin, die mit ihrem Freund und Partner Roman auf Tournee gehen möchte. Ehe es losgeht, besucht sie allerdings noch einmal ihre Familie in Essen, die sie schon länger nicht gesehen hat. Vor Ort wird sie von Leon, ihrem früheren Partner auf dem Eis, gebeten, die Vertretung bei einer Eis-Show zu übernehmen. Dem Freund zuliebe sagt sie zu, nicht ahnend, welche Folgen diese Zusage mit sich bringen wird …

Meine Meinung:

Ich weiß, ich habe in letzter Zeit öfter den Klappentext gepostet, um zu beschreiben, worum es im Buch (oder Hörbuch) geht. Aber hier ist der Klappentext nicht besonders gut gelungen, da er in meinen Augen viel zu viel von der Handlung verrät. Daher lasst euch lieber überraschen, wenn ihr zu diesem Buch greift!

Wer Jennifer Wellens Bücher allerdings schon kennt, weiß, was er hier bekommt, nämlich eine lustig leichte Liebes- und Lebensgeschichte, also genau das Richtige für Urlaubstage, die man am liebsten mit Faulenzen, Nichtstun und ein bisschen Tagträumen verbringt.

Protagonistin dieser Geschichte ist Mila, die nach dem Ende ihrer Profi-Karriere ihren Traum vom Eislaufen bei einer Tournee fortsetzen möchte und dafür sehr vieles in ihrem Leben zurückgestellt hat. Wie viel das ist, erfährt man gleich zu Beginn, als klar wird, dass sie sich schon früh in ihrem Leben von ihrer Familie entfremdet hat. Dementsprechend frostig fällt die Begrüßung zuhause aus, vor allem der Vater lässt Mila deutlich spüren, was er von ihrer Entscheidung hält, dem Eis immer wieder den Vorzug zu geben.

Auch ihre neue Bekanntschaft Finn ist von ihrer Passion fürs Eislaufen wenig begeistert und zieht sie gnadenlos damit auf, was im Verlauf der Geschichte immer wieder zu sehr netten und lustigen Wortgefechten führt. Trotzdem merkt Mila bald, dass er ihr nicht gleichgültig ist – und es fällt ihr zunehmend schwerer, sich für ihr altes Leben – und damit ihre Karriere auf dem Eis – zu entscheiden.

Sehr gut gefallen haben mir auch die kleinen Informationshäppchen, die die Autorin dem Leser zu Beginn jeden Kapitels serviert. Ich weiß ehrlich gestanden nicht besonders viel übers Eislaufen, aber ich fand es beispielsweise durchaus spannend zu erfahren, wer denn nun eigentlich dafür verantwortlich ist, dass Eislaufschuhe heute Zacken an den Spitzen haben (was nicht immer so war!).

Einen kleinen Kritikpunkt sehe ich dieses Mal allerdings bei der verwendeten Sprache. Und damit meine ich nicht unbedingt den Dialekt aus dem Ruhrpott, sondern die flapsigen Ausdrücke, die die Autorin Mila in den Mund legt. “Yippie-Ya-Yeah, Schweinebacke” gehört für mich jetzt persönlich nicht unbedingt zu einem Vokabular, dass ich mit einer ehemaligen Olympia-Eiskunstläuferin verbinden würde. Aber davon abgesehen mochte ich Milas Charakter. Ihr Ehrgeiz und ihr Wille, sich nicht unterkriegen zu lassen, machen sie trotz ihrer anfänglich sehr ich-bezogenen Art zu einem doch sympathischen Menschen, mit dem man mitleben und -lieben kann.

Das Ende birgt dann tatsächlich noch einmal eine kleine Überraschung, die dem Ganzen noch zusätzlichen Charme verleiht. Aber lest einfach selbst!

Mein Fazit:

Wie gewohnt serviert Jennifer Wellen uns auch mit “Traumtänzerküsse” eine weitere humorvolle Geschichte, die gespickt mit Jennis unvergleichlichem Humor eine schöne Unterhaltung darstellt. Leseempfehlung für alle, die auf der Suche nach Urlaubslektüre sind!

  • ★★★★
  • E-Book
  • 356 Seiten
  • dotbooks Verlag
  • 978-3966550321
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Blogpause …

Ihr ahnt es sicher schon, warum ich wieder einmal eine Blogpause ausrufen muss. Ich habe schon die letzten Wochen nur mit Ach und Krach einen monatlichen Beitrag geschafft, jetzt ist es vermutlich bis Juli dann ganz aus … Projektabgaben, Prüfungstermine, ich habe jetzt schon damit zu kämpfen, dass meine Energie-Reserven ziemlich erschöpft sind. Da ist freie Zeit ein ziemlicher Luxus, wo ich aber sogar schon zu müde bin, um zu einem Buch zu greifen …

Ich hoffe, ihr seht es mir daher nach, dass es hier für die nächsten sechs, sieben Wochen eher still wird, ich freue mich dann auf einen schönen Sommer, wo ich mich dann wieder mit mehr Energie dem Lesen und dem Vorstellen von Büchern widmen kann :).

Wir lesen uns!

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(Kurz)Rezension Rob Hart – Der Store

Der Store Cover“Der Store” war für mich wieder einmal ein sehr gutes Beispiel dafür, wie schwer ich mich manchmal damit tue, mich für oder gegen ein Buch zu entscheiden. Letztlich hat der Austausch beim Bookopoly dazu geführt, dass ich mich doch an das Buch herangetraut habe – und ich habe es nicht bereut!

Der Klappentext:

Du bekommst alles im Store. Aber das hat seinen Preis …

Der Store liefert alles. Überallhin. Zu besten Preisen. Der Store ist Familie. Der Store schafft Arbeit und weiß, was wir zum Leben brauchen. Bis in den Tod.

Paxton und Zinnia lernen sich als Angestellte bei “Cloud” kennen, dem weltgrößten Onlinestore. Das Leben im Cloud-System ist perfekt geregelt, aber unter der Oberfläche brodelt es. Denn im Geheimen formiert sich der Widerstand gegen den übermächtigen Konzern. Auch Paxton muss sich bald die Frage stellen: Ist Zinnia die, die sie zu sein vorgibt? Kann er ihr trauen?

Packende Lesung mit vier hochkarätigen Stimmen: Simon Jäger als Paxton, Anna Carlsson als Zinnia, Frank Arnold als Patriarch, Gibson Wells, und Janine Stenzel als Stimme aus dem Off.

Meine Meinung:

Ganz ehrlich? Diese Geschichte gewinnt meiner Meinung nach als Hörbuch noch dazu, weil verschiedene Sprecher den unterschiedlichen Figuren Leben einhauchen. Paxton beispielsweise wird von dem unvergleichen Simon Jäger gesprochen, daber auch Anna Carlsson als Zinnia hat mir gut gefallen. Sie schaffen es vor allem, die Längen beim Plot, die sich langsam nach dem ersten Drittel einschleichen, zu überbrücken, da sie besonders die Dialoge viel lebendiger werden lassen.

Ich kenne zwar von dem Buch nur die Leseprobe, hatte aber schon bei den einleitenden Worten des Cloud-Gründers Gibson Wells das Gefühl, dass mich hier die Geschichte über die Ohren viel besser abholen konnte als der im Vergleich irgendwie kühl wirkende Text (zumindest, was die Leseprobe betrifft) …

An die “großen” Dystopien der Gegenwart kommt “Der Store” zwar nicht heran (Zeitweise wirkt die Kritik am nicht existierenden amerikanischen Sozialsystem meiner Meinung nach etwas plump), aber der Autor erlaubt sich ein interessantes Gedankenspiel mit der Tatsache, was wäre, wenn Konzerne wie Amazon unser Leben gänzlich bestimmen würden. Was wäre, wenn Menschen sich in die Sicherheit der Cloud flüchten würden, ihre Privatsphäre zugunsten eines geregelten und sauberen Lebens aufgeben würden? Das ist etwas, dessen erste Auswüchse wir heute schon in Form des Versand-Wahnsinns zu spüren bekommen.

Gibson Wells erscheint hier anfangs als der große Wohltäter, aber zwangsläufig ist nicht alles Gold, was glänzt – und das bekommen sowohl Zinnia als auch Paxton gerade in der zweiten Hälfte des Buches immer mehr zu spüren. Ins Detail möchte ich hier absichtlich nicht gehen, aber am Ende gab es dann schon eine gewisse Szene, wo es mir fast den Magen umgedreht hätte …

Das Ende ist relativ offen, lässt den Leser aber zumindest ein wenig Hoffnung. Das finde ich gut, denn Dystopien, die ein gutes, positives Ende haben, bedienen das Bedürfnis nach einem Happy-End doch ein wenig zu offensichtlich und sind für mich deswegen eher unglaubwürdig.

Mein Fazit:

“Der Store” ist in meinen Augen ein durchaus interessantes Gedankenspiel, das meiner Meinung nach als Hörbuch ein zusätzlicher Gewinn ist! Die Dialoge wirken dadurch deutlich lebendiger und lassen den Hörer die vorhandenen Längen bei der Handlung leichter überbrücken …

  • ★★★★
  • Hörbuch
  • 811 Minuten
  • Random House Audio
  • B07WGG5SFC
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(Kurz)Rezension Karen McManus – One of us is lying

One of us is lying CoverIch erinnere mich, als das Buch vor zwei Jahren erschienen ist, hat es mich damals nicht wirklich angesprochen. Aber wie heißt es doch so schön: Das richtige Buch zur richtigen Zeit! “One of us is lying” war aber trotzdem ein Zufallsgriff, da ihn die Onleihe gerade zur Verfügung hatte …

Der Klappentext:

Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige …
An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes.

Meine Meinung:

Ich gestehe, ich hatte keine allzu großen Erwartungen an dieses Buch. Ich lasse mich gerade von Jugendbüchern einfach gerne unterhalten, gerade wenn es in meinem Leben wirklich stressig zugeht. Was ich wusste, war, dass es als “Jugendthriller” verkauft wird und das war genau das, wonach mir der Sinn stand, als ich es ausgewählt habe.

Und ich muss sagen, ich war trotz einiger Längen und Lücken bei der Handlung positiv überrascht. Das liegt vor allem an den vier Hauptfiguren, die anfangs als ausgemachte Stereotype eingeführt werden. Sie alle entwickeln sich allerdings im Verlauf der Geschichte weiter und bekommen mehr Facetten bzw. Charakterzüge, die man ihnen zu Beginn gar nicht zugetraut hätte.

Das machte es trotz der bereits erwähnten Längen interessant, der Geschichte zu folgen, auch wenn der kriminalistische Aspekt meistens nur nebenher mitläuft (und ich als Bürger dieser Stadt definitiv nicht auf so stümperhaft arbeitende Polizei angewiesen sein möchte). Am besten hat mir daher auch Addy gefallen, da sie die deutlichste Veränderung durchgemacht hat.

Das Ende läuft typisch Jugendbuch zwar etwas zu sehr nach Schema F ab (alle weiteren Probleme werden mehr oder weniger rasch und einfach gelöst), jedoch habe ich lange nicht mit dem Motiv gerechnet, das dem Leser serviert wird. Eine gewisse Überraschung inklusive, auf die ich wegen Spoiler-Gefahr jetzt allerdings nicht eingehen möchte.

Alles in allem ist “One of us is lying” also ein Buch, das mich trotz gewisser Mängel für sich einnehmen konnte. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob die Autorin das Niveau mit der Fortsetzung halten kann, aber ich kann jetzt verstehen, warum das Buch bei vielen Lesern gut angekommen ist.

Mein Fazit:

Ich gebe zu, ich hatte mir einfach etwas Unterhaltung für zwischendurch erwartet, wurde aber tatsächlich positiv überrascht. Endlich mal ein Jugendbuch, das seine Figuren ernst nimmt und ihnen unerwarteten Tiefgang zugesteht! Dies geht zwar zu Lasten des Krimis, das ließ sich für mich aber verschmerzen …

  • ★★★★
  • E-Book
  • 448 Seiten
  • cbj
  • 978-3641204990
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Der Literaturplausch / 02.2020

Ein neuer Literaturplausch oder ein Lebenszeichen von mir – das könnt ihr euch aussuchen :). Gerade Semester-Anfang und Semester-Ende sind halt ziemliche Stresswochen, weil sich dann Abgaben, Präsentationen und Prüfungen wirklich anstauen und quasi alle gleichzeitig erledigt werden wollen …

Immerhin habe ich in den letzten zwei Wochen wieder etwas mehr Luft gehabt. Dank Semesterferien bin ich sogar auch dazu gekommen, wieder ein paar Bücher zu beenden.

Versprechen kann ich aber nicht, dass ich dazu komme, Rezensionen zu ihnen zu schreiben. Wenn ihr da auf Nummer sicher gehen wollt, rate ich euch, auf Goodreads meine Updates zu verfolgen, dort schreibe ich relativ zeitnah wenigstens Kurzmeinungen …

#CurrentlyReading

Mein aktueller Lesestapel ist thematisch wieder mal ein komplettes Durcheinander, aber das ist so typisch ich :D. Weil ich mich so recht entscheiden kann, mal da, mal dort reinlese, dann an einem Buch kleben bleibe, dafür bleibt ein anderes Buch liegen …

Dank Bookopoly ist es mir aber wenigstens gelungen, den dritten Band der Fleury-Reihe, der ja nur drei Jahre am SuB verbracht hat, zu lesen und zu beenden.

Daniel Wolf – Die Gabe des Himmels

Die Gabe des Himmels CoverAus dem Grund habe ich mir dann gleich Band 4 geschnappt, der als Hörbuch seit letztem Jahr im Sommer sein Dasein am SuB gefristet hat. Da es allerdings ein fast 28 Stunden Hörbuch ist, werde ich mit dem sicher noch eine Weile beschäftigt sein. Die angenehme Stimme von Johannes Steck macht es aber leicht, abends in die Geschichte zu versinken – und ich tue mich zwischendurch echt schwer, auf den Pausenknopf zu drücken.

Ich habe gesehen, dass es sogar Stimmen gibt, die diesen vierten Band für den besten der Fleury-Reihe halten. Bin gespannt, wie es mir mit der Geschichte ergehen wird, vom Thema her hat Daniel Wolf jedenfalls sehr viel Abwechslungsreiches aufgegriffen.

Una McCormack – The last best Hope

The last best Hope CoverDer komplette Kontrast dazu ist wohl das englische E-Book zu “Star Trek Picard”, “The last best Hope” von Una McCormack, das ich parallel zur TV-Serie angefangen habe zu lesen. Das Buch stellt zusammen mit dem Comic “Countdown” so etwas wie die Vorgeschichte zur Serie dar und beantwortet einige Fragen (oder soll ich sagen Unstimmigkeiten?) aus der Serie.

Es hat zwar wie alle Prequels den Beigeschmack, dass man weiß, wie es endet. Nichts desto trotz lohnt das Buch in meinen Augen trotzdem, weil es sich die Zeit nimmt, einige Dinge zu erklären, die meiner Meinung nach in der Serie etwas zu kurz gekommen sind.

Melanie Raabe – Der Schatten

Der Schatten CoverAls drittes hat sich dank Onleihe nun noch “Der Schatten” von Melanie Raabe auf den Reader geschlichen. Ich hatte zwar nach dem Hörbuch zu ihrem zweiten Buch “Die Wahrheit” mir erst einmal eine Raabe-Pause verordnet. Jedoch konnte mich Gabi vom Laderladen überreden, den weiteren Büchern eine Chance zu geben, zumindest schriftlich.

Hören möchte ich sie ehrlich gestanden jedoch nicht mehr, dazu hat mich die Sprecherin in Verbindung mit Raabes Schreibstil in “Die Wahrheit” doch einige Nerven gekostet.

#CurrentlyWatching

Nachdem ich im Herbst aus Zeit- und Geldgründen Netflix erst mal gekündigt habe, ist derzeit das Schauen von Serien eher auf Prime beschränkt, aber auch dort gibt es einiges Interessantes.

Star Trek Picard

Ich gebe zu, ich war anfangs etwas skeptisch, ob das was kann, die alte Mannschaft (Und in der Zwischenzeit sind sie wirklich nicht mehr die jüngsten, Patrick Stewart ist Jahrgang 1940 laut Wikipedia) wieder aus der Versenkung zu holen. Aber die Neugier war da – und wenn es mir Prime ja sowieso anbietet, warum nicht mal hineinschauen? Mittlerweile bin ich kleben geblieben und habe einen Grund mehr, mich auf Freitag zu freuen, wenn eine neue Folge online geht.

Wirklich nett sind auf jeden Fall die vielen kleinen Anspielungen auf die früheren Trek-Serien, die ich zeitweise selbst nicht mal mehr erkennen kann (TNG beispielsweise ist einfach zu lange her), aber es gibt ja Gott sei Dank YouTube und seine Easteregg-Videos!

Hunters

Diese Serie ist jetzt ganz frisch gestartet – und zeitweise schon ganz schön trashig. Tarantino-Fans werden auf jeden Fall ihre Freude damit haben, aber zeitweise schlägt die Serie auch recht ernste Töne an, vor allem wenn es um die Rückblicke in die Vergangenheit und das Leben in den KZs geht …

Ich bin auf jeden Fall mal gespannt, wo die Serie hinsteuern wird. Im Moment habe ich noch nicht so viele Folgen gesehen, aber es ist eine angenehme Abwechslung, da hier im Gegensatz zu “Picard” alle zehn Folgen der ersten Staffel auf einmal online gegangen sind.

#Challenges

Motto Challenge 2020

Die Motto Challenge wird ja dieses Jahr nicht von Aleshanee geführt, sondern von Steffi von “Steffis Bücherhöhle”. Aktuell ist das Märzthema schon heraußen und es freut mich, dass sich – trotz SuB-Zwerg – doch noch immer ein Buch darauf findet, dass zum Thema passt.

Bookopoly 2020

Bei Bookopoly läuft es ebenfalls gut. Dank der Semesterferien konnte ich mein letztes Buch, dass ich mir noch im alten Jahr für die Challenge ausgesucht habe, erfolgreich beenden, obwohl es gut 650 Seiten hatte. Jetzt kann ich in Ruhe dem entgegen sehen, was wir dann im März miteinander auswürfeln werden.

#zuguterLetzt

Im Moment ist der (vorsichtige) Plan, dass ich euch wenigstens einmal im Monat mit einem Beitrag hier das Leben etwas versüßen kann. Ich weiß, das ist nicht viel, aber mehr wird wahrscheinlich wirklich nicht drin sein.

Letztes Jahr war das Sommersemester wegen der kürzeren Zeit jedenfalls noch stressiger als das Wintersemester, außerdem steht uns jetzt eine Projektarbeit bevor, die ich zeitlich auch nicht einschätzen kann. Drückt mir also die Daumen, dass wenigstens dieser bescheidene Plan funktionieren wird …

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Tops & Flops / 4Q.2019

Ich weiß, ich habe es schon vor drei Monaten das letzte Mal geschrieben, aber wenn ich ehrlich bin, passt “Kinder, die Zeit vergeht” auch auf diesen quartalsmäßigen Rückblick. Den ich gleichzeitig dazu nutzen werde, die nächste – dieses Mal geplante – Blogpause zu verkünden. Kunststück halt, wenn es ab nächster Woche wieder mit den Semesterabschlussprüfungen losgeht …

Schätze, es überrascht deswegen auch net, weshalb es im Herbst so lange hier ruhig war. Ich habe zwar schon ein bisschen was gelesen, aber viel war es nicht. Und da wir jede Menge Übungen, Abgaben, Tests und sonstiges auf der FH zu erledigen hatten, hatte ich einfach nicht die Energie, mich dann über die Arbeitszeit hinaus noch weiter an den Computer zu setzen.

Tops & Flops

Wie sehen Oktober bis Dezember also lesetechnisch aus? Auf meiner Liste habe ich 22 Titel stehen, davon sind allerdings die Hälfte Hörspiele aus der “Sherlock Holmes Chronicles”-Reihe. Von den 11 übrig gebliebenen Büchern entfallen noch einmal 6 Titel auf Hörbücher, man sieht, ich habe also wirklich nicht viel (klassisch) gelesen.

Wie schon öfters erwähnt, lassen sich Hörbücher aktuell eben leichter mal dazwischen quetschen, denn die kann ich auch am Weg zur FH hören. E-Books und Prints müssen da zwangsläufig etwas zurückstehen.

Top des Quartals

Nachdem ich mittlerweile in meinem Bookjournal am Ende eines jeden Monats notiere, was mir am besten und was am schlechtesten gefallen hat, fällt es jetzt leichter, mich zu entscheiden, was im letzten Quartal am besten abgeschnitten hat.

Gewonnen hat dieses Mal ein Hörspiel (Überrascht das jemanden bei meinem Hörspielkonsum der letzten Zeit?), und zwar die Hörspielfassung von “Verachtung” von Jussi Adler-Olsen.

Offensichtlich verkaufen sich die Hörspiele bei Audible gut genug, dass von der Mørck-Reihe nach und nach alle Bücher als Hörspiele herausgebracht werden.

Ursprünglich wollte ich eigentlich nach Band 3 zu den normalen Hörbüchern wechseln (Ab Band 3 sind sie nämlich ungekürzt), aber mittlerweile habe ich mich an die Hörspiele gewöhnt – und möchte auch die weiteren Bücher als Hörspiele weiterhören :).

Flop des Quartals

Den Flop des Quartals stellt ein Buch, das ich im Sommer aus dem Kurzurlaub mitgebracht, sozusagen ein Urlaubssouvenir. Wobei ich die Idee zu der Story eigentlich gar nicht mal so schlecht fand, jedoch haperte es schon etwas an der Umsetzung …

Der Schreibstil war nämlich sehr einfach und flach, das Lektorat hat wohl einige Mal geschlafen (Sie in der Anrede schreibt man immer noch groß, sorry, auch nach zig Rechtschreibreformen, die wir mittlerweile hinter uns haben).

Soweit ich das mitbekommen habe, ist der Autor eine lokale Größe in Enns an der Donau (wo auch die Bücher spielen), entsprechend dürfte er auch Kontakte zu jemandem vor Ort haben, der seine Bücher verlegt. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass man die Story mit entsprechender Unterstützung durchaus auf ein Level bringen könnte, die es dem Autor ermöglichen würden, etwas bekannter (und besser) zu werden.

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Rezension Ralf Raabe – Adrian Blackwell. Im Reich der Schatten

Adrian BlackwellBereits das Cover machte mich neugierig, ich gestehe es, auch wenn ich nun nicht mehr unbedingt zur Zielgruppe des Buches gehöre.

Allerdings weiß ich noch sehr genau, dass ich in dem Alter mit zwölf, dreizehn alles verschlungen habe, was nur irgendwie mit Märchen, Mythen und Sagen zu tun hatte. Und auch jetzt als Erwachsene mag ich solche Geschichten, die in der Art eines Percy Jackson geschrieben sind, immer noch sehr gerne.

Gerade die griechische und die nordische Mythologie haben es mir da besonders angetan, deswegen hat es nicht viel gebraucht, um mich hier anzufixen :).

Der Klappentext:

Der 16-jährige Adrian Blackwell ist entschlossen, den Tod seines Vaters aufzuklären. Dabei gerät er zwischen die Fronten der letzten Götter Asgards und Hel, der Herrscherin des Totenreichs. Denn Adrian besitzt einen Schlüssel zu Hels Reich: den Runen-Code seines Vaters. Mit dessen Hilfe soll er den Göttern die lebensverlängernden Äpfel der Idun beschaffen. Auf der Jagd nach dem Schlüssel hetzt Hels Bruder, der mächtige Fenris-Wolf, Adrian durch halb London bis hinab ins Totenreich. Dort muss Adrian sich entscheiden, ob er sein eigenes Leben rettet oder die Götter Asgards vor dem Untergang bewahrt.

Meine Meinung:

Wie bereits eingangs erwähnt, war ich nach dem ersten Kapitel wirklich neugierig auf dieses Buch. Ein Held, der auf seine etwas tollpatschige Art einfach zum Gernhaben einlädt, der Tod des Vaters, den Adrian offensichtlich nicht verkraftet hat – und dann diese geheimnisvollen Leute, die auf einmal aus dem Nichts in Adrians Umfeld auftauchen … Das hat eigentlich alle Zutaten, um eine wirklich spannende Geschichte zu erzählen. Dachte ich.

So nach und nach kristallisierten sich allerdings zwei Dinge heraus, die für mich nicht so ganz schlüssig waren. Da ist einmal der Protagonist, der im Klappentext als 16jähriger beschrieben wird, den ich aber durch sein Verhalten eher auf dreizehn Jahre (das empfohlene Lesealter) schätzen würde. Ich will bewusst nicht ins Detail gehen, aber es gibt einige Situationen, wo ich das Gefühl hatte, ein 16jähriger würde sich so nicht verhalten …

Im Verlauf der Geschichte führt der Autor neben dem Love Interest Alison außerdem mit Bo eine weitere Figur in die Geschichte ein, deren Sinnhaftigkeit sich mir ebenfalls nicht so ganz erschlossen hat. Ich gebe zu, ich frage selten nach “Wofür ist die Figur gut”, aber hier hat sich die Frage dann doch aufgedrängt.

Denn Bo erschien mir eher wie jemand, mit dem der Autor zeigen wollte, dass er mit sozial- und gesellschaftskritischen Themen am Puls der Zeit ist. Man hätte das meiner Meinung nach aber auch anders lösen können, in dem man Alison (die neben dem ersten Liebesgeplänkel eigentlich keine weitere Funktion mehr hat) und Bo zu einer Figur verschmolzen hätte.

Einige Szenen dagegen waren durchaus ganz witzig, besonders die, in denen es um das Auftreten der nordischen Götter gegangen ist. Ich sage nur “Odin”, “Thor” und “Walküren”. Hier habe ich einige Male durchaus grinsen müssen, besonders wenn man die Götter ernsthafter und düsterer kennt. Zu viel will ich hier aber nicht verraten, um nicht zu spoilern.

Zur Handlung möchte ich ebenfalls noch etwas sagen: Verläuft der Plot anfangs noch relativ ruhig, zieht der Autor besonders in der zweiten Hälfte die Erzählweise ganz schön an. Manches erschien mir hier fast zu gehetzt, ein paar Details mehr zu der einen oder anderen Szene in der Totenwelt hätten sicher nicht geschadet. Vor allem wenn man bedenkt, dass das Buch kein Glossar besitzt, wo man als junge/r Leser/in vielleicht nachschlagen möchte.

Apropos Totenwelt: Der Klappentext verrät eigentlich fast schon zu viel von der Handlung, denn eine echte Überraschung stellt am Ende nur eine einzige Sache dar. Das ist irgendwie schon ein bisschen schade, denn damit wird man – gerade was die Handlung betrifft – ganz ordentlich gespoilert.

Mein Fazit:

Ich wollte dieses Buch mögen. Vor allem nach dem ersten Kapitel hatte ich wirklich das Gefühl, diese Geschichte kann was. Leider warf der Verlauf der Handlung dann immer mehr Fragen auf, die am Ende bei mir einen recht durchwachsenen Eindruck hinterlassen haben.

  • ★★★★★
  • Hardcover
  • 240 Seiten
  • wortweit-Verlag
  • 978-3903326002
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